Kurzanleitung zu den MaxonTOOLS   WICHTIG!  Sehen Sie sich auch unbedingt das Bild "Oberfläche" an. Auf diesem werden die wichtigsten Elemente der MaxonTOOLS-Oberfläche erklärt.  Inhalt  1. Die Philosophie 2. Die Highlights 3. Die Installation 4. Die Benutzeroberfläche 4.1 Die Verzeichnisfenster 4.2 Das Laufwerksfenster 4.3 Das Funktionenfenster 4.4 Die Statuszeilen 5. Die Menüs 6. Die Grundfunktionen 7. Die Einsteller 8. Die direkte LHA-Einbindung  1. Die Philosophie  Der Grundgedanke hinter MT ist es, dem Amiga-Anwender ein Werkzeug zu geben, mit dem alle Routinearbeiten wie z.B. Festplattenorganisation, Verwaltung von Dateien, Archivieren, Sichten, Löschen usw. erledigt werden können. MT soll sich dabei nahtlos in die Benutzeroberfläche des AMIGA (Drag&Drop, ARexx, Fenstertechnik, Programmstarter, Statusanzeige, uvm.) und damit der Workbench einfügen und diese ergänzen. Vergessen Sie die Zeiten, als man noch Befehle in der Shell eingeben oder erst ein Programm starten mußte, das die gewünschte Aufgabe erledigt. Mit MT ist alles nur einen Mausklick entfernt. Bilder ansehen, Dateien komprimieren oder entkomprimieren, Texte lesen, Programme starten und vieles mehr ist direkt aus MT heraus möglich. Ein Hauptaugenmerk wurde bei MT auch auf die Ergonomie der Bedienung gelegt, denn je öfter man ein Programm benutzt, desto wichtiger ist die reibungslose Bedienung. Bei MT kann der Benutzer fast das gesamte Verhalten des Programms einstellen und beeinflussen. Dies ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn irgendeine Funktion nicht so funktioniert, wie man sich dies vorstellt. Die Grundeinstellungen von MT wurden aufgrund der Bedienungsergonomie so zusammengestellt, daß alle Funktionen optimal aufeinander abgestimmt sind.  2. Die Highlights  MT zeichnet sich durch eine Vielzahl von Eigenschaften und Leistungen aus: · komfortable und schnelle Arbeitsumgebung für die täglichen Verwaltungsaufgaben · Dateien und Verzeichnisse effektiv verwalten · Disketten schnell und unkompliziert installieren, formatieren und Dateien kopieren · Dateien und Informationen schnell suchen und finden (SEARCH und HUNT) · Drag & Drop-Unterstützung · Dateien direkt lesen (Texte), ansehen (Bilder) und abspielen (Sounds und Animationen) · flexible Dateitypenerkennung (anhand von Endungen, Hexkodes usw. wird das dazugehörige Programm geladen) · systemkonform (unterstützt die Funktionen von OS 2.0) · integriert sich nahtlos in die Workbench (läuft auch auf dem Workbench-Schirm) · frei konfigurierbar (alle Funktionen sind voreingestellt, dennoch können Sie individuelle Änderungen vornehmen) · vollständiger ARexx-Port (von außen steuerbar, automatische Abläufe programmierbar) · direkte LHA-Unterstützung · programmierbarer Programmstarter (MaxonDOCK) · horizontale und vertikale Darstellung der Verzeichnisse, optional die übersichtliche Baumdarstellung · große, farbige Schaltflächen (Icons) zur schnellen Bedienung · Iconify-Funktion um Platz auf der Workbench zu schaffen · History-Funktion, die mehrere zurückliegende Verzeichnisse zwischenspeichert · deutsche Programmführung Diese Übersicht zeigt nur einen Ausschnitt der unzähligen Funktionen der MaxonTOOLS. Es ist jedoch in den meisten Fällen nicht notwendig, alle genau zu kennen, denn durch das neuartige Konzept werden Sie auch diese Funktionen intuitiv einsetzen ohne sich viel Gedanken darüber manchen zu müssen. Probieren Sie einfach ein wenig herum. Wenn Sie eine bestimmte Änderung an den Einstellungen vornehmen wollen, dann finden Sie die Antwort im Kapitel "Die Menüs", "Die Einsteller" und "Die Grundfunktionen".  3. Die Installation  Die Installation von MaxonTOOLS auf Festplatte geschieht ganz einfach mit Hilfe des mitgelieferten Installationsprogramms. Starten Sie dieses mit einem Doppelklick auf das Icon und folgen Sie den Anweisungen. Nach erfolgreicher Installation kann MaxonTOOLS direkt gestartet werden. Für diejenigen, die es genauer wissen wollen, hier eine kurze Erläuterung der Installation: Damit die Einsteller korrekt funktionieren ist es wichtig, daß eine Environment-Variable mit dem Namen "MTPATH" angelegt wird, die den Pfad des Verzeichnisses, in dem MT zu finden ist, enthält. Z.B.: SETENV MTPATH "Work:MaxonTools" Die Datei "mt.library" sollte in LIBS: zu finden sein.  4. Die Benutzeroberfläche der MaxonTOOLS  Die Oberfläche ist vollständig fontsensitiv. MT kann wahlweise auf einem eigenen Bildschirm oder auf der WB geöffnet werden. Der Bildschirm gliedert sich in folgende Bereiche (Fenster): 2 Verzeichnisfenster, Fenster mit Laufwerken, Funktionenfenster, Statuszeile mit Uhrzeit, Datum, Anzeige des freien Speicherplatzes und der CPU-Auslastung. Die Anordnung der Fenster ist einstellbar (siehe unten Einsteller "Display").  4.1 Die Verzeichnisfenster  Das Hauptarbeitsfeld bei MT sind ein oder zwei Verzeichnisfenster. Diese können beliebig auf einem Screen oder der Workbench angeordnet sein. Die Verzeichnisfenster zeigen alle Dateiinformationen an, wobei sich sowohl die Reihenfolge als auch die Breite der Einträge frei variieren lassen. Im wesentlichen gibt es zwei Darstellungsarten: horizontal und vertikal. Die vertikale Darstellung, bei der die beiden Verzeichnisfenster nebeneinander stehen ist die auf dem Amiga übliche. Ihr Vorteil ist, daß viele Einträge untereinander passen und die beiden Verzeichnisse gut miteinander verglichen werden können. Die horizontale Darstellung, bei der die Fenster übereinander liegen, ist vom PC her bekannt. Sie hat den Vorteil, daß fast alle Dateiangaben wie Datum, Größe, Schutz und Kommentar angezeigt werden können. Zudem ist sie meistens notwendig, wenn man die Baumdarstellung wählt. Die Baumdarstellung zeigt die Aufteilung eines Laufwerks in Verzeichnisse und Unterverzeichnisse an. Diese Darstellungsart ist beim Amiga recht ungewöhnlich, weil das Dateisystem nicht dafür ausgelegt ist, sprich das Einlesen des gesamten Verzeichnisses dauert in der Regel recht lange. Wenn die Verzeichnisstruktur jedoch einmal eingelesen ist, dann gibt es keine zeitliche Verzögerung beim Wechsel zwischen den Verzeichnissen. Die Baumdarstellung gibt zudem den besten Überblick über den gesamten Datenträger. Das Aussehen der Verzeichnisfenster und damit auch ihre Funktionalität kann vom Anwender bestimmt werden. Fast alle Schieberegler, Eingabefelder und sonstige Knöpfe können aus- oder eingeschaltet werden. Der eine Fall erhöht die Übersichtlichkeit, der andere die Funktionalität. Die Funktionen der Schieberegler und Eingabefelder sollte klar sein, ungewöhnlich ist sicherlich der Knopf am linken oberen Fensterrand. Dieser Knopf betätigt die History-Funktion. MT kann sich nämlich mehrere zurückliegende Verzeichnisse merken. Wenn Sie nun auf den History-Knopf drücken, so springt MT jeweils ein Verzeichnis zurück. Hält man den Knopf einige Zeit niedergedrückt, so erscheint ein Fenster mit mehreren älteren Verzeichnissen. Klickt man auf eines, so wird diese sofort angezeigt, ohne daß es erneut vom Datenträger eingelesen werden muß.  4.2 Das Laufwerksfenster  Am rechten Bildschirmrand befindet sich das Laufwerksfenster. Hier werden alle Laufwerke (physische, logische) und Geräte (Devices, Assign) dargestellt. Diese Liste ist vom Anwender frei konfigurierbar. Hierzu dient der Menüpunkt "Laufwerke".  4.3 Das Funktionenfenster  Das Funktionenfenster befindet sich standardmäßig im unteren Bildschirmbereich. Die Darstellung kann als Textfelder (Gadgets) oder Bildsymbole (Icons) erfolgen. Auch die Anzahl der Reihen und Spalten, die Lage (horizontal oder vertikal) und die Farbgestaltung kann frei definiert werden. Es können mehrere Ebenen von Funktionsbelegungen definiert werden, zwischen denen man durch Klicken mit der rechten Maustaste umschalten kann.  4.4 Die Statuszeilen  MT besitzt zwei Statuszeilen, die die unterschiedlichsten Informationen darstellen können. Die obere Statuszeile dient vorwiegend zur Anzeige der Anzahl der Verzeichnisse, Dateien und Bytes des jeweils aktuellen Verzeichnisses. Zudem werden die entsprechenden Werte für die Selektion angezeigt. Bei einigen Operationen wird hier die laufende Aktion angezeigt (z.B. "Zeige Text Readme.doc"). Die zweite Statuszeile befindet sich standardmäßig am unteren Bildschirmrand. Sie stellt die Prozessorauslastung, den verfügbaren Speicher (Chip-, Fast- und Gesamtspeicher), sowie das Datum und die Uhrzeit dar.  5. Die Standard-Menüs der MaxonTOOLS  Die Menüstruktur kann bei MT vom Anwender frei definiert werden. Hier folgt deshalb nur eine knappe Erläuterung der wichtigsten Einträge. Namen und Reihenfolge der Einträge können deshalb abweichen. Wenn Sie etwas mit MT gearbeitet haben, dann können Sie sich die Menüs und die Tastaturkürzel leicht an Ihre Bedürfnisse anpassen.  Menüpunkt: Projekt   DOS-Fehlercodes Nach Eingabe des Fehlercodes wird die dazugehörige Fehlermeldung im deutschen Klartext ausgegeben.  Diskinfo Gibt eine Information über Größe, Belegung und weitere Daten eines Laufwerks aus.  Installieren Installiert einen DOS-Bootblock auf einer Diskette in einem der angeschlossenen Laufwerke.  Formatieren Formatiert einen Datenträger (Diskette, Festplattenpartition, Wechselplatte usw.). Ein Datenträgername und Optionen (FFS, Cache, Verify usw.) können eingestellt werden.  Disk umbenennen Gibt einer Diskette oder Festplatte einen neuen Namen.  Menüpunkt: Verzeichnisse  Neues Verzeichnis Es wird die Möglichkeit geboten, einen neuen Verzeichnispfad für das aktuelle Verzeichnisfenster anzugeben.  Dir Pattern Hier kann ein Muster (Pattern) für die Selektion der Anzeige angegeben werden. D.h., nur bestimmte Dateien werden angezeigt bzw. nicht angezeigt. Beispiele: #?.iff zeigt alle Dateien an, die die Endung ".iff" besitzen; -(#?.info) zeigt alle Dateien an, die nicht die Endung ".info" haben.  Selektieren Will man mehrere Dateien, die ein bestimmtes Kriterium erfüllen selektieren, so kann man auch hier ein Muster angeben. Beispiel: #?.txt selektiert alle Dateien mit der Endung ".txt".  Selektiere .info Selektiert alle Dateien mit der Endung ".info".  Puffer freigeben MT legt beim Einlesen eines Verzeichnisses einen Puffer an, damit man schnell zwischen allen schon gelesenen Verzeichnissen wechseln kann. Diese müssen hierfür nicht mehr eingelesen werden.  Menüpunkt: Voreinstellungen  Anzeige Dieser Einsteller bestimmt das Aussehen der Verzeichnisfenster.  Bildschirm Die Auflösung und die verwendeten Zeichnensätze von MT werden hier eingestellt.  Bilder Das Verhalten beim Anzeigen eines Bildes oder einer Animation kann mit den Optionen diese Einstellers festgelegt werden.  Dateitypen MT führt beim Doppelklick auf eine Datei eine Dateityp-Erkennung durch. Die Kriterien für diese Erkennung können frei definiert werden.  Drag 'n Drop Die Tasten, die das Drag&Drop einleiten, können hier eingestellt werden.  Dialogfenster Das Aussehen und einige Eigenschaften von Dialogen und Fenstern können bestimmt werden.  Funktionen Dieser Einsteller bestimmt das Verhalten bei den Grundfunktionen wie z.B. COPY, DELETE, MAKEDIR, ADDICON usw.  Funktionsleiste Im Gadget-Editor werden das Aussehen und die Funktionen der Funktionsleiste festgelegt.  Laufwerke Die Liste des Laufwerksfensters und ihre Symbole werden hier definiert.  Maustasten Jeder Maustaste in Kombination mit einem bestimmten Ort (an dem der Anwender eine Maustaste drückt) kann mit einer Funktion belegt werden.  Menüs Auch das Menü von MT ist vollständig von Anwender veränderbar. Fast alle Funktionen von MT können als Menüpunkt aufgenommen werden.  Tasten Als Hotkeys bezeichnet man die Tastenkombinationen, die bestimmte Funktionen aufrufen. Hiermit können für fast alle Funktionen von MT solche Hotkeys definiert werden.  Verzeichnisse Hier werden die Eigenschaften beim Einlesen von Verzeichnissen und Anzeigen von Verzeichnisfenstern bestimmt.  Menüpunkt: Archive  Anzeigen Zeigt die Dateien eines LHA-Archivs an.  Hinzufügen Fügt die markierten Dateien einem LHA-Archiv hinzu.  Auspacken (nicht in der Preview-Version!) Entpackt die markierten Dateien aus einem Archiv und schreibt sie ins das Zielverzeichnis Menüpunkt: Iconify (Ikonifizieren) Besonders wenn man mit MT auf der Workbench arbeitet kann es notwendig werden, daß man die Verzeichnisfenster schließt, um Platz für andere Anwendungen zu bekommen. Dabei wird nicht das Programm beendet, sondern nur in einen Ruhezustand versetzt, in dem es verkleinert (ikonifiziert) vorliegt. Es gibt deshalb die Möglichkeit, MT als Menüeintrag in die Workbench-Leiste einzutragen, es als AppIcon auf der Workbench abzulegen oder nur die Funktionsleiste (nicht in der Preview-Version) einzublenden.  6. Die Grundfunktionen  Alle internen Funktionen werden über einen Befehl aufgerufen. Manche Befehle lassen Parameter zu, bei manchen Befehlen gibt es Einschränkungen bei der Benutzung im Iconified-Zustand. Die Befehle sind auch über den ARexx-Port einsetzbar (nicht in der Preview-Version von MT!) Die folgende Liste ist nur eine Auswahl der vielfältigen Kommandos. COPY kopiert Dateien COPY AS kopiert Dateien, wobei man einen neuen Namen eingeben kann MOVE kopiert Dateien und löscht den Ursprung CLONE kopiert eine Datei ins gleiche Verzeichnis mit einem anderen Namen MAKEDIR erzeugt ein neues Verzeichnis RENAME gibt einer Datei oder einem Verzeichnis einen neuen Namen DELETE löscht Dateien BYTE gibt die Größe von Verzeichnissen (inklusive aller Unterverzeichnissen) an ALL wählt alle Dateien des aktuellen Verzeichnisses an und markiert sie NONE hebt die Markierung auf TOGGLE alle markierten Dateien werden unmarkiert, die unmarkierten markiert UNDO macht die letzte Auswahl rückgängig ADD ICON fügt ein Icon (Piktogramm) zu einer Datei oder einem Verzeichnis hinzu ARC LHA erzeugt ein neues LHA-Archiv SEL. INFO selektiert alle Dateien des aktuellen Verzeichnisse mit der Endung ".info" SEL. BAK selektiert alle Dateien des aktuellen Verzeichnisse mit der Endung ".bak" HUNT sucht nach einer bestimmten Datei (auch mit Mustersuche) SEARCH sucht nach einem bestimmten Textstück in einer Datei TREE ON zeigt die Baumstruktur eines Verzeichnisses an TREE OFF schaltet von der Baumstruktur auf die normale Ansicht zurück DATE zeigt das Dateidatum und die Uhrzeit an und läßt Änderungen zu PROT zeigt die Schutzeinstellungen einer Datei an und läßt Änderungen zu COMMENT zeigt den Dateikommentar an und läßt Änderungen zu PRINTDIR druckt das Verzeichnis aus RUN startet ein Programm EXECUTE führt eine Stapeldatei (Script) aus CLEAR ALL löscht alle Puffer ASSIGN führt eine Zuweisung (Assign) für das aktuelle Verzeichnis aus  7. Die Einsteller  Praktisch alle Funktionen der MaxonTOOLS sind frei einstellbar. Die einzelnen Einsteller sind nicht in einem Einstellungsprogramm zusammengefaßt, sondern in einzelne überschaubare Einsteller aufgeteilt. In der Standard-Einstellung sind alle Werte aufeinander abgestimmt und so festgelegt, daß man sehr gut und intuitiv mit dem Programm arbeiten kann. Sollten Sie dennoch an manchen Punkten merken, daß Sie ein anderes Verhalten erwarten, so können Sie dies mit Sicherheit einstellen. Suchen Sie sich den Einsteller heraus, der diese Funktion betrifft und nehmen Sie die Einstellung vor. Bedenken Sie jedoch die Auswirkungen auf die anderen Funktionen, bevor Sie Änderungen vornehmen.  Der Einsteller "Anzeige"  Dieser Einsteller bestimmt das Aussehen und damit auch die Funktionen der verschiedenen Fenster von MT. Einstellbar sind die Fensterlage, der Aufbau der Anzeige der Verzeichnisfenster und die Darstellung der Pfeile und der Baumstruktur.  Einsteller "Bilder"  Diese Einstellungen beziehen sich auf den eingebauten ILBM-Anzeiger und den ANIM-Player.  Der Einsteller "Bildschirm"  Hier werden die Bildschirmauflösung und die Zeichensätze für die MaxonTOOLS eingestellt.  Einsteller "Dateitypen"  Die Definition eines Dateityps ist sehr flexibel. Für jeden Dateitypen lassen sich vier Funktionen erzeugen: AAUTO/BAUTO - die beiden benutzerdefinierten Funktionen, "Doppelklick" und "Click-Move-Click".  Einsteller "Dialogfenster"  Mit diesem Einsteller läßt sich das Aussehen der Dialogfenster bestimmen. Zur Verfügung stehen die internen Funktionen, die der REQTOOLS-Biblothek (reqtools.library [V38]) oder die des Amiga (Intuition).  Einsteller "Drag & Drop"  Ein Eintrag kann mit der Maus aufgenommen werden (LMB + RCOMMAND) und im anderen Verzeichnisfenster oder über einem Gadget fallengelassen werden. Wird der Eintrag im anderen Verzeichnisfenster fallengelassen, wird die Funktion wie bei "Click-Move-Click" ausgeführt (Verzeichnisse werden geöffnet, auf Dateien wird die eine Funktion abhängig von dem Dateityp (FileTyp) ausgeführt. Läßt man den Eintrag über einem Funktionenfeld fallen, wird die entsprechende Funktion ausgeführt.  Der Einsteller "Funktionen"  Dieser Einsteller bestimmt das Verhalten bei den Grundfunktionen wie z.B. COPY, DELETE, MAKEDIR, ADDICON usw.  Der Einsteller "Funktionsleiste"  Die Funktionenfelder können sich in bis zu 256 Ebenen befinden. Ebene 0 ist die unterste Ebene (Root). Jede Ebene kann wahlweise aus normalen Textfeldern (Gadgets) oder Piktogrammen (Icons). Textfelder können statisch oder dynamisch angeordnet werden.. Bei statischer Anordnung haben die Textfelder eine feste Breite, die Anzahl der Zeilen und Spalten richtet sich hier nach der vom Benutzer definierten Höhe bzw. Breite -> siehe Befehle GGLINES und GGROWS. Diese Werte können auch zur Laufzeit geändert werden. Sind die Gadgets statisch angeordnet, ist die Größe und die Anzahl der Zeilen und Spalten fest. Sie richtet sich nach der Größe des Fensters. Außerdem wird versucht, möglichst alle Gadgets im Fenster unterzubringen. GGLINES und GGROWS haben dann keine Funktion mehr. Auf jedes Funktionenfeld kann eine beliebige Funktion (Intern, Ausführbar, Batch oder Arexx) oder eine ganze Liste von Funktionen gelegt werden, wobei die verschiedenen Typen beliebig gemischt werden können. Außerdem ist es möglich, für jedes Funktionenfeld eine Tastenkombination (Hotkey) zu definieren. Dieser Einsteller erlaubt es auch, eine IFF-Datei mit selbst gemalten Bildern (Icons) zu laden und daraus die Symbole für die Funktionenfelder auszuschneiden. Die Größe des Bildes ist dabei (fast) beliebig, mit der Maus (und dem daraufhin erscheinenden Rahmen) kann ein Bereich ausgeschnitten werden.  Der Einsteller "Laufwerke"  Auch die Laufwerks-Liste ist frei definierbar. Jeder Eintrag besteht dabei aus einem Namen und dem Pfad, der beim Aktivieren des Gadgets eingelesen werden soll. Wahlweise können noch kleine Piktogramme (Icons) angezeigt werden. Passen nicht alle Laufwerkseinträge in das Fenster, kann mit dem Befehl "NEXTDRW" die nächste Seite aktiviert werden.  Der Einsteller "Mausknöpfe"  Hier kann definiert werden, was bei einem Mausklick über einem bestimmten Bereich eines Fensters passieren soll. Die Angaben "links", "oben", "unten" und "rechts" beziehen sich auf den jeweiligen Randbereich der 2 Pixel breit ist. Die Priorität des Input-Handlers sollte >50 sein, damit dieses Feature korrekt funktionieren kann.  Der Einsteller "Menüs"  Auch das Menü von MT ist vollständig von Anwender veränderbar. Fast alle Funktionen von MT können als Menüpunkt aufgenommen werden.  Der Einsteller "Tasten" (Hotkeys)  Als Hotkeys bezeichnet man die Tastenkombinationen, die bestimmte Funktionen aufrufen. Hiermit können für fast alle Funktionen von MT solche Hotkeys definiert werden.  Einsteller "Verzeichnisfenster"  Alle Einstellungen, die sich auf das Einlesen und Ausgeben der Verzeichnisse beziehen, lassen sich in diesem dreiteiligen Einsteller ändern.  8. Die direkte LHA-Einbindung  Da Disketten- und Festplattenplatz immer knapp ist, verwendet man oft einen Komprimierer um Dateien oder ganze Verzeichnisse in gepackter Form abzulegen. Dabei wird die Dateigröße teilweise auf ein Zehntel der ursprünglichen Größe reduziert. Im Schnitt wird immerhin der Faktor zwei erreicht. Dies bedeutet, daß man doppelt so viel Daten auf der gleichen Diskette bzw. Festplatte unterbringen kann. Für die Komprimierung wird auf dem AMIGA und anderen Rechnersystemen hauptsächlich das Programm LHA verwendet. Dieses Programm ist Shareware und sollte bei Benutzung beim Autor registriert werden. Diese Art der Archivierung hat im allgemeinen den Nachteil, daß man die Daten nur recht umständlich ansehen und bearbeiten kann. Normalerweise gibt man vom CLI aus einige Befehle ein um das gepackte Archiv aufzulisten und entpackt sich dann die notwendigen Dateien von Hand. Ein direktes Ansehen von Bildern, die in einem Archiv gespeichert sind, ist dabei jedoch nicht möglich. Nicht so bei MT, hier können z.B. Bilder direkt angezeigt werden und die Handhabung des Packens und Entpackens geschieht direkt mit der Maus. Der Benutzer merkt somit nicht mehr, daß er mit einem Archiv arbeitet.  Inhalt eines LHA-Archivs anzeigen  Um sich den Inhalt eines LHA-Archivs (Kennung meistens name.LHA) anzeigen zu lassen, führt man einfach einen Doppelklick auf den Namen aus. Der Inhalt des LHA-Archivs wird nun wie ein normales Unterverzeichnis angezeigt.  Informationen über ein LHA-Archiv anzeigen  Wenn Sie sich weitere Informationen über den Komprimierungsgrad eines LHA-Archivs anzeigen lassen wollen, so wählen Sie den Menüpunkt Archive/Anzeigen.  Hinzufügen von Dateien zu einem LHA-Archiv (nicht in der Preview-Version von MT!)  Da sich ein LHA-Archiv wie ein normales Verzeichnis verhält, wenn Sie es durch Doppelklicken "geöffnet" haben, können Sie Dateien mit dem Befehl COPY in das Archiv kopieren. "Öffnen" Sie dazu in einem Dateifenster das LHA-Archiv und im zweiten Dateifenster wählen Sie die Dateien aus, die Sie in das LHA-Archiv kopieren wollen. Drücken Sie die Taste "COPY" oder "c", dann beginnt der Vorgang. Systembedingt wird die Statusmeldung in der obersten Bildschirmzeile ausgegeben. Dieser Vorgang kann einen Moment dauern, je nach Anzahl und Größe der Dateien.  Löschen von Dateien aus einem LHA-Archiv (nicht in der Preview-Version von MT!)  Das Löschen einer Datei aus einem LHA-Archiv geschieht ähnlich wie das Hinzufügen. "Öffnen" Sie das Archiv, wählen Sie die zu löschende Datei aus und drücken Sie "DELETE" bzw. die Taste "d". Der Vorgang wird ausgeführt und in der oberen Statuszeile angezeigt.  Weitere Aktionen mit LHA-Archiven  Besonders häufig vorkommende Aktionen sind das Lesen von Texten und das Anzeigen von Bildern, die sich in Archiven befinden. Beide Aktionen können direkt angewendet werden. "Öffnen" Sie das Archiv und doppelklicken Sie auf die gewünschte Datei. MT erkennt in den meisten Fällen automatisch den Dateityp und zeigt die Datei an.  Einstellungen der LHA-Funktionen  Die Optionen der LHA-Funktionen werden im Dateitypen- und Menü-Einsteller vorgenommen. Da diese Einstellungen für alle Funktionen identisch sind, werden sie an anderer Stelle global erläutert. Mit ein wenig Probieren kommt man aber meistens auch zum Ziel. Welcher Archiv-Typ welche Ausgaben macht, ist in der Datei "archive.cfg" zu definieren. Dort steht auch ein Beispiel für "LHA", aus dem auch die Funktion der einzelnen Befehle hervorgeht. Bei einem Doppelklick auf ein LHA-Archiv wird dieses im Verzeichnisfenster angezeigt. (siehe auch Einsteller "Dateitypen" bzw. "FileTypes" -> LHA-Archiv -> Doppelklick).