^1Die Totmacher ...by "Der mit dem Computer spielt" ^1------------- Die folgende Geschichte spielt im Chicago der Dreiáiger Jahre, wo Korruption, Bandenkriege und Ausl„nderhaá ihren H”hepunkt erreichen (alle Angaben wie immer ohne Gewehr). Die Tr springt auf, und herein treten drei durstige M„nner mit Streifen- anzgen. "Zwei Wiskey und'n Bier auf meine Rechnung", ruft einer der drei und setzt sich, die anderen ziehen mit. "Sag Charlie, wie l„ufts denn so mit deinem Laden?" fragt einer der Neuank”mmlinge. "Oh, ganz gut, brigens, ich hab'n neues Wiskey-Faá da hinten, fr mehr Kundschaft, weiát du", antwortet der Barkeeper. Der Mann mit Capone-Hut macht ein erstauntes Gesicht und fragt: "Aber eine Zeitung kannst du dir immer noch nicht leisten, oder?" Der Barkeeper zuckt, geht zur Tr, ”ffnet sie, und von drauáen ert”nt der Werbe- schrei eines Zeitungsjungen: "Extrablatt, Extrablatt, Hitler berrollt Polen, Extrablatt,...." Die M„nner am Tresen gucken den Barkeeper neidisch an und widmen sich wieder ihren Getr„nken. Doch pl”tzlich kracht die Tr auf, es erscheinen vier „uáerst dreiste Gestalten mit Maschinengewehren Deutschen Typs, sie sehen sich um und auf einmal fangen sie an, auf alles zu ballern, was da so keucht und fleucht. Zuerst erwischt es den Barkeeper, dann bef”rdern die todbringenden Kugeln die drei M„nner ins Jenseits, ein ebenfalls im Lokal sitzender Mann ergreift die Initiative, er zieht seinen Revolver und schieát zurck - zu sp„t, auch seine Seele wird ausgel”scht. Als die Ballernden bemerken, daá sich ihnen nichts mehr zur Wehr setzt, verschwinden sie so schnell wie sie gekommen sind und hinterlassen ein wahres Schlachtfeld, berall durchl”cherte und blutende K”rper. Hier und da h”rt man noch ein letztes R”cheln oder Wimmern, bis auch der St„rkste aufgibt und in die ewigen Jagdgrnde eingeht. Das Seltsame daran ist, daá dieser Vorfall wenig Aufmerksamkeit in der Be- v”lkerung erregt, lediglich ein kleiner Artikel in der Times erinnert an dieses Blutbad. Wahrscheinlich sind die Leute in diesem Viertel Chicagos an sowas gew”hnt, schlieálich terrorisiert diese Bande die Bev”lkerung schon seit geraumer Zeit. Es geht das Gercht um, daá es sich hier um eine Art Nazi- organisation handelt, denn ihre Opfer waren meist Ausl„nder, Juden oder auch Gesetzeshter. Zwei Wochen sp„ter, in einem Haus einer kleinen Straáe Chicagos, ert”nt eine nicht allzu leise Stimme: "...und aus diesem Grund beschlieáe ich, daá wir uns ein neues Viertel vornehmen..." Der K”rper, dem diese Stimme geh”rt, ist kr„ftig gebaut und hat so eine Art Uniform angezogen, er spricht zu einer Gruppe von zwei dutzend gleich eingekleideter M„nner. "Wann erhalten wir die n„chste Waffenlieferung?" fragte einer der Umsitzenden. "N„chsten Freitag, wie immer am Stadtrand!" "Hoffen wir's, denn wenn nicht...", der Mann sagt ganz pl”tzlich keinen Laut mehr. "Was ist, Hans?" wunderte sich der Boá. Daraufhin der andere: "Habt ihr das nicht geh”rt? Klang wie ein Schuá!" "Du tr„umst!" tr”stet der Boá und redet weiter. Bis aus heiteren Himmel ein Mann mit Capone- Hut hereinstrzt. "Wer zum Teufel sind Sie!" erkundigt sich einer. Aber der Mann gibt keine Antwort. "Vorsicht, der hat 'ne Bleispritze!" schreit ein anderer. In diesem Moment entsichert der zornige Mann seine MG und drckt ab. Es geht alles ganz schnell, er m„ht alles um, was im Raum sitzt, doch auf einmal wendet sich das Blatt, denn die MG gibt nur noch "Klicklaute" von sich. Diejenigen, die berlebten, l„cheln und strzen sich auf den Wahnsinnigen, der im Laufe des Kampfes ohnm„chtig wird. Minuten sp„ter erwacht er in einem abgeschlossenen Raum mit einem dicken Fenster, durch dieses Fenster sieht er den Boá, von dem er glaubte, daá er ihn gekillt hatte, h”hnisch lachen. "Sie mieses Nazi-Schwein Sie, ich will hier raus!" schreit der Gefangene. Doch das bringt den Boá nicht aus der Fassung, er schnipst jediglich mit dem Finger. Ein ihm Ergebener hebt seinen rechten Arm und ruft "Heil Hitler", anschlieáend wendet sich dieser ab, startet einen Motor, dessen Abgasrohr im Raum endet, nur wenig sp„ter erstickt das Opfer. Der Mann geh”rte einer Gruppe an, die sich "Peacemaker" nennt. Diese Gruppe wuáte genau, was die Organisation vor hatte. Man wuáte auch, daá sie sich die "Boten des Deutschtums" nennen und alle Juden in Chicago auf grausame Art und Weise t”ten. So ziemlich genau zwei Monate nach diesem Mord schleicht wieder ein "Peace- maker" um das Haus, in welchem die "Totmacher" ihre Entfhrten bringen und umlegen. Langsam geht er zu einem Kellerfenster, zieht eine Art Brechstange und ”ffnet das Fenster. Nun steigt er ein und sieht sich um, doch da ist berhaupt nichts. Voller Ent„uschung l„uft er ein paar Schritte zu einer Tr, aber die ist fest verschlossen, also versucht er, in der Dunkelheit irgend- etwas zum Aufbrechen zu suchen, wie durch Zufall findet er den Stiel einer Axt, er hebt ihn an, und in diesem Moment vernimmt er ein leises Grummeln an der Wand, pl”tzlich ”ffnet sich die Wand, und ein geheimer Raum wird sichtbar. Voller Verwunderung beschlieát der Mann, den Raum zu betreten. Als er drin ist, drckt er einen Schalter, und siehe da, der Raum wird beleuchtet. Doch beim Anblick des Raumes stockt ihm der Atem, berall Ger„te, mit denen man Menschen aufs Schlimmste foltern kann. Egal, wo man hinsieht, berall Streckb„nke, K”pfmaschinen, Menschen, die von riesigen Fleischerhaken aufgespieát wurden, Gruben, in denen sich Kakerlaken, Spinnen und K„fer auf toten K”rpern ausruhen, Nagelbretter (bei denen die N„gel 20cm lang sind), von denen noch das Blut heruntertropft, und noch vieles mehr. Am Ende des Raumes befindet sich eine Tr und ein Fenster mit dicken Glas, aber er wuáte nicht, wozu dieser Nebenraum dienen sollte. Auf jeden Fall hatte er genug gesehen, er schieát Fotos mit seiner ballgroáen Kamera und macht er sich aus dem Staub. Zu allem Pech kommen gerade fnf grimmige M„nner in den Raum, sie sehen den Eindringling sofort und handeln. Nach einer Minute heftigsten Kampfes f„llt einer der Angreifenden in die Insektengrube, fr ihn gibt es keine Rettung mehr, er wird von den hungrigen Killerinsekten gnadenlos befallen. Nichts desto trotz, der Peacemaker wird gefangengenommen und auf der Streckbank gefesselt, bis der Boá eintrifft und ein schnelles Urteil spricht. Welches lautet: "Tod durch Fleischerhaken!". Gesagt getan, der "Peacemaker" wird auf ein kleines Treppchen gefhrt und gefesselt, danach wird das Treppchen weggezogen, und das arme Opfer f„llt auf die Spitze des riesigen Hakens, welcher ihn sofort durchbohrt. Erfreut durch diese Vollstreckung verlassen alle den Raum. Sollten all die unz„hligen Versuche, die Wahrheit ber diese Bande zu er- fahren, umsonst gewesen sein? Muáten so viele unschuldige Menschen ihr Leben fr diese wahnsinnigen Massenm”rder lassen, ohne daá jene dafr bestraft wrden? Das entscheidet sich in den darauffolgenden Tagen, denn irgendwie schafft es einer der Inhaftierten zu fliehen. Geistesgegenw„rtig macht er sich auf den Weg zur Polizei und teilt den dortigen Beh”rden jede Einzelheit mit. Der Polizeichef glaubt dem von Messerstichen bers„tem Menschen. Sofort ergreift er die Initiative, um sieben Uhr halten fnf Autos des Typs Ford und zwei Lastwagen vor dem Horrorhaus. Heraus steigen drei dutzend Polizisten, in Zivil, mit MG's und Pistolen bewaffnet, schnell und reibungslos umstellen sie das Haus, in welchem sich die Gangster seelenruhig die Zeit mit Pokerspielen vertreiben. Noch ahnen sie nicht, was ihnen droht. Dann, auf Befehl des leit- enden Polizisten, strmen die Hter des Gesetzes das Geb„ude von allen Seiten. Es geht alles blitzschnell, die Wachen werden umgepustet und Granaten kullern in offene Tren, die Gegenwehr ist gering, denn sobald die Gangster die Polizisten sehen, wird ihnen auch schon schwarz vor Augen. Schon nach wenigen Minuten wird der rein zuf„llig im Haus anwesende Oberboá samt seinen Gorillas berrascht. "Wer sind Sie und was wollen Sie hier?" fragt dieser. "Wir sind vom FBI und kommen, um Sie und Ihre Gesellen wegen Massenmord zu verhaften!" "Ich weiá gar nicht, wovon sie reden, wir sind alle treue Steuerzahler, was soll der Zirkus?" entgegnete der Nazi. FBI-Mann: "Sie wissen genau, was ich meine, also wieviel zahlt ihnen der Fhrer fr dieses Gesch„ft?" Boá: "Jetzt reichts aber, los Jungs, wir trmen!" Eine unkluge Entscheidung, denn der Boá weiá nicht, daá unten ein Dutzend Schtzen auf sie warten. Zwar schaffen es seine Kumpanen, den FBI-Chef zu berrumpeln, aber auf der Treppe werden sie vom MG-Feuer der Polizisten wahr- lich durchl”chert. - Nicht einer der Nazis berlebte die Tortour. ^4 Geschrieben von "Der mit dem Computer spielt".