<!doctype linuxdoc system>

<article>

<title>German-HOWTO: Anpassung von LINUX an deutsche Besonderheiten
<author>Thomas Ploss &lt;<tt/plossts@cip.mathematik.uni-stuttgart.de/&gt;
<date>v0.9.5, 29 May 1995
<abstract>
Dieses Dokument beschreibt &dquot;Anpassungen fuer deutsche Besonderheiten&dquot;
</abstract>

<toc>
<p>
<sect> Vorwort/Copyright
<p>
<!--
Archive-name: German-HowTo 
Last-modified: 29 May 1995

INHALT:
  (0)  Einfuehrung
  (1)  Die Tastenbelegung der Textkonsolen
  (2)  Die Tastaturbelegung von &dquot;XFree86" (ab Version 2.1)
  (3)  Aktivierung des Zeichensatzes "ISO-latin1" ("Umlaute")
  (4)  Deutsche Trenntabellen und deutsche style-Dateien fuer TeX/LaTeX
  (5)  Rechtschreibpruefung mit deutschem Woerterbuch
  (6)  Das Papierformat DIN A4
  (7)  Austausch von Texten zwischen DOS und UNIX
  (8)  Automatischer Wechsel von Sommer- auf Winterzeit (und umgekehrt)
  (9)  "Eindeutschen" von Anwendungen (und Utilities)
  (10) Programmierung unter Beruecksichtigung nationaler Besonderheiten
  (11) Literatur zu LINUX in deutscher Sprache
  (12) Bezugsquellen
  (13) Vorschlaege, die eigentlich nicht zum Thema gehoeren
-->
<verb>
Copyright (1994,1995) Winfried Truemper truemper@MI.Uni-Koeln.DE 
           1995 Thomas Ploss plossts@cip.mathematik.uni-stuttgart.de
</verb>

Das German-HOWTO darf im ganzen oder teilweise vervielfaeltigt und
vertrieben werden, sowohl in gedruckter als auch in elektronischer
Form, solange dieses Copyright beibehalten wird. Kommerzieller
Vertrieb ist in diesem Sinne ausdruecklich erlaubt.
Alle auf diesem HOWTO basierenden Werke stehen automatisch unter
diesem Copyright.

Text, Abbildungen und Programme in diesem HOWTO wurden mit grosser
Sorgfalt erarbeitet. Dennoch sind Fehler nicht ganz auszuschliessen.
Aus diesem Grund sind die im vorliegenden HOWTO enthaltenen Angaben
mit keiner Verpflichtung oder Garantie irgendeiner Art verbunden.
Sowohl T. Ploss als auch die unter &dquot;CREDITS&dquot; genannten
Personen uebernehmen infolgedessen keine Verantwortung und werden
keine daraus folgende oder sonstige Haftung uebernehmen, die auf
irgendeine Art aus der Benutzung des German-HOWTOs oder Teilen
davon entsteht.


Note to English readers:

The German-HOWTO may be reproduced and distributed in whole or in
part, in any medium physical or electronic, as long as this copyright
notice is retained on all copies. Commercial redistribution is
allowed and encouraged.
All translations, derivative works, or aggregate works incorporating
German-HOWTO must be covered under this copyright notice.

<tscreen><verb>
CREDITS:
       Andreas Bagge <Andreas_Bagge@h2.maus.de>
       Karl Brodowsky <bk1@aixcomp2.urz.uni-heidelberg.de>
       Gert Doering <gert@greenie.muc.de>
       Karl Eichwalder <ke@pertron.central.de>
       Jochen Hein <Hein@student.tu-clausthal.de>
       Michael Hinz <michael@fagmed.uit.no>
       Ulli Horlacher <zrxh0370@linux.rus.uni-stuttgart.de>
       Detlef Lannert <lannert@uni-duesseldorf.de>
       Anselm Lingnau <lingnau@tm.informatik.uni-frankfurt.de>
       Nat MAKAREVITCH <nat@nataa.frmug.fr.net>
       Sebastian Matschke <sema@dva.in-berlin.de>
       Frerk Meyer <frerk@educat.hu-berlin.de>
       Sven Neuhaus <sven%fuzzy@fuzzy.ping.de>
       Dietrich Schmidt <diet@sfb256.iam.uni-bonn.de>
       Guenter Stueck <guenter@gst0hb.north.de>
       Martin Schulze <joey@finlandia.infodrom.north.de>

</verb></tscreen>

<sect> Einfuehrung
<p>
<sect1>Bezugsquellen
<p>
         Alle Bezugsquellen sind im Kapitel <ref id="bezugsquellen" name="Bezugsquellen"> aufgelistet.
         Darueberhinaus liegt auf dem ftp-Server &dquot;ftp.MI.Uni-Koeln.DE&dquot;
         im Verzeichnis &dquot;/pub/private/truemper&dquot; eine Auswahl an
         nuetzlichen Dateien.
<sect1> Uebersetzung einiger englischer Begriffe
<p>
&dquot;keys&dquot; sind Tasten&nl
&dquot;manual&dquot; ist ein Handbuch&nl
&dquot;file&dquot; bedeutet sowohl Datei(Hauptbedeutung) als auch Verzeichnis, ...&nl
&dquot;root&dquot; ist der Systemverwalter&nl
&dquot;root directory&dquot; ist das Rootverzeichnis, also das Verzeichnis &dquot;/&dquot;&nl
&dquot;device&dquot; ist ein Ein- oder Ausgabegeraet wie Bildschirm,
Tastatur,
Maus&nl
&dquot;default&dquot; bedeutet Grundwert/Grundeinstellung &nl
<sect1> Haeufig verwendete Abkuerzungen fuer Tastaturkommandos
<P>
&dquot;C-&dquot; steht fuer das Druecken der Strg-Taste zusammen mit der nach dem
- angegebenen Taste, z.B. C-h fuer Strg-Taste und h-Taste zusammen&nl
&dquot;S-&dquot; steht fuer das Druecken der Shift-Taste zusammen mit der nach dem
- angegebenen Taste, z.B. S-h fuer Shift-Taste und h-Taste zusammen&nl
&dquot;M-&dquot; steht fuer das Druecken der Meta-Taste, normalerweise der linken
Alt-Taste zusammen mit der nach dem - angegeben Taste, z.B. M-x fuer
Alt-Taste und x-Taste zusammen
<sect1> Erlaeuterung des verwendeten Hackerslangs:
<p>
<descrip>
         <tag/8-bit-clean:/
             Ein &dquot;8-bit Zeichensatz&dquot; umfasst 2^8 = 256 Zeichen. Ein
             7-bit Zeichensatz enthaelt nur 128 &dquot;Zeichen&dquot;, was gerade
             mal fuer a-z, A-Z, 0-9 und einige wichtige Zeichen
             ausreicht. Umlaute usw. haben da keinen Platz. Kann ein
             Programm mit einem 8-bit Zeichensatz umgehen, so 
             bezeichnet man es auch als &dquot;8-bit-clean&dquot;.&nl
         <tag/ISO-latin1:/
             Internationaler Zeichensatz, enthaelt Umlaute und viele
             Sonderzeichen fuer die &dquot;westeuropaeischen&dquot; Sprachen.
</descrip>
<sect1> Detailiertere Dokumentation
<p>
Fuer die meisten Programme existiert eine sogenannte 
manual-page (gebraeuchlich: &dquot;man-page&dquot;). Diese beinhaltet
eine Beschreibung des Programms und der verfuegbaren Optionen
(Kommandozeilenschalter).&nl
Manual-pages ruft man mit dem Kommando &dquot;man&dquot;, gefolgt vom
entsprechenden Programmnamen, ab.&nl
Beispiel: &dquot;man loadkeys&dquot;

Groessere Softwarepakete haben haeufig weitere Dokumentationen dabei,
die im Verzeichnis &dquot;/usr/doc&dquot; zu finden sind.

Emacs hat eine (englischsprachige) Dokumentation integriert, die einem
zu allen Funktionen des emacs Erlaeuterungen anzeigen kann. In neueren
Emacsversion (ab 19.xx) ist unter X-Windows eine Menuepunkt Help
vorhanden, ansonsten kommt man mit den Tastenkombinationen C-h h (C-h
heisst: Strg-Taste und h-Taste gleichzeitig druecken) zur
Hilfefunktion.

<sect1> Pfad- und Dateinamen
<p>
         Sollten die in diesem HowTo beschriebenen Angaben nicht
         auf den eigenen Dateibaum zutreffen, so kann man sich mit
         den folgenden Befehlen behelfen:

<itemize>
         <item><tt>find /usr -name xinitrc -print</tt>&nl
             sucht nach der Datei &dquot;xinitrc&dquot; im &dquot;/usr&dquot;-Ast und zeigt
             alle Vorkommen mit dem kompletten Pfadnamen an
	 
         <item><tt>strace -o dump emacs</tt>&nl
             ruft den &dquot;emacs&dquot; auf und protokolliert (unter anderem)
             die Dateizugriffe in der Datei &dquot;dump&dquot;

         <item><tt>grep -i loadkeys /etc/rc.d/*</tt>&nl
             zeigt die Dateien im Verzeichnis &dquot;/etc/rc.d&dquot; an, in denen
             der Befehl &dquot;loadkeys&dquot; ausgefuehrt wird
</itemize>
<sect1> XRESOURCE
<p>
	Abhaengig davon, welche XFree-Version man installiert hat,
sind unterschiedliche Verzeichnisse fuer die X-Konfiguration
relevant:&nl
&dquot;/usr/X11R6&dquot; ist das Hauptverzeichnis fuer XFree3.1.x&nl
&dquot;/usr/X386&dquot; ist das Hauptverzeichnis fuer XFree2.x.x

XRESOURCE  markiert daher Eintraege, die in die Dateien&nl
&dquot;/usr/X386/lib/X11/xinit/Xresources&dquot; (XFree2.1.x, fuer alle Benutzer), &nl
oder &dquot;/usr/X11R6/lib/X11/xinit/Xresources&dquot; (XFree3.1.x, fuer alle Benutzer), &nl
&dquot;&tilde;/.Xdefaults&dquot; oder &dquot;&tilde;/.Xresources&dquot;  (pers. Konfiguration) &nl
         uebernommen werden koennen.

         Natuerlich koennte man die Eintraege auch in die
         Konfigurationsdateien der jeweiligen Programme schreiben
         (&dquot;/usr/X386/lib/X11/app-defaults&dquot; (XFree2.x.x) oder
&dquot;/usr/X11R6/lib/X11/app-defaults&dquot; (XFree3.1.x)), aber im Falle eines &dquot;update&dquot;
         (Installation einer neuer Betriebssystemvariante) 
         des kompletten Systems hat man dann mehr Arbeit.
<sect1> PROFILE
<p>
         markiert Umgebungsvariablen, die bei Verwendung der &dquot;bash&dquot;
         in den Dateien&nl
             &dquot;/etc/profile&dquot; (globale Konfiguration),&nl
             &dquot;&tilde;/.bash_profile&dquot; (pers.     -&dquot;-     ) oder &nl
             &dquot;&tilde;/.profile&dquot;      (pers.     -&dquot;-     ) &nl
         gesetzt werden koennen.
         Bei Verwendung der &dquot;(t)csh&dquot; muessen die Eintraege in den 
         Dateien&nl
             &dquot;/etc/csh.login&dquot; (globale Konfiguration     ) oder &nl
             &dquot;&tilde;/.tcshrc&dquot;      (pers.       -&dquot;-       tcsh) oder &nl
             &dquot;&tilde;/.cshrc&dquot;       (pers.       -&dquot;-       csh)  &nl
         vorgenommen werden.
<sect1> Umgebungsvariablen unter tcsh
<p>
         Alle &dquot;export&dquot;-Befehle in diesem HowTo sind bei Verwendung
         der &dquot;tcsh&dquot; durch das &dquot;setenv&dquot;-Kommando zu ersetzen.
         Das Gleichheitszeichen ist durch ein Leerzeichen zu ersetzen.

<sect> Die Tastenbelegung der Textkonsolen
<p>

Im Verzeichnis &dquot;/usr/lib/kbd/keytables&dquot; liegen fuer die verschiedenen
Tastaturen der verschiedenen Nationen vorgefertigte
Konfigurationsdateien. Mit dem Kommando &dquot;loadkeys&dquot; kann man eine
solche Datei laden und die Tastatur neu belegen.

Im einfachsten Falle werden Benutzer einer deutschen Tastatur mit
der Belegung &dquot;de-lat1-nodeadkeys.map&dquot; zufrieden sein; braucht man
die &dquot;deadkeys&dquot; (d.h. statt &tilde;a soll ein a mit einer Schlange
DARUEBER erscheinen), so nimmt man z.B. die &dquot;de-lat1.map&dquot;. Siehe
auch Abschnitt <ref id="xterm" name="xterm">.

Beispiel: &dquot;loadkeys   de-lat1-nodeadkeys.map&dquot;

Ueblicherweise wird man einen solchen Befehl waehrend des
Bootvorganges in einer der Dateien im Verzeichnis &dquot;/etc/rc.d&dquot;
aufrufen, z.B. in der Datei &dquot;rc.keymap&dquot; oder &dquot;rc.local&dquot;

Bei Sonderwuenschen kann man die Dateien mit jedem Editor
bearbeiten. Z.B. erlauben die folgenden Eintraege ein wortweises
Springen auf der Kommandozeile (bash) mit ctrl und den
Cursortasten:
<tscreen><verb>
    -----8<----- hier schneiden -----8<-----
    keycode 105 = Left
            control keycode 105 = Meta_b
    keycode 106 = Right
            control keycode 106 = Meta_f
    -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>

Weiterfuehrende Literatur: Keystroke-HOWTO (engl.)
<sect> Die Tastaturbelegung von &dquot;XFree86&dquot; (ab Version 2.1)
<p>
<descrip>
<tag/Version 2.1:/
Mit Ausnahme der in der Tastaturbelegung vereinbarten &dquot;deadkeys&dquot;
werden die Tasten exakt wie auf den Textkonsole belegt.
Die &dquot;deadkeys&dquot; (s.o.) sind unter X tatsaechlich &dquot;dead&dquot; - aber
leider ganz &dquot;dead&dquot;, nicht nur halb.

<tag/Version 3.1:/
Die Tastatur ist exakt wie auf der Konsole belegt, auch die
&dquot;deadkeys&dquot; (s.o.) funktionieren. (s. Abschnitt 12)


<tag/Betrifft alle Versionen:/
Um in den Genuss der &dquot;Alt&dquot;- und &dquot;Alt Gr&dquot;-Tasten zu kommen, sind
einige Zeilen in der Datei &dquot;/usr/lib/X11/Xconfig&dquot; bei Version
2.1.x bzw. in &dquot;/etc/XF86Config&dquot; bei Version 3.1.x zu entkommentieren:

<tscreen><verb>
    -----8<----- hier schneiden -----8<-----   
    Keyboard
        [hier stehen irgendwelche Einstellungen]
           #
           # linke  "Alt"-Taste als "Meta"-Taste (-> emacs, bash)
        LeftAlt     Meta
           #
           # rechte "Alt"-Taste als "Alt Gr"-Taste
        RightAlt    ModeShift
           #
           # zur komfortablen Benutzung von "Open Look"-Anwendungen
    #   RightCtl    Compose
           #
           # "Scrollen" laesst "Alt Gr" dauerhaft gedrueckt
        ScrollLock  ModeLock
    -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>

Sondermodelle fertigt man mit dem Befehl &dquot;xmodmap -pke > Xmodmap&dquot;
und einem Editor nach Wahl an. Um die Einstellungen dauerhaft
vorzunehmen, muss die Datei als &dquot;&tilde;/.Xmodmap&dquot; oder als
&dquot;/usr/X11/lib/X11/xinit/Xmodmap&dquot; abgespeichert werden. Im ersten
Fall beschert man sich eine persoenliche Konfiguration, im letzten
Fall eine globale.

Man kann die Tastaturkonfiguration auch ueber das Programm
xkeycaps vornehmen. Dieses stellt einem graphisch die Tastatur auf dem
Bildschirm dar. Je nach Voreinstellung kann es sein, dass man xkeycaps
mit der Option -keyboard aufrufen muss. Hat man eine deutsche
Tastatur, sollte dies folgendermassen aussehen
<tscreen><verb>
xkeycaps -keyboard PCCLONE_DE
</verb></tscreen>
Lesen Sie auf alle Faelle vor Benutzung des Programms die
Online-Handbuchseite durch (&dquot;man xkeycaps&dquot;).
</descrip>

Weiterfuehrende Literatur: XFree86-HOWTO, &dquot;man XFree86kbd&dquot;
<sect> Aktivierung des Zeichensatzes &dquot;ISO-latin1&dquot; (&dquot;Umlaute&dquot;)
<p>

Sowohl fuer die Textkonsole als auch fuer X11 existieren
fonts, die den Zeichensatz &dquot;ISO-latin1&dquot; nicht komplett darstellen
koennen. In diesem Fall hilft natuerlich die Konfiguration der
Programme nicht weiter ...

Neuere Programmversionen fragen die Umgebungsvariable &dquot;LC_CTYPE&dquot;
ab und nehmen die laenderspezifischen Einstellungen automatisch
vor.
Fuer Deutschland sollte man diese Variable auf &dquot;ISO-8859-1&dquot;
setzen und nur noch solche Programme konfigurieren, die
tatsaechlich individuell konfiguriert werden muessen.
Unter Umstaenden werden die unten genannten Einstellungen von den
neueren Programmversionen schon nicht mehr erkannt.

    PROFILE:
<tscreen><verb>
    -----8<----- hier schneiden -----8<-----
    export LC_CTYPE=ISO-8859-1
    -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>

    In der Regel ist es unter LINUX nicht notwendig, die virtuellen
    Bildschirme (pty's und tty's) mit dem Befehl &dquot;stty pass8&dquot; in den
    8-bit Modus zu schalten (das sind sie naemlich von Hause aus).
<sect1> bash, ab Version 1.14 (Shell, Komandozeile) <label id="bash">
<P>
        Die &dquot;bash&dquot; wird wie alle &dquot;readline&dquot;-basierten Programme u.a.
        durch die Datei &dquot;&tilde;/.inputrc&dquot; konfiguriert:

<tscreen><verb>
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
        set meta-flag on
        set convert-meta off
        set output-meta on
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>

        Obige Eintraege erlauben die Ein- und Ausgabe von Umlauten.
        Kopiert man die Datei &dquot;.inputrc&dquot; ausserdem noch nach 
        &dquot;/etc/skel&dquot;, so erhaelt sie jeder neu angelegte Benutzer
        automatisch.
<sect1> tcsh, ab Version ???  (Shell, Komandozeile) <label id="tcsh">
<P>
        Die &dquot;tcsh&dquot; wird NICHT ueber die Datei &dquot;&tilde;/.inputrc&dquot;
        konfiguriert, sondern ueber PROFILE.

<tscreen><verb>
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
        setenv LC_CTYPE iso_8859_1
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>
<sect1>TeX/LaTeX                        (professionelles Satzsystem)
<P>
<descrip>
<tag/"iso.sty"/ <P>
<tag/"xlatin1.sty"/
     Machen den kompletten ISO-latin1 -Zeichensatz unter
     TeX oder LaTeX verfuegbar (also insbesondere die Umlaute)

<tag/"isolatin1.sty"/
     Nur fuer LaTeX. Erlaubt nicht (wie man vermuten sollte)
     die Verwendung aller Zeichen aus &dquot;ISO-latin1&dquot;.

<tag/"umlaute.sty"/
     (ISO-) Umlaute werden vom TeX/LateX direkt und ohne 
     Fehlermeldung verarbeitet 
</descrip>
Die Aktivierung der style-Dateien erfolgt mit dem Befehl
<verb>"\input xlatin1.sty"</verb> (Beispiel unter TeX), bzw.
<verb>"\documentstyle[german,a4,xlatin1]{dletter}"</verb> (LaTeX), bzw.
<verb>"\usepackage{german,xlatin1}"</verb>   (LaTeX, neues Format).
Siehe auch Abschnitt <ref id="xterm" name="xterm"> und Abschitt <ref id="trenntabelle" name="Deutsche Trenntabellen und deutsches Layout fuer TeX/LaTeX">
<sect1> "GNU emacs", ab Version 19 (leistungsfaehiger Editor) <label id="emacs">
<P>
( Hinweis: bei Problemen mit der Aktivierung der Umlaute 
  bei bestimmten Versionen sollte man die Version 19.28
  benutzen )

Die Konfigurationsdateien fuer den &dquot;emacs&dquot; sind im
wesentlichen:

&dquot;/usr/lib/emacs/site-lisp/site-start.el&dquot;       (global),&nl
&dquot;&tilde;/.emacs&dquot;                                (persoenlich),
&dquot;/usr/lib/emacs/site-lisp/default.el&dquot;           (gobal),

und werden in dieser Reihenfolge abgearbeitet. Insbesondere
ueberschreiben also die Einstellungen in der &dquot;default.el&dquot; die
Einstellungen aus &dquot;.emacs&dquot; und &dquot;site-start.el&dquot;. Die Eintraege 

<tscreen><verb>
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
        (standard-display-european t)

        (set-input-mode (car (current-input-mode))
                (nth 1 (current-input-mode))
                0) 
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>
        in einer dieser Dateien erlauben die Eingabe und Darstellung
        des ISO-latin1 -Zeichensatzes.
        Speziellere Informationen findet man in der FAQ zum Thema
        &dquot;emacs und Umlaute&dquot; von Karl Brodowsky;
Bezugsquellen siehe Kapitel <ref id="bezugsquellen" name="Bezugsquellen">.

Das Abarbeiten von default.el laesst sich allerdings mit

<tscreen><verb>
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
            (setq inhibit-default-init t)
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>

in der Datei &tilde;/.emacs unterbinden

        Der emacs kann in seinen Faehigkeiten durch LISP-Module
        (erkennbar an der Dateiendung &dquot;.el&dquot; oder &dquot;.elc&dquot;; letzteres ist
        die compilierte Form einer &dquot;.el&dquot;-Datei) erheblich erweitert
        werden. &dquot;Nur Kaffeekochen kann er nicht&dquot;. Die Lisp-Dateien
        muessen sich im Suchpfad des &dquot;emacs&dquot; befinden (z.B. in
        &dquot;/usr/lib/emacs/site-lisp&dquot;) und koennen mit dem Befehl
        &dquot;M-x iso-tex&dquot; (Beispiel) (&dquot;M&dquot; steht fuer Meta, die Meta-Taste
&dquot;M&dquot; liegt meist auf der &dquot;Alt&dquot;-Taste) oder durch eine Anweisung in den
        Konfigurationsdateien (s.o.) geladen werden.
<sect2> iso-tex           (&dquot;iso-tex.el&dquot;)
<P>
             Zeigt die Umlaute als Umlaute an, speichert sie
             aber im &dquot;Vokal-Format&dquot; ab ( &dquot;a fuer a mit Punkten
             darueber).
<sect2> konvers           (&dquot;konvers.el&dquot;)
<P>
             Wie &dquot;iso-tex&dquot;, kann aber nicht nur in beide Richtungen
             konvertieren, sondern beherrscht auch noch andere
             Formate (&dquot;MIME&dquot;)
<sect2> iso-accent-mode   (&dquot;iso-acc.el&dquot;)
<P>
             Erlaubt die Eingabe von Umlauten und Akzenten durch
             vorangestellte Zeichen, d.h. &tilde;a wird schon waehrend der 
             Eingabe der Zeichen zu einem a mit der Schlange darueber
             (und auch als solches abgespeichert).
<sect2> alt-symbol        (&dquot;alt-symbol.el&dquot;)
<P>
             Aehnlich wie &dquot;iso-accent&dquot;
<sect2> AucTeX, ab Version 9
<P>
             AucTeX ist eine leistungsfaehige &dquot;TeXshell&dquot;.
             Soll &dquot;  nun ein  &dquot;   oder  ein  ''  erzeugen?
             (-&gt; Eingabe von Umlauten)
<tscreen><verb>
-----8<----- hier schneiden -----8<-----
(defvar TeX-quote-after-quote t
  "*Behaviour of \\[TeX-insert-quote]. Nil means standard behaviour;
  when non-nil, opening and closing quotes are inserted only after \"{}.")
-----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>
(Datei &dquot;/usr/lib/emacs/site-lisp/tex-site.el&dquot;)
<P>
<sect1>xterm (Fenster mit Kommandozeile)<label id="xterm">
<P>
        Das &dquot;xterm&dquot; ist nur ein huebsches Fensterchen fuer eine shell,
        also siehe Abschnitt <ref id="bash" name="bash"> und Abschnitt <ref id="tcsh" name="tcsh">. Es kann aber sein, dass dieses
        Fenster nur die ersten 7 Bit eines Zeichens darstellt. In
        diesem Fall schaffen die Eintraege &dquot;XTerm*eightBitInput: true&dquot;
        und &dquot;XTerm*eightBitOutput: true&dquot; Abhilfe. Beide SIND aber
        standardmaessig so eingestellt. ( XRESOURCE )
<sect1> less                               (einfacher Dateibetrachter)
<P>
        Und noch ein Eintrag fuer die Datei &dquot;/etc/profile&dquot; ...
<tscreen><verb> 
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
        export LESSCHARSET=latin1
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>
<sect1> a2ps              (druckt Textdateien auf Postskript-Druckern)
<P>
        Eine &dquot;8-bit-cleane&dquot; Version findet sich im Diskettensatz &dquot;g1&dquot;
        von Jochen Hein.
<sect1> pine       (einfaches Email-Programm, &dquot;Pine is no longer elm&dquot;)
<P>
        Konfigurationsdateien fuer &dquot;pine&dquot; sind:
        &dquot;&tilde;/.pinerc&dquot;                        (persoenliche Konfiguration)
        &dquot;/usr/local/lib/pine.conf&dquot;              (globale Konfiguration)
<tscreen><verb>
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
        # character-set should reflect the capabilities of the display
        # you have. Normal default is US-ASCII.  Typical alternatives
        # include ISO-8859-x, where x is a number between 1 and 9.
        character-set=ISO-8859-1
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>
<sect1> joe                               (WordStar-aehnlicher Editor)
<P>
	Die Konfigurationsdateien des joe sind:
           &dquot;/usr/lib/joerc&dquot;,
           &dquot;/usr/lib/jmacsrc&dquot; und
           &dquot;/usr/lib/jstarrc&dquot;.
        Folgender Eintrag in einer dieser Dateien aktiviert die
        Darstellung des kompletten Zeichensatzes:
<tscreen><verb>
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
        -asis
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>
Sie duerfen dabei vor dem Minuszeichen weder Leerzeichen noch
Tabulatorzeichen haben!
<sect1> elm                                           (Email-Programm)
<P>
        die Konfigurationsdatei fuer &dquot;elm&dquot; ist:
        &dquot;&tilde;/.elm/elmrc&dquot;                     (persoenliche Konfiguration)
<tscreen><verb> 
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
        charset = iso-8859-1
        displaycharset = iso-8859-1
        textencoding = 8bit
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>

        Es sind Versionen von &dquot;elm&dquot; ohne &dquot;charset&dquot;-Unterstuetzung
        im Umlauf. In diesem Fall hilft nur eine neue Kompilation
        des Programms; diese ist jedoch nicht einfach.
<sect1> nn                                                (newsreader)
<P>
        &dquot;&tilde;/.nn/init&dquot;                       (persoenliche Konfiguration)
<tscreen><verb>
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
        set data-bits 8
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>
<sect1> lynx                                (textbasierter WWW-Client)
<P>
        Das 8-Bit Lynx 2.3b Binary, die Sourcen, die Sourcen zu 
        &dquot;ncurses 1.8.5&dquot;,  den &dquot;ncurses 8-Bit Patch&dquot;, sowie die Lynx-
        Help-Files finden sich unter
            ftp://ftp.educat.hu-berlin.de/pub/network

Uebersetzt man lynx selbst, muss man unbedingt folgende CFLAGS
angeben, um eine 8-bit-Version zu bekommen:
<tscreen><verb>
CFLAGS=-funsigned-char
</verb></tscreen>
<sect1> ncurses (Version 1.9.x) (C-Bibliothek zur Bildschirmsteuerung)
<P>
        Siehe Abschnitt <ref id="gslp" name="gslp">.
        Die Version 1.9.x ist derzeit aktuell und ist 8bit-clean.
<sect1> gslp (einfachster &dquot;ascii nach postscript&dquot; Konverter) <label id="gslp">
<P>
        Mir sind derzeit zwei Patches bekannt, die dem &dquot;gslp&dquot; den
        ISO-latin1 Zeichensatz beibringen. Der eine stammt von
        Arne Marschall &lt;arne@mars.rmt.sub.org&gt; und ist in dem
        Packet &dquot;mgetty&dquot; enthalten, der andere stammt von
        Fritz Elfert &lt;fritz@wuemaus.franken.de&gt; und erschien 
        in der newsgroup &dquot;de.comp.linux&dquot;.
<sect1> postscript, allgemein                (verbreitetes Textformat)
<P>
        Das Problem mit Postscript ist, dass die Zeichensaetze von
        Haus aus nur die 7-Bit-Zeichen enthalten. Will ein Programm
        deutsche Umlaute oder generell Zeichen, die nicht in
        7-Bit-Ascii enthalten sind, im postscript-Format ausgeben,
        so muss es den sogenannten &dquot;encoding vector&dquot; der gewuenschten
        Schriftart entsprechend anpassen. (Der &dquot;encoding vector&dquot; gibt
        die Zuordnung Character-Code -&gt; Symbol, z.B. &dquot;65&dquot; -&gt; &dquot;A&dquot; an.)

        Dieses geschieht normalerweise in einem Vorspann, ueber den
        der Encoding-Vector aller benutzten Schriften auf ISO8859-1
        oder aehnliches geaendert wird (z.B. gut in den ersten 30
        Zeilen von &dquot;groff -Tps&dquot; erkennbar).

        Fehlen in einem gedruckten postscript-Dokument die Umlaute
        ganz oder werden diese verstuemmelt gedruckt, so liegt das
        nicht am Drucker oder am Ghostscript (konvertiert 
        Postscript in das Pixelformat fuer den Drucker), sondern
        am erzeugenden Programm.
<sect> Deutsche Trenntabellen und deutsches Layout fuer TeX/LaTeX
<label id="trenntabelle">
<p>
<sect1> Layout nach deutschem Geschmack<label id="layout">
<P>
Alte LaTeX-Versionen:
&dquot;german.sty&dquot;
    allgemeine Regeln zum Setzen von deutschen Texten
    (&dquot;TeX/LaTeX nach deutschem Geschmack&dquot;)
&dquot;a4.sty&dquot;, &dquot;dbook.sty&dquot;, &dquot;darticle.sty&dquot;, &dquot;dinbrief.sty&dquot;
(die Beschreibung der versch. style-files geht ueber den
Anspruch dieses HowTos hinaus)

Neue LaTeX-Versionen (ab Version 2e):
<tscreen><verb>
	\usepackage{a4}
	\usepackage[german]{babel}
</verb></tscreen>
<sect1> Deutsche Wortrennung
<P>
        Die eigene TeX-Installation basiert mit grosser
        Wahrscheinlichkeit auf einem der folgenden Packete:
           - ntex  (ab Slackware 2.0.0)
           - teTeX
           - MooooooTeX  (vor Slackware 2.0.0)  ;)
        Die beiden ersten Packete wurden in Deutschland entwickelt
        und enthalten selbstverstaendlich die deutschen 
        Trenntabellen.
        Jochen Hein hat sich die Muehe gemacht, die benoetigten
        Dateien fuer das dritte Packet in den Diskettensaetzen &dquot;g1&dquot;
        und &dquot;g2&dquot; zusammenzufassen und mit einem Installationsskript zu
        versehen.
<sect> Rechtschreibpruefung mit deutschem Woerterbuch
<p>
Noch in Arbeit...    
<sect> Das Papierformat DIN A4
<p>
Dieser Abschnitt beschreibt, wie man fuer einige Programme die
Papiergroesse der Ausgabe auf DIN A4 festlegen kann
<sect1> xdvi                   (Previewer fuer DVI-Dateien, XRESOURCE)
<P>
Um die Ausgabe auf dem Bildschirm im DIN A4-Format zu bekommen, muss
man entweder beim Aufruf von xdvi in der Kommandozeile die Option
<tscreen><verb>
xdvi -paper a4
</verb></tscreen>
angeben oder man traegt in einer der XRESOURCE-Dateien folgenden
Eintrag ein:
<tscreen><verb>
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
        XDvi.paper:     a4
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>
<sect1> ghostview      (X11-Viewer fuer Postscript-Dateien, XRESOURCE)
<P>
Bei ghostview kann man DIN A4 ueber die Kommmandozeile mit
<tscreen><verb>
ghostview -a4
</verb></tscreen>
erreichen oder durch Eintrag der folgenden Zeile in einer der XRESOURCE-Dateien:
<tscreen><verb>
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
        Ghostview.pageMedia:  A4
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>
<sect1> gs                                    (Postscript-Interpreter)
<P>
        Kommandozeilenoption &dquot;-sPAPERSIZE=a4&dquot;
<sect1> dvips                (konvertiert dvi-Dateien nach Postskript)
<P>
        Dateien &dquot;/usr/TeX/lib/texmf/dvips/config.ps&dquot; oder &dquot;&tilde;/.dvipsrc&dquot;
<tscreen><verb>        
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
        % Paper size information.  First definition is the default.
        %
        % If your default is a4 uncomment the following definition
        % and comment out the letterSize definition.
        %
        @ a4size 210mm 297mm
        @+ %%PaperSize: a4
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>
<sect1> TeX/LaTeX                         (professionelles Satzsystem)
<P>
        &dquot;a4.sty&dquot; (siehe Abschnitt <ref id="emacs"
name="GNU emacs"> und Abschnitt <ref id="layout" name="Layout nach
deutschem Geschmack">) 
<sect> Austausch von Texten zwischen DOS und UNIX
<p>
    Die Textformate von DOS und UNIX unterscheiden sich in zwei
    Punkten:
<itemize>
<item>Codierung der Sonderzeichen (z.B. Umlaute)
<item>Markierung des Zeilenendes (DOS: CR+LF, UNIX: LF)&nl
             ( CR = Carriage Return = &dquot;Wagenruecklauf&dquot;,&nl
               LF = Line Feed = &dquot;Zeilenvorschub&dquot;)&nl
</itemize>

    Die Programme &dquot;fromdos&dquot; und &dquot;todos&dquot; wandeln ausschliesslich
    die Zeilenenden um, andere Zeichen werden nicht angepasst.
    Gleiches gilt fuer die Optionen &dquot;conv=auto&dquot;, bzw. &dquot;conv=text&dquot;
    des mount-Kommandos.
    Um auch die Sonderzeichen korrekt zu konvertieren, muss man das
    Programm &dquot;recode&dquot; benutzen:

           &dquot;recode  ibmpc:lat1    hausarb.tex&dquot;

    wandelt die DOS-Datei &dquot;hausarb.tex&dquot; in das ISO-Latin-1-Format
    (&dquot;UNIX&dquot;) um.
    Einfach kann man es sich mit zwei &dquot;aliases&dquot; im PROFILE
    machen:
<tscreen><verb>
    -----8<----- hier schneiden -----8<-----
    alias unix2dos='recode lat1:ibmpc'
    alias dos2unix='recode ibmpc:lat1'
    -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>
Moechte man den Dateiaustausch per ftp durchf&dquot;uhren, mu&dquot;s die
&dquot;Ubertragungsart auf Binaer gewechselt werden, da einige FTP-Server
bzw. Clients ansonsten eine 7-bit Uebertragung durchfuehren.
<sect> Automatischer Wechsel von Sommer- auf Winterzeit (und umgekehrt)
<p>
Will man auf dem Rechner noch ernsthaft mit einem anderen
Betriebssystem arbeiten, bzw. soll die Uhrzeit auch unter anderen
Betriebssystemen stimmen, so muss man auf die automatische 
Umstellung von Sommer- auf Winterzeit unter LINUX verzichten.
Der &dquot;dosemu&dquot; ist eine Linux-Andwendung und kann mit der
automatischen Umstellung umgehen (zaehlt also nicht als 
Betriebssystem).

Moechte man in den Genuss der automatischen Umstellung kommen, so
setzt man die Uhrzeit der CMOS-Uhr auf die der Zeitzone &dquot;GMT&dquot;
(Greenwich Mean Time: im Winter eine Stunde &dquot;zuwenig&dquot;, im Sommer
zwei Stunden weniger), laed diese Uhrzeit automatisch
waehrend des Bootvorgangs in der Datei &dquot;/etc/rc.d/rc.S&dquot; mit dem
Befehl &dquot;clock -u -s&dquot;  als Systemzeit und legt einen Verweis von
&dquot;MET&dquot; auf &dquot;localtime&dquot; in &dquot;/usr/lib/zoneinfo&dquot; an:

    &dquot;cd /usr/lib/zoneinfo&dquot;&nl
    &dquot;ln -s MET localtime&dquot;

WARNUNG: vor dem Setzen der Zeitzone alle anderen Arbeiten beenden,
         d.h. Dateien schliessen und alle Programme beenden!
         Ansonsten koennen Dateien mit &dquot;kaputten&dquot; Zeitmarken
         versehen werden und ziemlich ueble, &dquot;nicht
         erklaerbare&dquot; Fehler verursachen. Auch der &dquot;crond&dquot;
         kann erhebliche Probleme verursachen und sollte
         vorher beendet werden.

Erklaerung:
Unter LINUX gibt es &dquot;drei verschiedene Uhrzeiten&dquot;:
<itemize>
<item>die der auf der Hauptplatine installierten CMOS-Uhr,
<item>die LINUX-interne Uhrzeit (Systemzeit) und
<item>die von verschiedenen &dquot;Uhren&dquot; angezeigte Zeit
</itemize>  
<tscreen><verb>
               clock -u -w
             <--------------                 date
    CMOS-Uhr                 Systemzeit  ------------->  Benutzer-Uhr
     (GMT)   -------------->   (GMT)       xclock           (MET)
               clock -u -s
</verb></tscreen>
Die Option &dquot;-u&dquot; des clock-Befehls bewirkt eine unveraenderte
Uebernahme der CMOS-Zeit als Systemzeit (ueblicherweise waehrend
des Bootvorgangs).
Unter Verwendung der Regeln aus der Datei
&dquot;/usr/lib/zoneinfo/localtime&dquot; berechnen Programme wie &dquot;date&dquot; und
&dquot;xclock&dquot; aus der Systemzeit die Uhrzeit der gewaehlten Zeitzone.
<sect>  "Eindeutschen" von Anwendungen (und Utilities) <label id="eindeutschen">
<p>
     Kataloge mit deutschsprachigen Programmmeldungen und Zubehoer fuer
     das &dquot;nls&dquot; (National Language Support) findet man auf
     &dquot;ftp.TU-Clausthal.DE&dquot;, Verzeichnis &dquot;/pub/systems/Linux/SLT/nls&dquot;.
     Mit Hilfe der verfuegbaren Packete kann man sein LINUX-System 
     allerdings erst teilweise eindeutschen.
     (Vorsicht, die Binaries verlangen nach den neusten libraries; die
     alten also sichern!)
<sect> Programmierung unter Beruecksichtigung nationaler Besonderheiten
<p>
    Dieser Aspekt wird im &dquot;locale-tutorial-0.8.txt&dquot; von Patrick D'Cruze
    und dem zugehoerigen &dquot;locale-pack-0.8.tar.gz&dquot; behandelt.
    (Eine aktualisierte Version ist angekuendigt, aber nicht in Sicht.)
    Siehe auch Abschnitt <ref id="eindeutschen" name="Eindeutschen von Anwendungen (und Utilities)">.
<sect> Literatur zu LINUX in deutscher Sprache
<p>
<descrip>
<tag/Hetze, S.; Hondel, D.; Mueller, M.; Kirch, O. u.a. :/
        <bf>"Linux Anwenderhandbuch und Leitfaden fuer die
Systemverwaltung",</bf>

        5. erweiterte und aktualisierte Auflage&nl
        LunetIX Softfair 1993 1994&nl
        ISBN 3-929764-02-4

        ca. 500 Seiten; DM 49,00 
      
        (Meine Beurteilung: verstaendlich und ausfuehrlich; fuer
         Anfaenger gut geeignet)
<tag/Stefan Strobel, Thomas Uhl:/
        <bf>"Linux- Vom PC zur Workstation"</bf>

        Springer 1994&nl
        ca. 240 Seiten; DM 38,00 / oeS 296,40 / SFr 38,00

        (Meine Beurteilung:  knappe Beschreibungen; der Schwerpunkt liegt
         in der Darstellung der Unterschiede zwischen LINUX und anderen
         UNIXen)
<tag/Beck, Michael :/
        <bf>"Linux-Kernel-Programmierung: Algorithmen und Strukturen der
         Version 1.0"</bf>
       
	 M. Beck; H. Boehme; M. Dziadzka; U. Kunitz; R. Magnus; D. Verworner.

        Addison-Wesley (Deutschland) GmbH 1994&nl
        ISBN 3-89319-712-5
 
        ca. 380 Seiten; DM 79,90 / oeS 623,00 / SFr 77,90 ;
        (inkl. CD-ROM  )

        (Meine Beurteilung: nur bei tiefem Interesse und fuer
         Programmierer ratsam, dann ist es allerdins fast ein MUSS;
         gute C-Kenntnisse sind Voraussetzung, ueberraschend gut 
         verstaendlich; professionelle Abbildungen )
<tag/Klein, Rolf :/
        <bf>"Linux. Jenseits von DOS und Windows"</bf>

        Franzis-Verlag 1994&nl
        ISBN 3.7723-7242-2

        ca. 500 Seiten; DM 98,00 / oeS 765,00 / SFr 96,00

        (Keine Beurteilung, kenne ich noch nicht)
<tag/Uhl, Thomas :/
        <bf>"LINUX. Unix fuer jedermann, der PC als Workstation"</bf>

        Vogel Computer Presse (Chip Special Programmierpraxis) 1994&nl
        ISBN 3-8259-1330-9

        (Keine Beurteilung, kenne ich noch nicht)
<tag/Ralph Goestenmeier, Gudrun Rehn:/
        <bf>"Das Einsteigerseminar LINUX"</bf>

        bhv Verlag GmbH 1994&nl
        ISBN 3-89360-749-8

        ca. 390 Seiten; DM 19,80 /  oeS 155,00 / SFr 19,80 

        (Keine Beurteilung, hab es bisher nicht voll durchgearbeitet) 
<tag/Michael Kofler:/
        <bf>"Linux"</bf>&nl
        Installation, Konfiguration, Anwendung

        Addison Wesley (Deutschland) GmbH 1995&nl
        1. Auflage 1995&nl
        ISBN 3-89319-796-6

        ca. 600 Seiten; DM 89,90 /  oeS 701,00 / SFr 87,90 

        (Das Buch ist fuer Einsteiger mit Sicherheit ein guter
        Leitfaden und sollte Anfaengern eine grosse Hilfe sein. Aber
        auch fuer Fortgeschrittene sind sicherlich die Kapitel ueber
        Netzwerkkonfiguration, emacs, LaTeX, WWW und Tcl/Tk recht hilfreich.)
</descrip>
<sect> Bezugsquellen <label id="bezugsquellen">
<p>
Das German_HOWTO wird regelmaessig in den Newsgroupen
de.comp.os.linux, maus.os.linux und zer.t-netz.linux gepostet. Desweiteren ist es auf verschiedenen
ftp-Servern zu finden, z.B. auf sunsite.unc.edu:/pub/Linux/docs/HOWTO
zu finden. Auch ueber WWW ist es erhaeltlich: 
<itemize>
<item> http://sunsite.unc.edu/mdw/HOWTO/
<item> http://www.mathematik.uni-stuttgart.de/CIP-WWW/Studierende/plossts/
</itemize>
<descrip>
<tag/"DANTE"/ verweist auf einen dante-kompatiblen ftp-Server, etwa
   &dquot;ftp.dante.de&dquot; (oder jeden anderen groesseren ftp-Server).
   ( Dante ist die deutsche Anwendervereinigung fuer TeX. )
<tag/"SUNSITE"/ verweist auf den ftp-Server &dquot;sunsite.unc.edu&dquot; oder
   einen entsprechenden Spiegel (z.B. &dquot;ftp.uni-paderborn.de&dquot;)
</descrip>
<tscreen><verb>
iso-tex.el       ( DANTE )                 tex/support/iso-tex
iso-acc.el       sollte zum Lieferumfang des emacs gehoeren
alt-symbol.el    ftp.vlsivie.tuwien.ac.at  /pub/8bit
konvers.el ftp.uni-erlangen.de /pub/doc/ISO/charsets/konvers-862.tar.gz
AUC TeX          ( DANTE )                 tex/support/auctex
emacs-Umlaute-FAQ:
ftp.uni-erlangen.de   /pub/doc/ISO/deutsch/emacs-umlaute-faq.gz
umlaut.sty       ( DANTE )                 tex/support/umlaute
xlatin1.sty      
isolatin1.sty    ( DANTE )             macros/latex209/contrib/misc
babel.sty        ( DANTE )             macros/latex/packages/babel
"g1","g2",nls:
tex-ger.tgz      ftp.tu-clausthal.de       /pub/systems/Linux/SLT
GNU recode
cat-pack.tar.gz         ( SUNSITE )    /pub/Linux/utils/nls/catalogs
cat-man.tar.gz          ( SUNSITE )    /pub/Linux/utils/nls/catalogs
locale-pack-0.8.tar.gz  ( SUNSITE )    /pub/Linux/utils/nls/catalogs/Incoming
locale-tutorial-0.8.txt ( SUNSITE )    /pub/Linux/utils/nls/catalogs/Incoming
pine             ftp.cac.washington.edu     /pine
</verb></tscreen>
<sect> Vorschlaege, die eigentlich nicht zum Thema gehoeren
<p>
<sect1> emacs (&dquot;/usr/lib/emacs/site-lisp/site-start.el&dquot;)
<p>
<tscreen><verb>
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
        (global-set-key [delete]   'delete-char)
        (global-set-key [home]     'beginning-of-line)
        (global-set-key [end]      'end-of-line)
        (global-set-key [prior]    'scroll-down)
        (global-set-key [next]     'scroll-up)
        
        (global-set-key [C-right]  'forward-word)
        (global-set-key [C-left]   'backward-word)
        (global-set-key [C-prior]  'beginning-of-buffer)
        (global-set-key [C-next]   'end-of-buffer)
        
        (global-set-key "\033[A"  'previous-line)
        (global-set-key "\033[B"  'next-line)
        (global-set-key "\033[C"  'forward-char)
        (global-set-key "\033[D"  'backward-char)
        (global-set-key "\033[H"  'beginning-of-line)
        (global-set-key "\033[Y"  'end-of-line)
        (global-set-key "\033[1~" 'beginning-of-line)
        (global-set-key "\033[2~" 'overwrite-mode)
        (global-set-key "\033[3~" 'delete-char)
        (global-set-key "\033[4~" 'end-of-line)
        (global-set-key "\033[5~" 'scroll-down)
        (global-set-key "\033[6~" 'scroll-up)
        -----8<----- hier schneiden -----8<-----
</verb></tscreen>
<!-- 
ENDE-ENDE-ENDE-ENDE-ENDE-ENDE-ENDE-ENDE-ENDE-ENDE-ENDE-ENDE-ENDE
-->
</article>
