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                         JPEG-Decoder fr ATARI-ST

                               Stefan Eckart

               Packet:   DL2MDL @ DB0AAB
               Internet: s_eckart@lis.e-technik.tu-muenchen.de
               Adresse:  Kagerstr.4, W-8000 Mnchen 80




Aufruf-Beispiele:
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Dekodieren einer JPEG-Datei in eine GIF-Datei:

    DJPEG0_2.TTP XYZ.JPG XYZ.GIF


Dekodieren einer JPEG-Datei in eine RAW-Datei:

    DJPEG0_2.TTP -R XYZ.JPG XYZ.PIC


Darstellen einer JPEG-Datei auf dem Bildschirm:

    DJPEG0_2.TTP -S XYZ.JPG


Zweifach vergr”žerte Darstellung:

    DJPEG0_2.TTP -SM2 XYZ.JPG


Dreifach vergr”žerte Darstellung, Ursprung bei Punkt x=100,y=50,
dargestellter Wertebereich 64 bis 192:

    DJPEG0_2.TTP -SX100Y50M3L64H192 XYZ.JPG


1. Allgemeines
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Das Programm DJPEG0_2 dekodiert Dateien die im stark datenreduzierenden
JPEG-Format vorliegen, wie sie beispielsweise von den Programmen GIF2JPG
und 'Image Alchemy' erzeugt werden. Eine n„here Beschreibung des JPEG-
Formats ist in der Datei JPEG.DOC zu finden, die vor einiger Zeit in
den Mailboxen verbreitet wurde.

Die dekodierten Bilder k”nnen entweder im GIF-Format oder in einem Spezial-
format (RAW) abgespeichert werden. Aužerdem k”nnen mit DJPEG0_2 JPEG-Bilder
direkt auf dem Bildschirm dargestellt werden, mit dem Vorteil, daž kein
Diskettenplatz fr das dekodierte Bild ben”tigt wird und die Darstellung
schneller als ber den Umweg der Verwendung eines GIF-Betrachters erfolgt.
Das RAW-Format ist vor allem zur Weiterverarbeitung der Bilddaten gedacht.
Man spart sich dabei die GIF-Dekodierung. Aužerdem ist GIF nicht geeignet
24 Bit RGB-Bilder abzuspeichern, wie sie im JPEG-Format m”glich sind. Bei
der Umwandlung in GIF geht bei der Reduktion von 24 auf 8 Bit Information
verloren, die im RAW-Format erhalten bleibt. Dafr ist bei diesem der
Speicherbedarf h”her. Ein 640x480 Punkte grožes Bild ben”tigt bei 24Bit
Aufl”sung immerhin 900kB Speicherplatz.

Das Programm darf nur kostenlos und unver„ndert, dafr aber unbeschr„nkt
weitergegeben werden. Jegliche kommerzielle Nutzung ist untersagt.


2. Programmaufruf
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DJPEG0_2 kann vom Desktop aus als .TTP Datei gestart werden. Die Programm-
Optionen und Dateinamen sind dann in das Feld Programmparameter einzutragen.
Alternativ kann es von einem Kommandointerpreter aus gestartet werden. In
diesem Fall sind die Programmparameter hinter dem Programmnamen einzugeben.

Die Programmparameter sind prinzipiell so aufgebaut:

    Optionen JPEG-Datei Ziel-Datei

oder

    Optionen JPEG-Datei

Optionen bestehen aus einem Minuszeichen, gefolgt von einem oder mehreren
Optionsfeldern. Die Optionen mssen vor den Dateinamen stehen. Es k”nnen
mehrere Optionen angegeben werden. Angaben wie z.B.

-rv

und

-r -v

sind dabei „quivalent. Wegen des geringen Platzes in der Desktop-Eingabezeile
ist die erste Variante manchmal unumg„nclich. Grož- und Kleinschreibung
spielen bei der Angabe von Optionen keine Rolle. Es existieren folgende
Optionen:

-g      wandelt die JPEG-Datei in ein Graustufenbild und speichert dieses
        als 8 Bit GIF-Datei. Die Farbinformation geht dabei verloren.
        Die Angabe der Zieldatei ist erforderlich. Dies ist die Default-
        option, das -g kann daher auch weggelassen werden.

-r      wandelt die JPEG-Datei in ein Graustufenbild und speichert dieses
        als 8 Bit RAW-Datei. Die Farbinformation geht dabei verloren.
        Die Angabe der Zieldatei ist erforderlich. Das Dateiformat ist im
        Anhang beschrieben. Die Datei ist typischerweise 30-50% gr”žer
        als die „quivalente GIF-Datei.

-c      wandelt die JPEG-Datei in ein Farbbild und speichert dieses als
        24 Bit RAW-Datei (siehe Anhang). Die Farben werden als Rot-, Grn-
        und Blau-Komponenten mit jeweils 8 Bit spezifiziert. Die Angabe der
        Zieldatei ist erforderlich.

-s      wandelt die JPEG-Datei in ein Graustufenbild und stellt dieses auf
        dem hochaufl”senden Bildschirm dar. Um auf dem Schwarz-Weiž-Schirm
        Graustufen zu simulieren, wird die sogenannte Floyd-Steinberg-
        Rasterung verwendet. Das Bild wird nicht abgespeichert, die Angabe
        einer Zieldatei entf„llt daher. Die Ausgabe kann per Tastendruck
        abgebrochen werden. Nach erfolgter Darstellung wartet das Programm
        auf einen Tastendruck, bevor es zum Desktop zurckkehrt.

Es sollte genau einer der Optionen -g, -r, -c oder -s angegeben werden,
wobei das -g auch weggelassen werden kann. Bei mehreren Angaben wird die
zuletzt spezifizierte Option verwendet.

Die folgenden Optionen sind nur in Verbindung mit der -s Option wirksam:

-xn     setze den linken oberen Rand des dargestellten Bildausschnitts
        um n Bildpunkte nach rechts. n ist dabei eine nichtnegative ganze
        Zahl. Default-Wert: 0

-yn     setze den linken oberen Rand des dargestellten Bildausschnitts
        um n Bildpunkte nach unten. n ist dabei eine nichtnegative ganze
        Zahl. W„hlt man n sehr grož, um den unteren Teil eines hohen Bildes
        zu betrachten, kann es relativ lange dauern bis die Darstellung
        erscheint, da vorher der gesamte obere unsichtbare Teil des Bildes
        dekodiert werden muž. Default-Wert: 0

-mn     vergr”žere das Bild auf das n-fache in jeder Richtung. n ist dabei
        eine positive Zahl ungleich Null. Default-Wert: 1

-ln     setze den kleinsten Pixelwert gleich n. Alle Pixelwerte kleiner oder
        gleich n werden als Schwarz dargestellt, die Werte von n bis zum
        Maximalwert (256 bzw. der mit der -hn angegebene Wert) werden linear
        als Graut”ne dargestellt. n darf nicht negativ sein und muž kleiner
        als der Maximalwert sein. Default-Wert: 0

-hn     setze den gr”žten Pixelwert gleich n. Alle Pixelwerte gr”žer oder
        gleich n werden als Weiž dargestellt, die Werte vom Minimalwert
        (0 bzw. der mit der -ln Option angegebene Wert) bis n werden linear
        als Graut”ne dargestellt. n muž kleiner oder gleich 256 und gr”žer
        als der Minimalwert sein. Default-Wert: 256

Die Umrechnung der Pixelwert erfolgt nach der Formel:

Helligkeit = [256*(Pixelwert-l)] / (h-l), begrenzt auf den Bereich 0..255

Die Darstellungsoptionen k”nnen beliebig kombiniert und zu einer Option
zusammengefažt werden, z.B. ist

    -x50y100m4l0h128

statt

    -x50 -y100 -m4 -l0 -h128

m”glich, um Platz in der Eingabezeile zu sparen.

Eine weitere Option, anwendbar bei allen Ausgabeformaten, steuert die
Ausgabe der im Kopf der JPEG-Datei enthaltenen Informationen:

-v      gibt an, welche Felder im Header vorhanden sind und auf
        welche Weise das Bild kodiert ist

-vv     gibt detaillierte Informationen ber die in den einzelnen
        Feldern vorhandenen Daten aus

-vvv    gibt zus„tzlich noch die Quantisierungs- und (aužer bei
        arithmetischer Kodierung) Huffman-Tabellen aus


Anhang: Format der RAW-Datei
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Die ersten beiden Bytes geben die Zahl der Pixel in horizontaler Richtung an,
die darauffolgenden beiden Bytes die Pixelzahl in vertikaler Richtung.
Die Bilddaten folgen ab dem fnften Byte zeilenweise von links oben
nach rechts unten mit 8 Bit pro Pixel. Die beiden Gr”áenangaben sind 16-Bit
Ganzzahlen, wobei das h”herwertige Byte zuerst kommt (Big Endian). Also:

Byte  Wert  Bedeutung

0     wh    Breite=256*wh+wl
1     wl
2     hh    H”he=256*hh+hl
3     hl
4...        Bilddaten

Bei Farbdateien (-c Option) werden statt eines 8 Bit Pixelwerts jeweils drei
8 Bit Zahlen, entsprechend der Rot, Grn- und Blau-Komponente des Farbwertes
abgespeichert.

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