a) Intern:


Willkommen zur neuesten Ausgabe von AMIGA aktuell.

Ich habe mich entschlossen, eine neue Rubrik in AMIGA 
aktuell einzufhren: die Gerchtekche, in der solche 
Meldungen untergebracht sind, die (noch) nicht 
hundertprozentig besttigt werden knnen.

Des weiteren mchte ich darauf hinweisen, da die in AMIGA 
aktuell besprochene frei kopierbare Software gegen Diskette 
und Rckporto bei mir angefordert werden kann.
In diesem Monat sind das konkret die neueste Version des 
WWW-Browsers Voyager und AROS 1.10b.


Diese Ausgabe von AMIGA aktuell ist unter Mithilfe von

* Marco Siegel, der mir wie immer eine Menge Informationen   
  geschickt hat,
* Michael Thaler, der mich ber den Neonazi-Artikel in der   
  Chip informierte,
* Thomas Szedlak, der mich auf die neue Version von Vovager  
  und die Commodore-Info aufmerksam gemacht hat,
* Cord Hagen, der auch vom angeblichen Konkurs des Joker-    
  Verlag gehrt hat,
* Haiko Draheim, der mir einen Artikel aus der Chip          
  geschickt hat

entstanden. Vielen Dank!


AMIGA aktuell lebt von der Beteiligung der Leser, von Euch! 
Wenn Ihr meint, da Eure Beitrge zu dieser Rubrik passen, 
dann schickt sie mir bitte fr eine Verffentlichung zu.

Natrlich bin ich auch sehr an Kritik, Anregungen, also an 
Eurer Meinung zu AMIGA aktuell interessiert.
       
Meine Adresse: Carsten Schrder
               Helmoltstrae 10
               37081 Gttingen
               E-Mail: CSchroe@Stud.Uni-Goettingen.de
                 
Ich zhle auf Eure Untersttzung!


Zur Zeit sind die Diskettenmagazine

* NoCover (Herausgeber: APC&TCP)
* HAM     (Herausgeber: Karl-Heinz Bader)

zur Verffentlichung von AMIGA aktuell berechtigt.

Darber hinaus gibt es eine Reihe von weiteren 
Mglichkeiten, an AMIGA aktuell zu kommen:

- per Post: Die neueste Ausgabe kann jeweils ab Ende des 
Vormonats direkt bei mir angefordert werden, entweder gegen 
Diskette und Rckporto oder durch eine Anfrage per E-Mail.

- ber das Aminet: AMIGA aktuell ist auch im Aminet (und mit 
entsprechender zeitlicher Verzgerung auf den Aminet-CDs) zu 
finden, und zwar im Verzeichnis docs/mags unter 
Aaktmmjj.lha, wobei "mm" der Monat und "jj" das Jahr 
darstellt. Die Januar-Ausgabe 1997 ist also unter 
Aakt0197.lha zu finden.

- ber das WWW: Auf der Homepage http://
www.taunus.net/privatehomepages/mcj/amiganet/amigaakt/
sind die neueren Ausgaben von AMIGA aktuell abgelegt, nach 
und nach werden auch die lteren folgen.

- ber die Mailbox Liteline im Verzeichnis
100-Amiga-PD/150-Serien/155-AmiAktuell

Die Telefonnummern:

0551/7701346 (USR-Courier V34+)
0551/7701356 (ELSA-Microlink 28800 TL V34)
0551/71620 (Zyxel U-1496-E+)
0551/75614 (ISDN)
0551/75615 (ISDN)

In den letztgenannten Versionen sind manchmal auch Grafiken 
enthalten, die in den Disk-Mags keinen Platz finden. 


AMIGA aktuell wird als Freeware herausgegeben. Die 
Zusammenstellung steht unter meinem Copyright und darf 
nicht verndert werden, fr den Inhalt bernommener Beitrge 
bin ich jedoch nicht verantwortlich. Ich verpflichte mich 
nicht, jeden erhaltenen Text zu verffentlichen.

AMIGA aktuell darf von jedermann frei kopiert werden, 
solange als Gegenleistung (einschl. Datentrger) nicht mehr 
als 3 DM bzw. ein vergleichbarer Betrag in einer anderen 
Whrung verlangt wird. Eine Lizenz zum Kopieren ist nicht 
notwendig.

ber die Aufnahme von AMIGA aktuell in weitere Magazine, PD-
Serien, auf CD-ROMs etc. mchte ich vorher informiert 
werden. In jedem Fall mchte ich ein kostenloses Exemplar 
des Endprodukts zugeschickt bekommen.


b) Auflsung: Das AMIGA-aktuell-Gewinnspiel


Erst einmal mchte ich mich bei allen bedanken, die an 
meinem kleinen Gewinnspiel teilgenommen haben. Leider war 
die Zahl - erwartungsgem - nicht besonders hoch: Lediglich 
fnf von Euch haben mitgemacht, von denen zwei alle Fragen 
richtig beantworten konnten. 

Bevor wir zur Preisvergabe kommen folgt zunchst die 
Auflsung der Fragen:

1. Worber haben sich viele AMIGA-Anwender aufgeregt, als 
der Commodore A 4000 erschien?

Richtig ist "a) Da er serienmig keinen SCSI-Anschlu 
besitzt". Im Gegensatz zum A 3000 besitzt der A 4000 von 
Commodore serienmig nur einen IDE-AT-BUS fr zwei
Gerte. SCSI hatte sich bis dahin bereits zum AMIGA-Standard 
entwickelt, bietet eine hhere Datenbertragung und die 
Mglichkeit, bis zu sieben Gerte anzuschlieen.
Im Gegensatz zum A 1200 besitzt der A 4000 ein 150-Watt-
Netzteil, das auch den Anschlu vieler Laufwerke und 
Zusatzkarten verkraften sollte. Auch die 2 MB Chip-RAM gaben 
allgemein keinen Anla zur Kritik. Die Antworten b) und c) 
sind also falsch.

2. Wieviel MB Chip-RAM besitzt der A 1200?

Diese Frage war eine kleine Stolperfalle. Denn: Ganz alte 
Modelle besaen 1 MB Chip-RAM auf dem Motherboard und ein 
zweites MB auf einer Erweiterungskarte (die nebenbei bemerkt 
auch eine Uhr enthielt). Ich fragte allerdings nicht nach 
dem Chip-RAM auf dem Motherboard, sondern nach der 
Gesamtmenge. Und nach meinen Informationen gab es keine A 
1200, die mit nur 1 MB Chip RAM ausgeliefert wurden. Deshalb 
ist nicht "c) Die ersten A 1200 besaen 1 MB Chip-RAM, 
sptere Ausfhrungen 2 MB" sondern "b) Alle A 1200 wurden 
serienmig mit 2 MB Chip-RAM ausgeliefert" richtig.

3. Die Firma M-Tec war lange Zeit ein bekannter AMIGA-
Hardware-Hersteller. Warum hrt man jetzt nichts mehr von 
dem Unternehmen?

Auch bei dieser Frage war Nachdenken angesagt. Wie war das 
noch gleich, wurde M-Tec nicht vor geraumer Zeit von GVP 
gekauft? Nein, es war genau umgekehrt! Vor einigen  Monaten 
ist M-Tec jedoch in Konkurs gegangen, die Konkurrenz Phase 5 
war wohl zu bermchtig. Also ist Antwort c) richtig.

4. Was bedeutet der Begriff "native" in Bezug auf PowerPC?

Die Antwort "a) Die PPC-Chips werden von Eingeborenen (engl. 
= "native")" war, wie jeder gemerkt hat, lediglich ein 
Scherz. Fr die Prozessorherstellung wird schlielich 
hochempfindliche Technik bentigt. Die Antwort "c) Ein 
solches ausfhrbares Programm wird auch von anderen 
Prozessor-Typen (z.B. 68K, 80x86 usw.) verstanden" wre sehr 
erfreulich gewesen, knnte man doch PowerPC-Programme direkt 
auf 68K-AMIGAs laufen lassen, was leider ein Traum ist und 
bleibt. Richtig ist also Antwort "b) Ein Programm liegt 
direkt in dem Maschinencode vor, den der Prozessor versteht, 
so da keine Emulation ntig ist". 

5. Wer oder was ist "Caipirinha"?

Wer regelmig AMIGA aktuell liest, htte dies wissen 
knnen. Die Berichte zur A\Box waren in den letzten Monaten 
ja relativ umfangreich. Caipirinha ist der mit fast allen 
Aufgaben betraute Systemcontroller in der von Phase 5 
geplanten A\Box. Richtig ist also Antwort c). Ich wei 
nicht, ob es jemals einen Joseph Caipirinha gab, aber er war 
mit Sicherheit nicht der Hauptentwickler des AGA-Chipsatzes. 
Ebenso ist sehr zweifelhaft, ob es eine Firma dieses Namens 
gibt, die die AMIGA-Rechte kaufen will. a) und b) sind 
demnach als falsch einzuschtzen.


Kommen wir nun also zur spannenden Frage, wer gewonnen hat.

Es sind:

* Marc Jochimsen: 6 Ausgaben der AMIGA Szene Coverdisk

* Wolfgang Efinger: SpeedUp-Software

Herzlichen Glckwunsch! Eure Preise mtet Ihr bereits 
erhalten haben.


Trotz der mangelhaften Beteiligung gebe ich noch nicht so 
schnell auf und werde in absehbarer Zeit ein weiteres 
Gewinnspiel veranstalten. Aber dazu mu ich mir erst einmal 
neue Fragen ausdenken...
Sollte es jemanden geben, der mich zu diesem Zweck mit 
zustzlichen Preisen untersttzen mchte, so wre ich ihm 
sehr dankbar und wrde selbstverstndlich seinen Namen in 
AMIGA aktuell nennen.


c) Top-Thema: Sind die AMIGA-Rechte "schon" vergeben?


Seit Anfang Februar sieht es so aus, als wrde das Tauziehen 
um die AMIGA-Rechte endlich bald zu Ende gehen: QuikPak, 
einer der Anwrter auf die AMIGA-Rechte, erklrte, da laut 
David Robinson, dem US-Berater von Konkursverwalter Bernhard 
Hembach, die Frist fr die Abgabe von Kaufgeboten am 31. 
Januar abgelaufen ist. Im Verlauf des Februars wrden die 
Gebote dann durchgesehen und bis zum 28. Februar eine 
Entscheidung ber die Vergabe der AMIGA-Rechte getroffen.

Einige interessante Gerchte machten Ende Februar die Runde: 
Demnach soll QuikPak auf Grund mangelnder Zahlungskraft aus 
dem Rennen sein. Es soll insgesamt zehn Interessenten geben, 
die ein Kaufgebot fr die AMIGA-Rechte abgegeben haben, drei 
davon aus Deutschland. Konkursverwalter Hembach soll sich 
derzeit in den USA aufhalten, um die Bewerber genauer "unter 
die Lupe" zu nehmen.

Es kann also nicht schaden, sich in diesen Tagen ber das 
Internet bzw. AMIGA-Freunde auf dem laufenden zu halten. 
AMIGA aktuell wird das natrlich auf jeden Fall tun. 
Und fr alle, die nicht ber weitreichende Kontakte bzw.
technische Mglichkeiten verfgen, hat AMIGA aktuell eine 
Telefon-Hotline eingerichtet: Am 1., 3. und 5. Mrz knnt 
Ihr jeweils von 21.30 bis 22.30 die Nummer 0551/92620 whlen 
und Euch bei mir ber den Stand der Dinge informieren. Seid 
aber bitte nicht enttuscht, falls ich verknden mu, da 
noch keine Entscheidung gefallen ist.


d) Top-Thema: PowerUp - Breaking Through The Barriers


Die Markteinfhrung der PowerUp-Boards fr den A 3000 und 
4000 ist nach den Aussagen von Phase 5 fr April 1997 
geplant.

In der Mrz-Ausgabe des AMIGA-Magazins wurde erstmals mit 
konkreten "empfohlenen Verkaufspreisen" fr Endkunden 
geworben: Die Cyberstorm PPC 604e, so der Name der Karte, 
kostet in der 150MHz-Version 1295 DM, mit 180 MHz 1595 DM 
und in der 200MHz-Ausfhrung des PPC604e 1895 DM. Nicht
enthalten ist ein 68040- bzw. 68060-Prozessor, der aber zum
Betrieb der Karte bentigt wird. Dieser schlgt nochmals mit 
150 DM (68040/25MHz), 300 DM (68040/40MHz) bzw. 700 DM 
(68060/50MHz) zu Buche. Wer eine solche CPU bereits besitzt, 
z.B. von einer vorhandenen Prozessorkarte, kann sich den 
Neukauf und damit das Geld natrlich sparen.

Die integrierte 64-Bit-Speichererweiterungseinheit kann mit
Standard-PS/2-SIMMs bestckt werden.

Mit der Karte erhlt der Kunde ein Softwarepaket, bestehend
aus einer PowerPC.library, einer PowerPC-optimierten Cyber-
GraphX-Version v3 mit MPEG- und CyberGL-Untersttzung, einem
GNU-C-Compiler sowie Demo-Programmen samt Dokumentation.

Registrierte Benutzer von 68040-/68060-Karten des Herstel-
lers erhalten besondere Upgrade-Angebote direkt von Phase 5.

Fr die Cyberstorm PPC-Karten sind als Ergnzung ein Wide-
Ultra-SCSI-Controller fr Datenbertragungsraten bis zu
40 MB/sec und fr die zweite Jahreshlfte ein
Hochgeschwindigkeits-Bus fr Erweiterungen vorgesehen.

Und so sieht die weitere Marschroute in Sachen PowerPC-AMIGA
aus:

* Mit Micronik wird derzeit ber eine LowCost-Variante
  des A 1200-Infinitiv-Towers, bestckt mit einem PPC603e,
  verhandelt. Der Umbausatz soll weniger als 1000 DM kosten.

* Fr A 1200, die bereits im Towergehuse stecken, soll es
  eine Turbokarte mit einem PPC603e/120MHz und einem 68030
  mit 40 bzw. 50 MHz geben. Eine Speichererweiterungseinheit
  und ein optionaler SCSI-Controller sind obligatorisch.
  Die Karte soll ab Mai fr 699 DM verfgbar sein, sofern
  schnell eine CE-Zulassung erreicht wird, und wrde mind.
  die CPU-Geschwindigkeit eines Pentium/120MHz erreichen.

Auch zur A\Box, dem geplanten PowerPC-AMIGA (vgl. AMIGA 
aktuell 12/96) gibt es Neuigkeiten: So soll das 
Betriebssystem auf einen UNIX-Kern basieren, aber 
gleichzeitig kompatibel zum AMIGA OS 3.1 sein, so da die 
existierende AMIGA-Software weiterbenutzt werden kann. 
Gleichzeitig erteilt Phase 5 dem neuen nicht AMIGA OS-
kompatiblen Betriebssystem pOS von ProDad eine klare Absage, 
da man in ihm, speziell in Kombination mit Standard-
Hardware, nur einen Bruch mit dem AMIGA sieht, aber keinen 
Fortschritt.


e) Hintergrund: Chip-RAM-Barriere aufgehoben


Seit Mitte Februar wird ber die Internet-Homepage von 
Cloanto (www.cloanto.com) folgende Meldung verbreitet:
                                                   
"Cloanto's Personal Paint 7 Breaks Amiga Chip RAM Barrier

With the release of the new CPU blitting module just made
available on Aminet biz/cloan/PBlit_68K.lha, Personal Paint
7 becomes the first Amiga program to actively exploit the
full functionality of both the Graphics library and the
Amiga blitter applied to bitmaps stored in Fast RAM.

Normally, two crucial parts of the Amiga system require
bitmap data to be stored in Chip RAM: the original (Agnes)
blitter chip, and the Graphics library. Personal Paint uses
both, which until now meant that it had to store in Chip RAM
at least the bitmaps currently being manipulated. Thanks to
its modular design, Personal Paint 7 already implemented a
"virtual blitter" which optionally used the CPU instead of
the Agnus chip. The module just released extends this
capability by implementing a faster 32-bit blitter (the
Amiga blitter works in 16 bits).

The complete detachment from Chip RAM became possible when
the developers of the famous CyberGraphX system completed
the replacement of 100% of the original Amiga
graphics.library with corresponding functions that can work
on Fast RAM. This code is implemented in CyberGraphX version
40.100 and higher, which has just been released.After many
sleepless nights of Cloanto's programmers, in cooperation
with the CyberGraphX team, Personal Paint 7 becomes the
first Amiga software to automatically detect and exploit
this condition.

We would like to take this opportunity to praise the
developers of CyberGraphX for achieving this difficult
objective. CyberGraphX "clones", like earlier versions of
the original CyberGraphX (and the original Amiga libraries),
still require bitmaps to be in Chip RAM in order to be
processed by certain functions of the Graphics
library.(Personal Paint 7 is not "confused" by CyberGraphX
clones that do not provide equivalent capabilities.)

The efforts of the CyberGraphX and Cloanto programmers have
finally made a dream come true for many Amiga users who had
plenty of Fast RAM but never enough Chip RAM."


Fazit:

Da Personal Paint 7 (weitere Programme werden sicherlich 
folgen) ab sofort nicht mehr auf Chip-RAM als Grafikspeicher 
besteht, ist zwar vorteilhaft, es soll aber auch nicht 
verschwiegen werden, da die Lsung dieser Frage Jahre zu 
spt kommt und mittlerweile kaum noch von Bedeutung ist:

1. Ein Groteil der heute benutzten AMIGAs besitzt 2 MB 
Chip-RAM, das fr die meisten Projekte ausreichen sollte.

2. Der Trend zu Grafikkarten ist unbersehbar. Damit stellt 
sich das Chip-RAM-Problem gar nicht erst.

3. Beim Next-Generation-AMIGA A\Box von Phase 5 wird nicht 
mehr zwischen Chip- und Fast-RAM unterschieden.


f) Kurz & bndig


1. Keine AMIGA-Emulation fr Pios One geplant

Laut Dr. Peter Kittel von Pios ist derzeit nicht geplant, 
eine AMIGA-Emulation fr das geplante neue Computersystem 
Pios One zu entwickeln. Zudem knne das Standard-PC-
Diskettenlaufwerk das AMIGA-Format nicht lesen, was ja schon 
eine groe Einschrnkung bedeute.


2. Voyager-NG kann Frames darstellen

Seit Ende Januar ist ber die Vapor-Homepage (www.vapor.com) 
bzw. gegen Diskette und Rckporto bei mir eine Demo-Version 
des WWW-Browsers Voyager-NG erhltlich, die als 
herausragendes Merkmal die Darstellung von Frames 
beherrscht.
In ersten Tests hat sich Voyager-NG (aktuell ist Version 
2.10) als stabil erwiesen. Durch den Einbau neuer Features 
und einer allgemeinen Geschwindigkeitssteigerung (z.B. beim 
Laden und Darstellen von Grafiken) macht das Web-Surfen mit
Voyager-NG subjektiv nun viel mehr Spa als mit der alten 
Version 1.x.

Die Gebhr fr die Registrierung der auf eine halbe Stunde 
Betriebszeit beschrnkten Demo-Version von Voyager-NG 
betrgt 40 DM - ein sehr gnstiger Preis, betrachtet man die 
Mglichkeiten, die das Programm bietet: Neben dem WWW-
Browsen beherrscht Voyager-NG u.a. auch das Verschicken von 
E-Mails, das Senden und Abrufen von News sowie das Dateien-
Saugen von FTP-Servern.


3. Neonazi beim AMIGA-Magazin aufgeflogen

Wie die Computerzeitschrift "Chip" in ihrer Mrz-Ausgabe 
berichtet, soll Ralf Kottcke, bisher Redakteur des AMIGA-
Magazins, monatelang den Internet-Server des MagnaMedia-
Verlags dazu benutzt haben, rechtsradikales Gedankengut ber 
Mailboxen und das Internet zu verbreiten und insbesondere 
das rechtsextreme Thule-Netz zu betreuen. Es msse davon 
ausgegangen werden, da Kottcke (Deckname: Thorin 
Eichenschild) eine Schlsselfigur bei dem Versuch rechter 
Krfte ist, sich die neuen Medien zu Nutzen zu machen.
Angeblich habe man beim MagnaMedia-Verlag bis zur Enttarnung 
Kottckes nichts von dessen rechten Aktivitten gewut. Laut 
frherer Mitarbeiter sei Kottcke jedoch schon vor zwei 
Jahren u.a. durch auslnderfeindliche Plakate in seinem Bro 
aufgefallen. 
Zumindest jetzt hat der Verlag sofort reagiert: Kottcke 
wurde noch am selben Tag, als sein braunes Doppelleben 
bekannt wurde, fristlos entlassen.

brigens war Kottcke auch zustndig fr die AMIGA-Magazin-
Homepage im Internet (www.magnamedia.de/amiga/index.html). 
So kann es nicht verwundern, da diese bis Mitte Februar 
monatelang nicht aktualisiert worden war. Mittlerweile gibt 
es jedoch eine vollkommen berarbeitete Homepage.

Und wie berichtet das AMIGA-Magazin selbst ber diesen 
Vorfall? Kurz gesagt: berhaupt nicht. Weder im Editorial 
noch an anderer Stelle der mit 100 Seiten Umfang dnner als 
je zuvor geratenen Mrz-Ausgabe werden die Aktivitten des 
Ralf Kottcke mit einem Wort erwhnt, im Gegenteil: Dessen 
Name ist sogar noch im Impressum aufgefhrt.


4. MagnaMedia-Verlag soll aufgelst werden

Die WEKA-Firmengruppe, die bereits jetzt 85 % des 
Aktienkapitals der MagnaMedia Verlags-AG hlt, hat den 
verbliebenen Aktionren ein Kaufangebot in Hhe von 20 DM 
pro 5 DM-Aktie gemacht. Wenn WEKA smtliche Aktien in ihrem 
Besitz hat, ist geplant, den Verlag in die eigenen 
Strukturen zu integrieren.


5. Cybervision 64/3D nicht besser als Vorgnger-Modell?

Nach der ersten Euphorie haben sich eine Reihe von AMIGA-
Anwendern daran gemacht, die Grafikkarte leistungsmig mit 
dem Vorgnger-Modell zu vergleichen. Dabei soll sich gezeigt 
haben, da die um 3D-Funktionen ergnzte Karte in einigen 
Teilbereichen langsamer ist als die Cybervision 64, z.B. 
beim Benchmark-Test WritePixel. Es sei davon auszugehen, da 
dies sowohl an der ausgelieferten Beta-Version von 
CyberGraphX v3, als auch am verwendeten Grafikchip S3 3D von
Virge liegt.


6. Imagine 5 fr 100 US-$

Impulse, der Hersteller des bekannten Raytracers Imagine, 
macht allen AMIGA-Anwendern ein ganz besonderes Angebot:  
Die aktuelle Version, Imagine 5, einschlielich ARexx- und 
CyberGraphX-Untersttzung  kann ab sofort zum Preis von
100 US-$ bestellt werden. Der Verkaufspreis lag ehemals bei 
fast 1000 DM! Laut Impulse hat man sich zu diesem Schritt 
entschlossen, um den AMIGA-Markt am Leben zu halten.


7. Alpha-Version von AROS erschienen

Seit kurzem ist eine erste lauffhige Version des AMIGA
Replacement OS (AROS), vgl. AMIGA aktuell 11/96, im Aminet 
bzw. gegen Diskette und Rckporto bei mir erhltlich. 
Allerdings sollte man sich davon noch nicht zuviel 
versprechen, es handelt es lediglich um eine Alpha-Version 
und beinhaltet nur drei Libraries, die nach einem Reset 
anstelle der entsprechenden System-Routinen aufgerufen 
werden. An die Systemstabilitt sollte man ebenfalls keine 
allzu hohe Erwartungen stellen, wenn das Booten jedoch 
glckt, findet man auf der Workbench bzw. im Start-CLI 
vernderte Copyright-Hinweise vor: Nicht mehr Commodore, 
sondern AROS.
AROS ist Mailware, bei regelmiger Benutzung soll man dem 
Programmierer also eine Nachricht zukommen lassen.


g) Gerchtekche


* Phase 5 soll zwei Spiele geplant haben, die den 3D-Chip 
der Cybervision 64/3D untersttzen. Wegen des verspteten 
Erscheinens der Karte sei die Entwicklung aber unklar.

* Phase 5 soll sich geweigert haben, PPC-Karten an ProDad zu 
liefern, um das Entstehen einer Bewegung in Richtung pOS zu 
verhindern.

* MacroSystem soll sich vom normalen AMIGA-Markt 
zurckgezogen haben, Produkte mit AMIGA-Technologie werden 
aber weiterhin entwickelt.

* Es soll ein Standard fr AMIGA-Soundkarten in der 
Entwicklung sein, ein Pendant zu CyberGraphX also. In 
absehbarer Zeit soll es auch zwei neue Soundkarten geben.

* Inoffizielle Version von AWeb (v2.2), die Frames
darstellen kann, soll an "besondere" Personen ausgeliefert 
worden sein.

* Christian Bauer, Entwickler des Macintosh-Emulators 
Shapeshifter, soll bereits seit geraumer Zeit im Auftrag der 
Firma Be an einer Mac-Emulation fr das BeOS arbeiten. Dies 
drfte erklren, warum der Programmierer nicht an einer PPC-
AMIGA-Version von Shapeshifter interessiert ist. Zudem habe 
der Support merklich nachgelassen: Manche Shapeshifter-
Nutzer mten nach Zahlung der Registrierungs-Gebhr 
monatelang auf eine Antwort warten.

* Das Spiel Formula 1 Grand Prix 2 soll fr AMIGA erscheinen

* Microsoft soll den LZX-Programmierer abgeworben haben, um 
den Kompressions-Algorithmus zum Windows-PC-Standard zu
machen.

* Der Joker-Verlag soll endgltig pleite sein. Zumindest die 
Mrz-Ausgabe ist jedoch noch erschienen. 


h) Zum Schlu - das Nachwort


QuikPak, Eagle, CEI, Viscorp, Fujitsu, Sony, Microsoft und
eine neue AMIGA-Firma - das alles sind Unternehmen, denen in
den letzten Monaten - mehr oder weniger ernsthaft - AMIGA-
bernahme-Ambitionen nachgesagt wurden.

Whrenddessen wird wieder ber einen uns AMIGA-Anwendern
sehr vertrauten Namen gesprochen: Commodore ist wieder da.
Eine niederlndische Escom-berlebende hat diesen Namen
angenommen und will zur CeBIT '97 eine neue Produktlinie
vorstellen - mit "Intel Inside" als Technik.

Anscheinend haben smtliche Stcke des Escom-Kuchens
mittlerweile neue Besitzer gefunden, nur die AMIGA-
Technologie nicht - noch nicht.


Bis nchsten Monat,

Carsten Schrder
