Posted-By: auto-faq 3.2.1.3
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		Fragen und Antworten (FAQ) ber

		   das Textsatzsystem TeX und
		       ~~~~~~~~~~~~~~~~~~
	DANTE, Deutschsprachige Anwendervereinigung TeX e.V.
	~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

	=== Teil 10: Metafont und Schriften (Fortsetzung) ==


10.1) Die DC-/EC-Schriftfamilie und andere T1-kodierte Schriften
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10.1.1) Wozu bentige ich neben der Computer-Modern-Schriftfamilie
        noch eine weitere Familie, die genau dasselbe Aussehen hat?

Die Schriften der Computer-Modern-(CM)-Familie enthalten nur jeweils
128 verschiedene Zeichen.  Es fehlen daher beispielsweise Umlaute und
alle akzentuierten Zeichen anderer europischer Sprachen.  Diese
Zeichen mssen bei Verwendung der CM-Schriften durch eine
Box-Konstruktion aus Einzelzeichen zusammengebaut werden.  Da TeX zur
Trennung von Wrtern die Codes der Zeichen in der jeweiligen Schrift
verwendet, werden Wrter mit Umlauten nur unvollstndig, fehlerhaft
oder berhaupt nicht getrennt.
  Diese Nachteile vermeiden die DC-Schriften, indem sie in die bisher
ungenutzten 128 Zeichenpositionen akzentuierte Zeichen legen.
Auerdem wurden die Positionen der `unteren' 128 Zeichen im Vergleich
zu den CM-Schriften klarer strukturiert.  So wurden die Positionen,
die in den CM-Schriften mit den griechischen Grobuchstaben belegt
sind, die fr den mathematischen Formelsatz genutzt werden, in den
DC-Schriften mit Lettern fr gewhnlichen Text belegt.  So werden die
Zeichen fr Text- und mathematischen Formelsatz sauber in
entsprechende Fonts voneinander getrennt, um die dadurch auftretenden
Seiteneffekte zu vermeiden und um Schriften einfacher kombinieren zu
knnen.


10.1.2) Was ist die Kodierung `T1'?

Die Kodierung der DC-Schriften, die auf der europischen TeX-Tagung
EuroTeX'91 in Cork/Irland festgelegt wurde, wird in LaTeX2e als
`T1'-Kodierung bezeichnet.  Diese Kodierung entspricht im wesentlichen
dem Code ISO 8859-1 (Latin-1) mit dem Unterschied, da das scharfe s
zu den anderen akzentuierten Kleinbuchstaben auf Position 255 gesetzt
wurde und da die in ISO Latin-1 mit Control-Zeichen belegten Bereiche
0-31 mit Akzenten, Anfhrungszeichen und Ligaturen bzw. 128-159 mit
Lettern aus ISO Latin-2 (fr die osteuropischen Sprachen) belegt
wurden.  Eine Kodierungstabelle findet man beispielsweise in
`dcdoc.tex', der Dokumentation der T1-kodierten DC-Fonts.
  Hinweis: Mit LaTeX2e kann man mit Hilfe des standardmig
enthaltenen Pakets `fontenc' sehr einfach mit

	\usepackage[T1]{fontenc}

T1-kodierte Schriften verwenden, falls wie bei den DC-Fonts die
zugehrigen .fd-Dateien vorhanden sind.  (Mit dem Paket `inputenc'
kann man die verwendete Kodierung der (La)TeX-Eingabedatei festlegen;
diese hat jedoch mit der Kodierung der Schrift _nichts_ zu tun!)

dcdoc.tex:  CTAN: fonts/dc/mf/dcdoc.tex


10.1.3) Was sind die EC-Schriften?  Unterschied DC-, EC-Schriften?

Die endgltige, ausgetestete, stabile Version der DC-Schriften wird
einmal in European/Extended-Computer-Modern-(EC)-Schriften umbenannt.
Diese sollten dann ebenso stabil wie die CM-Schriften sein.  Dies
bedeutet, da die DC-Schriften `nur' Test-Versionen der EC-Schriften
sind, die sicher noch den einen oder anderen Fehler enthalten und
deshalb z.Zt. noch weiterentwickelt und verndert werden!  Es kann
also sein, da ein Dokument, das DC-Schriften verwendet, mit einer
neuen Version der DC-Schriften bzw. den endgltigen EC-Schriften einen
anderen Umbruch haben wird.


10.1.4) Wozu dienen die `tc'-Schriften? Was ist die Kodierung `TS1'?

Es gibt mehr als 256 Zeichen, die man in einem Text verwenden will.
Deshalb werden selten bentigte, jedoch ntzliche Zeichen, die nicht
mehr in der T1-Kodierung Platz fanden, in einer sogenannten `text
companion'-Schrift in der Kodierung `TS1' zusammengefat.  Diese
Schriften sind passend zur Hauptschrift entworfen und knnen daher
problemlos mit dieser verwendet werden.  Die endgltigen Menge von
Lettern einer Text-Companion-Schrift und deren Kodierung `TS1' ist
z.Zt. noch nicht vollstndig festgelegt und kann sich in spteren
Versionen ndern.
  Eine erste Version von Text-Companion-(tc)-Schriften ist Bestandteil
des DC-Font-Pakets (beginnend mit Version 1.2, aktuell ist Version 1.3
Patchlevel 4).  Unter LaTeX2e gibt es zur einfachen Einbindung das
`textcomp'-Package in einer Alphatest-Version.  Eine Kodierungstabelle
der Text-Companion-Schriften findet man in `dcdoc.tex', der
Dokumentation der DC-Fonts.

tc-Fonts:   CTAN: fonts/dc/
dcdoc.tex:  CTAN: fonts/dc/mf/dcdoc.tex
textcomp:   CTAN: fonts/psfonts/ts1/  (momentan nur als Test-Version!)


10.1.5) LaTeX2e verlangt `dcr1000', ich kann diesen Font aber nicht
        finden und habe nur Fonts wie `dcr10'.  Was mache ich falsch?

Ab der Version 1.2 der DC-Schriften, die Jrg Knappen Anfang September
1995 verffentlichte, wird fr diese Schriften ein anderes Schema zur
Benennung der Dateinamen verwendet.  (Aktuell ist seit 25. August 1996
die Version 1.3 Patchlevel 4.)  Dieses lste das alte Schema fr die
Version 1.1 ab, die im Mrz 1992(!) erstellt wurden.
  Folgte die Version 1.1 dem CM-Vorbild und fgte dem Basisnamen der
Schrift noch die Entwurfsgre in Punkt, also z.B. `dcr' + 10 =>
``dcr10'', so wird ab Version 1.2 die Entwurfsgre in 1/100 Punkt und
immer vierstellig angegeben, wie z.B. `dcr' + 10*100 => ``dcr1000''.
Dadurch knnen nun auch nicht ganzzahlige Entwurfsgren
unproblematisch erfat werden.  Beispielsweise hat `dcr' in der
Entwurfsgre 17.28 pt den Namen ``dcr1728''.
  Mit den neuen Versionen wurden neben dieser Nomenklatur auch sehr
viele Dinge im Aussehen der einzelnen Zeichen, den Ligaturen und den
Unterschneidungen (`Kerning') gendert, so da ein Umstieg auf die
DC-Fonts Version 1.3pl4 angebracht ist.


10.1.6) Ich habe bisher DC-Fonts Version 1.1 verwendet und habe sehr
       viele Dokumente.  Wie kann ich jetzt am einfachsten auf Version
       1.3 umsteigen?

LaTeX2e untersttzt seit der Version vom Dezember 1995 die neuen
Versionen 1.2 bzw. 1.3 der DC-Schriften (optional kann man diese
LaTeX2e-Version noch so konfigurieren, da Version 1.1 verwendet
wird).  Ist ein Dokument als LaTeX-Eingabedatei vorhanden, bersetzt
man diese einfach mit der neuen LaTeX2e-Version nochmals.  Fr andere
(La)TeX-Dokumente oder dvi-Dateien, von denen man den Quelltext nicht
besitzt, gibt es momentan leider keinen einfachen Weg, da ein
einfaches Umbenennen (oder Setzen eines `links' unter Unix) von
beispielsweise ``dcr1000.tfm'' in ``dcr10.tfm'' zu einem
Prfsummenfehler (`checksum error') im dvi-Treiber fhrt und das
Ergebnis auf dem Ausgabegert durch etwas andere Mae der Lettern und
deren Positionierung zwischen Version 1.1 und 1.2/1.3 nur fr
Korrekturausdrucke reicht.
   Es ist absehbar, da es in kurzer Zeit virtuelle Fonts (vf) geben
wird, die die `realen' DC-Fonts in Version 1.2/1.3 benutzen.  Damit
kann man dann die alten pk-Font-Dateien der Version 1.1 durch diese
virtuellen Fonts ersetzen.  Dies hat den Vorteil, da diese vf-Dateien
sehr klein sind und wenig Platz bentigen und man alte dvi-Dateien mit
dem Tool `dvicopy' in dvi-Dateien wandeln kann, die nur die DC-Fonts
Version 1.2/1.3 referenzieren.

ACHTUNG: Die DC-Schriften sind immer noch Test-Versionen, d.h. sie
werden in den nchsten Versionen wiederum kleine Inkompatibilitten
aufweisen!  Wer unvernderliche Schriften bentigt, sollte auch
weiterhin die CM-Schriften verwenden, da deren tfm-Dateien garantiert
nicht mehr verndert werden -- ebenso wie deren kleine `Fehler' wie
z.B. fehlendes Kerning zwischen einigen Letterpaaren.


10.1.7) Gibt es die zu den DC-Schriften gehrenden Schriften fr den
        mathematischen Formelsatz?

Nein, leider noch nicht.  Zur Zeit existiert ein gemeinsames LaTeX3-/
TUG-Technical-Working-Group-(TWG)-Projekt; Barbara Beeton,
Herausgeberin des TUGboat und Mitarbeiterin bei der American
Mathematical Society (AMS), ist Vorsitzende dieser TWG.  Die
Arbeitsgruppe hat die nicht-triviale Aufgabe, alle bentigten
mathematischen Zeichen zusammenzutragen und entsprechende
Schriftkodierungen festzulegen.  Informationen ber die bisher
erarbeiteten Konzepte kann man in CTAN: info/ltx3pub/l3d007.tex
finden.


10.1.8) Wieso werden bei Verwendung von DC-Schriften noch die alten
        CM-Schriften geladen?  Ich dachte, da die DC- die CM-
        Schriften vollstndig ersetzen knnen?

Da noch keine mathematischen Schriften speziell fr die DC-Schriften
existieren, werden die der CM-Schriften verwendet.  Die
CM-Textschriften enthalten jedoch die groen griechischen Buchstaben
fr den mathematischen Formelsatz, so da auch weiterhin diese
Textschriften zustzlich zu den DC-Textschriften geladen werden
mssen.


10.1.9) Nach dem Umstieg von DC-Fonts v1.1 auf v1.2/1.3 fehlt in der
        Ausgabe das kleine scharfe s (\ss), das grosse \SS
        funktioniert dagegen.  Wieso?

Die Datei `dxbase.mf', mit der man eine neue METAFONT-Base-Datei
erstellen kann, hat sich gendert.  Wenn man noch die alte Datei aus
v1.1 zur Erzeugung der neuen DC-Fonts v1.2/1.3 verwendet, hat man u.a.
den Fehler, da das kleine \ss nicht korrekt erzeugt wird.
  Abhilfe: Grundstzlich keine spezielle Base-Datei fr die DC-Fonts
verwenden, sondern die normale `plain'-Base verwenden.  (Der
Zeitgewinn von ca. einer Sekunde pro Font, der frher sehr viel grer
war, geht durch Probleme wie das hier beschriebene wieder verloren.)
Hat man solch `kaputte' DC-Fonts, mu man diese danach nochmals
komplett neu berechnen.


10.1.10) Beim Umstieg auf DC-Fonts v1.3 erhalte ich nur Fehlermeldung
         von Metafont (`Incomplete if ...') oder ich erhalte den
         Hinweis, da die Versionen meines Metafont/plain.mf zu alt
         ist.

Die Metafont-Quellen setzen die Benutzung einer relativ neuen
Metafont- Version voraus und verwenden Definitionen aus der Datei
`plain.mf', die in `plain.mf' v2.0 noch nicht enthalten waren.
Deshalb ist es ratsam, diese Gelegenheit zu nutzen und eine mglichst
neue Version zu installieren (siehe Abschnitt 3.1.7).
  Ansonsten sollte man bei der Generierung der DC-Fonts darauf achten,
da die Dateien

    plain.mf
    modes.mf  % oder eine lokale `Mode-Definition'-Datei

in allen Fllen _vor_

    dxbase.mf

geladen wird.  (Am besten ist es, wenn man sich _keine_ spezielle
dx-Base-Datei erzeugt, sondern die normale plain-Base-Datei verwendet,
da die DC-Fonts dann `dxbase.mf' automatisch bei Bedarf nachladen.)


10.1.11) Mit den neuen DC-Fonts 1.3 von Juni 1996 und `modes.mf' 3.0
         gibt es fr einen 300dpi-Drucker keine Probleme.  Bei einem
         360dpi-Drucker (nechi, lqhires) schreibt Metafont aber statt
         *.360gf-Dateien nur *.300gf-Dateien erzeugt.

Ein Fehler der DC-Fonts Version 1.3 Patchlevel 0 bzw. 1 in der Datei
`dxbase.mf' bei Verwendung von `modes.mf' v3.0 fhrt zu diesem
Verhalten, wenn ein `mode_def' wie `nechi' einen anderen `mode_def'
verwendet und dabei nur einige Parameter anders setzt.  Er tritt also
nur bei einigen `mode_def' auf.
  Dieser Fehler ist durch DC-Fonts 1.3 Patchlevel 2 (von Anfang Juli
1996) behoben.  Danach wurden noch weitere Fehler im Zusammenhang mit
dem `compound word mark' behoben, so da man mglichst auf die
aktuelle Version 1.3 Patchlevel 4 vom 25. August 1996 umsteigen
sollte.



10.2) PostScript-Schriften
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10.2.1) Gibt es die CM-Fonts auch als PostScript-(Type-1)-Schriften?

Die Knuth'sche Computer-Modern-(CM)-Familie, die zustzlichen
LaTeX-CM-Fonts, die aus der CM-Familie entstandene kyrillische
CMCYR-Familie und die AMS-Fonts zum mathematischen Formelsatz sind im
Type-1- und True-Type-Format in den beiden Schriftpaketen `Bakoma' und
`Paradissa' zu finden.

Bakoma:    CTAN: fonts/cm/ps-type1/bakoma/
Paradissa: CTAN: fonts/cm/ps-type1/paradissa/


10.2.2) Wie installiere ich mit `dvips' eine neue PostScript-Schrift,
        so da ich diese unter (La)TeX verwenden kann?

Schritt 0 -- Dokumentation lesen:
  Zuerst sollte man sich die Dokumentation zum `dvips' durchlesen.
Diese beschreibt die wichtigsten Schritte, auch wenn die dort
beschriebenen Dateinamen und die Kodierungen fr die PS-Schriften
veraltet sind (gilt zumindest fr die Doku bis dvips Version 5.58).
Auerdem sollte man Karl Berrys Fontname, `Filenames for TeX fonts',
in der Version 2.0 (oder neuer) durchlesen, in dem ein fr alle
TeX-Systeme verwendbares, einheitliches Namensschema bschrieben wird.

Schritt 1 -- TeX-Anpassungen besorgen oder selbst erstellen:
  Gibt es im `psfonts'-Verzeichnis bereits fertige Anpassungen?  Wenn
ja, sollte man diese verwenden.  Wenn nein, sollte man sich das Tool
`fontinst' besorgen, mit dem man relativ einfach aus der mit dem
PostScript-Font mitgelieferten afm-Datei die notwendigen virtuellen
Fonts (vf-Dateien) mit den entsprechenden Fontkodierungen und
Font-Definitions-(fd)-Dateien fr LaTeX2e erzeugen lassen kann.  Fr
Textschriften sollten zumindest vf-Dateien fr OT1-Kodierung, besser
auf noch fr T1-Kodierung erzeugt werden.

Schritt 2 -- PS- und TeX-Font-Dateien installieren:
  Nach Schritt 1 sollten beispielsweise fr die Schrift `URW Antiqua
Regular Roman Condensed' bzw. nach Berrys Namenschema `uaqr...c...'
folgende Dateien vorhanden sein:

  PS-Schrift und zugehrige Font-Metrik:
	uaqr8ac.{pfb,afm}

  virtueller Font, zugehrige TeX-Font-Metriken und PS-Reencoding:
	uaqrrc.{vpl,vf,tfm}    Roman (`raw, 7-bit')
	uaqr7tc.{vpl,vf,tfm}   TeX-Text-/OT1-/CM-Encoding (`7-bit')
	uaqr8rc.{vpl,vf,tfm}   TeX Base-1 Encoding (`raw, 8-bit')
	uaqr8tc .{vpl,vf,tfm}  Cork-TeX-Text-/T1-/DC-Encoding (`8-bit')
	8r.enc                 PS-Reencoding, in `fontname' enthalten

  LaTeX2e-Font-Definition-Files:
	OT1uaq.fd
	T1uaq.fd
	antiqua.sty

und noch einige weitere Dateien fr die `slanted'- und `small caps'-
Varianten, die man mit `fontinst' erzeugen kann.
  Diese Dateien werden nun in folgende Verzeichnisse gelegt:

	*.fd, *.sty  ==> TEXINPUTS (TeX)
	*.tfm        ==> TEXFONTS und/oder `T'-Eintrag (TeX + dvips)
	*.vf         ==> `V'-Eintrag oder VFFONTS  (dvips)
	*.pfb/pfa    ==> `H'-Eintrag oder DVIPSHEADERS (dvips)

Schritt 3 -- Map-Datei des PS-Fonts fr `dvips' erstellen:
  Map-Datei fr `dvips' erstellen, in der die Zuordnung des
Font-Namens in TeX zu dem in PS verwendeten festgelegt wird und
evtl. die zu ladenden pfb-/pfa- und PS-Reencoding-Dateien angegeben
werden.  In unserem Beispiel enthlt die Map-Datei `uaq.map' die Zeile

uaqr8rc URWAntiquaT-RegularCondensed "TeXBase1Encoding ReEncodeFont"
	<8r.enc <uaqr8ac.pfb

(dies muss eine einzige Zeile sein, sie wurde hier nur umbrochen, um
eine zu lange Zeilen zu vermeiden!) und evtl. noch Zeilen fr weitere
Schriften und Varianten.
  Diese Map-Datei in ein Verzeichnis legen, in dem `dvips' nach
PS-Header-Dateien sucht (DVIPSHEADERS bzw. `H'-Eintrag in `config.ps').

Schritt 4 -- `dvips'-Konfigurationsdatei anpassen:
  Konfigurationsdatei `config.ps' des `dvips' ndern: Die in Schritt 3
erstellte Map-Datei durch die in `config.ps' neu einzutragende Zeile

p +uaq.map

zustzlich zur Standard-Map-Datei `psfonts.map' laden.  (ltere
`dvips'-Versionen verstehen das `+' nicht; bei diesen mu man den
Inhalt der Map-Datei `uaq.map' an die Datei `psfonts.map' anhngen und
die obige Zeile in `config.ps' ist wegzulassen.)  Auerdem sollte man
noch berprfen, ob das Verzeichnis, in dem die Map-Datei und die
pfb-/pfa-Dateien zu finden sind, im Suchpfad nach PS-Header-Dateien
enthalten ist (DVIPSHEADERS bzw. `H'-Eintrag in `config.ps').

Schritt 5 -- Anpassungen testen und verwenden:
  Mit LaTeX2e kann man unsere Beispielschrift einfach mittels des
Packages `antiqua' verwenden, da diese Schrift damit als \rmdefault-
Schrift verwendet wird.  Ohne dieses Package kann man auch durch die
Anweisung ``\usefont{OT1}{uaq}{m}{n}'' diese Schrift kurz austesten.
LaTeX2e mte dazu die fd- und tfm-Dateien finden und einlesen knnen.
`dvips' benutzt dann die angepate Konfigurationsdatei, die virtuellen
Schriften `uaqr*.vf', die Map-Datei `uaq.map', die eigentliche
PS-Schrift `uaqr8ac.pfb' und schlielich noch `8r.enc'.
  Unter plain-TeX kann man diese Schrift relativ einfach z.B. durch
die Anweisung \font\rmantiqua=uaqr7tc laden und anschlieend
verwenden.  Zur Verwendung der T1-kodierten Variante `uaqr8tc' sind,
wie bei der Verwendung der DC-Schriften unter plain-TeX, noch einige
Anpassungen notwendig.
  Unter LaTeX 2.09 gilt dasselbe wie fr plain-TeX, nur sollte man
hier besser \newfont{\rmantiqua}{uaqr7tc} verwenden.  Will man diese
Schrift und deren Varianten statt den CM-Schriften in einem Dokument
verwenden, so sind grere nderungen notwendig, die den Rahmen dieser
FAQ sprengen wrden.  Am einfachsten ist ein Umstieg auf LaTeX2e!

dvips.tex:  CTAN: dviware/dvips/
fontname:   CTAN: info/fontname/
8r.enc:	    CTAN: info/fontname/8r.enc
psfonts:    CTAN: fonts/psfonts/...
                  fonts/psfonts/urw/antiqua/  (unsere Beispielschrift)
fontinst:   CTAN: fonts/psfonts/tools/finst/ (neuere Version)
		  fonts/utilities/fontinst/ (enthlt contrib/-Verzeichnis)

--- DE-TeX-FAQ Ende Teil 10 ---
