AMIGA aktuell - Ausgabe 01/97


a) Intern:


Willkommen zur neuesten Ausgabe von AMIGA aktuell.

* Nachdem die AMIGA-bernahmeverhandlungen mit VIScorp 
gescheitert sind, ist zu Weihnachten bekannt geworden, da 
QuikPak, der Hersteller des A 4000T, AMIGA Technologies 
bernehmen mchte, mehr zu diesem Top-Thema unter b).

* In der letzten Ausgabe von AMIGA aktuell waren zwei 
Detail-Erluterungen zu den PowerPC-Projekten von Phase 5 
digital products verffentlicht.
Ebenso interessant drfte ProDads neues Betriebssystem pOS 
sein. Die entsprechende Bekanntmachung des Unternehmens ist 
ungekrzt unter c) zu finden.

* Es ist zwar richtig, da ich den AMIGA-Spielemagazinen vor 
zwei Monaten keine rosige Zukunft prophezeit habe (vgl. 
AMIGA aktuell 11/96), da aber fr beide Zeitschriften das 
Aus so schnell kommen wrde, hat wohl niemand geahnt. Mehr 
zur Fusion von AMIGA-Magazin und AMIGA-Games in einem 
aktuellen Hintergrund-Bericht unter d).

* In eigener Sache habe ich einen Rckschlag zu vermelden: 
Das Hndlerverzeichnis wird in dieser Ausgabe von AMIGA 
aktuell das letzte Mal zu finden sein. Leider ist so gut wie 
keine Beteiligung festzustellen, obwohl ich auch weiterhin 
davon ausgehe, da die meisten Clubmitglieder mindestens 
einen Favoriten unter den AMIGA-Hndlern haben.
Wenn jemand die Rubrik und die bisher erfaten Daten 
bernehmen will, so kann er sich bei mir melden.


Diesmal geht mein Dankeschn an:

* Marco Siegel fr allerlei Informationen und News,
* Malte Mende fr die McDonald's-Info,
* Rainer Lbkemeier fr seine Ausfhrungen zum PC-Joker


AMIGA aktuell lebt von der Beteiligung der Leser, von Euch! 

Bitte schickt mir Pressemeldungen, Video- und 
Audiomitschnitte, in denen der AMIGA in irgendeiner Weise 
auftaucht. Ob es sich dabei um einen Bericht oder eine 
AMIGA-Werbung handelt, spielt keine Rolle.
Auch ber Meldungen, in denen nicht direkt vom AMIGA die 
Rede ist, die aber trotzdem fr AMIGA-User interessant sein 
drften, werde ich schreiben, ebenso ber die Aufnahme von 
AMIGA-Produkten ins Sortiment von Computergeschften.

- und natrlich Kritiken, Anregungen, also Eure Meinung 
zu AMIGA aktuell.
     
Meine Adresse: Carsten Schrder
               Helmoltstrae 10
               37081 Gttingen
               E-Mail: CSchroe@Stud.Uni-Goettingen.de
  
Ich zhle auf Eure Untersttzung!


Rechtliches:

* AMIGA aktuell ist "copyrighted" Freeware und darf von
  jedermann kopiert werden, solange dafr (einschl.
  Datentrger) nicht mehr als 3 DM bzw. ein vergleichbarer
  Betrag in einer anderen Whrung verlangt wird.
  Das Magazin erscheint zum 1. jedes Monats.
   
* Eine bernahme in (Disketten-) Magazinen, PD-Serien etc.
  bedarf meiner Genehmigung, die i.d.R. schnell und
  unbrokratisch erteilt wird. 
  Eine Verbreitung von AMIGA aktuell in vernderter Form
  bedarf meiner Zustimmung.  
 
* Fr den Inhalt bernommenener Beitrge sind die Autoren
  verantwortlich, das Copyright liegt bei ihnen.
  Ich hafte nicht fr durch AMIGA aktuell verursachte Schden.
    
* AMIGA aktuell untersttzt das Iconographics-System von Tom
  Ekstrm und das NewIcons-System von Nicola Salmoria.
  Die Icons stammen von Tom Ekstrm.


b)  Top-Thema: AMIGA-Verkauf an VIScorp gescheitert          
    - nun will QuikPak AMIGA Technologies bernehmen

Mittlerweile steht es fest: Der von VIScorp angestrebte Kauf 
der AMIGA-Technologie ist gescheitert. Selbst die 20 Mio. 
US-$, die zuletzt als Preis genannt wurden, konnte VIScorp 
offenbar nicht aufbringen.
(brigens: Carl Sassenrath, der als eine Art Bindeglied 
zwischen VIScorp und den AMIGA-Anwendern gesehen wurde, hat 
das Unternehmen bereits vor zwei Monaten verrgert 
verlassen.)

Zu Weihnachten wurde dann bekannt, da QuikPak, der 
Hersteller des A 4000T und von Komponenten des A 1200, AMIGA 
Technologies bernehmen mchte. Folgender Text ist auf der 
QuikPak-Internet-Homepage 
(http://www.amigasupport.com/quikpak/) abrufbar:


"An open letter to the Amiga Community

The past few years have not been kind to the Amiga 
Community.  Since the demise of Commodore, the ownership and 
future of the Amiga has been continually uncertain.  The 
only thing that has remained constant is the loyalty of 
Amiga users.  It is with respect to this loyalty that we 
feel it necessary to let YOU know the current state of 
affairs and what QuikPak is doing to see that the Amiga has 
the successful future it so deserves.

Back when Amiga Technologies was owned by Escom, QuikPak was 
selected to manufacture the complete A4000T and components 
for the A1200.  During the collapse of Escom and the 
subsequent negotiations with VisCorp, QuikPak continued 
manufacturing and servicing Amiga Computers.  Throughout 
this time of uncertainty, QuikPak continued to support the 
platform, placing ads in the North American publication 
Amazing Computing, forging alliances with Amiga developers 
and supporters, and developing new products of our own.  
Recently, at AmigaFest in Toronto, we unveiled two new 
computers and we have been shipping the  060 Accelerator for 
the A4000T.  We believe this product development clearly 
demonstrates our commitment to the Amiga.

It now appears evident that negotiations between VisCorp and 
Amiga Technologies have reached a standstill.  As a creditor 
of Amiga Technologies, QuikPak has a vested interest in 
seeing the future of the Amiga handled properly.  To this 
end, QuikPak has placed an offer in front of the German 
liquidator for Amiga Technologies, and we are awaiting 
further information regarding this.

What does this mean to you, the end user?  QuikPak believes 
that there is more to the Amiga than a simple set top box.  
We believe that the A4000 and its successors have a place in 
the market.  We believe that a model along the lines of the 
A1200 also can play an important role in the future of the 
Amiga.  We further believe that products currently under 
development at QuikPak can bring the Amiga back to the 
forefront in innovation.  We believe that working closely 
with developers, other manufacturers, distributors, and 
dealers is necessary to make the Amiga a success.  And, 
perhaps most importantly of all, we believe in listening to 
you, the person who has kept this platform alive.

We hope that the new year will allow us to bring you good 
news, that QuikPak will be successful in our negotiations 
with the German liquidator.  We trust that the liquidator 
will move quickly, and justly, to see these events through.  
We encourage any and all input from the Amiga Community - 
let us know what you want to see.  And, finally, we 
encourage those responsible for handling the Amiga 
Technologies' assets to be as open as we at QuikPak are 
striving to be.

Sincerely,
Dave Ziembicki 
C.E.O 
QuikPak Corporation

Dan Robinson
Director of Business Development of  Amiga Computers
QuikPak Corporation"


Fazit:

Kaum ist VIScorp aus dem Rennen, schon wird mit QuikPak ein 
neuer Kandidat fr die AMIGA-bernahme bekannt. Sollte das 
Unternehmen sein Ziel wirklich erreichen (Gerchten zufolge 
soll es noch mehrere andere Interessenten geben), bleibt zu 
hoffen, da dann endlich der Preis fr den A 4000T stark 
gesenkt wird, der ja von QuikPak selbst hergestellt wird.


c) Top-Thema: pOS - die Details


"proDAD News
1996 Pro Digital Animation Development
 
Die Einsatzgebiete
Der exklusive Vorteil: AMIGA
Ursprung und Wnsche
Kompatibilitt
Die Philosophie, die dahinter steht
Multitasking und Kommunikation
Netzwerkfhigkeiten
Grafikausgabe/RTG
Erscheinungsbild
DOS
Was bedeutet pOS in der Praxis fr Entwickler?


Was ist pOS ?

pOS ist ein neues Betriebssystem mit modernster Konzeption. 
So existieren, im Gegensatz zu den meisten anderen OS, keine 
generationsbedingten Nachteile oder aufgeblhten Sources, 
sondern eine schlanke Form und innovative Leistungsmerkmale. 
Preemptives Multitasking, HAL-Prinzipien oder intuitive 
Bedienelemente garnieren diese Grundlage zum effektiven 
Hardwareeinsatz - denn hierzu ist ein Betriebssystem ja in 
erster Linie gedacht.

Ob beispw.. als Einsatz in Settopboxen oder als Alternative 
bzw. optimale Ergnzung zu bestehenden Betriebssystemen, pOS 
besticht durch eine logisch gegliederte Konzeption mit teils 
bewhrten , besonders aber innovativen Leistungsmerkmalen.


Die Einsatzgebiete

pOS wird zunchst in einer Version fr 68k-Amigas 
(einschlielich des Draco) und in einer Version fr 
PowerPCs erscheinen. Fr AMIGA-Anwender und -Entwickler 
besonders wichtig: Das System lt sich parallel zum 
gewohnten Amiga-OS installieren. Es ist aber natrlich auch 
mglich, pOS vllig eigenstndig zu betreiben.

Auch der Einsatz in Settop-Boxen ist aufgrund der 
Kompaktheit problemlos. Bereits seit 2 Jahren in der 
Entwicklung, wird es 1997 erste Anwendungen geben, die auf 
diesem modernen Betriebssystem basieren - ob Settop-Box oder 
PCs zur Videobearbeitung, zur Bildtelefonie, zur einfachen 
Abwicklung des Bestellwesens groer Verlage, zur Internet- 
und T-Online-Anwendung, zum Fernsehprogrammabruf - mehrere 
Hersteller sind bereits interessiert oder arbeiten bereits 
im Dialog mit proDAD, da die Kompaktheit und die moderne 
Konzeption Grundlagen bieten, die einzigartig, preisgnstig 
und unkompliziert sind.

Die Tatsache, da dieses OS parallel zu bestehenden 
Betriebssystemen laufen kann und Schnittstellen zur 
Auenwelt bestehen, erleichtert es Entwicklern, Software 
hierauf zu portieren und Anwendern, die neuen Vorteile nach 
und nach mehr zu genieen, ohne auf gewohnte oder noch nicht 
erhltliche Dinge (ltere Software) verzichten zu mssen.


Der exklusive Vorteil AMIGA

pOS entstand auf dem Amiga, einem Rechner, der aufgrund 
seiner Konzeption ideal fr die Entwicklung eines solchen 
Projekts geschaffen ist.
Auch bietet der AMIGA aufgrund des AMIGA-OS die Mglichkeit, 
sehr einfach beide Betriebssysteme im Multitasking laufen zu 
lassen. Somit konnte die Entwicklung des OS mit den 
gewohnten Tools auf Amiga-OS-Seite realisiert werden, ein 
Vorteil, der brigens noch heute jedem Entwickler zugute 
kommt. Ein immenser Vorteil ist dies jedoch auch fr 
Anwender, die nicht weiterentwickelte Software weiterhin und 
wie gewohnt auf dem Amiga-OS benutzen knnen, whrend sie 
innovative Neuheiten- Entwicklungen unter pOS mit Ausnutzung 
aller Vorteile parallel betreiben. 
Der Ein-/Umstieg auf dieses Betriebssystem erfolgt also 
absolut soft.


Ursprung und Wnsche

Wir als traditionelles Amiga-Softwarehaus verfolgen die 
Entwicklung um den Amiga und auch die Wnsche von Anwendern 
und Entwicklern schon seit langer Zeit. So sind bereits von 
Commodore bestimmte innovative Dinge sehr frh angedacht, 
aber nie oder nur sehr halbherzig umgesetzt worden. 
Beispiele hierfr sind RTG oder das Datatype-Konzept. Stets 
als Entwickler denkend, waren diese Dinge natrlich auch fr 
unsere Applikationen sehr ntzlich, dessen bisherige 
Realisation jedoch weniger... Deshalb ist pOS auch als 
moderne Grundlage zur Umsetzung solcher und vieler anderer 
individueller Wnsche, sowohl innerhalb, als auch auerhalb 
von proDAD, zu sehen.

Negativ-Beispiele, die hauptschlich in der fehlenden 
Weiterentwicklung des Amiga-OS begrndet sind, stellen 
natrlich einen weiteren Anreiz zur Realisation eines 
solchen Projektes dar. Die unflexible Grafikausgabe 
beispielsweise, die veralteten Druckertreiber, oder die 
fehlende integrierte Netzwerkfhigkeit sind alles Dinge, die 
Quasi-Standards zur Folge haben und so teilweise fr 
Verwirrung sorgen. Auch hier ist unsere Rolle als Software-
Entwickler wieder Grundlage zur Konzeption. Denn wenn WIR 
uns mit Mehraufwand auseinandersetzen mssen, so ergeht es 
ANDEREN Entwicklern nicht anders, alle haben mehr oder 
weniger das gleiche Schicksal. Deshalb hier der Versuch zur 
Verbesserung von Umgebungsbedingungen.


Kompatibilitt

Die Tatsache der Kompatibilitt wird sehr hoch bewertet. 
Andere Anstze zeigten aber, da die Kompatibilitt auf 
Ebene des Anwenders berwiegend Nachteile mit sich bringt, 
insbesondere werden Nachteile mit portiert.
Deshalb wird hier auf einer Ebene darunter, nmlich bereits 
beim Entwickler angesetzt.
Durch ca. 2/3 Kompatibilitt zum AMIGA-OS kann eine im 
Standard ANSI C bzw. C++ geschriebene AMIGA-Software durch 
einen einzigen Compiler-Durchlauf bzw. nur geringen 
Modifikationen auf pOS laufen, womit bereits von allen 
Vorteilen profitiert werden kann. Dieser Vorteil existiert 
natrlich exklusiv fr Programmierer von AMIGA-
Applikationen.
Unser Partner, Haage & Partner in Rosbach, bietet hierfr 
bereits heute die passende Compilerumgebung mit Power-PC-
Option. Warum also heutzutage noch eine Software neu fr 
PowerPC erstellen, die dann durch Emulation im OS erst noch 
ausgebremst wird?

Fr die Portierung auf 68K-Software kann jedoch auch Ihre 
gewohnte Umgebung, sogar vom Amiga-OS aus zur 
Crossportierung benutzt werden. Lediglich die Zustze, die 
im Rahmen der EpOS Developer-Support erhltlich sind, werden 
hierzu bentigt.
Schlielich wird durch pOS mit einem Compilerdurchgang der 
aktuelle Stand einer Applikation bereits von den OS-
Vorteilen, wie z. B. der Geschwindigkeit oder des Look & 
Feels, profitieren!
Der Anwender fhrt lediglich ein Update durch und wird 
begeistert sein von der neuen Leistung des Produkts!
In dieser Zeit knnen die Entwickler bereits die pOS-
Innovationen in einige Applikationen integrieren und die 
Software, allein auf OS-Funktionen, basierend, verbessern.

Und sollte dann der Drang auf eine neue Plattform bestehen, 
so bedeutet dies nur wenig Aufwand fr den Entwickler.

Durch das Multiplattformkonzept ist nicht magebend, fr 
welche Plattform die Applikation geschrieben werden mu, 
sondern auf welcher Plattform pOS momentan gerade luft...
Multiplattform-Konzeption bedeutet im Falle pOS brigens 
auch Multi-Prozessor-Konformitt, selbst fr diese in 
Zukunft immer praktikablere Technik ist pOS und dessen 
Applikationen bereits gerstet !


Die Philosophie, die dahinter steht ?

Durch Multiplattformtechnik im OS wird der Markt grer

 * fr Entwickler (mehr Absatz, bei weniger Aufwand)
 * fr Anwender (weniger Isolation, bessere Orientierung)
 * fr Presse (grerer ansprechbarer Leserkreis)

* Die Softwareentwicklung lohnt sich wieder, es mu somit 
jedoch keine Plattform (und deren Anwender) ausgeklammert 
werden, die Anwenderschaft wird lediglich erweitert.

* Verschiedene Nischenrechner, Anwender und Entwickler fr 
diese Mrkte verspren wieder Aufwind, durch Konzentration 
auf das Wichtigste - neben der Hardware - das einheitliche 
OS, als saubere Grundlage fr Entwickler und Anwender.

* Der Rechner mit der besten Hardware-Leistung wird, auch in 
Teilbereichen, seine maximale Leistung zeigen knnen.
Somit werden nicht mehr pfel mit Birnen verglichen, denn 
die Basis der Anwendung ist stets dieselbe. Ein Rechner mit 
z. B. starken Grafikfhigkeiten wird dann diese Fhigkeiten 
realistisch vergleichbar mit anderen Rechnern demonstrieren 
knnen (siehe hierzu auch RTG).


Multitasking und Kommunikation

Ein Vorteil schlechthin, das preemptive Multitasking, wurde 
bei pOS weiter optimiert und mit technischen Raffinessen 
gespickt, was sich sowohl fr Anwender als auch fr 
Entwickler angenehm auswirkt. Beispiel: In pOS werden alle 
hufigen Task-Synchronisationen ber Semaphoren erzielt, was 
zu einem besseren Zeitverhalten fhrt. Desweiteren wurde 
eine Regel eingefhrt, die besagt, da der Benutzer immer 
die hchste Prioritt erhalten kann. Weiterhin wurde die 
Deadlock-Gefahr durch Semaphoren-Hierachien beinahe 
ausgeschlossen. Neben normalen Tasks bietet pOS 
QuickTasks, die etwa dreimal schneller zur Ausfhrung 
gelangen.


Netzwerkfhigkeiten

Die Netzwerkfhigkeit ist bereits vom Betriebssystem 
garantiert und somit einfach konfigurierbar.
Dieser feste Bestandteil erleichtert z. B. Drittherstellern 
fr DF-Software die Erstellung von Software zur Anbindung 
an globale - oder lokale Netzwerke.

Ferner sind somit Projekte zu Konferenzschaltungen ber 
Fernvernetzung wesentlich einfacher realisierbar. Ein 
Beispiel wre gemeinsames Konstruieren von verschiedenen 
Terminals aus. Dies wird selbstverstndlich durch die 
bereits integrierten RTG-Fhigkeiten optimal ermglicht. So 
knnte von 3 Rechnern aus an ein und demselben Projekt 
editiert werden, whrend 1 Rechner z. B. mit PPC 
ausgestattet, das Rendering dieses Objektes parallel 
vornimmt. Eine optimale Aufteilung der internen Ablufe bei 
bester Hardwareauslastung und maximalem Komfort ist die 
Folge dieses Netzwerkes, welches bereits vom Betriebssystem 
koordiniert wird. Peripherie- und Datensharing sind weitere 
Mglichkeiten, die diese Resourcen einfach zur Verfgung 
stellen. Die direkte OS-Netzwerkintegritt bedeutet fr den 
Anwender zudem eine einfachere Konfigurierbarkeit.


Grafikausgabe / RTG

pOS pat die Grafikausgabe mit Hilfe einer Library 
automatisch an das Ausgabemedium an. Ganz nebenbei wurde die 
Grafikausgabe (gegenber der des AMIGA-OS) 24-Bit-fhig und 
deutlich schneller. Auch die Monitor-Untersttzung ist 
wesentlich flexibler geworden: So knnen beispielsweise 
mehrere Monitore fr eine Benutzer-Oberflche gleichzeitig 
verwendet werden. Das Ausgabemedium kann auch ein Teil des 
Netzwerks oder aber eine Virtual-Reality-Komponente sein. 
Und das Beste fr Programmierer: Nicht er mu prfen, was 
die momentane Hardware bietet und aufwendig darauf eingehen 
- das OS bernimmt dies fr den Entwickler und erleichtert 
so auch an dieser Stelle die Softwareentwicklung bzw. 
ermglicht somit spielerisch das Prinzip der konsequenten 
Nutzung verfgbarer Hardware.


Erscheinungsbild

Der Komfort und das optische Erscheinungsbild wurden 
modernisiert, ohne da diese Neuerungen jedoch zu einer 
langsameren Arbeitsgeschwindigkeit fhren und ohne da die 
Funktionalitt zugunsten grafischer Spielereien auer acht 
gelassen wird.
Sehen Sie dazu auch unsere Screenshots 1 und 2!

Beispiele:

Animierte Mens und Schalter sorgen fr mehr 
Verstndlichkeit. Und Fenster lassen sich endlich mit 
sichtbarem Inhalt verschieben. Das Shell-Fenster hat einen 
Schieberegler, mit dem sich frhere Ausgaben wieder sichtbar 
machen lassen, und der Befehlspuffer der Shell ist ber eine 
Aufklapp-Funktion aufrufbar. Dies sind alles Dinge, die den 
Komfort und der Verstndlichkeit beim Anwender untersttzen. 
Zwar sind diese Features frs Amiga-OS teilweise auch 
optional erhltlich, doch treten hier die bereits oben 
erwhnten Nachteile der veralteten Konzeption, daraus 
resultierende Geschwindigkeitsnachteile und der 
unterschiedlicher Mehr- oder Minderkompatibilitt in 
Erscheinung. Auch hier wieder der Versuch, als Entwickler 
denkend, zukunftskonform eine einheitliche, vernnftige 
Grundlage fr andere Entwickler und nicht zuletzt im Sinne 
des Anwenders zu schaffen.


DOS

Das DOS ist hier (gegenber dem AMIGA-OS) sehr viel 
schlanker, was zu wesentlich hheren Geschwindigkeiten 
fhrt. So ist z. B. das komplette BCPL-System nicht mehr 
vorhanden.Das Scannen von Verzeichnissen sowie Lese- und 
Schreibzugriffe luft ebenfalls sehr viel schneller ab. Auch 
die Mglichkeit der automatischen Datenkomprimierung und    
-Dekomprimierung whrend des Lesens und Schreibens ist in 
pOS bereits integriert.
Die Partitionierungsgrenze liegt brigens bei 1,09*10^12 
Byte oder 1 Terabyte, was im Gegensatz zu den meisten 
anderen Betriebssystemen die moderne Konzeption wohl 
eindrucksvoll unter Beweis stellt. Fr Multimedia und 
riesige Datenbanken ist dies ein Vorteil, der mit der Zeit 
stets mehr an Bedeutung gewinnen wird.

Was bedeutet pOS in der Praxis fr Entwickler ?

Nun, einige Vorteile fr Programmierer (ein kleiner, 
bescheidener Auszug...) wollen wir Ihnen hier aufzeigen:

* 99% kompatible Libraries und Devices fr bequemes 
Portieren auf pOS; Klassenverwaltung im OS-Kernel

* Ableitungsmglichkeit zur Laufzeit

* sparsame Objektverwaltung bzgl. Speicherplatz und 
Laufzeit-Overhead

* Instanzen werden vom Kernel gefiltert und an den Klassen-
Dispatcher gesendet; Vorteil: einfachere Programmierung und 
somit weniger Fehleranflligkeit

* Grafikflexibilitt durch RTG:

 * Spezifische Anpassung an Ausgabemedium ber eine RTG-     
 Library, die in verschiedenen Ebenen die Grafikausgabe      
 steuert, beginnend bei einfachen Grafikoperationen (ohne    
 Clipping) bis hin zur vollstndigen Integration der 
 bentigten Grafikfhigkeiten. Diese Unterteilung erlaubt    
 eine schnelle Umsetzung mit geringer Optimierung oder eine  
 vollstndig hardwarenahe Programmierung ohne Kompromisse    
 bei max. Leistung.

 * Flexible Monitor-Untersttzung: Beispw. Multi-            
 Monitorsystem fr grere Arbeitsoberflche und somit mehr  
 bersichtlichkeit (zur Verfgung gestellt von RTG)

 * Die Aufteilung der Grafikbereiche oder etwa die           
 Mausposition bei Verwendung mehrerer Bildschirme regelt das
 Betriebssystem (RTG). 

 * Wesentlich bessere Untersttzung der simple-refreshed     
 Windows durch einfachere und schnellere Clipping-Routinen.  
 Der Refresh eines bereits mehrfach geclippten Bereiches     
 wird durch leistungsstarke OS-Routinen untersttzt und      
 gefrdert (bisher zu kompliziert).

 * Die Programme werden in der Grafikumrechnung (Colors,     
 Mae) von pOS untersttzt. Jede Applikation kann smtliche  
 Grafikdaten in True-Color bearbeiten und berlt die       
 nachtrgliche Bildschirmdarstellung dem OS. Je nach 
 Grafikausgabegert (True-Color Bildschirm, 256Color         
 Bildschirm, Netzwerk, Drucker,..) wird der zugehrige       
 Treiber autom. eine Konvertierung vornehmen!

 * Da pOS in einem AMIGA-OS-Fenster laufen kann (RTG!),      
 stellt sich die Situation der Portierung auf pOS denkbar    
 einfach. Somit wird insbesondere das Entwickeln stark       
 erleichtert. Ganz nebenbei dient diese Fhigkeit            
 selbstverstndlich auch dem Anwender, da er durch           
 gleichzeitiges Betreiben von z. B. Amiga-OS und pOS einen   
 sanften bergang von alten - zu neuen Software-Versionen    
 erhlt...

 * Super-Bitmap wesentlich einfacher: Beispw. knnen auf     
 einer Superbitmap zahlreiche Gadgets plaziert werden, ber  
 die hinweggescrollt werden kann. Die Koordinaten-           
 Verschiebung seitens der Grafikausgabe und der 
 Nachrichtenverarbeitung wird komplett vom Betriebssystem    
 bernommen.

 * Mehrere Layers in einem Window (Tochter-layers): Vorteil:
 z. B. kann eine Abtrennung einer vorhandenen Gadgetleiste   
 von einem Eingabefeld durchs Betriebssystem erfolgen. Dies  
 dient nicht zuletzt aufgrund des wegfallenden manuellen     
 Umschaltens der Grafikperfomance.

* objektorientierter GUI: Alle sichtbaren Elemente, wie 
Text, Grafik, Animation etc., sind Elemente. Diese Elemente 
knnen objektorientiert kombiniert werden, was z.B. sehr 
einfach die Erstellung eines Menpunktes mit integrierter 
Animation ermglicht (Baukasten-Prinzip). Selbstlayoutende 
Gadgets,die proportional font-sensitive sind, d.h. keine 
Koordinaten-Programmierung, sondern Hierarchien.

* spezielle pOS Debug-Version: Die Software-Entwicklung wird 
hiermit enorm vereinfacht, indem viele Fehler bereits im 
Vorfeld, vor einem etwaigen Systemabsturz, erkannt und 
angezeigt werden. Somit kann vor einem Absturz sinnvoll und 
komfortabel die Ursache erkannt werden.

* pOS stellt ein Standard-Prefs Programm zur Verfgung. Alle 
einstellbaren Daten werden ber Libraries in den pOS-Prefs 
editiert. Der Programmierer mu nicht fr jeden Einsteller 
ein vollstndiges Programm mit der stets wiederkehrenden 
Funktionalitt kreieren. Die gesamte Verwaltung wird bereits 
vom pOS-Prefs bereitgestellt, so da der einzelne Einsteller 
nur seinen privaten Teil bearbeiten mu.

* Einfachere Fehlersuche in Programmen - ein Beispiel.

Auszug aus dem Sourcecode:

{
  ...
  const CHAR *name;
  pOS_FileHandle *FH;
  name=NULL; // *** Nullzeiger
  if(FH=pOS_OpenFile(NULL,name,FILEHDMOD_Read)) {
    pOS_CloseFile(FH);
  }
  ...
}

Ausgabe im Debug-Window:

Current: Task=0x7276170 Name=ShowDebug
Error: |pOS_OpenFile| {rp const CHAR*}
var: |name| = 0x0

Das Motto: bessere Software durch besseres Debugging, volle 
Leistung nach Abschlu der Applikations-Entwicklung!
Der Programmierer wird bereits vom Kernel bestens 
untersttzt, was die Qualitt der Software steigern soll, 
bzw. die Entwicklungszeit bedeutend reduziert.

Andere OS gehen den anderen, uneffektiveren Weg:

 * sichere Laufzeit durch umfangreiche Crash-Protection, die
 Konsequenz:

  * mehr Overhead:
  
   * Laufzeit-Geschwindigkeitsverlust
   * mehr Rechenleistungs-Bedarf
   * hhere Memoryanforderungen

Sollten Ihnen diese Fakten zusagen, knnen Sie sich  das 
Entwicklerprogramm EpOS einmal nher betrachten (beiliegend 
oder erh. bei proDAD)."


Fazit:

ProDad mchte mit pOS ein hardwareunabhngiges, AMIGA-OS 
hnliches Betriebssystem auf den Markt bringen. Ein unter 
pOS geschriebenes Programm soll auf allen Plattformen 
lauffhig sein, auf denen das Betriebssystem existiert 
(Portierungen sind u.a. fr den PPC-AMIGA [A\Box] und IBM-
kompatible PCs geplant).
Die Auswahl des geeignetsten Computers hngt also allein von 
den bentigten Fhigkeiten ab - eine Textverarbeitung wrde 
man auf einem Intel-basierenden Rechner ablaufen lassen, fr
Multimedia-Anwendungen wre die PowerPC-CPU die beste Wahl.

Fr uns AMIGA-Anwender bedeutet pOS zunchst einmal einen 
kleinen Rckschritt: Das Betriebssystem ist nicht 
hundertprozentig AMIGA kompatibel. Laut ProDad soll jedoch 
die Konvertierung von AMIGA-OS-Programmen nach pOS fr den 
Programmierer sehr einfach sein. Trotzdem hat dieser Punkt 
einen Schnheitsfehler: Wenn eine Software nicht auf pOS 
umgesetzt wird (z.B. weil der Programmierer die Entwicklung 
eingestellt hat), hilft alles nichts, es mu ein AMIGA 
kompatibles OS (bzw. eine AMIGA-Emulation) benutzt werden. 
Fr uns AMIGA-Anwender stellt sich diese Problematik derzeit 
nicht - besitzen wir doch alle das AMIGA OS.
Aber mit Blick auf die A\Box ist festzustellen: Phase 5 mu 
sich etwas einfallen lassen. Entweder mu zu diesem Rechner 
ein AMIGA-OS-3.1 kompatibles Betriebssystem mitgeliefert 
werden, oder die vielen existierenden AMIGA-Programme mssen 
sich ber eine entsprechende Emulation verwenden lassen.
Die "alten" AMIGA-Anwender drfen nicht im Regen stehen 
gelassen werden - schon allein nicht wegen des riesigen 
Fundus an qualitativ hochwertiger AMIGA-Software.


d) Hintergrund: Fusion von AMIGA-Magazin und AMIGA-Games

In der Dezember-Ausgabe der AMIGA-Games wurden die Leser 
darber informiert, da das Spiele-Magazin (und damit 
natrlich auch die AMIGA-Fun) als eigenstndiges Heft 
eingestellt und ab Januar als 32-seitiger Spieleteil im 
AMIGA-Magazin erscheinen wird.
In der Januar-Ausgabe des AMIGA-Magazins wurde die Neuerung 
bereits auf der Titelseite angekndigt: "Neu! Ab sofort mit
AMIGA-Games - groer Spieleteil" stand da zu lesen. Der 
Spieleteil ist quasi ein Magazin im Magazin, man kann ihn
ausheften und getrennt aufbewahren. Am Layout der AMIGA-
Games hat sich nichts gendert, auch sind ein
Inhaltsverzeichnis, eine Vorschau auf die nchste Ausgabe 
und ein eigenes Impressum vorhanden - die AMIGA-Games wird 
nach wie vor im Computec-Verlag produziert, whrend der 
andere Teil des AMIGA-Magazins weiterhin vom MagnaMedia-
Verlag hergestellt wird.
Die meisten Rubriken sind erhalten geblieben (wenn auch in 
geringerem Umfang), lediglich die Anwenderecke von Andreas 
Magerl und (fr einen Monat) die Kleinanzeigen muten 
zugunsten hnlicher Rubriken im anderen Teil des AMIGA-
Magazins weichen.


Fazit:

Nach dem Niedergang beider deutscher AMIGA-
Spielezeitschriften innerhalb von wenigen Monaten stellt 
sich die Frage: Ist der AMIGA-Spielemarkt am Ende?

Es ist kein Geheimnis, da Nur-Spieler in den letzten Jahren 
nach und nach auf Windows-PCs und Konsolen umgestiegen sind, 
und die Auflage und Seitenstrke der AMIGA-Spiele-Magazine 
immer weiter sank.

Eine "AMIGA-Spiele-Schwemme" ist in der nchsten Zeit nicht 
zu erwarten. Zwar gibt es noch eine relativ lange Liste von 
Ankndigungen, es mu dabei aber auch bercksichtigt werden, 
da die aufgefhrten Spiele innerhalb eines Zeitraums von 
vielen Monaten auf den Markt gebracht werden sollen, und 
wohl auch nicht jedes in Deutschland erscheinen wird.
Ebenso ist es denkbar, da sich weitere Spiele-Hersteller 
vom AMIGA-Markt zurckziehen und angekndigte Projekte nicht 
mehr in die Tat umsetzen. Zwar wird es auch in Zukunft noch 
einige engagierte Hersteller von AMIGA-Spielen geben, wozu 
sicherlich Clickboom und Team 17 gehren werden, aber eine 
Besserung der Situation fr Spieler ist nicht in Sicht.

Selbst wenn Phase 5 in Krze die PowerUp-Karten und danach 
die A\Box auf den Markt bringt, so sind diese Produkte
ganz eindeutig dem professionellen Bereich zuzuordnen - eine 
Strkung des Spiele-Marktes wird dadurch kaum zu verzeichnen 
sein. 
Und auch wenn in absehbarer Zeit ein preiswertes und 
zugleich leistungsfhiges AMIGA-System erhltlich
ist, wie das z.B. von Phase 5 angestrebt wird
(Stichwort: Low-End-A\Box fr weniger als 1500 DM), mu dies 
noch nicht unbedingt eine neue Spiele-Welle auslsen.
Denn dafr haben sich schon zu sehr der Wintel-PC und die 
Konsolen (v.a. Playstation) als Spiele-Systeme im Heim-
Bereich etabliert. 
 
Wenn nicht stndig eine groe Zahl an Super-Spielen 
erscheint, werden abgewanderte Spieler kaum zum AMIGA-System
zurckkehren. Solange die Zahl der Spieler jedoch nicht 
zunimmt, werden sich auch keine weiteren Hersteller dazu 
entschlieen, fr das AMIGA-System viele qualitativ 
hochwertige Spiele zu produzieren - ein Kreislauf, der nur 
schwer zu durchbrechen ist.

brigens: Zu dem Schritt, zwei Zeitschriften 
zusammenzulegen, wurde im Computerbereich schon mehrmals 
gegriffen, wenn die "Luft knapp wurde". So war es beim 
Niedergang des Atari-Systems, und auch zeitgleich mit der 
Einstellung der AMIGA-Games gab es ein weiteres Opfer: Das 
Mac-Magazin und die Mac-Easy fusionierten krzlich, um den 
sinkenden Leserzahlen entgegenzuwirken. 
            
                 
e) Kurz & bndig


1. Computer '96 in "Neues... die Computershow"

Nicht nur in der AMIGA-Gemeinde hat sich herumgesprochen, 
da eine Zeitenwende vor der Tr steht, auch Neues... die 
Computershow von 3sat ist auf die derzeitigen Aktivitten
verschiedener AMIGA-Firmen aufmerksam geworden: In der 
Sendung vom 7. Dezember wurden u.a. das PowerUp-Projekt, die 
Planungen zur A\Box und das neue Betriebssystem pOS 
vorgestellt. Ebenso war ein Interview mit Petro 
Tyschtschenko zu sehen.
Auch auf der Internetseite zu dieser "Neues..."-Ausgabe 
wurde eine entsprechende AMIGA-Bilanz gezogen: "Und glauben 
Sie uns - er lebt!!".
Mittlerweile sind unter http://www.3sat.com/nfinfdez.htm 
auch Informationen zu den vorgestellten AMIGA-Produkten im 
einzelnen abrufbar.


2. AMIGA Magic in McDonald's-Kinonews zu gewinnen

In der letzten Ausgabe des McDonald's-Kinonews-Magazins gab 
es im Rahmen eines Musik-Wettbewerbs neben anderen Preisen 
auch ein AMIGA-Magic-Paket zu gewinnen. Jetzt stellt sich 
natrlich die Frage, ob dieser Preis von AMIGA Technologies 
i.K. oder einem anderen Unternehmen gestiftet wurde.


3. Delfina-DSP-Karte erhltlich

Seit wenigen Wochen ist die Delfina-DSP-Karte fr Zorro-
AMIGAs offiziell erhltlich und kann direkt bei Petsoff / 
Finnland bezogen werden. Durch den mit 40 MHz getakteten 
Digitalen Signal-Prozessor (DSP) werden 16 bit-
Effektgenerierungen in Echtzeit mglich. 
Die Karte wird bereits von mindestens einem AMIGA-Programm 
untersttzt, dem Audio Hardware Device (zu finden im 
Aminet). Ob es fr das nicht ganz billige Produkt einen 
deutschen Distributor geben wird, ist noch nicht bekannt.


4. Blittersoft kndigt Software-Pentium-Emulator PCx an

Die Softwareschmiede Blittersoft hat einen Pentium-Emulator 
fr 68K-AMIGAs auf Softwarebasis angekndigt. Es werden 
sowohl die Pentium- und 686-Befehle als auch die 
undokumentierten P5-Befehle untersttzt. Die Geschwindigkeit 
von Windows z.B. soll mit PCx, so der Name des Produkts, 
dreimal hher sein als mit Emplants e586DX-Emulation. Unter 
MS-DOS soll PCx mehr als 50 Prozent schneller sein. Der 
Emulator ist auf allen AMIGAs mit 68020- oder hherem 
Prozessor lauffhig.
Der Endkundenpreis betrgt in Europa  49.95 und in den USA 
und Kanada $ 59.95. Fr Emplant-Kunden gibt es ein Cross-
Update zum halben Preis.

Eine Demo-Version ist auf der Internetseite
http://blittersoft.wildnet.co.uk/pcx.htm
oder gegen Diskette und Rckporto bei mir (Adresse oben) 
erhltlich.


5. PC Communications bietet PCMCIA-ATAPI-Kit an /
   120-MB-Floppy fr AMIGA im Gesprch

Auch die Firma PC Communications aus Hong Kong bietet jetzt 
einen Adapter an, um ATAPI-CD-ROM-Laufwerke an der PCMCIA-
Schnittstelle der A 1200 und 600 anzuschlieen. Untersttzt 
werden 2x - 12x-Laufwerke.
Das Unternehmen erwgt auerdem, eine Art Diskettenlaufwerk 
mit 120 MB Speicherkapazitt pro Medium fr den AMIGA auf 
den Markt zu bringen, wenn gengend Interesse besteht. 

Anfragen sollen an http://eExpert.com/pcom-hk/pc_mail.htm 
geschickt werden.


6. Neue Version von AWeb erhltlich

Ab sofort ist der bekannte WWW-Browser in der Version 2.1 
erhltlich. Im Aminet (oder bei mir gegen Diskette und 
Rckporto) ist eine eingeschrnkte Demo-Version erhltlich. 
Zu den Neuerungen zhlt u.a. die HTML3.2-Untersttzung. Das 
Update ist kostenlos.


7. MagnaMedia-Verlag kommt nicht in die Gewinnzone

Das Ziel, 1996 wieder in die Gewinnzone zu kommen, hat der 
MagnaMedia-Verlag nach eigenen Angaben nicht erreicht. 
Grnde seien "marktbedingte Umsatzrckgnge" beim AMIGA-
Magazin und "erhebliche Investitionen" in die Power-Play.


Fazit:

Der MagnaMedia-Verlag macht es sich in der Begrndung der 
Verluste sehr leicht. Unbestritten sind die Leserzahlen des 
AMIGA-Magazins rcklufig, was auch - aber nicht nur - auf 
die derzeitige Marktsituation zurckzufhren ist.
Denn es wurde ein weiterer entscheidender Faktor 
verschwiegen: Die fest angestellten Redakteure der 
MagnaMedia-Zeitschriften unterliegen einer Art Rotations- 
oder besser Aufstiegsprinzip: Nach und nach wechseln die 
Redakteure zur Zeitschrift mit den nchst hheren Verkaufs- 
bzw. Erfolgszahlen: Vom 64'er-Magazin zum AMIGA-Magazin und 
vom AMIGA-Magazin zur PC-Go. Da dies nicht gerade zu einer 
besseren Fachkenntnis beim AMIGA-Magazin fhrt, drfte 
einleuchtend sein.

Ein kleiner Vergleich: Heute arbeitet nur noch ein Redakteur 
beim AMIGA-Magazin, der auch schon vor 3 1/2 Jahren dort 
ttig war. Der Chefredakteur hat in dieser Zeit zwei Mal 
gewechselt - stillschweigend, als wre das fr die 
Leserschaft ohne Bedeutung.
Die Redaktion der AMIGA-Plus hat sich dagegen whrend dieser 
Zeit wesentlich weniger stark verndert. 

Wohl nicht ohne Grund ist die durchschnittliche Seitenzahl 
des AMIGA-Magazins innerhalb der letzten drei Jahre um etwa 
80 Seiten gesunken, die der AMIGA-Plus dagegen nur um ca. 20 
Seiten. Im Moment knnen beide Zeitschriften mit 
durchschnittlich 116 Seiten aufwarten.

(brigens: Die Cover-Disk der AMIGA-Plus 2/97 wird einen 
ganz besonderen Leckerbissen beinhalten: Die Vollversion von 
Personal Paint 6.4!)


8. Gewinneinbruch bei Motorola

Der Gewinn des Prozessorherstellers ist nach eigenen Angaben 
um die Hlfte gesunken. Dies lge vor allem an den sinkenden 
Macintosh-Verkaufszahlen und am Wegfall der AMIGA-
Produktion. Laut Motorola wrde man es sehr begren, wenn 
es endlich wieder zu einem starken AMIGA-Markt kme. 


9. Neues vom PC-Joker

Der PC-Joker versucht offenbar, mit einem auerordentlichen 
Preis-/Leistungsverhltnis neue Kufer zu finden:
Fr weniger als 8 DM bekommt der Kufer monatlich ein Heft 
mit CD-ROM, auf der sich u.a. mindestens eine Spiele-
Vollversion befindet. In der Januar-Ausgabe handelt es sich 
um Battle Isle 2, auf der CD der Februar-Ausgabe sollen sich 
sogar drei Spiele-Vollversionen befinden!
Die Auflage des neuen PC-Joker Heft & Spiel wurde brigens
von 100.000 auf 250.000 Exemplare erhht.
 

Fazit:

Wer das beschnigende Vorwort "zwischen den Zeilen liest", 
erfhrt, wie schlecht es um den Verlag bzw. die Zeitschrift 
- denn um mehr handelt es sich ja nicht - steht: Dort wird 
offen zugegeben, da man die brigen Zeitschriften (AMIGA-
Joker, Online Kompakt und Insider) eingestellt hat, um 
gengend Ressourcen freizumachen. Auch seien umfangreiche 
Verhandlungen mit der Bank gefhrt worden. Im brigen mute 
der Verlag in ein vergleichsweise kleines Bro in 85598 
Baldham umziehen und leitet nun von dort aus die Geschicke 
des PC-Jokers.

Fr mich erscheint die drastische Auflagenerhhung wie ein 
Alles-oder-nichts-Spiel. Entweder steigt der Absatz wirklich 
enorm an, so da der PC-Joker wohl vorerst berleben knnte,
oder aber der Verlag hat sich verrechnet. Dann allerdings 
wrde ein baldiger Konkurs immer wahrscheinlicher.


10. Neue Anti-Wintel-Usergroup gegrndet

Krzlich hat sich unter dem Namen "Convergence 
International" eine neue Usergroup fr Non-Wintel-Computer 
formiert. Die Gruppe will u.a. die Anwender der alternativen 
Systeme untersttzen, die Interkompatibilitt zwischen den 
Systemen vorantreiben und die Non-Wintel-Plattformen 
insgesamt strken.

Untersttzt werden folgende Systeme: Acorn, AMIGA, Apple, 
ARM, BeBox, NCs, Pios, PowerPC, Psion, STBs.

Fr die Kontaktaufnahme gibt es folgende Mglichkeiten:

WWW      http://www.parabbs.demon.co.uk/convergence/
E-Mail   convergence@rocket.demon.co.uk
Adresse  Convergence International
         49, St Gilberts Road
         Bourne
         Lincs
         PE10 9XD
         United Kingdom
         (Bitte SASE fr Antwort beifgen)
IRC      #Converge (EFnet), sonntags & mittwochs (22.00 MEZ)


11. Neue GIF-Richtlinien in Kraft

Unisys hat seine GIF-Politik gendert: So mssen nun auch 
die Programmierer von FD- (freely distributable) -Software 
eine Lizenz erwerben, auer es handelt sich um eine 
"wohlttige Organisation". Shareware-Programme mssen zwei 
Einschrnkungen besitzen: Die GIF-Komponente darf erst in 
der registrierten Version verwendbar sein UND das 
unregistrierte Programm mu sich nach 30 Tagen selbst 
unbrauchbar machen.

Das groe WWW-Konzil W3C hat daraufhin das PNG-Format zum 
neuen Grafikstandard gewhlt. Ursprnglich als Ersatz fr 
GIF gedacht, besitzt es demgegenber mittlerweile eine Reihe 
von Vorteilen: So sind PNG-Dateien um etwa 30 Prozent 
kleiner und knnen sowohl Bild-Informationen als auch Text 
enthalten.


f) AMIGA-Hndlerverzeichnis (zum letzten Mal)

Mein Ziel war es, ein Verzeichnis von Hndlern zu erstellen, 
die bei den NoCover-Lesern als "empfehlenswert" angesehen 
sind. Leider ist die Beteiligung (trotz einiger positiver 
Ausnahmen) mehr als drftig. Deshalb ist die Rubrik das 
letzte Mal in AMIGA aktuell zu finden (mehr dazu im 
Vorwort).

Empfehlenswerte Hndler (nach Postleitzahl geordnet): 

31785: G & B AMIGA Shop, Kaiserstr. 43, 31785 Hameln, Tel. 
05151/54790, Fax 05151/54791

47167: AMIGATeam Milinski & Sauder, Gartenstr. 54, 47167 
Duisburg, Tel. 0203/510995, Fax 0203/512380

  
g) Zum Schlu - das Nachwort

Mit der letzten und dieser Ausgabe von AMIGA aktuell drfte 
jeder Leser mit ausreichenden Informationen ber die "Next-
Generation"-Projekte von Phase 5 und ProDad ausgestattet 
worden sein. In den letzten Wochen ist leider teilweise 
ziemlicher Unsinn dazu geschrieben worden - auch in der 
NoCover. Ich will keine Beispiele nennen, hoffe jedoch, da 
die drei Erklrungen ber PowerUp, A\Box und pOS zu mehr 
Klarheit gefhrt haben.


Bis zur Februar-Ausgabe,

Carsten Schrder






