[42m             [33m___[31m                                                        [40m
[42m            [33m////[31m  ##                     ####                           [40m
[42m           [33m////[31m  ###                   ##    ##                         [40m
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[42m   [33m\\\\ ////[31m  ######  ####  ##   #### ##          ###   ####  ##        [40m
[42m    [33m\\\X///[31m  ##   ##  ##  ##  ##  ##  ##        ##   ## ##  ##  ##      [40m
[42m     [33m\\X//[31m  ##    ##  ##  ##  ##  ##   ##    ## ##   ## ##  ##  ##      [40m
[42m      [33m\X/[31m #####  #### ##  ##  ## ####    ####     ###   ##  ##  ## 2.3  [40m
[42m                                                                        [40m

(C) Gerhard Loder, DL3MGQ



[32m[4mInhalt[0m[31m

1. Einleitung
1.1 Was ist AmiCom?
1.2 Systemvoraussetzungen
1.3 Copyright
1.4 Inhalt der Diskette

2. Packet-Radio-Betrieb
2.1 Was ist Packet-Radio?
2.2 Was bentigt man fr Packet-Radio?
2.3 Was macht AmiCom?

3. Installation
3.1 Die Konfigurationsdatei "konfig.ac"
3.2 Der Inhalt der restlichen Dateien
3.3 Standardtexte
3.4 Betrieb im WA8DED-Hostmode
3.5 Betrieb im KISS-Mode, SMACK-Mode oder mit Flexnet-CRC-KISS
3.6 Betrieb mit dem BayCom-Modem

4. Benutzung des Terminalprogramms
4.1 Bildschirmaufbau
4.2 Pulldown-Mens
4.3 Kommandos
4.4 Beschreibung der TNC-Kommandos bei BayCom.drv und KISS.drv
4.5 Tastaturbelegung
4.6 Remotekommandos

5. Dateibertragung
5.1 Arten der Dateibertragung
5.2 bertragung von Textdateien
5.3 bertragung von Binrdateien

6. Spezielle Funktionen
6.1 AutoSave
6.2 BoxCheck
6.3 Monitorsave
6.4 Convers

7. Erklrungen
7.1 Zeichensatzwandler
7.2 PCFont
7.3 bertragungsformat
7.4 Erklrung des Monitorinhalts
7.5 Fr weitere Fragen




[32m[4m1. Einleitung[0m[31m


[32m[4m1.1 Was ist AmiCom?[0m[31m

AmiCom ist ein Packet-Radio-Terminalprogramm fr den Amiga zur drahtlosen
Datenbertragung im Amateurfunk. Es funktioniert mit fast jeder blichen
Hardware (Modem, TNC, Multimodecontroller) und bietet alle wichtigen
Funktionen welche fr einen komfortablen PR-Betrieb ntig sind.

Ich mchte mich an dieser Stelle bei allen OM bedanken welche mich bei der
Entwicklung dieser Software untersttzt haben. Mein besonderer Dank gilt dabei
Daniel, HB9VBC, fr die bersetzung der Anleitung in das Englische.


[32m[4m1.2 Systemvoraussetzungen[0m[31m

AmiCom bentigt einen Amiga mit mindestens 512K RAM, Kickstart Version
1.2, Workbench Version 1.3 und einem Diskettenlaufwerk. Zur vollstndigen
Ausnutzung aller Funktionen wird mindestens 1MB RAM und eine Festplatte
empfohlen. Zur Verbindung mit dem Funkgert bentigt man eine passende
Hardware, z.B:

- Einen TNC (TNC-2, TNC-3...) mit einer WA8DED-kompatiblen Hostmode-Software.
- Einen TNC oder Multimodecontroller (PK232, KAM...) mit einer Software
  welche in den KISS-Mode geschaltet werden kann. Dieses ist bei den
  meisten Multimodecontrollern der Fall.
- Einen TNC mit SMACK-Software. SMACK ist eine Erweiterung des KISS-Mode um
  eine 16-Bit Prfsumme (CRC).
- Einen TNC oder RMNC mit Flexnet-CRC-KISS-Mode.
- Ein BayCom-Modem oder ein dazu kompatibles. Es besteht aus einer einfachen
  Modemschaltung welche an die serielle Schnittstelle gesteckt wird. Fr einen
  Betrieb eines solchen Modems ist allerdings ein schnellerer Prozessor ntig,
  ein mit 7 Mhz getakteter MC68000 reicht dafr NICHT.
  Seit der Version 2.2 ist ein Betrieb von unmodifizierten Modems (BayCom,
  PC-Com) mglich.


[32m[4m1.3 Copyright[0m[31m

AmiCom ist Freeware. Es darf kostenlos kopiert und von OM zu OM weitergegeben
werden, jedoch nur in Form einer 1:1-Kopie der Originaldiskette oder des
Originalarchives.
Eine Weitergabe ist nur in unvernderter Form und kostenlos erlaubt, jede
kommerzielle Vermarktung ist nicht gestattet. Es darf auch nicht kostenlos
zu irgendwelchen kommerziellen Produkten beigegeben werden. Eine Verteilung
ber PD-Netzwerke (z.B. Aminet) ist ausdrcklich erlaubt.
Das Programm darf nur von Funkamateuren im Rahmen des Amateurfunks verwendet
werden, jede kommerzielle Nutzung oder Verwendung auerhalb des Amateurfunks
ist untersagt. Die Benutzung fr Empfangszwecke (SWL) sowie die Verwendung
im CB-Funk (11m) ist ausdrcklich erlaubt.
Die Benutzung dieser Software geschieht auf eigens Risiko. Ich bernehme
keine Haftung fr irgendwelche Schden (Datenverlust, defekte
Schnittstellenbausteine...) die durch den Betrieb dieser Software entstanden
sind. Fr eine einwandfreie Funktion gebe ich keine Garantie.
Smtliche Rechte an dieser Software und allen dazugehrigen Dateien bleiben
beim Autor.

Die Urheberrechte fr das BayCom-Modem liegen bei Johannes Kneip, DG3RBU.
Das Modem darf ebenfalls nur fr nichtkommerzielle Zwecke im Amateurfunk
verwendet werden. Nachbauten sind nur fr den Eigenbedarf zulssig. Eine
Werbung fr die Software (BayCom) oder den Nachbau einer zur Software
passenden Hardware bedarf der schriftlichen Zustimmung der Autoren.


[32m[4m1.4 Inhalt der Diskette[0m[31m

Auf der Originaldiskette oder im Originalarchiv befinden sich folgende
Dateien:

AmiCom/ACIcons.bin             Diese Datei enthlt die Grafikinformationen
                               der Iconleiste welche am unteren Bildschirmrand
                               angezeigt werden kann.
AmiCom/AmiCom                  Das Terminalprogramm.
AmiCom/AmiCom.info             Das dazugehrige Icon.
AmiCom/Anleitung.txt           Die deutschsprachige Dokumentation, welche
                               genau in diesem Moment gerade gelesen wird,
                               hi.
AmiCom/Anleitung.txt.info      Das dazugehrige Icon.
AmiCom/BayCom.drv              Der Treiber fr das BayCom-Modem an der
                               seriellen Schnittstelle.
AmiCom/Documentation.txt       Die englischsprachige Dokumentation.
AmiCom/Documentation.txt.info  Das dazugehrige Icon.
AmiCom/greeting.ac             Eine Textdatei in welcher fr jedes Call
                               eine persnliche Begrung eingegeben werden
                               kann.
AmiCom/help.ac                 Eine Textdatei mit den deutschen und
                               englischen Hilfetexten.
AmiCom/history.txt             Eine Textdatei in welcher die nderungen
                               der einzelnen Programmversionen eingetragen
                               sind (wen's interessiert...).
AmiCom/Host.drv                Der Treiber fr den WA8DED-Hostmode.
AmiCom/KISS.drv                Der Treiber fr den KISS-Mode, SMACK und
                               Flexnet-CRC-KISS.
AmiCom/KISS.ini                Eine Textdatei mit einer Kommandosequenz
                               welche den TNC oder Multimodecontroller nach
                               dem Programmstart automatisch in den KISS-Mode
                               schaltet.
AmiCom/konfig.ac               Die Hauptkonfigurationsdatei. In dieser
                               Textdatei stehen alle fr den Betrieb
                               wichtigen Angaben und Programmeinstellungen.
AmiCom/<CALL>.log              AmiCom legt auf Wunsch fr jedes Call eine
                               Logbuchdatei an. Sie enthlt alle Verbindungen
                               mit Datum und Uhrzeit.
AmiCom/names.ac                Diese Textdatei wird von AmiCom automatisch
                               verwaltet und kann fr jedes Call einen bis
                               zu 20 Zeichen langen Namen enthalten. Im
                               Grundzustand enthlt sie die Namen der
                               meisten Digipeater und Mailboxen in DL
                               und teilweise des angrenzenden Auslands.
AmiCom/ScreenMode.bin          In dieser Datei speichert AmiCom die
                               Einstellungen des Screenmoderequesters.
AmiCom/text.ac                 In dieser Textdatei knnen bis zu 26 mehr-
                               zeilige Standardtexte definiert werden.
                               Diese werden auf Wunsch per Tastendruck
                               ausgesendet. Einige Texte sind schon von
                               speziellen Funktionen des Programms belegt.
Fonts/AmiCom.font              Ein IBM-Zeichensatz zum Darstellen der
                               speziellen IBM-Blockgrafikzeichen und Sonder-
                               zeichen.
Fonts/AmiCom/style             Zeichensatzinformation AmiCom.font.
HotHelp/Projekte/#?.hdr|#?.txt Diese Dateien enthalten die Online-Hilfe
                               und mssen, sofern "Maxon HotHelp 3"
                               installiert ist, in das Verzeichnis "HOTHELP:"
                               kopiert werden.


[32m[4m2. Packet-Radio-Betrieb[0m[31m


[32m[4m2.1 Was ist Packet-Radio?[0m[31m

Packet-Radio ist eine Betriebsart im Amateurfunk zur drahtlosen bertragung
von Daten (Texte, Bilder, Computerprogramme...). Bei bertragungsraten
bis zu 2400 Bit/S werden die digitalen Informationen als eine Folge von
2 verschiedenen Tnen ausgesendet, hnlich wie z.B. bei Funkfernschreiben
(RTTY). Bei hheren bertragungsraten werden aufwendigere Verfahren
verwendet.
Die bertragung geschieht mit Hilfe eines speziellen Protokolls welches den
Namen "AX.25" trgt - eine fr den Amateurfunk angepate Version des weltweit
in Datennetzen verwendeten X.25-Protokolls. Dieses bertragungsprotokoll
sichert eine fehlerfreie bertragung, Fehler werden erkannt und durch eine
Wiederholung korrigiert. Auerdem kann ein bertragungskanal (eine bestimmte
Frequenz) von mehreren Stationen gleichzeitig benutzt werden.
Das Interessante an dieser Betriebsart ist da zwischen den beiden Stationen
zwischen welchen eine PR-Verbindung besteht kein Funkkontakt bestehen mu.
Es knnen auch Verbindungen ber bis zu 8 beliebige andere PR-Stationen
aufgebaut werden, die bertragung geschieht dabei immer von einer Station zur
Anderen bis die Daten am Empfnger ankommen.
An einigen Standorten mit guter HF-Lage wurden im Laufe der Zeit unbemannte
digitale Relaisstationen aufgebaut, sogenannte Digipeater, welche ber
Richtfunkverbindungen (Links), meist auf hheren Amateurfunkbndern,
miteinander verbunden sind. Auf diese Weise ist es mglich mit sehr geringem
Aufwand sehr groe Entfernungen zu berbrcken und mit anderen Funkamateuren
Kontakt aufzunehmen. ber Mailboxen, das sind elektronische Briefksten,
knnen sogar weltweit Nachrichten verschickt werden oder in ffentlichen
Rubriken (vergleichbar mit einem schwaren Brett) allgemein zugnglich
gemacht werden.
Die Entwicklung geht dabei immer weiter, dem Experimentierdrang der
Funkamateure sind keine Grenzen gesetzt.


[32m[4m2.2 Was bentigt man fr Packet-Radio?[0m[31m

Um in Packet-Radio QRV zu werden bentigt man auer der Funkstation noch
eine entsprechende Hard- und Software. Dabei gibt es mehrere Mglichkeiten:

[1m1. Ein TNC.[0m
Ein TNC (Terminal Node Controller) ist ein in ein kleines Gehuse eingebauter
Computer mit etwas RAM fr die Daten und einem EPROM (programmierbarer
Speicherbaustein) mit der Packet-Radio-Software, der sogenannten Firmware.
Er enthlt auch ein Modem (MOdulator/DEModulator), welches beim Senden aus
den digitalen Signalen die entsprechenden NF-Tne erzeugt und bei Empfang
die NF-Tne erkennt und in digitale Signale umwandelt. ber die eingebaute
serielle Schnittstelle kann eine Verbindung zu einem Terminal oder zu
einem Computer mit einer entsprechenden Terminalsoftware hergestellt werden.
Die im TNC eingebaute Software auf dem EPROM bestimmt dabei in welcher
Form die Daten zwischen Computer und TNC augetauscht werden.
Am Meisten verbreitet ist der TNC-2 nach TAPR, fr ihn gibt es verschiedene
Software welche frei erhltlich und einfach auszutauschen ist.

[1m2. Ein Multimodecontroller.[0m
Ein Multomodecontroller oder Multiprotocollcontroller ist im Prinzip das
Gleiche wie ein TNC, nur kann er nicht nur fr Packet-Radio benutzt werden
sondern auch fr andere (digitale) Betriebsarten wie z.B. Funkfernschreiben
(RTTY, AMTOR), FAX, CW... Ein Multimodecontroller enthlt meistens
mehrere verschiedene Modems fr die einzelnen Betriebsarten und eine speziell
auf diese Hardware abgestimmte Software. Der Aufbau und die Funktion
ist dabei von Hersteller zu Hersteller und von Modell zu Modell verschieden.
Eine Mglichkeit einfach die Software zu tauschen, wie z.B. bei den TNCs,
gibt es nicht - man ist auf Softwareupdates der Hersteller angewiesen.

[1m3. Eine spezielle Softwarelsung fr Computer mit einem einfachen Modem.[0m
So eine Softwarelsung gibt es z.B. fr den C-64 (Digicom) und dem PC
(BayCom). BayCom besteht aus einer recht einfachen Modemschaltung welche
an die serielle Schnittstelle des Computers gesteckt wird. Eine spezielle
Software steuert nun das Modem bitweise so an da damit Packet-Radio-Betrieb
gemacht werden kann. Da dieses gewisse Anforderungen an den Computer
stellt drfte Einleuchten. Besonders bei aufwendigeren Betriebssystemen
kommt es dabei zu Problemen...

Bei den TNCs und Multimodecontrollern gibt es mehrere Mglichkeiten wie sie
vom Computer angesprochen werden. Die einfachste und von fast allen Gerten
verwendete Mglichkeit ist der sogenannte [1mTerminal-Mode[0m. Dabei
geschieht die bertragung zeichenweise als ganz normaler ASCII-Text.
Mit speziellen Steuerzeichen, wie z.B. CTRL-C oder ESCAPE, kann zwischen
Daten und Kommandos unterschieden werden. Das Terminal hat nur die Aufgabe
alle eingegebenen Zeichen (Tastendrcke) ber die serielle Schnittstelle
an den TNC zu schicken und die vom TNC ber die Schnittstelle empfangenen
Daten am Bildschirm auszugeben. Dazu reicht ein einfaches Terminalprogramm,
wie es z.B. auch fr die bertragung mit Telefonmodems verwendet wird.
Diese Methode ist sehr einfach aber alles andere als komfortabel. Der Aufbau
von mehreren Verbindungen gleichzeitig (Multiconnect) oder die bertragung
von Binrdateien ist so gar nicht oder nicht ohne weiteres mglich.
Eine weitere sehr hufig verwendete bertragungsart ist der sogenannte
[1mWA8DED-Hostmode[0m, genannt nach seinem Entwickler. Host = Hausherr,
dieser Modus heit wohl deshalb so weil dabei der Computer das Sagen hat und
vollstndig die Kontrolle ber die Verbindung mit dem TNC bernimmt. Die
bertragung im WA8DED-Hostmode geschieht in einem speziellen binren Format.
Die Daten werden in Blcke zusammengefasst und zusammen mit einigen
Steuerinformationen bertragen. Dabei wird streng zwischen den einzelnen
Kanlen sowie zwischen Daten, Kommandos, Antworten und Fehlermeldungen
unterschieden. Fr den Betrieb im WA8DED-Hostmode bentigt man eine spezielle
Software auf dem Computer, ein einfaches Terminalprogramm gengt nicht. Der
Betrieb mit so einer Software ist aber viel komfortabler da sie speziell auf
die Bedrfnisse im Amateurfunk zugeschnitten ist. Sie ermglicht meist auch
die bertragung auf mehreren Kanlen gleichzeitig, auf einem speziellem Kanal,
dem Monitor, lt sich stndig die Aktivitt auf der QRG beobachten, etc...
Die meisten TNCs oder Multimodecontroller lassen sich auch in den [1mKISS-Mode[0m
schalten, wohl deshalb, weil dieser sehr einfach aufgebaut ist und sich
darum uerst einfach auf diesen Gerten implementieren lt. Im KISS-Mode
bernimmt der TNC eigenlich nur noch eine Modem-Funktion. Die empfangenen
Frames werden fast unbehandelt dem Computer bergeben, welcher sendefertige
Frames an den TNC schicken mu. Die gesammte Abwicklung des AX.25-Protokolls
mu die Software auf dem Computer bernehmen. Das macht die Programment-
wicklung fr den KISS-Mode so schwierig, hat aber den Vorteil da man
auch andere Protokolle oder Protokollerweiterungen verwenden kann (Z.B.
TCP/IP).
Ab der Version 2.2 untersttzt AmiCom auch SMACK und Flexnet-CRC-KISS. Dabei
handelt es sich um Erweiterungen des KISS-Modes um eine 16 Bit Prfsumme (CRC)
wodurch bertragungsfehler zwischen TNC und Computer vermieden werden.


[32m[4m2.3 Was macht AmiCom?[0m[31m

AmiCom ist ein Terminalprogramm speziell fr Packet-Radio. AmiCom ist
nicht auf eine spezielle Hardware festgelegt, denn es besteht aus zwei von
einander unabhngigen Teilen: Dem eigentlichen Terminalprogramm und einem
Treiber, welcher die Kommunikation mit dem TNC oder Multimodecontroller
bernimmt oder die Hardware (z.B. Modem) ansteuert. Durch ein einfaches
Austauschen dieses Treibers lt sich das Terminal mit der verschiedensten
Hardware verwenden. Zur Zeit existieren folgende Treiber fr den Betrieb
mit AmiCom:

Host.drv       Ein Treiber zum Anschlu eines TNC mit WA8DED-Hostmode an
               die serielle Schnittstelle. Er funktioniert mit allen TNC
               welche mit einer Firmware von WA8DED oder NORD><LINK
               oder einer dazu kompatiblen ausgestattet sind.

KISS.drv       Ein Treiber zum Anschlu eines TNC oder Multimodecontrollers
               welcher in den KISS-Mode geschaltet werden kann. Der KISS-
               Mode wird von fast allen Gerten untersttzt, hat aber einige
               Nachteile. Kann der TNC auch im WA8DED-Hostmode betrieben
               werden sollte dieser verwendet werden.
               Untersttzt der TNC den SMACK-Mode oder Flexnet-CRC-KISS wird
               dies von KISS.drv auf Wunsch automatisch erkannt und
               untersttzt.

BayCom.drv     Ein Treiber fr den Betrieb eines BayCom-Modems von DG3RBU und
               DL8MBT an der seriellen Schnittstelle. Zur Zeit werden nur
               die Modems fr 1200 Baud untersttzt, so z.B. das Ansteckmodem
               mit TCM3105.
               Seit der Version 2.2 ist ein Betrieb von unmodifizierten
               Modems mglich da nun durch einen Softwaretrick an der TXD-
               Leitung stndig +12V fr die Spannungsversorgung anliegen.

AmiCom bietet eine recht komfortable Benutzeroberflche mit allen Funktionen
die fr einen Packet-Radio-Betrieb notwendig sind. Es knnen bis zu 255
voneinander unabhngige Kanle eingerichtet werden, auf jedem Kanal kann eine
von den anderen Kanlen unabhngige Verbindung mit Datentransfer in beide
Richtungen aufgebaut werden. Fr jeden Kanal existiert ein eigenes
Vorschreibfenster mit zahlreichen Editierfunktionen und ein eigenes
Ausgabefenster, mit den Funktionstasten kann bequem zwischen den einzelnen
Kanlen umgeschaltet werden. In einem speziellem Fenster, dem Monitor, lt
sich jederzeit die Aktivitt auf der QRG beobachten. Es kann in allen Fenstern
auch zurckgeblttert werden, wie weit wird nur durch die Gre des freien
RAM-Speichers bestimmt. ber spezielle Remote-Kommandos (Mit "//" am
Zeilenanfang) lt sich AmiCom von der Gegenstation fernsteuern. Auf diese
Weise knnen einige Funktionen, wie z.B. Filetransfer, von einer Station aus
gestartet werden. In einer speziellen Datei verwaltet AmiCom fr jedes Call
einen bis zu 20 Zeichen langen Namen welcher bei einigen Funktionen mit
angezeigt oder ausgegeben wird. Im Grundzustand enthlt diese Datei die Namen
der meisten Digipeater und Mailboxen in DL und auch einige des angrenzenden
Auslands. In einer weiteren Datei knnen bis zu 26 mehrzeilige Standardtexte
definiert werden um sie bei Bedarf einfach durch einen Tastendruck
auszusenden. In diesen Standardtexten knnen auch Makros verwendet werden, sie
werden von AmiCom automatisch durch die aktuellen Werte wie Uhrzeit, Datum,
Name, Call, etc... ersetzt. Einige Standardtexte werden vom Programm fr
spezielle Funktionen verwendet, wie z.B. der Connect-Text, welcher bei einem
Connect von Auen automatisch z.B. als Begrung ausgesendet wird. Mit 7Plus
codierte Binrdateien werden bei Empfang automatisch unter dem richtigen Namen
in einem speziellen Verzeichnis gespeichert. Eine BoxCheck-Funktion ermglicht
es die in einer Mailbox gespeicherten Informationen nach dem Titel
alphabetisch zu sortieren und einfach per Mausklick automatisch lesen zu
lassen.


[32m[4m3. Installation[0m[31m

Die Installation von AmiCom ist recht einfach. Das Hauptprogramm und alle
dazugehrigen Dateien und Unterverzeichnisse mssen sich in einem beliebigen
Verzeichnis befinden. Beim Start ber die Shell mu dieses Verzeichnis
mit "CD <Verzeichnis>" zum aktuellen Verzeichnis gemacht werden, beim Start
ber die Workbench geschieht dies automatisch. Wenn AmiCom mit einem
IBM-Zeichensatz betrieben werden soll mu noch der Inhalt des Fonts-
Verzeichnisses nach FONTS: kopiert werden. Vor dem ersten Start mssen
aber einige Eintrge in der Datei "konfig.ac" unbedingt angepat werden!


[32m[4m3.1 Die Konfigurationsdatei "konfig.ac"[0m[31m

Die Textdatei "konfig.ac" enthlt alle fr den Betrieb wichtigen Angaben und
Einstellungen. Jede Zeile besteht aus einem Schlsselwort, welches eine
bestimmte Funktion bezeichnet, und einem oder mehreren Parametern, welche
durch Leerzeichen getrennt sind. Bei einem Parameter handelt es sich entweder
um eine Zahl (z.B. 2, 100), um eine Zeichenkette (z.B. "Test", "df0:") oder
um einen Schalter (EIN, AUS, ON oder OFF). Mit einem Semikolon (;) kann ein
Kommentar eingefgt werden, alles was darauf folgt wird bis zum Zeilenende
von AmiCom ignoriert.

Folgende Schlsselworte werden verwendet:

[1mAMDATE <Schalter>[0m
AMDATE ON      Anzeige des Datums im amerikanischen Format: MM/TT/JJJJ
AMDATE OFF     Anzeige des Datums im europischen Format: TT.MM.JJJJ

[1mAUDIO <Wert>[0m
Mit AUDIO wird festgelegt welche Soundkanle AmiCom fr die Tonausgabe
verwenden soll. Folgende Werte sind mglich:

1: Tonkanal 0, links
2: Tonkanal 1, rechts
4: Tonkanal 2, rechts
8: Tonkanal 3, links

Diese Werte knnen auch addiert werden, die Grundeinstellung ist "AUDIO 3",
d.h. die Tonausgabe erfolgt ber die Kanle 0 und 1 auf den linken und
rechten Lautsprechern. Wird ein Tonkanal fr eine andere Aufgabe als die
Tonerzeugung des Terminals bentigt, z.B. in der Zukunft einmal fr einen
speziellen Treiber, kann durch eine korrekte Einstellung des Parameters
AUDIO verhindert werden da der Tonkanal durch das Terminal benutzt wird.

[1mAUTOSAVE <Schalter>[0m
Schaltet die Autosave-Funktion ein oder aus. Ist sie eingeschaltet werden
alle empfangenen 7Plus-Dateien automatisch unter dem richtigen Namen in dem
mit AUTOSAVEDIR festgelegten Verzeichnis gespeichert.

[1mAUTOSAVEDIR "<Pfad>"[0m
Legt das Verzeichnis fest in welches 7Plus-Dateien bei Empfang automatisch
gespeichert werden wenn AUTOSAVE eingeschaltet ist. Der Name der 7Plus-
Datei wird an den mit AUTOSAVEDIR festgelegten Pfad angehngt, dieser mu
also entweder mit "/" oder ":" enden!
Beispiel:
AUTOSAVEDIR ":AmiCom/Bin/"

[1mBELL <Schalter>[0m
Schaltet die Klingel (Westminster-Gong) ein oder aus. Ist sie eingeschaltet,
wird ein Connect von Auen akkustisch angezeigt oder die Gegenstation
kann per Remotekommando "//RI" klingeln.

[1mBOXCHECK <Schalter>[0m
Schaltet die BoxCheck-Funktion ein oder aus.

[1mBUFFER <Kanalnummer> <Gre>[0m
Legt die Gre des Rckscrollbuffers eines bestimmten Kanals fest. Je
grer dieser Buffer ist umso weiter kann zurckgeblttert werden, jedoch
umso grer ist der Speicherbedarf und umso langsamer wird das Programm.
Kanal 0 ist der Monitor, Gre wird in Kilobytes (1024 Bytes) festgelegt.
Beispiel:
BUFFER 0 10 ;Die Gre des Monitor-Rckscrollbuffers ist 10*1024 Bytes

[1mBUFFERS <Gre>[0m
Wie Buffer, es wird aber die Gre aller Buffer festgelegt. Ein zuvor mit
BUFFER eingestellter Wert wird berschrieben, also zuerst BUFFERS dann
BUFFER.

[1mCHANNELS <Anzahl>[0m
Legt die Anzahl der Kanle fest die AmiCom einrichten soll. CHANNELS kann
werte zwischen 1 und 255 annehmen, jeder Kanal bentigt aber Speicher und
verlangsamt den Programmablauf! Ein sinnvoller Wert fr CHANNELS ist 6,
denn so viele Calls knnen in der Statuszeile 1 dargestellt werden.
Beim Betrieb im WA8DED-Hostmode sollte bei der Einstellung der Kanalanzahl
beachtet werden wie viele Kanle die verwendete TNC-Firmware verwalten
kann. AmiCom meldet den Wert welcher mit CHANNELS eingestellt wurde auch an
den TNC (Y <Anzahl>) damit Dieser nicht zuviele Connects annimmt.

[1mCONVERTER <Nummer>[0m
Legt den verwendeten Zeichensatzwandler fest, eine genauere Erklrung
folgt noch.
CONVERTER 0    Es wird keine Zeichensatzwandlung durchgefhrt auer der
               Wandlung des Zeilentrenners (LF nach CR). Das entspricht
               dem ANSI-Zeichensatz des Amigas.
CONVERTER 1    Der Amigazeichensatz wird vor dem Aussenden in den IBM-
               Zeichensatz gewandelt und bei Empfang umgekehrt. Das betrifft
               vor allem nationale Sonderzeichen wie z.B. .
CONVERTER 2    Wie 1, die deutschen Umlaute () werden aber in die
               Ersatzzeichen des DIN-Zeichensatzes gewandelt (\[]~|{}).

[1mCTEXT <Schalter>[0m
Schaltet den Connect-Text ein oder aus. Ist er eingeschaltet wird bei einem
Connect von Auen der Standardtext "C" ausgesendet welcher z.B. eine
Begrung oder kurze Stationsvorstellung enthalten kann.

[1mDRIVER "<Name>"[0m
Legt den AmiCom-Treiber fest welcher fr die Kommunikation mit dem TNC oder
fr die Ansteuerung der Hardware (Modem) verwendet wird. Zur Zeit existieren
folgende Treiber:
BayCom.drv     Treiber fr das BayCom-Ansteckmodem von DG3RBU und DL8MBT fr
               die serielle Schnittstelle.
Host.drv       Treiber fr den Betrieb eines TNC mit einer Hostmode-Firmware
               von WA8DED oder einer dazu kompatiblen (TF von NORD><LINK).
KISS.drv       Treiber fr alle TNC oder Multimodecontroller mit KISS-Mode,
               SMACK oder Flexnet-CRC-KISS.

[1mECHO <Schalter>[0m
Schaltet die Echo-Funktion ein oder aus. Ist sie eingeschaltet wird der
ausgesendete Text im Ausgabefenster mit angezeigt.

[1mEDITWINDOW <Zeilenanzahl>[0m
Legt die Gre des Eingabefensters nach dem Programmstart fest. Diese Gre
kann whrend des Programmablaufs jederzeit durch Ziehen der Statuszeile 2 
mit der Maus verndert werden. Die Gre des Rckscrollbuffers des
Eingabefensters kann damit nicht verndert werden, sie ist auf 40 Zeilen
festgelegt.

[1mEDITOR "<Name>"[0m
Legt den Namen eines Texteditors fest welcher vom Programm aus durch ein
Kommando oder per Pulldownmen gestartet werden kann. Dieser Editor mu
ein eigenes Fenster ffnen, da er mit "RUN >NIL: <Name>" gestartet wird.
Beispiel:
EDITOR ":c/MicroEmacs"

[1mEND[0m
Nach END ist die Konfigurationsdatei zu Ende.

[1mENGLISH <Schalter>[0m
ENGLISH ON    Alle Remotetexte (Antworten, Fehlermeldungen) sind in
              englischer Sprache.
ENGLISH OFF   Die Texte sind alle in deutscher Sprache.

[1mICONS <Schalter>[0m
ICONS ON      Zeigt eine Iconleiste am unteren Bildschirmrand mit welcher
              die wichtigsten Funktionen des Terminals durch einen Mausklick
              aufgerufen werden knnen.
ICONS OFF     Schaltet die Iconleiste ab. Aufgrund des recht groen
              Platzbedarfes ist die Iconleiste nur bei hheren Auflsungen
              (640*400 oder 640*512 Punkte) sinnvoll.

[1mINFOTIME <Wert>[0m
Legt den Wert des Infotimers in 1/100 Sekunden fest. Der Infotimer hat
folgende Funktion:
Nach der Texteingabe werden die Daten nicht sofort zum TNC geschickt und
ausgesendet sondern es wird noch eine Zeitspanne, welche mit INFOTIME
eingestellt werden kann, gewartet. Sollten in der Zwischenzeit noch weitere
Daten folgen werden diese auch gesammelt und dann gemeinsam mit den schon
Vorhandenen ausgesendet. Diese Funktion verhindert das Aussenden von vielen
sehr kurzen Frames hintereinander und erhht somit den Datendurchsatz
etwas.
Achtung: Auf Kanal 0 (Monitor) ist kein Infosammler mehr vorhanden damit man
z.B. durch mehrmaliges Drcken von Return Unproto-Frames aussenden kann
(CQ-Rufe...).

[1mINTERLACE <Schalter>[0m
Ist INTERLACE eingeschaltet wird ein Screen im Interlaced-Mode geffnet
wodurch sich die vertikale Auflsung verdoppelt. Ab OS 2.0 wird diese
Einstellung ignoriert, stattdessen wird beim ersten Programmstart ein
Screenmoderequester geffnet.

[1mLOGBOOK <Schalter>[0m
Ist diese Funktion eingeschaltet legt AmiCom automatisch fr jedes Call ein
Logbuch mit dem Namen "<CALL>.log" an, z.B. "DL3MGQ.log". In diese Datei
werden alle Verbindungen mit Datum, Start- und Enduhrzeit eingetragen.

[1mMAXFRAME <Wert>[0m
MAXFRAME legt die maximale Anzahl unbesttigter Frames fest und darf Werte
zwischen 1 und 7 annehmen. Sind schon MAXFRAME Datenframes ausgesendet
worden und sind noch unbesttigt sendet AmiCom keine Daten mehr zum TNC.
Der mit MAXFRAME eingestellte Wert wird auch zum TNC geschickt (O <Wert>).

[1mMHEARD <Schalter>[0m
Ist diese Funktion eingeschaltet fhrt AmiCom eine Liste mit den bis zu
30 zuletzt im Monitor empfangenen Stationen. Diese Liste kann dann ber
ein Pulldownmen oder per Remotekommando abgefragt werden.

[1mMODEMBAUD <Wert>[0m
Meldet die gewnschte Modembaudrate an den Treiber. Falls dieser Parameter
vom Treiber untersttzt wird stehen in dessen Dokumentation genauere Infos.

[1mMODEMFLAGS <Wert>[0m
Meldet bis zu 8 Flags fr spezielle Anwendungen an den Treiber. Falls dieser
Parameter vom Treiber untersttzt wird stehen in dessen Dokumentation genauere
Infos.

[1mMONDECODE <Schalter>[0m
MONDECODE OFF Der Inhalt von im Monitor empfangenen Infoframes (Daten) wird
              unverndert im Monitorfenster angezeigt.
MONDECODE ON  Enthlt das Infoframe Binrdaten werden diese nicht ausgegeben,
              stattdessen erscheint eine Meldung in der Form
              "<BIN <Anzahl> BYTES>".

[1mMONITORWINDOW <Zeilenanzahl>[0m
Legt die Gre 1 des Monitorfensters nach dem Programmstart fest. Diese
Gre kann whrend es Programmablaufs jederzeit durch Ziehen der Statuszeile
3 mit der Maus verndert werden. Die Gre 2 des Monitorfensters ist nach
dem Programmstart immer 0, zwischen den beiden Gren kann jederzeit mit
den Tasten SHIFT+HELP umgeschaltet werden. Die Gre des Rckscrollbuffers
wird mit "BUFFER 0" eingestellt.

[1mMYCALL "<Call>"[0m
Legt das eigene Rufzeichen fest, eigentlich die wichtigste Einstellung.
AmiCom schickt dieses auch zum TNC (I <Call>).
Beispiel:
MYCALL "DL3MGQ"

[1mMYNAME "<Name>"[0m
Legt den eigenen Namen fest um ihn im Conversmode richtig anzuzeigen.
Beispiel:
MYNAME "Gerhard"

[1mNUMPAD <Schalter>[0m
NUMPAD ON      Der 10er-Block auf der Tastatur dient zum Steuern einiger
               Funktionen von AmiCom (Home/End/PgUp/PgDn/ScrlL...).
NUMPAD OFF     Der 10er-Block auf der Tastatur erzeugt Zahlen.
AmiCom kann auch vollstndig ohne 10er-Block bedient werden, was wohl vor
allem fr Amiga-600-Besitzer wichtig ist...

[1mPACLEN <Wert>[0m
Legt die maximale Gre eines Datenblocks in einem Info-Frame fest,
PACLEN kann Werte zwischen 16 und 256 annehmen. Damit kann bei extrem
schlechten Verbindungen, z.B. auf Kurzwelle, die maximale Gre eines
Datenframes verkleinert werden.

[1mPALETTE <Farbregister> <Rotwert> <Grnwert> <Blauwert>[0m
Mit PALETTE knnen die Bildschirmfarben eingestellt werden. Bei den
Rot- Grn- und Blauwerten knnen Werte zwischen 0 und 15 eingestellt werden,
<Farbregister> kann eines der Folgenden sein:

0=Hintergrund
1=Schreibfarbe 1 (Eingegebener Text, Statuszeilen, Pulldownmens...)
2=Schreibfarbe 2 (Ausg. Text im Ausgabefenster, Monitorheaderzeilen...)
3=Hintergrundfarbe 2 (Hintergrund der Statuszeilen...)

Beispiel:
PALETTE 0 0 0 0        ;Hintergrund=schwarz
PALETTE 1 15 15 0      ;Schreibfarbe 1=gelb
PALETTE 2 0 15 0       ;Schreibfarbe 2=grn
PALETTE 3 8 8 8        ;Hintergrund 2=grau

[1mPCFONT <Schalter>[0m
Ist PCFONT eingeschaltet wird statt des Amigazeichensatzes (topaz.font) ein
IBM-Zeichensatz verwendet (AmiCom.font). Da sich dieser nicht mit den
Zeichensatzwandlern vertrgt ist er nur Empfangsseitig zu gebrauchen, z.B.
zum Darstellen empfangener IBM-Blockgrafikzeichen bei Zeichnungen,
Tabellen, etc... Ein permamentes Einschalten per Konfigurationsdatei ist
deshalb eigentlich nicht sinnvoll.

[1mPOPUPTIME <Wert>[0m
Gibt an wie viele Sekunden Fehler- und Antwortrequester ("Error of TNC:",
"Answer of TNC:") angezeigt werden. Sie knnen aber auch schon vorzeitig durch
drcken von Escape geschlossen werden.

[1mREMOTE <Schalter>[0m
Ist diese Funktion eingeschaltet kann AmiCom von der Gegenstation ber
spezielle Remotekommandos (Mit "//" am Zeilenbeginn) fernbedient werden.

[1mREMOTEDIR "<Pfad>"[0m
Legt das Remoteverzeichnis fest. Auf dieses Verzeichnis und die darunter
liegenden Verzeichnisse hat jede Station Lese- und Schreibzugriff wenn
REMOTE eingeschaltet ist! REMOTEDIR "DH0:" ist also nicht sinnvoll...
Beispiel:
REMOTEDIR ":AmiCom/Remote/"

[1mSCREENHEIGHT <Wert>[0m
Legt die Hhe des Bildschirms fest welchen AmiCom nach dem Programmstart
ffnet. Die Breite ist immer 640 Punkte. "SCREENHEIGHT 0" whlt die
Standardhhe, normalerweise 256/512 bei PAL-Amigas und 200/400 bei
NTSC-Amigas (INTERLACE OFF/ON). Ab OS 2.0 wird diese Einstellung
ignoriert, stattdessen wird beim ersten Programmstart ein Screenmoderequester
geffnet.

[1mSERBAUDRATE <Wert>[0m
Legt die Baudrate der seriellen bertragung zwischen Computer und TNC fest.
Dieser Wert wird an den verwendeten Treiber (z.B. "Host.drv") gemeldet
welcher dann die serielle bertragung bernimmt. Die bertragung findet immer
mit 8 Bit, 1 Stop-Bit und keinem Parittsbit (8N1) statt, der TNC oder
Multimodecontroller ist entsprechend einzustellen (Meist nicht ntig da
Grundeinstellung).

[1mSERDEVICE "<Name>"[0m
Legt den Gertetreiber (device) fest welcher fr die serielle Kommunikation
mit dem TNC verwendet wird, normalerweise das "serial.device".
Bei Schnittstellenkarten kann das eventuell ein anderer Gertetreiber sein.

[1mSERUNIT <Nummer>[0m
Legt die Nummer der Unit fest welche fr die serielle bertragung zwischen
Computer und TNC geffnet werden soll. Bei der eingebauten Schnittstelle
des Amigas (serial.device) ist das immer 0, bei Schnittstellenkarten
kann damit die Schnittstelle angewhlt werden. Genauere Angaben darber
stehen in der Anleitung der jeweiligen Schnittstellenkarte.

[1mSOUND <Schalter>[0m
Ist diese Funktion eingeschaltet werden empfangene Daten akkustisch durch
einen Klick angezeigt. Durch die Tonhhe lt sich dabei unterscheiden ob
die Daten auf dem gerade angezeigten Kanal (tiefer Ton) oder auf einem
Anderen (hoher Ton) angekommen sind. Wird ein <BEL>-Zeichen (CTRL-G,
ASCII-Code 7) empfangen ertnt eine Telefonklingel.

[1mTNC <Kanalnummer> "<Kommando>"[0m
Mit diesem Schlsselwort knnen nach dem Programmstart automatisch Kommandos
an den TNC geschickt werden um ihn z.B. zu initialisieren. Wichtige
Parameter sollten dabei immer auf dem Kanal 0 eingestellt werden, da die
Einstellungen der anderen Kanle nach einem Disconnect auf die Werte dieses
Kanals zurckgesetzt werden.
Beispiel:
TNC 0 "M UISC" ;Schaltet den Monitor an.

[1mTNCCLOCK <Schalter>[0m
Ist diese Funktion eingeschaltet stellt AmiCom nach dem Programmstart mit
dem Kommando "K" die Uhr des TNC, z.B. "K 23.03.1994", "K 17:00:10".
Wenn die TNC-Firmware keine Uhr besitzt (z.B. Original-Firmware von WA8DED)
sollte diese Funktion ausgeschaltet werden da sonst nur ein Fehler
erzeugt wird.

[1mTNCSTOP <Kanalnummer> "<Kommando>"[0m
Wie TNC, das Kommando wird aber beim Beenden des Programms an den TNC
geschickt.
Beispiel:
TNCSTOP 0 "M N" ;Schaltet den Monitor wieder aus.

[1mUMLAUTE <Schalter>[0m
UMLAUTE ON     Die deutschen Umlaute () knnen ber die Tastatur
               in das Eingabefenster eingegeben werden.
UMLAUTE OFF    Die deutschen Umlaute sind gesperrt und werden bei der
               Eingabe folgendermaen gewandelt:
               ->oe, ->ae, ->ue, ->ss, ->Oe, ->Ae, ->Ue


[32m[4m3.2 Der Inhalt der restlichen Dateien[0m[31m

Zu AmiCom gehren auer dem Hauptprogramm (AmiCom, das Terminal) und den
Treibern (#?.drv) noch folgende Textdateien:

[1mgreeting.ac[0m
In dieser Datei kann fr jedes Call eine persnliche Begrung eingegeben
werden. Diese wird dann in einem Standardtext, z.B. im Connect-Text, ber
das Makro "%b" aufgerufen und ausgesendet.

Die Datei "greeting.ac" hat folgenden Aufbau:
-----------------------------------------------------------------------------
;Mit einem Semikolon am Zeilenanfang kann ein Kommentar eingefgt werden.
#DL3MGQ
Das ist die Begrung fr DL3MGQ, sie geht bis zur nchsten Raute am
Zeilenbeginn.
#DH2MBM
Das ist die Begrung fr DH2MBM.
#
-----------------------------------------------------------------------------

[1mhelp.ac[0m
In dieser Datei stehen alle Hilfetexte fr das Remotekommando "//H" in
deutscher und englischer Sprache. Sie sollen nicht gendert werden!

[1mKISS.ini[0m
Diese Datei wird von KISS.drv geffnet und enthlt die Kommandosequenz,
mit welcher der TNC oder Multimodecontroller in den KISS-Mode geschaltet
wird.

[1mkonfig.ac[0m
Das ist die Hauptkonfigurationsdatei von AmiCom, ihr Inhalt wurde
schon beschrieben.

[1mnames.ac[0m
Diese Datei wird von AmiCom automatisch verwaltet und kann fr jedes Call,
ggf. mit SSID, einen bis zu 20 Zeichen langen Namen enthalten. Unbekannte
Stationen knnen ihren Namen mit dem Remotekommando "//N" selbst eintragen.
Auerdem wird in "names.ac" auch der Typ einer Station (User, Mailbox
oder Digipeater) gespeichert. Dieser sollte unbedingt stimmen da er fr
einige Funktionen (BoxCheck, Autosave, Remote...) sehr wichtig ist!

Die Datei "names.ac" hat folgenden Aufbau:
<Call, ggf. mit SSID> <Typ, 0...2> <Name, bis zu 20 Zeichen lang>

Ist beim Call kein SSID mit angegeben (IRGENDWAS) gilt der Eintrag fr
alle Calls, egal welches SSID. Ist ein SSID mit angegeben  (IRGENDWAS-1) mu
die connectete Station auch dieses SSID haben. Aus diesem Grund mssen bei
gleichen Calls Eintragungen mit SSID vor Eintragungen ohne SSID erfolgen,
damit bei Stationen welche mit verschiedenen SSIDs und Funktionen QRV sind
der richtige Name ausgewhlt wird.

Der Typ der Station kann folgende Werte annehmen:
0 = Ein Terminal, ein User, eine normale Station.
1 = Ein BBS, eine Mailbox.
2 = Ein Digipeater.

Beispiel:
-----------------------------------------------------------------------------
DB0MWS-8 2 BBS Mnchen-West
DB0MWS-9 1 TCP/IP Mnchen West
DB0MWS 1 Digi Mnchen West
DB0KCP-8 1 BBS Langerringen
DB0KCP 2 Digi Langerringen
DL3MGQ 0 Gerhard
-----------------------------------------------------------------------------

[1mtext.ac[0m
In dieser Datei knnen bis zu 26 Standardtexte (A-Z) definiert werden,
welche durch eine Tastenkombination ausgesendet werden knnen.


[32m[4m3.3 Standardtexte[0m[31m

In der Datei "[1mtext.ac[0m" knnen bis zu 26 mehrzeilige Standardtexte (A-Z)
definiert werden welche durch Drcken einer Tastenkombination ausgesendet
werden. Einige Texte werden vom Programm fr bestimmte Funktionen verwendet:

Text C: Der Connect-Text. Dieser Text wird bei einem Connect von Auen
        (wenn man connected wird) ausgesendet und kann z.B. eine Begrung
        oder eine kurze Stationsvorstellung enthalten.
Text I: Der Info-Text. Er enthlt z.B. eine Stationsbeschreibung und
        kann von der Gegenstation ber das Remotekommando "//I" abgefragt
        werden.
Text N: Dieser Text kann ber das Remotekommando "//N" aufgerufen werden
        und enthlt z.B. wichtige Neuigkeiten (//News).
Text P: Der Prompt. Er wird nach einigen Remotekommandos ausgegeben.
Text Q: Der Quit-Text. Er wird beim Beenden einer Verbindung durch das
        Remotekommando "//Q" ausgegeben und enthlt z.B. eine Verabschiedung.

In den Standardtexten knnen auch folgende Makros verwendet werden,
sie werden beim Aussenden durch AmiCom automatisch durch die aktuellen
Werte ersetzt:

%b Es wird in der Datei "greeting.ac" eine persnlichen Begrung
   fr die connectete Station gesucht und Ausgesendet. Dieses Makro
   findet im Connect-Text (Text "C") verwendung.
%c Das Call der Station mit welcher diese Verbindung besteht.
%d Das Datum. Je nach Einstellung in der Datei "konfig.ac" erscheint
   das Datum in der deutschen (TT.MM.JJJJ) oder amerikanischen (MM/TT/JJJJ)
   Form.
%m Das eigene Call welches mit MYCALL eingestellt wurde.
%n Der Name der Station mit welcher diese Verbindung besteht. Ist der
   Name unbekannt, er steht also nicht in der Datei "names.ac", wird das
   Call wie bei "%c" verwendet.
%p Die Nummer des Kanals auf welchen diese Verbindung besteht.
%v Die Versionsnummer von AmiCom, zur Zeit "2.3".
%z Die Uhrzeit in der Form "HH:MM:SS".
%? Ist der Name der Station mit welcher diese Verbindung besteht bekannt,
   er steht also in der Datei "names.ac", wird die dem "%?" folgende
   Zeile wie ein Kommentar (;) behandelt und ignoriert.
   Ist der Name unbekannt wird die dem "%?" folgende Zeile ausgegeben.
   Mit diesem Makro kann man z.B. in den Connect-Text eine Aufforderung
   den Namen mit "//N" einzutragen einfgen.
%% Das Zeichen "%" selbst.

Die Datei "text.ac" hat folgenden Aufbau:
-----------------------------------------------------------------------------
;Mit dem Semikolon am Zeilenbeginn kann ein Kommentar eingefgt werden.
#A
Das hier ist der Text A, er geht bis zur nchsten Raute am Zeilenbeginn.
#B
Das hier ist Text B.
Er geht ber mehrere Zeilen.
;Und hier kommt der Connect-Text:
#C
Hallo %n, willkommen an der Station von %m.
%b
%?Bitte tragen Sie Ihren Namen mit '//N <Name>' ein.
#
-----------------------------------------------------------------------------


[32m[4m3.4 Betrieb im WA8DED-Hostmode[0m[31m

Ab Version 2.2 von AmiCom wird der erweiterte Hostmode nach DG3DBI NICHT mehr
untersttzt da die Routinen fr normalen Hostmode sehr optimiert werden
konnten.
Im Grundzustand ist AmiCom fr den Betrieb im WA8DED-Hostmode mit einem TNC
vorbereitet, deshalb sind dafr am wenigsten nderungen vorzunehmen.
Man ffnet die Datei "konfig.ac" mit einem beliebigen Texteditor (z.B. ED)
und fhrt folgende nderungen durch:

Zuerst legt man das eigene Call und den eigenen Namen fest, z.B.:
[3mMYCALL "DL3MGQ"[0m
[3mMYNAME "Gerhard"[0m
Dann definiert man den verwendeten Treiber, fr den Hostmode ist das
"Host.drv". Das Schlsselwort DRIVER ist folgendermaen zu ndern:
[3mDRIVER "Host.drv"[0m
Nun bentigt AmiCom noch einige Pfade, welche davon abhngig sind, wo
sich das Verzeichnis "AmiCom" mit dem Programm und den dazugehrigen
Dateien befindet. Befindet sich es direkt im Hauptverzeichnis einer
Festplatte oder Diskette kann man folgende Eintragungen ungendert lassen:
[3mREMOTEDIR ":AmiCom/Remote/"[0m
[3mAUTOSAVEDIR ":AmiCom/Bin/"[0m
Wichtig ist da die Pfade immer mit einem "/" oder ":" enden, da AmiCom
den Dateinamen daran einfach anhngt.
Will man vom Programm aus ber ein Kommando oder Pulldownmen einen
Texteditor starten mu man diesen auch festlegen, z.B.:
[3mEDITOR ":Utilities/MicroEmacs"[0m
Ist in der installierten TNC-Firmware keine Uhr enthalten (Kommando "K"),
ist das Schlsselwort TNCCLOCK zu ndern:
[3mTNCCLOCK OFF[0m
Ist TNCCLOCK eingeschaltet versucht AmiCom die Uhr des TNC mit dem Kommando
"K" zu stellen, was bei einem TNC ohne Uhr zu einer Fehlermeldung fhrt.
Ist der TNC an die eingebaute serielle Schnittstelle des Amiga angeschlossen
mu man folgendes einzutragen:
[3mSERDEVICE "serial.device"[0m
[3mSERUNIT 0[0m
Bei der Verwendung von Schnittstellenkarten knnen diese Werte variieren.
Die Baudrate fr die serielle bertragung mu am Computer und am TNC gleich
eingestellt sein. Luft der TNC mit 9600 Baud, weniger ist im Hostmode
nicht zu empfehlen, ist Folgendes zu ndern:
[3mSERBAUDRATE 9600[0m
Es ist darauf zu Achten da der TNC mit 8 Bit Datenlnge, 1 Stopbit und
keinem Parittsbit (8N1) arbeitet.
Ist im TNC eine Firmware von WA8DED installiert (z.B. TNC-Firmware version
2.6) erwartet der TNC die Frack-Zeit in Sekunden, nicht in 1/100-Sekunden
wie bei anderen Versionen (z.B. von NORD><LINK) blich. Der Parameter "F"
ist dann von "F 800" auf "F 8" zu ndern:
[3mTNC 0 "F 8"[0m
Die Parameter "MODEMBAUD" und "MODEMFLAGS" werden bei "Host.drv" ignoriert.
Die restlichen Parameter sollte man nur ndern wenn man sich ber deren
Bedeutung 100% im Klaren ist!

In den Dateien "greeting.ac" und "text.ac" kann man nun noch seine
persnlichen Begrungen, etc... eingeben, fr einen ersten Versuch knnen
sie aber vorerst so bleiben.


[32m[4m3.5 Betrieb im KISS-Mode, SMACK-Mode oder mit Flexnet-CRC-KISS[0m[31m

Beim KISS-Mode handelt es sich um ein einfaches Verfahren um HDLC-Frames
ber die asynchrone serielle Schnittstelle bertragen zu knnen. Der TNC
bernimmt dabei nur noch eine simple Modemfunktion (Layer 1). Das gesammte
AX.25-Protokoll (Layer 2) bernimmt die Software auf dem Computer, in diesem
Fall "KISS.drv". Aus diesem Grund ist es im KISS-Mode NICHT mglich auf die
Funktionen des TNCs (Kommandos, eingebaute Mailbox...) zuzugreifen!
Ab Version 2.2 untersttzt KISS.drv zustzlich den SMACK-Mode und Flexnet-CRC-
KISS. SMACK ist die Abkrzung fr "Stuttgarts Modifiziertes Checksum KISS",
eine Erweiterung des KISS-Modes um eine 16-Bit Prfsumme. Dadurch wird
verhindert da es bei der seriellen bertragung zwischen Computer und TNC (und
umgekehrt) zu bertragungsfehlern kommt.

Fr den Betrieb im KISS-Mode sind umfangreichere nderungen notwendig.
Zuerst ffnet man die Datei "konfig.ac" mit einem beliebigen Texteditor
(z.B. ED) und fhrt folgende nderungen durch:

Zuerst legt man das eigene Call und den eigenen Namen fest, z.B.:
[3mMYCALL "DL3MGQ"[0m
[3mMYNAME "Gerhard"[0m
Dann definiert man den verwendeten Treiber, fr den KISS-Mode ist das
"KISS.drv". Das Schlsselwort DRIVER ist folgendermaen zu ndern:
[3mDRIVER "KISS.drv"[0m
Nun bentigt AmiCom noch einige Pfade, welche davon abhngig sind, wo
sich das Verzeichnis "AmiCom" mit dem Programm und den dazugehrigen
Dateien befindet. Befindet sich es direkt im Hauptverzeichnis einer
Festplatte oder Diskette kann man folgende Eintragungen ungendert lassen:
[3mREMOTEDIR ":AmiCom/Remote/"[0m
[3mAUTOSAVEDIR ":AmiCom/Bin/"[0m
Wichtig ist da die Pfade immer mit einem "/" oder ":" enden, da AmiCom
den Dateinamen daran einfach anhngt.
Will man vom Programm aus ber ein Kommando oder Pulldownmen einen
Texteditor starten mu man diesen auch festlegen, z.B.:
[3mEDITOR ":Utilities/MicroEmacs"[0m
Ist der TNC an die eingebaute serielle Schnittstelle des Amiga angeschlossen
ist folgendes einzutragen:
[3mSERDEVICE "serial.device"[0m
[3mSERUNIT 0[0m
Bei der Verwendung von Schnittstellenkarten knnen diese Werte variieren.
Die Baudrate fr die serielle bertragung mu am Computer und am TNC gleich
eingestellt sein. Luft der TNC z.B. mit 9600 Baud ist Folgendes zu ndern:
[3mSERBAUDRATE 9600[0m
Es ist darauf zu Achten da der TNC mit 8 Bit Datenlnge, 1 Stopbit und
keinem Parittsbit (8N1) arbeitet, da er sonst nicht von AmiCom automatisch
in den KISS-Mode geschaltet werden kann. Der KISS-Mode arbeitet immer
mit 8N1.
Die Parameter "MODEMBAUD" und "MODEMFLAGS" werden bei "KISS.drv" ignoriert.

Der KISS-Mode hat einen entscheidenden Nachteil: Die Software welche das
Protokoll abarbeitet (AX.25 L2) wird nicht ber den Status der DCD
informiert, also ob die QRG belegt ist oder nicht. Auerdem hat sie keine
Mglichkeit zu testen ob der TNC die erhaltenen Frames schon ausgesendet
hat oder nicht, weil z.B. die QRG noch nicht frei war. Aus diesem Grund ist
im KISS-Mode eine korrekte Einstellung des Timers 2 (Parameter @T2) sehr
wichtig. Dieser Timer legt die Zeitspanne fest welche nach Empfang eines
Infoframes (z.B. "I00^", Daten) gewartet wird bis eine Besttigung (z.B.
"RR0v", "REJ0v", "RNR0v") ausgesendet wird. Ist er zu klein eingestellt werden
alle empfangenen Frames einzeln besttigt, ist er zu gro eingestellt wird zu
spt besttigt und die Gegenstation wiederholt ggf. die Aussendung sinnlos.
Bei 1200 Baud hat sich die Einstellung von 2 Sekunden bewhrt, es ist deshalb
folgendes zu ndern:
[3mTNC 0 "@T2 200"[0m
Bei hheren Baudraten auf der Funkseite (z.B. 9K6) ist dieser Wert
entsprechend zu verkleinern und whrend einer Verbindung mit Datentransfer
im Monitor zu berprfen.
Die restlichen Parameter sollte man nur ndern wenn man sich ber deren
Bedeutung 100% im Klaren ist!

AmiCom bzw. KISS.drv schaltet den TNC oder Multimodecontroller beim
Programmstart automatisch in den KISS-Mode und beim Verlassen des Programms
wieder in den Terminalmode zurck. Da das Kommando zum Aktivieren des
KISS-Mode von Gert zu Gert verschieden ist mu es noch in der Datei
"[1mKISS.ini[0m" definiert werden. Auerdem wird in dieser Datei
der verwendete Mode (KISS, SMACK, Flexnet-CRC) festgelegt:

@0  Automatisch. KISS.drv befindet sich nach dem Start im KISS-Mode, wird ein
    Frame mit SMACK- oder Flexnet-CRC empfangen wird der Mode umgeschaltet.
@1  KISS. Es werden nur KISS-Frames ausgewertet, KISS.drv sendet nur KISS-
    Frames an den TNC.
@2  SMACK. KISS.drv befindet sich nach dem Start sofort im SMACK-Mode, es
    werden nur SMACK-Frames mit korrekter CRC ausgewertet.
@3  Flexnet-CRC. KISS.drv befindet sich nach dem Start sofort im Flexnet-
    CRC-KISS-Mode, es werden nur Frames mit korrekter CRC ausgewertet.

Der restliche Aufbau dieser Datei ist recht simpel:
Jede Zeile welche mit einem Semikolon (;) beginnt wird ignoriert, so knnen
Kommentare eingefgt oder nicht bentigte Zeilen deaktiviert werden.
Alle anderen Zeilen enthalten die ASCII-Codes der Zeichen welche zum
TNC geschickt werden sollten.

Beispiel:
Einen TNC mit TAPR-Software schaltet man mit folgender Kommandozeile in den
KISS-Mode:
<CTRL-C drcken> KISS ON <Return drcken> RESTART <Return drcken>

In der Datei KISS.ini mu man also folgende Zeile eintragen:
[3m3 75 73 83 83 32 79 78 13 82 69 83 84 65 82 84 13[0m
[33m^ ^  ^  ^  ^  ^  ^  ^  ^  ^  ^  ^  ^  ^  ^  ^  ^
| |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |  |
| K  I  S  S  |  O  N  |  R  E  S  T  A  R  T  +-RETURN
+-CTRL-C      +-Leerz. +-RETURN[31m

Es sind schon einige Eintragungen vorhanden, welche allerdings nicht alle
von mir ausprobiert wurden. Man mu also nur das Semikolon vor der
bentigten Zeile entfernen und alle anderen Zeilen durch ein Semikolon am
Zeilenbeginn auer Funktion setzen.

In den Dateien "greeting.ac" und "text.ac" kann man nun noch seine
persnlichen Begrungen, etc... eingeben, fr einen ersten Versuch knnen
sie aber vorerst so bleiben.


[32m[4m3.6 Betrieb mit dem BayCom-Modem[0m[31m

Seit der Version 2.0 kann AmiCom auch mit dem BayCom-Modem von Johannes,
DG3RBU und Florian, DL8MBT betrieben werden. Zur Zeit werden nur Modems
mit 1200 Baud fr die serielle Schnittstelle untersttzt, z.B. das
Ansteckmodem mit TCM3105.
Seit der Version 2.2 ist eine Modifikation der Modems (Stromversorgung)
nicht mehr ntig da ich einen Trick gefunden habe um an der TXD-Leitung
der seriellen Schnittstelle stndig +12V zur Verfgung zu haben. Sollte
die Betriebsspannung fr das Modem nicht ausreichen kann man sich die
Spannung weiterhin ber einen 100 Ohm Widerstand und einer Diode von Pin 9
(+12V) der Schnittstelle holen.

Das BayCom-Modem ist ein recht simples Modem welches bei Empfang lediglich
die analogen NF-Signale (1200 und 2200 Hz) erkennt und in entsprechende
digitale HI/LO-Pegel umwandelt. Beim Senden werden je nach Pegel an der
Schnittstelle die entsprechenden Tne erzeugt und die PTT des Transceivers
geschaltet. Das bedeutet da der Computer das Modem bitweise ansteuern mu
da es selbst keinerlei Intelligenz besitzt wie z.B. ein TNC. Dieses erreicht
man durch spezielle Interruptfunktionen, welche aber entsprechend oft 
aufgerufen werden mssen, was vor allem bei dem komplexen Multitasking-
betriebssysem des Amigas sehr rechenintensiv ist. Auerdem bentigt man
ein sehr exaktes Timing, die Interrupts mssen immer rechtzeitig und ohne
Unterbrechung abgearbeitet werden - und genau das ist das Problem. Mir ist
aufgefallen da einige Grafikfunktionen die Interrupts kurzzeitig sperren.
Vor allem bei der ScrollRaster()-Funktion, welche zum Rollen des
Bildschirminhalts verwendet wird, stellt man das sehr deutlich fest.
Warum das so ist verstehe ich nicht, denn die dauer der Interruptsperrung
ist von der Prozessorgeschwindigkeit abhngig und nicht etwa von der
Dauer eines Blittereinsatzes, wie man vermuten knnte.
Daraus folgt da ein Betrieb mit dem BayCom-Modem nur mit einem schnellen
Prozessor mglich ist. Auf meinem Amiga mit 25 Mhz-MC68030 luft es 100%,
dort ist auch noch uneingeschrnkt Multitasking mglich. Auf einem Amiga
mit 7 Mhz-MC68000 kommt es bei jeder Textausgabe zu Empfangsfehlern (Reject),
fr andere Prozesse bleibt kaum noch Prozessorleistung brig. Wie ich
erfahren habe mte aber ein 14 Mhz-MC68020 (Amiga 1200) fr einen
einwandfreien Betrieb ausreichen.
Aber auch beim gleichzeitigen Betrieb mit anderer Software kann es
Probleme geben. Wie gesagt, die Interrupts mssen zu jedem Zeitpunkt
ungehindert abgearbeitet werden knnen. Deshalb fhrt jede Software welche
die Interrupts auch nur kurzzeitig sperrt zu bertragungsfehlern. Ein
Beispiel fr eine solche Software sind einige alte Festplattentreiber
welche bei Plattenzugriff die Interrupts sperren, wohl um eingen
Testprogrammen eine hohe Geschwindigkeit vorzugaukeln. Ob die Interrupts
behindert werden lt sich mit der Funktion "@DEBUG" feststellen. Klickt man
auf das Lautsprechersymbol gibt BayCom.drv bei jedem Interrupt einen Klick
auf Tonanal 0 aus, man erhlt dadurch einen gleichmigen Pfeiffton. Wichtig
ist der Ton ohne Empfangssignal (DCD ist aus). Ist dieser verzerrt oder hat
sogar Aussetzer ist ein einwandfreier Betrieb mit dem BayCom-Modem NICHT
mglich.
Auerdem bentigt BayCom.drv den Timer A in CIA-B, welcher nur fr serielle
Datenbertragung bentigt wird und deshalb normalerweise frei ist. Ist er es
nicht befindet sich meistens von einer vorherigen Datenbertragung noch das
"serial.device" im Speicher, es kann durch einen Reset entfernt werden. Nun
gibt es aber einige Programme, ein Beispiel dafr sind einige
Soundmodulplayer, welche diesen Timer einfach verwenden ohne vorher zu
Testen ob er berhaupt frei ist. Beim Betrieb eines solchen Programms
gleichzeitig mit BayCom.drv kommt es daher unweigerlich zu einem
Systemabsturz.
Die Erkennung der DCD, also ob die QRG frei ist oder nicht, geschieht aus
dem vom Modem erhaltenen Datenstrom. Da der TCM3105 im Modem bei FM auch auf
das Empfngergrundrauschen reagiert und somit immer die Freqeunz als Belegt
erkannt wird mu die Rauschsperre des Empfngers vewendet werden. Da diese
meistens sehr langsam ist und es somit sehr hufig zu Empfangsproblemen
oder Kollisionen mit anderen Stationen kommt empfiehlt sich der Aufbau einer
"digitalen Rauschsperre" mit XR2211. Diese reagiert auf die NF-Signale
einer bertragung und schaltet nur dann die Modemspannung zur Schnittstelle
durch, die Rauschsperre des Empfngers kann stndig geffnet bleiben.

Fr einen Betrieb mit dem BayCom-Modem sind einige nderungen notwendig.
Zuerst ffnet man die Datei "konfig.ac" mit einem beliebigen Texteditor
(z.B. ED) und fhrt folgende nderungen durch:

Zuerst legt man das eigene Call und den eigenen Namen fest, z.B.:
[3mMYCALL "DL3MGQ"[0m
[3mMYNAME "Gerhard"[0m
Dann definiert man den verwendeten Treiber, fr den Betrieb mit dem
BayCom-Modem ist das "BayCom.drv". Das Schlsselwort DRIVER ist
folgendermaen zu ndern:
[3mDRIVER "BayCom.drv"[0m
Nun bentigt AmiCom noch einige Pfade, welche davon abhngig sind, wo
sich das Verzeichnis "AmiCom" mit dem Programm und den dazugehrigen
Dateien befindet. Befindet sich es direkt im Hauptverzeichnis einer
Festplatte oder Diskette kann man folgende Eintragungen ungendert lassen:
[3mREMOTEDIR ":AmiCom/Remote/"[0m
[3mAUTOSAVEDIR ":AmiCom/Bin/"[0m
Wichtig ist da die Pfade immer mit einem "/" oder ":" enden, da AmiCom
den Dateinamen daran einfach anhngt.
Will man vom Programm aus ber ein Kommando oder Pulldownmen einen
Texteditor starten mu man diesen auch festlegen, z.B.:
[3mEDITOR ":Utilities/MicroEmacs"[0m
Die Einstellungen fr die serielle bertragung (Device, Baudrate) werden
genauso wie die Parameter "MODEMBAUD" und "MODEMFLAGS" ignoriert.

Die restlichen Parameter sollte man nur ndern wenn man sich ber deren
Bedeutung 100% im Klaren ist!

In den Dateien "greeting.ac" und "text.ac" kann man nun noch seine
persnlichen Begrungen, etc... eingeben, fr einen ersten Versuch knnen
sie aber vorerst so bleiben.



[32m[4m4. Benutzung des Terminalprogramms[0m[31m

Beim ersten Start von AmiCom unter der Betriebssystemversion 2.0 oder
neuer wird, wenn die "reqtools.library" version 38 oder neuer installiert
ist, ein Screenmoderequester zum Einstellen der Bildschirmauflsung
geffnet. Die Einstellungen werden anschlieend in der Datei "ScreenMode.bin"
gesichert, sollen sie einmal gendert werden mu diese einfach gelscht
werden.
Bei lteren Betriebssystemversionen (OS 1.2 und 1.3) kann die
Bildschirmauflsung in der Datei "konfig.ac" mit den Parametern
"INTERLACE" und "SCREENHEIGHT" eingestellt werden.

[32m[4m4.1 Bildschirmaufbau[0m[31m

Nach dem Programmstart ffnet AmiCom einen eigenen Bildschirm und es werden
das Eingabe- und das Monitorfenster gezeigt. Nach dem Umschalten auf
Kanal 1 durch Drcken von F1 erscheint etwa folgendes Bild:

-----------------------------------------------------------------------------
AmiCom 2.3  [01.01.1999 23:59]                                         [ ][ ]
-----------------------------------------------------------------------------
 1:discon     2:discon     3:discon     4:discon     5:discon     6:discon
-----------------------------------------------------------------------------




-----------------------------------------------------------------------------
1 T:discon                          B0  N0  U0  T0  discon.         1AB
-----------------------------------------------------------------------------












-----------------------------------------------------------------------------
MH:
-----------------------------------------------------------------------------



-----------------------------------------------------------------------------

Ganz Oben befindet sich die Screentitelleiste (AmiCom 2.3...) in welcher
das aktuelle Datum und die Uhrzeit angezeigt wird. Dann folgen die
Statuszeile 1 (1:discon...), das Eingabefenster, die Statuszeile 2
(1 T:discon...), das Ausgabefenster, die Statuszeile 3 (MH:...) und
schlielich das Monitorfenster.

[1mStatuszeile 1[0m
In dieser Zeile werden die Calls der ersten 6 Stationen angezeigt mit welchen
eine Verbindung besteht. Der gerade aktive Kanal ist dabei umrahmt, dieser
wird unterhalb der Statuszeile 1 dargestellt. Werden Daten auf einem nicht-
dargestellten Kanal empfangen erscheint statt dem Doppelpunkt (:) ein
Grerzeichen (>). Durch drcken der entsprechenden Funktionstaste oder
durch Anklicken des Calls mit der Maus kann man auf diesen Kanal wechseln.

[1mEingabefenster[0m
Das Eingabefenster besteht aus einem 40 Zeilen groen Buffer, ein Teil
davon wird hier angezeigt. Alle Eingaben ber die Tastatur werden zunchst
in diesen Buffer bernommen in welchen man sich mit den Cursortasten frei
bewegen und den eingegebenen Text editieren kann. Man braucht einfach nur
draufloszuschreiben, am Zeilenende wird das angefangene Wort automatisch in
die nchste Zeile bernommen (automatischer Wortumbruch, Wordwrap). Hat man
3 Zeilen komplett werden diese automatisch ausgesendet. Durch Drcken der 
Eingabetaste (Return) kann man die eingegebenen Zeilen vorzeitig aussenden.
Bewegt man sich mit den Cursortasten eine Zeile vor oder zurck (Cursor-Rauf
oder Runter) werden die zusammengehrenden Zeilen getrennt, Return schickt
dann immer nur die Zeile aus in welcher sich der Cursor befindet.
"Del" lscht das Zeichen unterhalb des Cursors, "<-" das Zeichen links des
Cursors und "CTRL+Y" lscht die gesammte Zeile.
Befindet sich der Cursor am Zeilenbeginn kommt man durch Drcken von
"ESCAPE" in den sogenannten Kommando-Modus, welcher durch ein " " am
Zeilenbeginn angezeigt wird. Nun kann ein Kommando fr das Programm oder
den TNC eingegeben werden, durch Drcken von "RETURN" wird es abgeschickt.
AmiCom unterscheidet dabei automatisch zwischen Terminal- und TNC-Kommandos.
Die Gre des Eingabefensters lt sich jederzeit durch Ziehen der
Statuszeile 2 mit der Maus verndern (Auf Zeile zeigen, linke Maustaste
drcken, Maus bewegen, Taste loslassen).

[1mStatuszeile 2[0m
Die Statuszeile 2 hat z.B. folgenden Aufbau:
-----------------------------------------------------------------------------
 1 D:DB0ZKA    Digi Augsburg        B0  N0  U0  T0  Info Transf. 1AB
-----------------------------------------------------------------------------
[33m<-----1----->|<----------2-------->|<-------------3------------>|<----4---->[31m

1: Das ist die nummer des gerade dargestellten Kanals (1), der Typ der auf
   diesem Kanal connecteten Station (D) und das Call (DB0ZKA).
   Der Typ kann einer der Folgenden sein:
    T: Terminal, ein normaler User, eine normale Station.
    B: BBS, eine Mailbox.
    D: Digipeater
   Es sind nicht alle Funktionen bei allen Typen von Stationen mglich.
   Nachrichten mit "//1..." knnen nur an Terminals geschickt werden,
   Boxcheck funktioniert nur bei Maiboxen und Autosave nur bei Mailboxen
   und Terminals.
   Mailboxen knnen keine Remotekommandos ausfhren, sie werden einfach
   ignoriert. Dadurch kann es nicht zu (un)gewollten Fehlfunktionen kommen.
   Der Typ der Station ist zusammen mit dem Namen in der Datei "names.ac"
   definiert.
2: Der Name der Station welche auf diesem Kanal connected ist. Er kann bis
   zu 20 Zeichen lang sein und steht in der Datei "names.ac". Unbekannte
   Stationen knnen ihren Namen auch selbst mit dem Remotekommando "//N..."
   eintragen.
3: Der Linkstatus dieser Verbindung. Dabei bedeuten:
   B (Buffered): Anzahl der Datenframes oder Linkstatusmeldungen im Buffer
                 des TNC welche noch nicht vom Terminal abgeholt und
                 dargestellt wurden.
   N (Not sent): Anzahl der Datenframes im TNC-Buffer welche noch nicht
                 ausgesendet wurden.
   U (Unack):    Anzahl der Datenframes welche ausgesendet wurden und fr die
                 noch eine Besttigung aussteht.
   T (Tries):    Anzahl der Versuche ein Frame zu bertragen (Anzahl der
                 Wiederholungen). Ist T stndig grer 1 deutet das auf
                 eine schlechte Verbindung hin.

   Darauf folgt einer der folgenden Texte:
   discon.         Disconnected, keine Verbindung.
   Link setup      Verbindungsaufbau. Es wird versucht eine Verbindung
                   zur gewnschten Station aufzubauen.
   Frame Reject    Ein Frame wurde zurckgewiesen (FRMR), ein schwerer
                   Protokollfehler. Er endet meist mit dem Abbruch einer
                   Verbindung.
   Disc. req.      Verbindungsabbau, die Verbindung wird getrennt.
   Info transf.    Informationsbertragung, der Normalfall bei einer
                   Verbindung.
   Rej. sent       Ein Reject (Bitte um Wiederholung) wurde ausgesendet, da
                   ein Datenframe verlorengegangen ist.
   Waiting ack.    Es wird auf eine Antwort der Gegenstation gewartet. Findet
                   ber einen lngeren Zeitraum keine Dateibertragung statt
                   wird berprft ob die Verbindung berhaupt noch besteht.
   Device busy     Unsere Station kann keine weiteren Daten mehr annehmen
                   da der Empfangsbuffer voll ist. (Steht das Terminal?
                   Ausgabe angehalten?)
   Rem. dev. b.    Die Gegenstation kann keine weiteren Daten mehr annehmen.
   Both dev. b.    Beide Stationen knnen keine weiteren Daten mehr annehmen.
   W.a. & d.b.     Waiting ack. & Device busy.
   W.a. & r.b.     Waiting ack. & Remote device busy.
   W.a. & b.b.     Waiting ack. & Both devices busy.
   R.s. & d.b.     Reject sent & Device busy.
   R.s. & r.b      Reject sent & Remote device busy.
   R.s. & bdb.     Reject sent & Both devices busy.

4: Hier werden einige wichtige Zustnde angezeigt:
   0-2: Die Nummer des eingestellten Zeichensatzwandlers (Converter).
   A:   Die Autosave-Funktion ist eingeschaltet. Falls nun eine mit 7Plus
        codierte Binrdatei empfangen wird schreibt AmiCom diese automatisch
        unter dem richtigen Namen auf Disk mit.
   B:   Die BoxCheck-Funktion ist eingeschaltet. Falls AmiCom bei den
        empfangenen Daten die Ausgabe einer Mailbox auf ein List- oder
        Check-Kommando erkennt werden diese Zeilen in einen speziellen Buffer
        bernommen und sortiert.
   b:   Es sind Daten im BoxCheck-Buffer vorhanden.
   C:   Dieser Kanal befindet sich im Conversmode. Alle hier empfangenen
        Daten werden an alle anderen Kanle im Conversmode weiterverteilt.
   P:   Auf diesem Kanal ist der Drucker eingeschaltet. Smtlicher empfangener
        Text wird mitgedruckt.
   p:   Der Drucker ist auf einem anderen als dem gerade dargestellten Kanal
        eingeschaltet.
   T:   Es ist ein kurzer Text definiert welcher bei einem Connect von Auen
        mit dem Connecttext ausgesendet wird.
   V:   Die ViewText-Funktion ist eingeschaltet. Nach jeder kompletten
        Bildschirmseite stoppt AmiCom die Textausgabe, durch drcken von
        "PrtScr" am Zehnerblock wird die nchste Seite ausgegeben.
   Nach einem Leerzeichen kann noch folgen:
   R:   Die empfangenen Daten werden in einer Datei auf Disk mitgeschrieben
        (Read). Genauere Informationen stehen in der Statuszeile 3.
   S:   Es wird eine Datei von Disk ausgesendet (Send). Genauere
        Informationen stehen in der Statuszeile 3.

Die Anzeige des eingeschalteten Zeichensatzwandlers sollte bei der
bertragung von z.B. mit 7Plus oder 7Bit codierten Binrdateien unbedingt
beachtet werden. Werden solche Dateien als Textdatei ausgesendet oder
mitgespeichert mu (!) der Zeichensatzwandler ausgeschaltet sein, weil sonst
der Inhalt dieser Binrdatei unbrauchbar wird. Da das Abschalten des
Zeichensatzwandlers und das anschlieende Einschalten sowieso immer vergessen
wird existiert nun beim Menpunkt "File Send" das Untermen "7Plus". Wird
eine Datei so ausgesendet wird nur der Zeilentrenner gewandlet (LF->CR),
beim Empfang mit der Autosave-Funktion wird der Zeichensatzwandler
automatisch abgeschaltet.

[1mAusgabefenster[0m
Im Ausgabefenster werden alle empfangenen Daten und Meldungen des Programms
ausgegeben. Zur besseren Unterscheidung verwendet AmiCom dabei verschiedene
Farben und Schriftarten:

Textfarbe 1: Diese Daten wurden empfangen oder stammen vom Programm selbst
             und sind an den Benutzer gerichtet.
Textfarbe 2: Diese Daten stammen vom Benutzer oder vom Programm selbst und
             wurden ausgesendet.

Normal:      Das ist normaler Text welcher entweder eingetippt oder
             empfangen wurde.
Fett:        Dieser Text stammt vom Programm, z.B. Fehlermeldungen oder
             Ausgaben auf ein Remotekommando.
Kursiv:      Dieser Text stammt vom TNC, z.B. Statusmeldungen.

Mit den Tasten "PgUp", "PgDn" bzw. "Shift+Cursor rauf" und "Shift+Cursor
runter" kann im Ausgabefenster zurckgeblttert werden um weiter
zurckliegenden Text nochmals lesen zu knnen. Mit "Home" oder
"Ctrl+Cursor rauf" kommt man an den Bufferbeginn, mit "End" oder
"Ctrl+Cursor runter" an das Bufferende. Wei weit zurckgeblttert
werden kann hngt von der mit BUFFERS eingestellten Buffergre ab.
Whrend zurckgeblttert wird wird der TNC nicht abgefragt, also immer
wieder mit "End" an das Bufferende zurckschalten, beim wechseln des
Kanals geschieht dies automaitsch.
Will man einen Text lesen kann die Textausgabe mit der Taste "ScrL" am
Zehnerblock angehalten werden, nochmaliges Drcken von ScrL schaltet die
Ausgabe wieder an.
Fr ein komfortables Lesen von lngeren Texten aus der Mailbox existiert die
ViewText-Funktion, sie wird ber das Pulldownmen Switch/ViewText oder
Amiga-Rechts+"V" ein- oder ausgeschaltet. Sie funktioniert hnlich wie der
Textanzeiger "More". Ist ViewText eingeschaltet hlt AmiCom die Textausgabe
nach jeder vollen Bildschirmseite an und wartet auf das Drcken der Taste
"PrtSc" am Zehnerblock. Wird sie gedrckt wird die nchste Seite ausgegeben
und wieder gestoppt.
Klickt man einzelne Worte im Ausgabefenster mit der Maus an werden sie
in das Eingabefenster bernommen und knnen editiert werden. Fr den Fall
da man ganze empfangene Textblcke verwenden will existiert das Clipboard.
Durch drcken von "Amiga-Rechts+L" oder ber das Pulldownmen "Funktion/
Clipboard/Mark Block" startet man den Markiermodus. Nun knnen im Ausgabefenster
durch Anklicken mit der Maus Blockstart und durch einen Doppelklick das
Blockende definiert werden. Der markierte Block wird dann in das Clipboard
bernommen und steht fr weitere Funktionen (Aussenden, Speichern...) zur
Verfgung.
Will man den markierten Block nicht in das Clipboard bernehmen kann man den
Markiermodus durch erneutes drcken von "Amiga-Rechts+L" wieder verlassen,
ist er falsch markiert knnen die Start- und Endpunkte durch erneutes
Klicken beliebig verschoben werden bis die Funktion durch einen Doppelklick
beendet wird.
Da das Clipboard Speicher bentigt sollte man es sobald es nicht mehr
bentigt wird lschen.

[1mStatuszeile 3[0m
Im normalen Betrieb zeigt AmiCom in der Statuszeile 3 bis zu 11 Calls an
welche im Monitor gelesen wurden (= auf der Frequenz gehrt wurden).
Sind schon 11 Calls in der Liste enthalten und es wird ein Weiteres
gehrt wird das am Lngsten nicht mehr gehrte Call durch das Neue ersetzt.
Wurde ein Call lnger als 5 Minuten nicht mehr gehrt wird es aus der
Liste entfernt. Mit dieser Funktion hat man also immer einen berblick
welche Stationen gerade auf dieser Frequenz QRV sind.

Whrend einer Dateibertragung wird auf eine andere Darstellung umgeschaltet.
Wenn die Lnge der kompletten Datei bekannt ist (Senden, Empfang mit
AutoBin oder Autosave einer 7Plus-Datei) sieht das etwa so aus:

-----------------------------------------------------------------------------
R7 TEST.7PL 3450/9876 (34%), t=5 min.
-----------------------------------------------------------------------------
[33m<----1---->|<---2--->|<-3->|<---4--->[31m

1: R: Es wird Empfangen und auf Diskette/Festplatte mitgeschrieben (Read).
   S: Es wird eine Datei von Diskette oder Festplatte ausgesendet.
   T: bertragung einer Textdatei mit Zeichensatzwandler und Wandlung
      des Zeilentrenners (LF<->CR).
   B: bertragung einer Binrdatei ohne Zeichensatzwandlung und ohne Wandlung
      des Zeilentrenners.
   A: bertragung mit Autobin.
   7: Empfang einer 7Plus-Datei mit Autosave oder Aussenden ohne
      Zeichensatzwandlung, es wird nur der Zeilentrenner gewandelt.
   Anschlieend folgt der Dateiname ohne Pfad (TEST.7PL).
2: Anzahl der schon bertragenen Bytes und Gesammtanzahl (3450 von 9876).
3: Angabe der schon bertragenen Bytes in Prozent (0-100).
4: Zeit in Minuten welche die bertragung bei gleichbleibender
   Geschwindigkeit in etwa noch bentigt. Da die bertragungsgeschwindigkeit
   normalerweise sehr stark schwankt ist dies nur ein ungefhrer Schtzwert.

Ist die Lnge der kompletten Datei dem Programm nicht bekannt fehlen die
Gesammtanzahl und die Punkte 3-4.

[1mMonitorfenster[0m
Am unteren Bildschirmrand befindet sich das Monitorfenster. In diesem Fenster
lt sich stndig die Aktivitt auf der QRG beobachten. Mit HELP schaltet
man auf den Monitorkanal um und kann nun im Eingabefenster einen Text
eingeben welcher dann als unnummerierte Information ausgesendet wird
(CQ-Rufe, etc...). Ist auf den Monitor geschaltet kann auch im Ausgabefenster
des Monitors geblttert werden um weiter zurckliegenden Text nochmals zu
lesen. Drckt man nochmals HELP wird wieder auf den zuletzt dargestellten
QSO-Kanal zurckgeschaltet, mit Shift+HELP kann zwischen zwei alternativen
Monitorgren umgeschaltet werden. Durch Ziehen der Statuszeile 3 mit der
Maus lt sich die Gre des Monitorfensters am unteren Bildschirmrand
jederzeit verndern.


[32m[4m4.2 Pulldownmens[0m[31m

Die meisten Programmfunktionen von AmiCom erreicht man auch ber Pulldown-
mens. Es folgt eine Liste aller Funktionen, die Shortcuts, welche man
zusammen mit der rechten Amiga-Taste erreicht, stehen in Klammern:

Menpunkt Program (Programm):
Editor         (E) Startet den in der Datei "konfig.ac" voreingestellten
                   Texteditor mit "RUN >NIL: <Name>".
Shell          (S) ffnet eine neue Shell mit "RUN >NIL: NewShell".
Help/About     (A) Versucht einen Hilfetext ber einen gesuchten
                   Schlsselbegriff anzuzeigen. Wird z.B. als Suchbegriff
                   das Wort "KISS" eingegeben ffnet AmiCom ein HotHelp-
                   Fenster und durchsucht alle Projekte nach dem Schlssel
                   "*KISS*".
Help/Open      (H) ffnet ein HotHelp-Fenster an der selben Position mit dem
                   selben Inhalt wie das zuletzt geschlossene Fenster.
                   Wird diese Funktion das erste mal Aufgerufen zeit HotHelp
                   das Projekt "AmiCom" und den Schlssel "Startseite".
Quit           (Q) Verlt das Programm.

Menpunkt File (Datei):
Read File          Damit knnen empfangene Daten auf Diskette oder
                   Festplatte mitgeschrieben werden. Es kann immer nur in
                   eine Datei geschrieben werden, whrend des Mitschreibens
                   ist die Autosave-Funktion auer Betrieb.
Send File          Sendet eine Datei von der Diskette oder Festplatte aus.
Send Clipboard     Sendet den Inhalt des Clipboards aus.
Stop Reading       Die Datei in welche geschrieben wurde wird geschlossen
                   und die bertragung wird Beendet.
Stop Sending       Unterbricht das Aussenden einer Datei.
Delete File        Lscht eine Datei wie mit "Delete" in der Shell.

Menpunkt Function (Funktion):
Connect        (C) Es wird nach dem Call der Station gefragt, anschlieend
                   wird versucht eine Verbindung zu dieser Station
                   aufzubauen.
Disconnect     (D) Die Verbindung wird beendet. Bitte warten bis die
                   Verbindung wirklich getrennt ist!
MyCall         (I) Mit dieser Funktion ist es mglich das MyCall und den
                   eigenen Namen auf diesem Kanal vorbergehend zu ndern,
                   z.B. bei Clubstationen. Diese Einstellungen gelten bis
                   zum nchsten Disconnect, dann werden wieder die
                   Grundeinstellungen bernommen.
C. Message     (T) Es kann eine bis zu 80 Zeichen lange Nachricht eingegeben
                   werden, sie wird dann an den Connect-Text angefgt.
                   ("Moment, habe 600", "Komme gleich wieder"...)
Undo           (U) AmiCom wertet alle empfangenen Meldungen in der Art von
                   "Connected to..." oder "Reconnected to..." aus und
                   aktualisiert das Logbuch. Auerdem wird in der Statuszeile
                   immer das aktuelle Call angezeigt. Sollte irrtmlich
                   einmal eine "Falschmeldung" empfangen werden, z.B.
                   im Text einer Mailbox, kann die falsche Anzeige mit
                   "Undo" wieder rckgngig gemacht werden. Dabei wird der
                   Eintrag auch aus dem Logbuch entfernt.
BoxCheck/Clear     Der BoxCheck-Buffer wird gelscht und der Speicher
                   freigegeben. Dies geschieht auch automatisch wenn die
                   Verbindung getrennt wird.
BoxCheck/Show  (B) Zeigt den Inhalt des BoxCheck-Buffers. Durch Drcken von
                   ESCAPE gelangt man wieder zur Anzeige von Eingabe-
                   und Ausgabefenster.
BoxCheck/
     Read Next (N) Schickt ein Read-Kommando ("R") fr das nchste
                   ausgewhlte File ab.
Clipboard/
    Mark Block (L) Kopiert einen Bereich aus dem Ausgabefenster in das
                   Clipboard. Nach einem Klick auf den Blockanfang und einen
                   Doppelklick auf das Blockende wird der markierte Bereich in das
                   Clipboard bernommen. Alternativ kann man nach je einen
                   einfachen Klick auf den Blockanfang und das Blockende den
                   markierten Bereich berprfen, durch nochmaliges einfaches
                   Klicken korrigieren und anschlieend durch einen Doppelklick
                   bernehmen.
Clipboard/Clear    Lscht das Clipboard und gibt den belegten Speicher wieder
                   frei. Diese Funktion sollte immer aufgerufen werden wenn
                   der Inhalt des Clipboards nicht mehr bentigt wird.
Clipboard/Save     Speichert den Inhalt des Clipboards auf Disk.
Clipboard/Print    Gibt den Inhalt des Clipboards auf dem Drucker aus.
Clear Editbuffer   Lscht den gesammten Eingabebuffer.
Printer/On     (P) Alles was nun auf diesem Kanal empfangen wird wird auch auf
                   dem Drucker ausgegeben.
Printer/Off    (O) Schaltet den Drucker wieder aus.
Standardtext   (-) Nach Auswahl dieses Mens oder Drcken von
                   AMIGA-Rechts+"-" kann einer der 26 vordefinierten
                   Standardtexte ausgesendet werden indem man die
                   entsprechende Taste drckt (A-Z).

Menpunkt Monitor:
Save/On            Startet die Monitor-Save-Funktion.
Save/Off           Beendet Diese.
Mon. H. /Show  (M) Zeigt die groe Monitor-Heard-Liste. In dieser Liste sind
                   bis zu 30 zuletzt gehrte Stationen gespeichert.
Mon. Heard/Clear   Lscht die groe und kleine Liste.

Menpunkt Switch (Schalter):
Hier knnen einige Funktionen Ein- oder Ausgeschaltet werden.

Folgende Schalter gelten fr jeden Kanal getrennt:
Convers            Schaltet den Convers-Mode Ein oder Aus.
Converter          Whlt den Zeichensatzwandler (Aus, IBM oder IBM/DIN).
Umlaute            Umlaute zulassen oder sperren.
ViewText       (V) Schaltet die ViewText-Funktion Ein oder Aus.

Folgende Schalter gelten global fr das ganze Programm:
AutoSave           Schaltet die Autosave-Funktion Ein oder Aus.
Bell               Klingel bei Connect oder "//RI"?
BoxCheck           Schaltet die BoxCheck-Funktion Ein oder Aus.
CText              Schaltet das Aussenden des Connect-Textes Ein oder Aus.
Echo               Schaltet Echo-Funktion ein oder aus.
MHeard             Soll eine Monitor-Heard-Liste gefhrt werden?
PCFont             Aktiviert den IBM-Zeichensatz (AmiCom.font).
Remote             Ist eine Fernsteuerung mit "//XXXX" mglich?
Sound              Pieps bei Empfang von Daten oder CTRL-G?


[32m[4m4.3 Kommandos[0m[31m

Befindet sich der Cursor im Eingabefenster am Zeilenbeginn kann man durch
Drcken von ESCAPE in den [1mKommando-Modus[0m schalten, es wird das Zeichen
"" am Zeilenbeginn eingefgt. Nach der Eingabe eines Kommandos an den TNC
oder an das Terminal drckt man RETURN und AmiCom wertet die Eingabe aus.
Die Unterscheidung zwischen [1mTerminal-Kommando[0m und [1mTNC-Kommando[0m
wird dabei von AmiCom automatisch getroffen.
Es folgt eine Liste der Terminal-Kommandos, welche TNC-Kommandos eingegeben
werden knnen hngt vom verwendeten Treiber oder im Hostmode von der
verwendeten TNC-Fimrware ab. Eine Liste der Kommandos bei KISS.drv oder
BayCom.drv folgt im nchsten Kapitel.

[1mTerminal-Kommandos[0m
Jedes Kommando besteht aus einem Schlsselwort und einem oder mehrere
Parameter, welcher entweder eine Zahl, eine Zeichenkette oder ein Schalter
sein kann. Ein Schalter besteht aus den Schlsselwrtern "EIN", "AUS", "ON"
oder "OFF". Enthlt die Zeichenkette Leerzeichen mu sie in Anfhrungszeichen
(") gesetzt werden, z.B.: 'df0:Datei', '"Das ist ein Test."'. Wird bei einigen
Kommandos kein Parameter angegeben wird die aktuelle Einstellung angezeigt.

Liste der Terminal-Kommandos:

[1mAUTOSAVE <Schalter>[0m
Schaltet die Autosave-Funktion ein oder aus.

[1mBELL <Schalter>[0m
Schaltet die Klingel bei einem Connect oder //RI ein oder aus.

[1mBOXCHECK <Schalter>[0m
Schaltet die BoxCheck-Funktion ein oder aus.

[1mC <Call> [via] [Pfad][0m
Connect, es wird eine Verbindung zu der angegebenen Station, gegebenenfalls
ber die angegebenen Digipeater, aufgebaut. Besteht zu dieser Station schon
eine Verbindung auf einem anderen Kanal fngt AmiCom die Fehlermeldung
"STATION ALREADY CONNECTED" ab, erhht das SSID beim MYCALL und versucht den
Connect nocheinmal (Aus DL3MGQ wird DL3MGQ-1, DL3MGQ-2...).

Beispiel:
c db0zka
c db0kcp db0zka
c db0kcp via db0zka

[1mCHANNEL <Kanalnummer>[0m
[1mCH <Kanalnummer>[0m
Schaltet auf den angegebenen Kanal um. Da mit den Funktionstasten "nur" (?)
die ersten 30 Kanle erreicht werden knnen ist dieses Kommando zum Erreichen
der Kanle 31-255 ntig (Wer soviel braucht...).

[1mCLRBOXCHECK[0m
Lscht den Buffer der Boxcheck-Funktion und gibt den Speicher wieder frei.

[1mCLRMHEARD[0m
[1mCMH[0m
Lscht die groe und kleine Monitor-Heard-Liste.

[1mCLRCLIP[0m
Lscht das Clipboard und gibt den Speicher wieder frei.

[1mCONVERS <Schalter>[0m
[1mCONV <Schalter>[0m
Schaltet den Convers-Mode auf dem gerade dargestellten Kanal ein oder aus.

[1mCONVERTER <Nummer>[0m
Whlt einen Zeichensatzwandler fr den gerade dargestellten Kanal, <Nummer>
kann Werte zwischen 0 und 2 annehmen.

[1mCTEXT <Schalter>[0m
Schaltet den Connect-Text ein oder aus.

[1mD[0m
Disconnect, die Verbindung auf diesem Kanal wird beendet.

[1mDELETE <Dateiname>[0m
[1mDEL <Dateiname>[0m
Lscht die angegebene Datei auf der Diskette oder Festplatte wie mit "Delete"
in der Shell.

[1mECHO[0m
SChaltet die Echo-Funktion ein oder aus.

[1mEDITOR[0m
[1mED[0m
Startet den in der Datei "konfig.ac" eingestellten Texteditor.

[1mHELP[0m
Listet alle mglichen Terminal-Kommandos.

[1mMAXFRAME <Wert>[0m
Legt die maximale Anzahl der ausgesendeten und unbesttigten Frames fest.
MAXFRAME kann Werte zwischen 1 und 7 annehmen, der eingestellte Wert wird
mit "O <Wert>" auch an den TNC geschickt.

[1mMHEARD <Schalter>[0m
Schaltet das Updaten der groen Monitor-Heard-Liste ein oder aus.

[1mMONSAVE[0m
Startet die Monitor-Save-Funktion. Vorher wird noch das Fenster mit den
Einstellmglichkeiten gezeigt.

[1mMONSAVEOFF[0m
Beendet die Monitor-Save-Funktion.

[1mNEWSHELL[0m
Startet eine neue Shell.

[1mPACLEN <Wert>[0m
[1mPAC <Wert>[0m
Legt die maximale Lnge eines Datenframes fest, PACLEN kann Werte zwischen
16 und 256 annehmen.

[1mPCFONT <Schalter>[0m
Schaltet den Zeichensatz "AmiCom.font" ein oder aus.

[1mPRINTCLIP[0m
Schickt den Inhalt des Clipboards zum Drucker.

[1mPRINTER <Schalter>[0m
Schaltet den Drucker ein oder aus.

[1mQUIT[0m
Beendet das Programm.

[1mRA <Dateiname>[0m
Download einer Datei mit Autobin.

[1mRB <Dateiname>[0m
Beginnt mit dem Mitschreiben ohne Zeichensatzwandlung auf Disk.

[1mRT <Dateiname>[0m
Beginnt mit dem Mitschreiben einer Textdatei auf Disk, der Zeichensatz wird
entsprechend gewandelt.

[1mREMOTE <Schalter>[0m
Schaltet die Fernsteuerung mit //XXXX ein oder aus.

[1mRTT[0m
Mit die Laufzeit der Daten zwischen den beiden Stationen.

[1mS7 <Dateiname>[0m
Beginnt mit dem Aussenden der 7Plus-Datei <Dateiname>.

[1mSA <Dateiname>[0m
Upload einer Datei mit Autobin.

[1mSB <Dateiname>[0m
Sendet die Datei <Dateiname> ohne Zeichensatzwandlung aus.

[1mSL[0m
Sendet den Inhalt des Clipboards aus.

[1mST <Dateiname>[0m
Beginnt mit dem Aussenden einer Textdatei, der Zeichensatz wird entsprechend
gewandelt.

[1mSAVECLIP[0m
Speichert den Inhalt des Clipboards auf Diskette oder Festplatte.

[1mSOUND <Schalter>[0m
Schaltet die Tonausgabe bei empfangenen Daten oder CTRL-G ein oder aus.

[1mSTOP[0m
Beendet oder Unterbricht eine Dateibertragung.

[1mUMLAUTE <Schalter>[0m
Schaltet die Umlaute ein oder aus, also die Sperre aus oder ein.


[32m[4m4.4 Beschreibung der TNC-Kommandos bei BayCom.drv und KISS.drv[0m[31m

Im Hostmode bernimmt die Bearbeitung eingegebener Kommandos die TNC-Firmware,
genauso wie die gesammte Protokollabwicklung und Sendersteuerung. Deshalb
sind bei der Verwendung von "Host.drv" die untersttzten TNC-Kommandos
abhngig von der verwendeten TNC-Firmware, "Host.drv" leitet die eingegebenen
Kommandos und Daten ungendert an den TNC weiter. Genauere Informationen
findet man in der Dokumentation der verwendeten Firmware.

Bei "BayCom.drv" und "KISS.drv" bernimmt die Bearbeitung von TNC-Kommandos
der Treiber, genauso wie die gesammte Protokollabwicklung, Ausgabe von Status-
und Fehlermeldungen und die Darstellung des Monitors. Die Bedienung dieser
Treiber ist weitgehend gleich wie bei einem TNC mit einer WA8DED-Hostmode-
Firmware.

Es folgt nun eine Liste aller TNC-Kommandos bei "BayCom.drv" und "KISS.drv".
Die mit einem Stern (*) markierten Kommandos und Parameter gelten fr jeden
Kanal getrennt, nach einem Disconnect werden die Einstellungen von Kanal 0
bernommen. Aus diesem Grund sollten die wichtigen Einstellungen immer in
der Konfigurationsdatei auf Kanal Kanal 0 vorgenommen werden.
Wird ein TNC-Kommando ohne Parameter eingegeben wird die derzeitige
Einstellung angezeigt.

Liste der [1mTNC-Kommandos[0m:

[1mB <180...600>[0m                                       (DAMA-Timeout in Sekunden)
Mit dem Parameter "B" kann das DAMA-Timeout in Sekunden eingestellt werden,
der Defaultwert ist 180 (3 Minuten). Wird whrend dieser Zeitspanne kein Poll
vom DAMA-Master empfangen wird wieder in den CSMA-Betrieb (Normalbetrieb)
zurckgeschaltet.
Seit Version 2.2 pat AmiCom den DAMA-Timer adaptiv der Pollhufigkeit des
Masters an so da der Parameter "B" bei starker QRG-Belegung automatisch
erhht wird.
Bei nicht-DAMA-Betrieb wird diese Einstellung ignoriert.

[1mC <Call> [via] [Digipeater Digipeater...][0m                          (Connect) *
Baut eine Verbindung zu einer bestimmten Station auf. Es kann auch eine Route
ber bis zu 8 Digipeater mit angegeben werden. Besteht schon einer Verbindung
zu dieser Station auf diesem Kanal wird der Link zurckgesetzt, gegebenenfalls
ber die neue Route.
Auf Kanal 0 (Monitor) wird mit dem Connect-Kommando das Zielcall fr Unproto-
Aussendungen (UI-Frames) angegeben (Z.B. "C CQ").

Beispiel:
C DB0ZKA
C DB0KCP DB0ZKA
C DB0KCP v DB0ZKA
C DB0KCP via DB0ZKA

Achtung: Auf einem DAMA-Einstieg darf nur der DAMA-Master (Digipeater) oder
via dem DAMA-Master connected werden! Connects der User untereinander stren
den gesammten Betrieb!

[1mD[0m                                                               (Disconnect) *
Beendet die Verbindung auf diesem Kanal, vorher wird aber noch gewartet bis
alle ausgesendeten Datenframes von der Gegenstation besttigt wurden.
Wird das Disconnect-Kommando zweimal hintereinander gegeben werden alle noch
anstehenden Daten verworfen und die Verbindung wird sofort beendet.
Gibt man das Disconnect-Kommando dreimal hintereinander ein wird die
Verbindung sofort abgebrochen ohne auf eine Besttigung der Gegenstation
(UA-) zu warten. Diese Mglichkeit sollte nur im Notfall angewendet werden
da es sonst passieren kann da die Gegenstation das Verbindungsende nicht
mitbekommen hat.

[1mF <1...65535>[0m                             (Timer 1, Frack in 1/100 Sekunden) *
Gibt den Wert des Timers 1 (Frack) in 1/100 Sekunden an. Wird ein Frame an die
Gegenstation ausgesendet und es kam nach Ablauf dieses Timers noch keine
Antwort wird die Aussendung wiederholt (Poll). Seit Version 2.2 wird der mit F
eingestellte Wert nur noch als Startwert fr eine adaptive Anpassung des
Timer 1 verwendet, der aktuelle Wert wird stndig der durchschnittlichen
Antwortszeit der Gegenstation angepasst.
Im DAMA-Mode wird diese Einstellung ignoriert.

[1mI <Call>[0m                                                            (Mycall) *
Legt das eigene Rufzeichen fest. Das Terminal von AmiCom setzt das eigene
Rufzeichen selbststndig so wie es in der Datei "konfig.ac" mit MYCALL
festgelegt wurde. Mit "I" kann whrend des Betriebs auf einem einzelnen
Kanal das Rufzeichen gendert werden, nach dem Disconnet wird wieder das
Call von Kanal 0 bernommen.

[1mK <0...2>[0m
Gibt an ob und wo ein Stamp (Datum und Uhrzeit) angezeigt werden soll:
0 = Kein Stamp.
1 = Stamp bei Statusmeldungen (CONNECTED TO...).
2 = Stamp bei Statusmeldungen und Monitorheaderzeilen (fm DL3MGQ to...).

[1mL[0m                                                             (Status holen) *
Gibt den Status der Verbindung auf diesem Kanal aus. Der Status besteht aus
6 Ziffern welche folgende Bedeutung haben:
1. Ziffer: Anzahl der unangezeigten Statusmeldungen im Buffer.
2. Ziffer: Anzahl der unangezeigten Datenframes im Buffer.
3. Ziffer: Anzahl der noch unausgesendeten Datenframes im Buffer. Dieser
           Wert wird in der Statuszeile 2 angezeigt (N, Not Sent).
4. Ziffer: Anzahl der schon ausgesendeten aber noch nicht besttigten
           Datenframes. Dieser Wert wird in der Statuszeile 2 angezeigt (U, 
           Unack).
5. Ziffer: Anzahl der Wiederholungen des letzten Frames. Dieser Wert wird in
           der Statuszeile 2 angezeigt (T, Tries).
6. Ziffer: Link-Status dieser Verbindung. Wird in der Statuszeile 2 als Text
           angezeigt.

[1mM <U|I|S|C|N>[0m
Mit M kann angegeben werden was alles im Monitor angezeigt werden soll:
U: Es werden Unproto-Frames (UI) angezeigt.
I: Es werden Info-Frames (I) angezeigt.
S: Es werden Steuerframes (RR, REJ, RNR, FRMR, SABM, DISC, UA, DM) angezeigt.
C: Anzeige des Monitors auch wenn man connected ist.
N: Es wird nichts angezeigt, "M N" schaltet den Monitor ab.
Beim Betrieb mit dem AmiCom-Terminal mu "M" auf "UISC" eingestellt sein!

[1mN <0...65535>[0m                                                    (N2, Tries) *
Gibt die maximale Anzahl von Wiederholungen an. Kommt dann immer noch keine
Besttigung von der Gegenstation wird die Verbindung abgebrochen (LINK
FAILURE). Der Wert 0 stellt auf undendlich, Vorsicht!!!

[1mO <1...7>[0m                                                         (Maxframe) *
Gibt die maximale Anzahl von unbesttigten Datenframes an. Nachdem so viele
Datenframes ausgesendet wurden wird auf eine Besttigung der Gegenstation
gewartet.

[1mP <0...255>[0m                                                      (Persistence)
Gibt den Persistence-Wert fr den eingebauten Zufallsgenerator an. Bei 0 geht
der TNC nie auf Sendung, bei 255 sofort. Dieser Parameter steht im
Zusammenhang mit der Slottime (W), sinnvolle Werte liegen z.B. zwischen 16 und
128. Im DAMA-Mode wird diese Einstellung ignoriert, der TNC geht dort immer
sofort auf Sendung.

Achtung: Die Parameter P und W sollten nur verndert werden wenn man sich
         ber deren Funktion 100% im Klaren ist! Eine falsche Einstellung
         kann den gesammten Betrieb auf einer Frequenz stren!

[1mQ [+|-] <Call> [Suchroute][0m                                 (QRV? Suchfunktion)
Mit Q ist es mglich eine Station zu suchen, hnlich dem F-Kommando bei
Flexnet.
Q <Call>             Sucht die Station <Call> direkt und ber die eingestellte
                     Suchroute (Die mit "Q +" definierte Liste).
Q <Call> <Route>     Sucht die Station <Call> nur ber die Route <Route>. Die
                     Suchroute kann aus bis zu 8 Digipeatercalls bestehen,
                     wird sie angegeben wird die eingestellte Suchroute nicht
                     beachtet.
Q + <Route>          Fgt die Route <Route> zur Suchroute hinzu. Maximal
                     knnen 8 Suchrouten angegeben werden, jede Route kann
                     aus bis zu 8 Digipeatercalls bestehen.
Q - <Route>          Entfernt die angegebene Suchroute aus der Liste.

[1mR <0|1>[0m                                                           (Digipeat) *
Schaltet das L2-Digipeating ein oder aus. Ist es eingeschaltet kann die
eigene Station als Digipeater verwendet werden wenn sie bei einem Connect
in den Pfad aufgenommen wird.

[1mT <0...255>[0m                                        (TXDelay in 1/100 Sekunden)
Nach dem Tasten der PTT dauert es noch eine Weile bis der Sender mit voller
Leistung arbeitet, die PLL auf die Sendefrequenz eingerastet ist, die
NF-Verstrkerstufen voll arbeiten, das Senderelais umgeschaltet hat, etc...
Damit nicht der Anfang der Aussendung verloren geht kann man mit dem
Parameter "T" die Zeitspanne einstellen die nach dem Hochtasten des Senders
noch gewartet werden soll bevor mit dem Aussenden der Daten begonnen wird.
Eine TXDelay-Zeit von 250 mS (T 25) mte bei fast alle modernen Transceivern
ausreichen, eine zu lange Zeit blockiert die Frequenz nur unntig.

[1mU[0m                                                               (Connect-Text)
Mit U stellt man normalerweise den Connect-Text ein welchen der TNC nach einem
Connect automatisch aussendet. Diese Funktion wird von AmiCom bernommen und
ist deshalb in den Treibern nicht ntig. Damit aber nicht stndig eine
Fehlermeldung erzeugt wird falls sich das Kommando "U" noch in der
Konfigurationsdatei befindet ist es hier auch implementiert, hat aber keine
Funktion.

[1mV[0m                                                                    (Version)
Gibt die Versionsmeldung aus.

[1mW <0...255>[0m                                       (Slottime in 1/100 Sekunden)
Legt die Slottime fr die Persistence-Funktion in 1/100 Sekunden fest. Diese
Einstellung steht im Zusammenhang mit dem Parameter "P", siehe dort.

[1mX <0|1>[0m                                                       (Sender sperren)
0: Der Sender ist gesperrt (Z.B. SWL)
1: Der Sender ist freigegeben.

[1mY <0...255>[0m                                                         (Channels)
Stellt die maximale Anzahl von Connects ein die der TNC von Auen annimmt.
Bestehen schon "Y" Verbindungen wird der nchste eingehende Connect (SABM+)
zurckgewiesen (DM-). Dieser Wert wird von AmiCom automatisch auf die mit
CHANNELS festgelegte Kanalanzahl eingestellt.
"Y" ohne Parameter gibt den eingestellten Wert und die Anzahl gerade
bestehender Verbindungen (in Klammern) aus.

[1m@B[0m                                                                   (Buffers)
Zeigt an wie viele Buffer noch frei sind. Dahinter steht in Klammern die
maximale Anzahl von Buffern.

[1m@D <0|1>[0m                                           (Fulldup, nur bei KISS.drv)
Schaltet den Vollduplex-Betrieb ein oder aus. Das ist nur mglich wenn man
ber voneinander getrennte Sender und Empfnger verfgt und wird im Normalfall
nicht von normalen Stationen verwendet sondern nur bei festen Links zwischen
den Digipeatern.

[1m@DEBUG[0m                                             (Debug, Nur bei BayCom.drv)
ffnet das Debugfenster in welchem Der Status der PTT und der DCD angezeigt
wird und ob man sich im DAMA-Slave-Mode befindet. Klickt man auf das
Lautsprechersymbol gibt BayCom.drv bei jedem Interrupt einen Klick auf
Tonkanal 0 aus, es mte ein gleichmiger Ton zu hren sein. Klingt
der Ton ohne Empfang (DCD ist aus) ungleichmig oder hat sogar Aussetzer
ist ein einwandfreier Betrieb mit dem BayCom-Modem nicht mglich! Whrend
des Empfangs von Daten (DCD ist an) ist es normal da der Ton etwas
verzerrt klingt, da dort die Phasenlage stndig so gendert wird damit die
DPLL (Digital Phase Locked Loop) auf das Empfangssignal einrastet.

[1m@I <0...256>[0m                                                           (IPoll)
Mu ein Info-Frame wiederholt werden welches krzer oder gleich lang ist als
der mit @I eingestellte Wert wird es sofort wiederholt (I+) statt einen
einfachen Poll (RR+, RNR+) an die Gegenstation auszusenden wie es in der
AX.25-Definition gefordert wird. Der Info-Poll wird mittlerweile von fast
jeder Software verstanden und fhrt zu einer Steigerung des Datendurchsatzes.
Kommt es trotzdem einmal zu Problemen kann er mit "@I 0" abgeschaltet werden.

[1m@N <Call> [Call Cal...][0m                                                 (CNot)
Mit diesem Kommando knnen bis zu 9 Calls angegeben werden von welchen kein
Connect angenommen werden soll, die SSID wird dabei beachtet. Wird "@N" ohne
Parameter eingegeben wird die Liste gelscht.

Beispiel:
@N NOCALL BAKE ;Von diesen beiden Calls wird kein Connect angenommen.
@N             ;Es werden wieder alle Connects angenommen.

[1m@S[0m                                                               (Statistik) *
Mit "@S" kann eine Statistik der gerade laufenden Verbindung angezeigt werden.
Die Ausgabe sieht z.B. so aus:

TXI 12, TXR 6 (50.0%), RXI 20

Dabei bedeuten:
TXI ist die Anzahl der ausgesendeten Info-Frames in dieser Verbindung.
TXR ist die Anzahl der wiederholt ausgesendeten Info-Frames. Je hher dieser
    Wert ist desto schlechter ist die Verbindung und desto geringer der
    Datendurchsatz.
    In Klammern folgt der prozentuale Anteil an den bertragenen Info-Frames
    (Wert=TXR*100/TXI). Bei diesem Beispiel handelt es sich also um eine
    sehr schlechte Verbindung bei der jedes 2. Info-Frame wiederholt werden
    musste.
RXI ist die Anzahl der in dieser Verbindung empfangenen Info-Frames.

[1m@T2 <0...65535>[0m                   (Packet-Response-Timer T2 in 1/100 Sekunden)
Bevor empfangene Info-Frames besttigt werden wird noch die mit "@T2"
eingestellte Zeitspanne gewartet ob noch ein weiteres Info-Frame kommt. Ist
der Timer 2 abgelaufen und es kam kein weiteres Info-Frame wird die
Besttigung (RRv, RNRv, REJv) ausgesendet. Dieser Timer ist vor allem im
KISS-Mode wichtig denn durch ihn wird vermieden da jedes Frame einzeln
besttigt wird.
Im DAMA-Mode wird diese Einstellung ignoriert.

[1m@T3 <6000...65535>[0m                (Link-Inactivity-Timer T3 in 1/100 Sekunden)
Findet keine Datenbertragung statt (Man hat sich wohl nicht viel zu sagen,
hi) wird nach Ablauf des Timers 3 geprft ob die Verbindung berhaupt noch
besteht.

[1m@TA <0...255>[0m                                      (TX-Tail in 1/100 Sekunden)
Nach dem Aussenden des letzten Frames wird noch die mit @TA eingestellte
Zeitspanne gewartet bevor der Sender ausgeschaltet wird. Dies ist bei manchen
langsamen Modems ntig.


[32m[4m4.5 Tastaturbelegung[0m[31m

[1mTastaturbelegung im normalen Betrieb:[0m

F1...F10               Schaltet zwischen den Kanlen 1-10 um.
SHIFT+F1...F10         Schaltet zwischen den Kanlen 11-20 um.
CTRL+F1...F10          Schaltet zwischen den Kanlen 21-30 um.
HELP                   Schaltet auf den Monitorkanal (Kanal 0). Durch
                       nochmaliges Drcken von HELP gelangt man wieder auf den
                       zuletzt dargestellten QSO-Kanal.
SHIFT+HELP             Schaltet zwischen zwei alternativen Monitorgren am
                       unteren Bildschirmrand um.
ESCAPE                 Befindet sich der Cursor im Eingabefenster am Zeilen-
                       beginn knnen mit ESCAPE Kommandos an das Terminal oder
                       an den TNC eingegeben werden.
                       Wird gerade eine Dialogbox angezeigt kann diese mit
                       ESCAPE geschlossen werden. Wird eine Eingabe erwartet
                       entspricht dies dem Anwhlen von "Cancel" (Abbruch).
DEL                    Lscht im Eingabefenster das Zeichen unterhalb des
                       Cursors.
SHIFT+DEL              Lscht im Eingabefenster alle Zeichen von der aktuellen
                       Cursorposition bis zum Zeilenende.
<-                     Lscht im Eingabefenster das Zeichen links des Cursors.
SHIFT+<-               Lscht im Eingabefenster alle Zeichen vom Zeilenbeginn
                       bis zu dem Zeichen vor der aktuellen Cursorposition.
CTRL-B                 Zwischen den einzelnen Worten in der Eingabezeile
                       werden so viele Leerzeichen eingefgt bis die Zeile
                       die maximale Lnge erreicht hat. Bei Texten ber
                       mehrere Zeilen erreicht man damit einen Blocksatz.
CTRL-C                 Die aktuelle Zeile im Eingabefenster wird zentriert.
                       Ideal fr berschriften...
CTRL-Y                 Lscht im Eingabefenster die komplette Zeile in welcher
                       sich der Cursor befindet.
RETURN                 Beendet die Eingabe einer Zeile im Eingabefenster und
                       springt in die nchste Zeile. Eingegebenen Daten werden
                       sofort ausgesendet und ein eingegebenes Kommando wird
                       ausgefhrt.
                       Wird gerade eine Dialogbox angezeigt bei welcher eine
                       Eingabe des Benutzers erwartet wird entspricht
                       das Drcken von RETURN der Anwahl von "OK".
SHIFT+RETURN           Springt in die nchste Zeile, die eingegebenen Daten
                       werden aber noch nicht ausgesendet (wie beim Wort-
                       umbruch). Auf diese Weise knnen bis zu 3 Zeilen
                       zusammengefgt und gemeinsam ausgesendet werden.
CURSOR RAUF            Bewegt den Cursor im Eingabefenster eine Zeile zurck.
CURSOR RUNTER          Bewegt den Cursor im Eingabefenster eine Zeile vor.
CURSOR LINKS           Bewegt den Cursor im Eingabefenster ein Zeichen zurck.
CURSOR RECHTS          Bewegt den Cursor im Eingabefenster ein Zeichen vor.
SHIFT+RAUF oder PgUp   Blttert im Ausgabefenster eine Seite zurck. Die
                       Ausgabe wird angehalten bis wieder ans Bufferende
                       vorgeblttert wird.
SHIFT+RUNTER oder PgDn Blttert im Ausgabefenster eine Seite vor.
CTRL+RAUF oder Home    Springt an den Bufferbeginn des Ausgabefensters.
CTRL+RUNTER oder End   Springt an das Bufferende des Ausgabefensters, eine
                       angehaltene Ausgabe wird fortgesetzt.
ScrL am Zehnerblock    Die Ausgabe wird angehalten bis wieder ScrL gedrckt
                       wird. So kann empfangener Text mitgelesen werden.
                       Fr ein komfortableres Lesen lngerer Texte existiert
                       die ViewText-Funktion.

[1mTastaturbelegung bei dargestellten BoxCheckbuffer:[0m

F1...F10,              Schaltet wie gewohnt zwischen den einzelnen Kanlen
SHIFT+F1..F10,         um. Wird auf den gerade dargestellten Kanal
CTRL+F1...F10          umgeschaltet (z.B. F1 wenn man sich auf Kanal 1
                       befindet) wird wieder zur normalen Darstellung
                       zurckgekehrt und der BoxCheckbuffer geschlossen.
HELP                   Schaltet auf den Monitorkanal (Kanal 0). Durch
                       nochmaliges Drcken von HELP gelangt man wieder auf den
                       zuletzt dargestellten QSO-Kanal mit Anzeige des
                       BoxCheckbuffers.
SHIFT+HELP             Schaltet zwischen zwei alternativen Monitorgren am
                       unteren Bildschirmrand um.
ESCAPE                 Kehrt wieder zur normalen Darstellung zurck, die
                       Anzeige des BoxCheckbuffers wird beendet.
                       Wird gerade eine Dialogbox angezeigt kann diese mit
                       ESCAPE geschlossen werden. Wird eine Eingabe erwartet
                       entspricht dies dem Anwhlen von "Cancel" (Abbruch).
CURSOR RAUF            Blttert im Buffer eine Zeile zurck.
CURSOR RUNTER          Blttert im Buffer eine Zeile vor.
SHIFT+RAUF oder PgUp   Blttert im Buffer eine Seite zurck.
SHIFT+RUNTER oder PgDn Blttert im Buffer eine Seite vor.
CTRL+RAUF oder Home    Sprint an den Bufferbeginn.
CTRL+RUNTER oder End   Springt an das Bufferende.
F                      Es kann ein Suchbegriff eingegeben werden nach welchen
                       von der obersten dargestellten Zeile bis ans Bufferende
                       gesucht wird.
R                      Kehrt zur normalen Darstellung zurck und schickt ein
                       Read-Kommando fr alle (!) markierten Files aus.
                       Besser ist ein Schlieen des Buffers mit ESCAPE und
                       einzelnes Lesen mit AMIGA-Rechts+N.
SPACE (Leertaste)      Es wird der oberste dargestellte Eintrag im Buffer
                       markiert, nochmaliges Drcken von SPACE demarkiert ihn
                       wieder.


[32m[4m4.6 Remotekommandos[0m[31m

Wenn die Fernsteuerung eingeschaltet ist (REMOTE ON) kann AmiCom ber
spezielle Remotekommandos von der Gegenstation ferngesteuert werden. Diese
Remotekommandos mssen mit einem "//" am Zeilenbeginn beginnen um sie von
normalen QSO-Text zu unterscheiden. Remotekommandos von Mailboxen werden
ignoriert um Fehlfunktionen zu vermeiden, das setzt jedoch korrekte Eintrge
in "names.ac" voraus.

Folgende Remotekommandos kann AmiCom ausfhren:

[1m//CHAR <Zeichensatz>[0m

Waehlt einen Zeichensatzwandler aus.
"//CHAR 0" Schaltet den Zeichensatzwandler ab (Amiga-Zeichensatz, ANSI).
"//CHAR 1" Waehlt den IBM-Zeichensatz. AmiCom versucht nun alle Zeichen
           welche sowohl im IBM-Zeichensatz als auch im Amiga-Zeichensatz
           vorkommen entsprechend auszutauschen damit sie korrekt dargestellt
           werden. Das betrifft vor allem die meisten nationalen Sonderzeichen
           wie z.B. die deutschen Umlaute (ae oe ue...).
"//CHAR 2" Waehlt den IBM-Zeichensatz, die deutschen Umlaute werden aber wie
           im DIN-Zeichensatz dargestellt. Dadurch koennen aber einige
           Zeichen nicht mehr verwendet werden, z.B. die eckigen und
           geschweiften Klammern.

[1m//CONV[0m
Startet den Conversmode auf diesem Kanal. Alles was nun hier eingegeben wird
wird an alle anderen Kanle welche sich auch im Conversmode befinden weiter
verteilt. So sind Gesprchsrunden mit mehr als nur 2 Stationen mglich.
Die Conversfunktion von AmiCom ist nur fr den Fall gedacht da der Digipeater
keine eigene Conversfunktion hat, diese sollte auf jeden Fall bevorzugt
verwendet werden.

[1m//CS[0m
Gibt den Connect-Status aus. Das ist eine Liste mit allen Stationen welche
auf den einzelnen Kanlen connected sind. Eine Zeile des Connect-Status kann
z.B. so aussehen:

Connect-Status de DL3MGQ, 02.03.1994 14:10:30:

CH 1 DL3MGQ-1  --> B:DB0KCP-8  via DB0ZKA      5m Digi Augsburg

[33m1---|2--------|3--|4|5-----------------------|6--|7-------------------|8---|[31m

1: Die Nummer des Kanals auf welchen diese Verbindung besteht.
2: Das eigene Call (MyCall) welches auf diesem Kanal verwendet wird
3: Die Richtung des Connects:
   -->: Die Station (DB0KCP-8) wurde connected.
   <--: Man ist von dieser Station connected worden.
4: Der Typ der Station. Er kann eines der Folgenden sein:
   T: Ein Terminal, ein normaler User.
   B: Ein BBS, eine Mailbox.
   D: Ein Digipeater.
5: Das Call der Station welche auf diesen Kanal connected ist. Geht die
   Verbindung ber einen oder mehrere Digipeater wird das Call des letzten
   Digipeaters mit angezeigt.
6: Die Zeit seit wann diese Verbindung besteht in Minuten
7: Der Name der Station, falls er bekannt ist.
8: Befindet sich dieser Kanal im Convers-Modus wird dies hier noch angezeigt
   ("(conv)").

[1m//DEL <Dateiname>[0m
Lscht eine Datei im Remoteverzeichnis. Es knnen nur Dateien gelscht werden
welche man auch selbst angelegt hat. Ausnahme: Der Sysop der Station kann
ber die Selbstfernsteuerung alle Dateien lschen.

[1m//DIR [<Unterverzeichnis>][0m
[1m//D [<Unterverzeichnis>][0m
Gibt das Inhaltsverzeichnis (Directory) des Remoteverzeichnisses oder eines
darunterliegenden Verzeichnisses aus. Auf dieses Remoteverzeichnis hat die
Gegenstation Lese- und Schreibzugriff!

[1m//ECHO <Text>[0m
[1m//E <Text>[0m
Sendet <Text> zurck.

[1m//END[0m
Schliet eine mit //W, //WT oder //WB geffnete Datei oder bricht die
Dateibertragung ab (//WA, //R, //RT, //RB, //RA).

[1m//HILFE [<Kommando>][0m
[1m//HELP [<Kommando>][0m
[1m//H [<Kommando>][0m
"//H" gibt eine Liste aller mglichen Remotekommandos aus, mit
"//H <Kommando>" kann eine genauere Hilfe zu einem bestimmten Kommando
gelesen werden.

[1m//INFO[0m
[1m//I[0m
Sendet den Standardtext "I" aus. Dieser enthlt normalerweise eine kurze
Stationsbeschreibung oder Vorstellung.

[1m//MH[0m
Zeigt die Monitor-Heard-Liste. In dieser Liste knnen bis zu 30 Stationen
enthalten sein welche im Monitor gehrt wurden. Sie ist nach dem
letzten Erscheinungszeitpunkt sortiert, das heit die zuletzt gehrte Station
steht ganz Oben.

[1m//NAME [<Name>][0m
[1m//N [<NAME>][0m
"//N" gibt den Namen der auf diesen Kanal connecteten Station aus, mit
"//N <Name>" kann sie ihren Namen selbst im Programm eintragen (Datei
"names.ac").

[1m//NEWS[0m
[1m//NE[0n
Sendet den Standardtext "N" aus.

[1m//RT <Dateiname>[0m
[1m//R <Dateiname>[0m
Liest die Textdatei <Dateiname> aus dem Remoteverzeichnis aus, der Zeichensatz
wird entsprechend gewandelt. Die bertragung kann mit "//END" vorzeitig
abgebrochen werden.

[1m//RA <Dateiname>[0m
[1m//RPRG <Dateiname>[0m
Download der Datei <Dateiname> aus dem Remoteverzeichnis mit AutoBin.

[1m//RB <Dateiname>[0m
Liest die Datei <Dateiname> ohne Zeichensatzwandlung und ohne Wandlung des
Zeilentrenners aus dem Remoteverzeichnis aus.

[1m//RTT[0m
Mit die Laufzeit der Daten zwischen den beiden Stationen.

[1m//Q[0m
[1m//BYE[0m
Beendet die Verbindung. Vorher wird noch der Standardtext "Q" ausgesendet
welcher z.B. eine Verabschiedung enthalten kann.

[1m//VER[0m
Gibt die Versionsnummer dieses Programms und einen Copyright-Hinweis aus.

[1m//WT <Dateiname> [<Kommentar>][0m
[1m//W <Dateiname> [<Kommentar>][0m
ffnet die Textdatei <Dateiname> im Remoteverzeichnis. In diese Datei kann
nun hineingeschrieben werden, der Zeichensatz wird vor dem Schreiben
gewandelt. Am Ende mu die Datei mit "//END" geschlossen werden.
Zustzlich kann ein bis zu 30 Zeichen langer Kommentar angegeben werden
welcher den Inhalt der Datei genauer beschreiben sollte.

[1m//WA <Dateiname> [<Kommentar>][0m
[1m//WPRG <Dateiname> [<Kommentar>][0m
Es wird die Datei <Filename> im Remoteverzeichnis fr einen Upload mit
Autobin geffnet.
Zustzlich kann ein bis zu 30 Zeichen langer Kommentar angegeben werden
welcher den Inhalt der Datei genauer beschreiben sollte.

[1m//WB <Dateiname> [<Kommentar>][0m
ffnet die Datei <Dateiname> im Remoteverzeichnis. In diese Datei kann nun
geschrieben werden, die empfangenen Daten werden dabei nicht gewandelt.
Am Ende mu sie mit "//END" geschlossen werden.
Zustzlich kann ein bis zu 30 Zeichen langer Kommentar angegeben werden
welcher den Inhalt der Datei genauer beschreiben sollte.

Fr den Fall da man mal probieren mchte ist noch eine Selbstfernsteuerung
eingebaut. Dazu geht man einfach auf einen freien Kanal ohne Verbindung und
gibt die gewnschten Remotekommandos ein.
Bei der Selbstfernsteuerung hat man Schreib- und Lschzugriff auf alle Files
des Remoteverzeichnisses, nicht nur auf die selbst erzeugten!

[32m[4m5. Dateibertragung[0m[31m


[32m[4m5.1 Arten der Dateibertragung[0m[31m

Bei der Dateibertragung ber Packet-Radio mu man zwischen zwei
grundstzlichen Arten unterscheiden: bertragung von Textdateien oder
Binrdateibertragung. Bei Textdateien handelt es sich um normale ASCII-
Textdateien welche direkt gelesen und ausgesendet werden knnen. Binrdateien
knnen z.B. ausfhrbare Programme, Bilder oder spezielle Dateiformate sein,
sie enthalten alle Zeichen von 0-255. Die Unterscheidung hat zwei Grnde:

- In Packet-Radio wird als Zeilentrenner das Zeichen Return, ASCII-Code 13,
  verwendet. Verschiedene Computersysteme verwenden als Zeilentrenner andere
  Zeichen oder Kombinationen, z.B. Linefeed (ASCII-Code 10) beim Amiga oder
  Return+Linefeed bei MS-DOS. Sollen Textdateien ausgesendet werden mssen
  die Systemspezifischen Zeilentrenner in ein Return umgewandelt werden. Das
  wrde Binrdateien unbrauchbar machen denn dort mssen ALLE Zeichen von
  0-255 ohne nderung bertragen werden. Auch bei anderen nicht im ASCII-Code
  genormten Zeichen, z.B. den deutschen Umlauten, ist eine Zeichensatzwandlung
  sinnvoll.
- Eine Binrdatei mu vollstndig bertragen werden, es darf kein Byte fehlen
  oder hinzugefgt werden, bertragungsfehler mssen erkannt werden. Damit
  nun bei der Gegenstation, welche Speichern will, nicht das Problem auftritt
  wann denn nun die Datei beginnt und wann sie endet gibt es spezielle
  bertragungsprotokolle fr die Binrdateibertragung, z.B. AutoBin. Fr den
  Fall da man nur Textdateien bertragen kann, z.B. ber Mailboxen, gibt es
  Programme welche Binrdateien als ASCII-Textdatei codieren. Der im AFU
  am Meisten verwendete Codierer ist 7Plus. Mit diesem Programm knnen auch
  bertragungsfehler erkannt und korrigiert werden.


[32m[4m5.2 bertragung von Textdateien[0m[31m

Die einfachste Form der Dateibertragung ist die bertragung von Textdateien,
diese wird von AmiCom auch untersttzt. Dadurch ist es z.B. mglich mit einem
beliebigen Texteditor eine Nachricht zu schreiben und anschlieend direkt von
Diskette oder Festplatte auszusenden. Bei der Gegenstation erscheint der Text
so als htte man ihn direkt ber die Tastatur eingegeben. Alles was man
auf einem Kanal emfngt kann auch direkt in eine Textdatei auf Diskette oder
Festplatte geschrieben werden, z.B. um es spter zu Lesen oder Auszudrucken.
Ruft man die Funktion "File/Read File/Text" auf wird nach dem Auswhlen des
Dateinamens sofort mit dem Speichern begonnen.
Da in Packet-Radio als Zeilentrenner das Zeichen Return (ASCII-Code 13)
verwendet wird werden alle Linefeeds (ASCII-Code 10) des Amigas vor dem
Aussenden in ein Return gewandelt, bei Empfang entsprechend umgekehrt.
Ist ein Zeichensatzwandler aktiviert, z.B. IBM oder DIN/IBM, werden auch
die meisten Sonderzeichen oder nationalen Sonderzeichen (...)
entsprechend gewandelt.


[32m[4m5.3 bertragung von Binrdateien[0m[31m

In einer Binrdatei sind alle Zeichen von 0 bis 255 vorhanden, also auch
Steuerzeichen welche unter Umstnden bestimmte Funktionen am eigenen TNC oder
am Terminal der Gegenstation auslsen. Auerdem ergibt sich bei der
Binrdateibertragung folgendes Problem:
Es mssen alle Zeichen korrekt bertragen werden, es darf kein Zeichen fehlen
und es darf auch kein Zeichen hinzugefgt werden. Damit die Gegenstation zum
korrekten Zeitpunkt mit dem Speichern beginnt und nach der korrekten Anzahl
von Bytes die Datei wieder schliet existiert das sogenannte AutoBin-
Protokoll. Eine bertragung mit AutoBin funktioniert z.B. so:

OM A teilt OM B mit, da er eine Binrdatei bertragen will:

[33m> OM A -> OM B: "Ich schicke Dir jetzt eine Datei, schreibe bitte mit."[31m

OM B startet nun den Autobin-Empfang mit der Funktion "File/Read File/Auto".
Alternativ dazu knnte auch OM A den Autobin-Empfang selbst mit dem
Remotekommando "//WA ..." starten.

[33m> OM B -> OM A: "Ok, ich bin soweit."[31m

OM A beginnt nun mit der bertragung indem er die Funktion "File/Send File/
Auto" anwhlt. Alternativ dazu knnte auch OM B die bertragung selbst mit
dem Remotekommando "//RA ..." starten.

Die Software von OM A (Sender) sendet zuerst einen #BIN#-Header aus in welchem
einige wichtige Informationen gespeichert sind und zwar:

 - Die Dateilnge. Der Empfnger speichert nur die ntige Anzahl von Bytes,
   anschlieend wird die Datei automatisch geschlossen.
 - Die Prfsumme (16 Bit CRC). Damit kann der Empfnger berprfen ob die
   bertragung fehlerfrei war.
 - Das Datum der Originaldatei. AmiCom wertet diesen Eintrag zur Zeit nicht
   aus, er existiert nur aus Kompatibilittsgrunden.
 - Eine Kennung ob der Sender das erweiterte AutoBin-Protokoll untersttzt
   und die bertragung schon teilweise bertragener Dateien fortsetzen kann.
 - Den Namen der Datei. Er wird auch nicht ausgewertet sondern dient nur
   zur Information des Empfngers.

Einige ltere Programme bertragen nicht alle Informationen, mindestens
jedoch die Dateilnge.

Ist die Software von OM B bereit antwortet sie mit #OK# worauf Station A
mit der bertragung beginnt. Ist die bertragung vollstndig wird die Datei
beim Empfnger automatisch geschlossen. Ist ihm die CRC bekannt berprft der
Empfnger auch automatisch ob die bertragung fehlerfrei war.

Whlt der Empfnger eine Datei aus welche schon existiert wird automatisch
berprft ob es sich dabei um eine schon teilweise bertragene Datei handelt
und ob die bertragung fortgesetzt werden kann. Dadurch ist es z.B. nach einem
Verbindungszusammenbruch mglich das schon teilweise empfangene File zu
nutzen!
In diesem Fall antwortet der Empfnger mit einem erweiterten #OK#. Es
enthlt:

 - Den Dateinamen. Er dient lediglich zur Information des Senders.
 - Die Anzahl der im Dateifragment enthaltenen Bytes.
 - Die CRC des schon empfangenen Teils.

Der Sender berprft damit ob es sich bei dem Fragment um die selbe Datei
handelt und ob die bisher stattgefundene bertragung fehlerfrei war. Ist
alles OK wird die bertragung fortgesetzt, tritt ein Fehler auf wird
die bertragung abgebrochen.

Der Benutzer kann auch jederzeit selbst den Transfer unterbrechen (stop)
und an einem spteren Zeitpunkt fortsetzen.

Arbeitet die Gegenstation nicht mit dem erweiterten AutoBin-Protokoll wird
das von AmiCom automatisch erkannt. Ein Fortsetzen einer bertragung und
die automatische CRC-berprfung funktionieren in diesem Fall nicht, der
Benutzer mu die Prfsumme selbst berprfen.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
!                                                                       !
! Ist die CRC falsch sollte der Empfnger die empfangene Datei oder das !
! Dateifragment in jedem Fall lschen. Bei einem CRC-Fehler ist die     !
! empfangene Datei fehlerhaft!                                          !
!                                                                       !
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!



Manche Stationen und die meisten Mailboxen knnen Dateien nur als Text
bertragen. Um dieses Problem zu umgehen existieren einige Programme welche
Binrdateien in eine Textdatei codieren. Der im Amateurfunk am Meisten
verwendete Codierer ist 7Plus, eine Dateibertragung mit 7Plus funktioniert
z.B. so:

Will man die Datei "Test" bertragen ist sie zuerst mit 7Plus in eine
Textdatei umzuwandeln. Dies geschieht durch das Shellkommando:
[33m7Plus Test[31m
7Plus erzeugt nun aus der Datei "Test" die Textdatei "TEST.7PL". Ist die
Datei lnger wird sie in mehrere Teile gesplittet, z.B. "TEST.P01" und
"TEST.P02". Diese Teile knnen nun einzeln als Textdatei bertragen werden -
mit abgeschaltetem Zeichensatzwandler!

Sind alle Teile bei der Gegenstation angekommen kann diese mit dem Kommando
[33m7Plus test.7pl[31m
oder
[33m7Plus test.p01[31m
wieder die ursprngliche Binrdatei "Test" erzeugen. Liegt ein bertragungs-
fehler vor wird ein Fehlerprotokoll erzeugt mit welchem der fehlerhafte Teil
wiederholt werden kann. Genauere Informationen findet man in der Anleitung zu
7Plus.

Bei der bertragung von 7Plus-Files als Textdatei mu (!) der
Zeichensatzwandler ausgeschaltet sein (CONVERTER 0) da sonst der Inhalt
der Datei durch den Wandler unbrauchbar wird! Da das Ausschalten und
anschlieende Wiedereinschalten des Zeichensatzwandlers meistens vergessen
wird existiert die Funktion "File/Send File/7Plus". Diese Funktion
entspricht dem Aussenden als Textdatei mit ausgeschaltetem Zeichensatzwandler,
es wird also nur der Zeilentrenner gewandelt.
Ist die AutoSave-Funktion eingeschaltet werden empfangene 7Plus-Files
automatisch unter dem richtigen Namen mit abgeschalteten Zeichensatzwandler
gespeichert.


[32m[4m6. Spezielle Funktionen[0m[31m


[32m[4m6.1 AutoSave[0m[31m

Die meisten Mailboxen in PR sind nur fr die bertragung von Textdateien
geeignet. Will man Binrdateien bertragen mssen diese zuerst in ASCII-Text
gewandelt werden. Der im AFU am Meisten verwendete und wohl leistungsfhigste
Codierer ist "7Plus" von Axel Bauda, DG1BBQ. 7Plus wandelt Binrdateien
in eine spezielle Textdatei, groe Dateien werden automaitisch in kleine
Teile gesplittet. Falls ein bertragungsfehler auftritt wird ein
Fehlerprotokoll erzeugt mit dessen Hilfe die zerstrten Teile gezielt wieder
hergestellt werden knnen - ohne jedesmal die gesammte Datei nochmal
bertragen zu mssen. Das ist eigentlich eine praktische Sache, aber das
Mitschreiben von mehreren Teilen unter dem richtigen Namen ist schon eine
aufwendige Arbeit - vor allem wenn man den Anfang der Datei versumt hat oder
aus Versehen der Zeichensatzwandler eingeschaltet war...
Die AutoSave-Funktion von AmiCom erleichtert diese Arbeit enorm. Mit
"AUTOSAVEDIR" kann in der Datei "konfig.ac" ein Verzeichnis festgelegt werden
in welches empfangene 7Plus-Dateien automatisch geschrieben werden.
Empfngt AmiCom eine Zeile welche mit " go_7+", " go_text." oder
" go_info." beginnt wird der Zeichensatzwandler abgeschaltet und die Datei
automatisch unter dem richtigen Namen (*.7pl, *.pxx, *.err, *.cor oder *.inf)
mitgeschrieben. Nach einem " stop_text." oder " stop_info." wird die
Datei geschlossen und der Zeichensatzwandler wieder eingeschaltet.
Existiert die Datei schon (z.B. "TEST.7PL") wird unter einem anderen Namen
gespeichert (z.B. "TEST.7PL_TRY_2) um ein berschreiben der schon vorhandenen
Datei zu verhindern.
Werden mehrere ERR-Files empfangen (z.B. "TEST.ERR") wird der Dateiname
so gendert wie 7plus ihn bei mehreren Teilen erwartet (z.B. "TEST.E01" bis
"TEST.EFF"). Die so mitgeschriebenen ERR-Files knnen nun leicht z.B. mit
"7plus -j TEST.ERR" zusammengefasst werden, mit "7plus TEST.ERR" wird dann
ein Sammelcor-File erzeugt welches dann erneut in die Mailbox eingespielt
werden kann. Damit mte es ann allen interessierten Stationen mglich sein
ihre Fehler zu korrigieren.
Werden mehrere COR-Files empfangen (z.B. "TEST.COR") wird der Dateiname
in "TEST.C01" bis "TEST.CFF" gendert. 7Plus versucht dann beim Decodieren
aus allen Files die noch fehlenden Zeilen zu erhalten.
Whrend des Empfangs von 7Plus-Dateien wird die Bilschirmausgabe abgeschaltet.


[32m[4m6.2 BoxCheck[0m[31m

Die meisten Mailboxen haben eine Funktion, z.B. "Check", mit welcher man sich
die seit dem letzten Login neu eingegangenen Nachrichten auflisten lassen
kann. Dadurch kann man in bestimmten Zeitabstnden nachsehen und die neuen
interessanten Beitrge lesen. Die Boxen erhalten aber am Tag mehrere hundert
Neueintrge welche meistens nach der Reihenfolge des Eingangs sortiert
angezeigt werden. Aus dieser Liste dann die interessanten Nachrichten
herauszupicken und mitzuschreiben ist schon ein rechter Aufwand, anschlieend
mu man noch mehrere Read-Kommandos losschicken um die Eintrge zu lesen.
Besonders bei den FBB-Mailboxen mit den meist 5-stelligen Message-Nummern
ist das sehr lstig und fehleranfllig.
Die BoxCheck-Funktion von AmiCom erleichtert diese Arbeit enorm. Werden
Check- oder List-Zeilen empfangen, AmiCom erkennt das am speziellen
Zeilenformat, wird ein eigener Buffer dafr angelegt und die Zeilen dort
nach Rubrik und Name alphabetisch sortiert abgelegt. Der Inhalt dieses
Buffers wird durch die Funktion "Function/BoxCheck/Show" oder durch drcken
von Amiga-Rechts+"B" angezeigt. Nun kann man die interessanten Eintrge durch
Anklicken mit der Maus oder mit der Leertaste markieren, ESCAPE schliet den
Buffer wieder - der Inhalt bleibt aber erhalten. Durch Amiga-Rechts+"N" oder
ber die Funktion "Function/BoxCheck/Next" kann nun jeweils ein Read-Kommando
fr den nchsten angewhlten Eingtag losgeschickt werden.
Die Funktion "Function/BoxCheck/Clear" lscht den BoxCheck-Buffer auf diesem
Kanal, das Gleiche passiert auch wenn man die Mailbox verlt.

Probleme:
Die BoxCheck-Funktion bentigt ein spezielles Zeilenformat bei der Ausgabe
der Mailbox damit die Check-Zeilen als solche erkannt werden. Deshalb
funktioniert diese Funktion derzeit nur bei den BayCom- und DieBox-Mailboxen
(Kommando "Check") sowie den F6FBB-Mailboxen (Kommando "List"). Das sind fast
alle in DL installierten Mailboxen. Da die Ausgabe bei FBB-Mailboxen teilweise
etwas unterschiedlich ist kann ich dort nicht fr eine einwandfreie Funktion
garantieren. Getestet wurde mit FBB-5.15.
Jede erkannte Check-Zeile wird in den Buffer bernommen, es wird nicht auf
Gleichheit mit schon vorhandenen Zeilen berprft. Deshalb sollte der Buffer
nach einem Check wieder gelscht werden. Das passiert beim dem Verlassen der
Box automatisch - leider auch wenn man mal kurz aus der Box rausfliegt...


[32m[4m6.3 Monitosave[0m[31m

Manchmal kann man wenn man den Monitor beobachtet folgendes feststellen:
Irgend ein OM hat einen interessanten Beitrag in die Mailbox eingespielt.
Whrend des allgemeinen Boxmelkens am Abend wird nun dieser Beitrag von
mehreren OM nacheinander oder auch gleichzeitig ausgelesen. Das ist eigentlich
eine berflssige Verschwendung denn es wrde ja reichen wenn den Beitrag
ein OM ausliest und die anderen OM lesen im Monitor mit. Manchmal kann es
auch ntig sein den Monitorinhalt komplett mitzuspeichern, z.B.
bei Softwaretests, etc...
Aus diesem Grund habe ich in AmiCom die Monitorsave-Funktion eingebaut. Diese
Funktion speichert wahlweise den gesammten Monitorinhalt oder nur Aussendungen
von oder an bestimmte Stationen. Es kann auch begrenzt werden welche Frames
mitgespeichert werden sollen. Aogar ein Mitschreiben des reinen Inhalts einer
Aussendung ist mglich.
Erreicht wird die Monitorsave-Funktion ber das Men "Monitor/Save/On".
Dadurch ffnet AmiCom einen Requester in welchen sich alle Einstellungen
vornehmen lassen. Als erstes stellt man die fm- und to-Calls ein, falls sie
beachtet werden sollen:

Only fm [         ] to [         ] -> Den gesammten Monitorinhalt
                                      mitschreiben, egal von wem die
                                      Aussendung stammt.
Only fm [DB0ZKA   ] to [         ] -> Nur die Frames mitschreiben die von
                                      DB0ZKA ausgesendet wurden.
Only fm [         ] to [DL3MGQ   ] -> Alles mitschreiben was an DL3MGQ
                                      gerichtet ist, egal von wem.
Only fm [DB0ZKA   ] to [DL3MGQ   ] -> Nur die Frames von DB0ZKA an DL3MGQ
                                      mitschreiben.

Falls nicht alle Frames mitgeschrieben werden sollen kann man nun noch
whlen welche beachtet werden sollen:

Only Info-Frames:        Diese Frames (I) enthalten die eigentlichen Daten.
Only Unnumbered-Info:    Diese Frames (UI) enthalten auch Daten, gehren aber
                         nicht zu einer bestimmten Verbindung.
Only Supervisory-Frames: Das sind Steuerframes welche den Ablauf der
                         Verbindung kontrollieren (RR, REJ, RNR, SABM,...).

Wenn nur der Punkt "Only Info-Frames" ausgewhlt wurde und sowohl ein fm- als
auch ein to-Call angegeben wurden kann noch der Punkt "Keep Order" (Reihenfoge
beachten) angewhlt werden. Dadurch beachtet AmiCom die Reihenfolge der
Info-Frames und speichert nur deren Inhalt mit, nicht die Monitorheaderzeilen
(fm... to... ctrl I00...). So knnen die Daten welche eine bestimmte
Station empfngt korrekt mitgeschrieben werden, z.B. fr passives Boxmelken!
Das ist aber nicht besonders sicher da man selbst ja nicht an der Verbindung
teil nimmt und somit Lcken nicht festgestellt werden knnen.
Will man eine Textdatei mitschreiben kann noch der gewnschte Zeichensatz-
wandler ausgewhlt werden, [OK] startet die Monitorsave-Funktion, [CANCEL]
bricht sie ab.


[32m[4m6.4 Convers[0m[31m

Bei Packet-Radio knnen immer nur Verbindungen zwischen 2 bestimmten Stationen
aufgebaut werden jedoch manchmal kommt es aber vor da man in einer Runde mit
mehreren OM plauern will. Im AX.25-Protokoll ist das nicht vorgesehen,
deshalb gibt es in AmiCom die "Convers-Funktion".
Jeder Kanal im Terminal (auer dem Monitor) kann in den Convers-Modus
geschaltet werden und zwar entweder ber Pulldownmen, Kommando oder per
Remotekommnando "//conv". Befindet sich ein Kanal im Convers-Modus werden
alle auf ihm empfangenen Daten an allen anderen Kanlen, welche sich ebenfalls
im Convers-Modus befinden, zusammen mit Call und Namen der Station von welcher
der Text stammt, ebenfalls ausgesendet.
Auch der Benutzer des Terminals kann an diesem Convers teilnehmen. Dazu
mu er seinen Text nur an einem beliebigen Kanal, welcher sich ebenfalls im
Convers-Modus befinden mu, eingeben.
Der Zeichensatz kann auch im Convers mit "//char ..." eingestellt werden.


[32m[4m7. Erklrungen[0m[31m


[32m[4m7.1 Zeichensatzwandler[0m[31m

Ein Computer, das englische Wort fr Rechner, ist eine Maschine welche nur
mit Zahlen umgehen kann. Damit ein Computer auch Text verarbeiten kann wird
dieser auch als Zahlen gespeichert: Jedem Buchstaben wird eine bestimmte Zahl
zugeordnet, A wird 65, B wird 66, etc... Diese Reihenfolge ist im ASCII-Code
(American standard code for information interchange) festgelegt und definiert
aber nur die Zeichen 0-127. Dort sind einige Steuerzeichen und alle Buchstaben
enthalten welche im Amerikanischen gebraucht werden. Fr die Zeichen 128-255
gibt es mehrere Standards und verschiedene Computerhersteller verwenden dafr
verschiedene Belegungen. In diesem Bereich sind meistens weniger gebrauchte
Grafik- und Sonderzeichen sowie nationale Sonderzeichen enthalten, so z.B.
die deutschen Umlaute .
Im Amateurfunk werden die verschiedensten Rechnertypen verwendet und genauso
vielfltig sind die verwendeten Zeichenstze. Wer kennt nicht das leidige
Umlautproblem...
Um dieses etwas zu mildern sind in AmiCom zwei Wandlertabellen eingebaut mit
welchen der Zeichensatz vor dem Aussenden bzw. nach dem Empfang gewandelt
werden kann:

CONVERTER 0: Der Zeichensatzwandler ist ausgeschaltet, es wird also der
             normale ANSI-Zeichensatz des Amiga verwendet. Vor dem Aussenden
             wird lediglich der Zeilentrenner Linefeed (ASCII-Code 10) des
             Amiga in ein Return (ASCII-Code 13) gewandelt, so wie es in
             PR blich ist. Bei Empfang wird entsprechend umgekehrt gewandelt.
CONVERTER 1: Die deutschen Umlaute () und die meisten anderen
             nationalen Sonderzeichen (...) sowie Sonderzeichen
             (...) werden in den IBM-Zeichensatz gewandelt und
             umgekehrt, sofern sie in beiden Zeichenstzen (IBM und Amiga)
             enthalten sind.
CONVERTER 2: Wie 1, die deutschen Umlaute () werden aber in die
             Ersatzzeichen des DIN-Zeichensatzes (|{}~\[]) gewandelt.
             Diese Zeichen knnen dann nicht mehr verwendet werden!

Der DIN-Zeichensatz ist ein Relikt aus lngst vergangenen Zeiten in denen
noch mit 7-Bit-bertragung DF gemacht wurde. Er hlt sich nach wie vor im
Packet-Radio-Bereich sehr hartnckig obwohl er dort durch die 8-Bit-
bertragung absolut berflssig ist. Durch die Verwendung dieses Zeichensatzes
ergibt sich der Nachteil da die Ersatzzeichen (|{}~\[]) nicht mehr verwendet
werden knnen obwohl sie meistens doch noch gebraucht werden. Dadurch
erscheinen dann Umlaute wo eigentlich keine sein sollten...

Achtung:
Werden nach ASCII codierte Bintdateien bertragen (z.B. mit 7Plus, 7Bit,
UUE...) mu der Zeichensatzwandler abgeschaltet sein! Eine solche Datei die
einmal durch den Wandler gegangen ist ist absolut unbrauchbar.


[32m[4m7.2 PCFont[0m[31m

Manchmal befinden sich in den Mailboxen Zeichnungen (Karten, Schaltplne,
Tabellen) welche IBM-Blockgrafikzeichen enthalten. Damit Diese auf dem Amiga
korrekt dargestellt werden knnen existiert der Zeichensatz "AmiCom.font"
welcher einem original IBM-Zeichensatz entspricht.
Eingeschaltet wird er entweder ber das Pulldownmen "Switch/PCFont" oder
ber das Kommando "PCFONT ON". Ihn eingeschaltet zu lassen ist sinnlos, denn
er funktioniert nicht zusammen mit dem Zeichensatzwandler und auch nur
Empfangsseitig.


[32m[4m7.3 Erklrung des bertragungsformats[0m[31m

Ich erhalte immer wieder Fragen darber wie denn nun eine PR-bertragung
stattfindet, wie man ein Modem ansteuert, etc... Aus diesem Grund gehe ich
hier etwas auf das in PR verwendete bertragungsformat ein.

Das bei Packet-Radio verwendete bertragungsprotokoll trgt den Namen "AX.25".
Das ist eine fr den Amateurfunk angepate Version des weltweit in Datennetzen
verwendeten X.25-Protokolls (AX.25 = Amateur X.25). Dabei werden die zu
bertragenden Informationen in Blcke zusammengefat und mit einigen
Protokollinformationen versehen ausgesendet. Diese Blcke nennt man auch
Frames (=Rahmen) oder Packete, daher der Name "Packet Radio". ber spezielle
Frames wird der korrekte Ablauf einer Verbindung gesteuert, so z.B.
Verbindungsauf- und abbau, Besttigung des korrekten Empfangs, Wieder-
holungsaufforderung bei bertragungsfehlern, etc...

Man unterscheidet 3 verschiedene Typen von Frames:

I-Frames:  Info-Frames, sie enthalten die eigentliche zu bertragende
           Information.
S-Frames:  Das sind Steuerframes welche den korrekten Ablauf einer Verbindung
           steuern (Empfangsbesttigung, Wiederholungsaufforderung...).
U-Frames:  Das sind unnummerierte Frames. Sie bernehmen spezielle Funktionen
           wie den Verbindungsauf- und abbau, etc... Eine Sonderform der
           U-Frames ist das UI-Frame (Unnummerierte Information), welches
           speziell fr den Amateurfunk eingefhrt wurde. Ein UI-Frame
           transportiert Informationen welche nicht zu einer bestimmten
           Verbindung gehren und deshalb nicht in das Protokoll einbezogen
           werden. Mit einem UI-Frame knnen z.B. CQ-Rufe oder Baken
           ausgesendet werden.

U- und S-Frames haben folenden Aufbau:

+------+-----------+---------------+-----+------+
| Flag | Adrefeld | Kontrollblock | FCS | Flag |
+------+-----------+---------------+-----+------+

I- und UI-Frames haben folgenden Aufbau:

+------+-----------+---------------+-----+------+-----+------+
| Flag | Adrefeld | Kontrollblock | PID | Info | FCS | Flag |
+------+-----------+---------------+-----+------+-----+------+

Beschreibung der einzelnen Felder:

Flag               Dieses spezielle Zeichen (%01111110) dient zur Begrenzung
                   der einzelnen Frames. Innerhalb eines Frames kommt es nie
                   vor.
Adrefeld          Anhand dieses Feldes knnen die Frames den einzelnen
                   Verbindungen zugeordnet werden. Das Adrefeld enthlt das
                   Quell- und Zielrufzeichen sowie bis zu 8 Digipeater-
                   rufzeichen. Einige fr die Adresse nicht bentigte Bits
                   werden fr andere Funktionen verwendet, wie z.B. Kennung
                   eines DAMA-Masters. Das Adrefeld kann zwischen 112 und 560
                   Bits gro sein.
Kontrollblock      Der Kontrollblock definiert um welchen Frametyp es sich
                   handelt (S-, U- oder I-Frame). Auerdem enthlt er die
                   Framefolgezhler (Nummerierung der Frames) mit deren Hilfe
                   festgestellt werden kann ob ein Frame auf dem bertragungs-
                   weg verloren gegangen ist. Der Kontrollblock hat eine Gre
                   von 8 Bits.
PID                Die Protokoll-ID (8 Bit) ist nur bei I- und UI-Frames
                   vorhanden und bestimmt welches Layer-3-Protokoll verwendet
                   wird. Bei normalen AX.25-Verbindungen (kein L3) ist es $F0.
Info               Das Info-Feld ist nur bei I- und UI-Frames vorhanden. In
                   ihm werden die eigentlichen Daten bertragen, es kann
                   bis zu 256 Bytes gro sein (PACLEN).
FCS                Die Frame-Check-Sequence ist eine 16 Bit groe Prfsumme
                   welche ber das gesammte Frame berechnet wird. ber die
                   FCS kann festgestellt werden ob ein bertragungsfehler
                   vorliegt. Fehlerhafte Frames werden verworfen und mssen
                   so oft wiederholt werden bis sie korrekt beim Empfnger
                   ankommen.

Wie werden nun die einzelnen Frames ausgesendet?

Bei der bertragung wird die synchrone NRZI-Codierung verwendet. Der
Unterschied zur asynchronen seriellen bertragung, welche bei der
RS232-Schnittstelle des Amiga verwendet wird, ist Folgender:

Bei der asynchronen bertragung werden die Zeichen Byteweise bertragen,
vor dem Byte befindet sich ein Start- und nach dem Byte folgen
1 oder 2 Stopp-Bits. Wird mit 8 Datenbits, einem Stoppbit und keinem
Parittsbit gearbeitet (8N1) sieht die bertragung des Zeichens %11010010
z.B. so aus:

Low  (+12V)     #####       #####   ########   #####
                #   #       #   #   #      #   #   #
                #   #       #   #   #      #   #   #
     (0V)       # 0 # 1  1  # 0 # 1 # 0  0 # 1 # 0 # 1
                #   #       #   #   #      #   #   #
                #   #       #   #   #      #   #   #
High (-12V) ...##   #########   #####      #####   ###################...
                aaaaabbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbccccc

a = Startbit
b = Datenbits
c = Stoppbit

Da jedes Byte mit einem Startbit beginnt (Pegelwechsel von High auf Low)
kann sich dadurch der Empfnger sehr leicht auf die Daten synchronisieren und
den Zustand der Datenleitungen immer genau in Bitmitte abfragen. Auerdem
kann durch diesen Pegelwechsel eindeutig der Beginn eines neuen Zeichens
festgestellt werden wodurch zwischen den einzelnen Zeichen eine beliebig lange
Pause vorhanden sein kann.


Bei der synchronen NRZI-Codierung ist der tatschliche Zustand der
Datenleitungen unwichtig denn ein 0-Bit wird immer als ein Pegelwechsel und
ein 1-Bit als kein Pegelwechsel bertragen. Bei Packet-Radio mit 1200 Baud
werden die Signale als NF-Tne mit 1200 und 2200 Hz bertragen, das Zeichen
%11010010 wrde dort also z.B. so aussehen:

2200/1200 Hz             #########   #########
                         #       #   #       #
                         #       #   #       #
                   1   1 # 0   1 # 0 # 0   1 # 0
                         #       #   #       #
                         #       #   #       #
1200/2200 Hz  ...#########       #####       #####...

Start- oder Stopp-Bits gibt es nicht, die Datenbits mssen ohne Pause 
aufeinander folgen. Damit der Empfnger die einzelnen Frames trennen kann
beginnt und endet jedes Frame mit einem speziellem Zeichen, dem Flag
(%01111110). Damit dieses Zeichen nicht innerhalb eines Frames vorkommen kann
wird das sogenannte "Bitstuffing" angewendet: Der Sender fgt immer nach genau
5 aufeinanderfolgenden 1-Bits ein 0-Bit ein und der Empfnger entfernt wieder
jedes 0-Bit welches nach genau 5 1-Bits folgt. Dadurch wird auch verhindert
da bei vielen aufeinanderfolgenden 1-Bits zu lange kein Pegelwechsel auf
der Leitung stattfindet was die synchronisation des Empfngers mit dem Sender
erschweren wrde. Dieser sollte ja den Zustand der Datenleitung mglichst
immer in Bitmitte abfragen.

Wie man sieht ist fr diese Form der Codierung der Schnittstellenbaustein
(UART) der seriellen Schnittstelle des Amiga nicht zu gebrauchen. Beim
Betrieb eines einfachen Modems an der seriellen Schnittstelle (BayCom-Modem)
wird deshalb ein Trick angewendet: Die Handshake-Leitungen werden als
Datenleitungen mibraucht und durch die Software bitweise angesteuert.
Aus diesem Grund ist solch eine Software auch sehr rechenintensiv und nur
fr niedrige Baudraten geeignet. Fr hhere Baudraten bentigt man spezielle
Schnittstellenbausteine wie z.B. die Z85XX-Reihe, welche unter Anderem im
TNC-2 verwendet wird.


[32m[4m7.4 Erklrung des Monitorinhalts[0m[31m

Bei eingeschalteten Monitor (M UISC) werden alle empfangenen und selbst
ausgesendeten Frames im Monitorfenster des Terminals decodiert dargestellt.
Im Hostmode (Host.drv) ist die Darstellung abhngig von der verwendeten
TNC-Firmware. Sie ist aber meist gleich wie bei "BayCom.drv" und "KISS.drv",
dort ist die Darstellung folgendermaen:

fm <Quellcall> to <Zielcall> [via <Digicalls>] ctl <Kontrollblock>...
... [pid <PID>] [[DAMA]]

[...]              Diese Angabe kann entfallen.
<Quellcall>        Das Rufzeichen der Station von welcher diese Aussendung
                   stammt, ggf. mit SSID (z.B. DL3MGQ-1).
<Zielcall>         Das Rufzeichen der Station fr welche diese Aussendung
                   bestimmt ist, ggf. mit SSID.
<Digicalls>        Hier knnen bis zu 8 Digipeaterrufzeichen angezeigt werden.
                   Wurde das Frame von einem Digipeater ausgesendet steht
                   hinter dessen Call ein Stern (DB0ZKA*). Steht bei keinem
                   Call ein Stern stammt die Aussendung von <Quellcall>.
<PID>              Bei I- und UI-Frames wird hier die Protokoll-ID als
                   Hexadezimalzahl angezeigt, z.B. "F0".
<Kontrollblock>    Hier wird der Kontrollblock des Frames decodiert mit
                   einem Schlsselwort dargestellt, die Erklrung dazu folgt.
[DAMA]             Stammt die Aussendung von einem DAMA-Master wird am Ende
                   der Zeile "[DAMA]" angezeigt.


Verwendete Schlsselwrter zur Darstellung des Kontrollblocks:

Iab      Ein Info-Frame. Anschlieend an die Monitorheaderzeile (fm...) wird
         der Inhalt des Info-Feldes angezeigt.
UI       Eine Unnummerierte Information (UI-Frame, Unproto-Aussendung).
         Anschlieend an die Monitorheaderzeile (fm...) wird der Inhalt des
         Info-Feldes angezeigt.
RRa      Empfangsbesttigung. Die Station ist bereit weitere Daten
         aufzunehmen.
RNRa     Empfangsbesttigung. Die Station kann keine weiteren Daten mehr
         aufnehmen.
REJa     Wiederholungsaufforderung. Es ist ein Frame verloren gegangen und
         mu wiederholt werden.
SABM     "Set asynchronous balanced mode", Verbindungsaufbau.
DISC     "Disconnect", Verbindungsabbau.
DM       Framezurckweisung, diese Verbindung existiert nicht oder wird
         Abgebrochen.
UA       "Unnumbered acknowledge", Unnummerierte Besttigung (Auf SABM oder
         DISC).
FRMRc    "Frame reject", Framezurckweisung (schwerer Protokollfehler). Die
         dem FRMR folgende 6-stellige Hexadezimalzahl beschreibt den
         aufgetretenen Fehler genauer.
?cch     Ein undefinierter Kontrollblock.

a        Nummer des nchsten erwarteten Frames (Empfangsframefolgezhler).
b        Nummer dieses Frames (Sendeframefolgezhler).
c        Hexadezimalzahl.

Auf den Kontrollblock folgt eines der folgenden Zeichen:

<nichts> Ein Frame in Protokollversion 1 (nicht mehr gebruchlich).
!        Ein Frame in Protokollversion 1 mit gesetztem P/F-Bit.
v        Ein Antwortframe in Protokollversion 2.
-        Ein Antwortframe in Protokollversion 2 mit gesetztem P/F-Bit (Final).
^        Ein Kommandoframe in Protokollversion 2.
+        Ein Kommandoframe in Protokollversion 2 mit gesetztem P/F-Bit (Poll).


[32m[4m7.5 Fr weitere Fragen[0m[31m

Weitere Fragen knnen an folgende Funkamateure gestellt werden:

Deutschland: DL3MGQ @ DB0KCP.#BAY.DEU.EU    (Der Autor, in deutsch oder
                                             englisch)
Schweiz:     HB9VBC @ HB9IAP.SROM.CHE.EU    (bersetzung der Anleitung ins
                                             Englische, englisch, deutsch oder
                                             franzsisch)
Frankreich:  F6HTW  @ F1EBV.FMLR.FRA.EU     (franzsisch)
England:     G6RIL  @ GB7SYP.#19.GBR.EU     (englisch)
Australien:  VK5STR @ VK5PO.#BVL.#SA.AUS.OC (englisch)

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Das war die Anleitung zu AmiCom Version 2.3. Viel Spa mit dem Programm
wnscht Gerhard, DL3MGQ @ DB0KCP.#BAY.DEU.EU.
