






                            Bedienungsanleitung des


                        Wacom  -  Grafiktabletttreibers


                            fr den Commodore Amiga























                                Zusammenfassung

         Das Programm erlaubt es ein drucksensitives Grafiktablett der Firma
         Wacom am Commodore Amiga zu betreiben. Das Tablett kann dann zusammen
         mit der Maus (oder auch ohne sie) als direktes_Eingabegert benutzt
         werden. Dadurch ist der Tabletttreiber zu (fast) jeder Software
         kompatibel. Die (drucksensitiven) Daten werden darberhinaus ber
         eine allgemein zugngliche und dokumentierte Schnittstelle anderen
         Programmen zur Verfgung gestellt.



                           (c) 1993 Roland Schwingel
















         1. Einleitung und Rechtliches


         Das Programm erlaubt es ein drucksensitives Grafiktablett der Firma
         Wacom am Commodore Amiga zu betreiben. Der Amigamauszeiger wird durch
         das Programm gesteuert um eine Kompatiblitt zu (fast) jeder Software
         zu erreichen. Das Grafiktablett kann sowohl im drucksensitiven als
         auch im "normalen" Modus betrieben werden. Sowohl die drucksensitiven
         Daten als auch allgemeine Daten wie z.B.: die aktuelle Koordinate auf
         dem Grafiktablett werden ber eine allgemein zugngliche Schnittstelle
         anderen Programmen zur Verfgung gestellt.




         1.1 Rechtliches


         Der Wacom Treiber ist Shareware. Wenn sie das Programm nutzen wollen
         sollten sie nach einer gewissen Prfungs- und Testphase (ca.  14 Tage)
         die Sharewaregebhr (25.00DM oder mehr) zusammen mit dem ausgefllten
         Registrationsformular dem Autor zusenden. Sie helfen so mit gute
         Software fr den Amiga zu entwickeln. Die hier vorliegende Programm-
         version ist in keinster Weise eingeschrnkt. Das Programm Get_Pressure
         im Ordner Develop ist nicht Shareware. Es dient als Beispielprogramm
         fr den Datenaustausch mit eigenen selbstgeschriebenen Applikationen.
         Get_Pressure ist zusammen mit seinem Sourcecode Freeware.

         Die Software und alle hier angebenen Verfahren wurden unter bestem
         Wissen und Gewissen sowie unter Beachtung der Commodore Entwicklungs-
         vorschriften entwickelt. Das Paket wurde ausgiebig getestet und fr
         fehlerfrei befunden. Da jedoch niemand vor Fehlern geschtzt ist MUSS
         ich die folgenden Zeilen schreiben. Lesen sie sie bitte genau durch.


         +-----------------------------------------------------------------+
         | ACHTUNG:                                                        |
         |                                                                 |
         | SIE BENUTZEN DEN WACOMII-TREIBER NUR AUF EIGENE GEFAHR. DER     |
         | AUTOR KANN IN KEINSTER WEISE FUR ETWAIGE SCHDEN AN IHRER HARD- |
         | ODER SOFTWARE ODER SONSTIGEN SCHDEN DIE DURCH DIE BENUTZUNG    |
         | DER SOFTWARE ODER SEINER DOKUMENTATION ENTSTEHEN HAFTBAR GE-    |
         | MACHT WERDEN. ES GIBT KEINERLEI GARANTIE AUF DIESES             |
         | PROGRAMMPAKET!                                                  |
         +-----------------------------------------------------------------+


         Das Programm darf jederzeit an Dritte unter folgenden Voraussetzungen
         weitergegeben werden:

         o Das Programmpaket darf nur vollstndig und in unvernderter Form
           weitergegeben werden. Es drfen weder Dateien gelscht noch ver-
           ndert oder hinzugefgt werden. Eine Komprimierung des Pakets mit
           einem Packprogramm ist solange erlaubt wie dadurch keine Informa-
           tionen verloren gehen.

         o Das Programmpaket darf auf keiner PD-Diskette enthalten sein die
           mehr als 5DM kostet. Eine Ausnahme sind hier PD-CD-ROMs.

         o Eine kommerzielle Nutzung bzw. Vermarktung des Programms ist nur
           mit ausdrckicher Genehmigung des Autors gestattet. Die Firma
           Wacom hat die Genehmigung dieses Treiberprogramm ihren Grafik-
           tabletts beizulegen. Das entbindet aber den Kufer des Tabletts
           nicht davon die Sharewaregebhr zu bezahlen.




         1.2 Registrierung und Adresse des Autors


         Wenn sie das Programm brauchen knnen so sollten sie sich registrieren
         lassen. Die Sharewaregebhr betrgt 25.00DM oder 20.00 US$. Bitte nach
         Mglichkeit keine anderen Whrungen. Wenn sie das Geld berweisen
         wollen, so sollten sie unbedingt auf dem berweisungsformular im Feld
         Verwendungszweck ihren vollstndige Anschrift eintragen. Im gleichen
         Verzeichnis wie diese Dokumentation befindet sich ein Vordruck des
         Registrationsformulars mit dem Namen "Register-D.Txt". Drucken sie
         diesen bitte aus, fllen sie ihn aus und schicken sie ihn zusammen mit
         der Sharewaregebhr an:

             Roland Schwingel
             Lilienthalstrasse 9
             92421 Schwandorf
             GERMANY

         Wenn noch irgendwelche Fragen oder Probleme mit der Software bestehen
         knnen sie den Autor auch ber Email erreichen:

             roland.schwingel@rrzc1.rz.uni-regensburg.de




         2. Systemanforderungen und Installation


         2.1 Systemanforderungen


         Der WacomII-Treiber bentigt zum Betrieb mindestens Kickstart und
         Workbench 2.04. Dem Paket liegt ausserdem ein deutsches Katalogfile
         bei, mit dessen Hilfe sie ab Workbench 2.1 smtliche Programmtexte
         statt in Englisch in Deutsch erhalten. Natrlich wird auch noch ein
         Wacomtablett bentigt.

         Folgende Tabletts werden untersttzt:

         o SD-013
         o SD-113
         o SD-210
         o SD-310 SD-311 SD-312
         o SD-320 SD-321 SD-322
         o SD-420 SD-421 SD-422
         o SD-510
         o Alle Tabletts der neuen UD-Serie

         Das Grafiktablett sollte so konfiguriert sein, wie es von Wacom
         geliefert wird.

         Der Grafiktabletttreiber luft mit jeder Prozessorversion. Allerdings
         wird ein etwas schnellerer Prozessor empfohlen, da unter 68000
         Bedingungen der Mauszeiger etwas trge reagiert. Speicher wird nur
         sehr wenig durch den Treiber belegt (ca. 25 KB), er kann also zusam-
         men mit jedem anderen Programm benutzt werden. Lediglich manche Maus-
         beschleuniger und automatische Fensteraktivierungsprogramme reagieren
         teilweise etwas "merkwrdig". Sollten sie also Probleme beim Posi-
         tionieren der Maus haben schalten sie diese Programme bitte aus.




         2.2 Installation


         Die Installation gestaltet sich uerst einfach. Das Treiberprogramm
         sollte am besten zusammen mit seinem Icon in den WBStartup-Ordner der
         Bootpartion ihrer Festplatte (oder in den WBStartup-Ordner im Root-
         verzeichnis ihrer Bootdiskette) kopiert werden. Dort wird er dann
         automatisch beim Booten aktiviert.

         Der absolute Pfad fr die Installation des Grafiktabletttreibers
         lautet also:

             SYS:WBStartup

         Haben sie bereits Workbench 2.1 oder 3.x installiert, so knnen sie
         falls ihre auf der Workbench eingestellte Sprache "Deutsch" ist noch
         das deutsche Katalogfile des Treiberprogramms installieren indem sie
         locale/catalogs/deutsch/Wacom.catalog nach LOCALE:catalogs/deutsch/
         Wacom.catalog kopieren.

         Um die Installation zu erleichtern liegt ein SHELL-Skript bei,
         welches diese Installationsarbeiten "ubernimmt. Einfach "Install"
         vom Shell oder von der WB aus starten.

         Das Grafiktablett wird am seriellen Port des Amigas angeschlossen.
         Wenn sie ein Multi-IO Board mit seriellen Ports haben knnen sie
         das Tablett auch dort anschliessen. Eine Kabelbelegung fr den
         Anschluss des Tabletts am normalen seriellen Port des Amigas
         befindet sich in Form einer IFF-Datei mit dem Namen "Wacom-SD.ilbm"
         im gleichen Verzeichnis wie diese Anleitung.  Das Schaltbild zeigt
         den Anschlu eines SD-Tabletts an einen A500/2000. Der Anschlu an
         einen A3000/A4000/A600/A1200 sollte mit dem gleichen Kabel ebenfalls
         mglich sein. Lediglich A1000-Besitzer mssen sich ein etwas anderes
         Kabel basteln, da die Belegung des seriellen Ports dieses Rechners
         (leider) etwas anders ist. Man kann sich jedoch am Schaltplan orien-
         tieren. Falls sie ein UD-Tablett verwenden, mssen sie das mitge-
         lieferte Kabel verwenden, da die Stromversorgung nun ebenfalls ber
         dieses Kabel erfolgt.




         3. Konfiguration und Bedienung


         Der WacomII-Treiber ist ein sog. Commodity. Commodities klinken sich
         in den Eingaedatenstrom des Amiga ein und senden bzw. filtern Einga-
         bedaten. Ein Commodity ist also fr den Zweck eines Grafiktablett-
         treibers hervorragend geeignet.

         Das Treiberprogramm ist als Programm fr den WBStartup-Ordner der WB
         (WB = Workbench) entwickelt worden. Dort wird es automatisch beim
         Laden der Workbench gestartet. Das Programm kann auch nur einmal
         gestartet werden. Wird es ein zweitesmal gestartet und das erste
         Programm befindet sich noch aktiv im Speicher, so wird das Kon-
         figurationsfenster des ersten Programms geffnet und das zweite
         sofort beendet. Es kann jedoch auch von jedem anderen Ordner aus so-
         wohl vom Shell als auch von der WB aus gestartet werden. Das Pro-
         gramm nimmt beim Start eine Reihe von Parametern entgegen.
         Diese knnen sowohl von der WB als auch vom Shell aus bergeben wer-
         den.

         Beim Start von der WB aus werden die sog. TOOLTYPES verwendet. Diese
         Tooltypes werden im Icon des Programms gespeichert.




         3.1 Die Icon Tooltypes


         Im Regelfall braucht man die Tooltypes des WacomII-Treibers nicht von
         Hand editeren, da das Programm seine Einstellungen automatisch in den
         Tooltypes speichert (doch dazu spter mehr). Es werden folgende Tool-
         types erkannt:

              CX_PRIORITY (Default: 0) Die Prioritt des WacomII-Commodities.
                          Die voreingestellte Prioritt von 0 sollte fr alle
                          Anwendungen passen.

              CX_POPUP    (Default: yes) Ist dieses Tooltype auf yes so wird
                          das Fenster des Commodities beim Start des Programms
                          geffnet und man kann den Treiber bequem vor der
                          Initialisierung konfigurieren. Ist das Tooltype auf
                          no, so wird der Treiber direkt gestartet und das
                          Tablett mit den gespeicherten Voreinstellungen
                          aktiviert. Das Konfigurationsfenster lsst sich bei
                          akiviertem Treiber jederzeit bequem per Tastendruck
                          ffnen. Doch dazu spter mehr.

              CX_POPKEY   (Default: lalt w) Hier wird die Tastenkombination
                          gespeichert mit der man das Konfigurationsfenster
                          bei aktiviertem Commodity jederzeit ffnen kann.
                          Voreingestellt ist die linke Alt-Taste zusammen mit
                          der Taste w.

              APPICON     (Default: no) Das Konfigurationsfenster kann jedoch
                          auch bei deaktiviertem Commodity geffnet werden.
                          Setzt man APPICON = yes, so wird auf der Workbench
                          ein Icon erzeugt, das bei Doppelklick das Konfigu-
                          rationsfenster ffnet.

              APPMENU     (Default: no) Im Tools-Men der Workbench wird ein
                          Eintrag erzeugt, der es bei Anwahl ebenfalls er-
                          mglicht das Fenster des Treibers zu ffnen.

              BEEPER      (Default: off) Gibt an ob der Tablettsummer bei
                          Druck auf eine Taste eines Tabletteingabegerts
                          kurz eingeschaltet werden soll oder nicht.

              MODE        (Default: normal) Einstellung ob das Tablett im An-
                          druck Modus oder im "normalen" Modus betrieben wird.
                          Bei MODE = pressure wird der Andruckmodus gewhlt.
                          Es kann dann der sog. "pressure Stylus" verwendet
                          werden. Bei MODE=normal knnen der "standard Stylus"
                          oder die Lupe zur Eingabe benutzt werden.

              LMB_EMULATION (Default: off) Bei Betrieb des Tabletts im Andruck-
                          modus wird kein Tastenstatus sondern nur der Andruck
                          der Tabletteingabegerte bermittelt.
                          Es ist deshalb normalerweise nicht mglich irgend-
                          welche Gadgets oder Icons zu bedienen. Das Treiber-
                          programm ist jedoch in der Lage ab einem bestimmten
                          Andruck des Stifts einen Druck auf die linke Maus-
                          taste zu emulieren.  Dazu muss dieses Tooltype auf
                          on gesetzt werden. Nur relevant wenn MODE=pressure
                          ist.

              LMB_LIMIT   (Default: 15) Die Andruckschwelle des Stiftes ab der
                          ein Druck auf die linke Maustaste emuliert werden
                          soll. Nur relevant wenn MODE=pressure und
                          LMB_EMULATION=on sind. Der Wertebereich liegt
                          zwischen -30 und +30.

              DEVICE      (Default: serial.device) Hier steht der Name des
                          Systemgertetreibers ber den der WacomII-Treiber
                          mit dem Tablett kommuniziert. Wenn sie das Grafik-
                          tablett an ein MultiIO-Board angeschlossen haben
                          mssen sie hier den Namen des Gertetreiber des
                          MultiIO-Boards eintragen. Haben sie das Tablett am
                          normalen seriellen Port des Amigas angeschlossen
                          muss hier serial.device stehen. (Siehe dazu auch die
                          Dokumentation des MultiIO-Boards)

              UNIT        (Default: 0) Der hier voreingestellte Wert von 0
                          braucht auch nur gendert zu werden, wenn das Gra-
                          fiktablett an ein MultiIO-Board angeschlossen wird.
                          Es muss dann hier die Nummer des seriellen Ports des
                          MultiIO-Boards eingetragen werden. (Siehe dazu auch
                          die Dokumentation des MultiIO-Boards)

              DONOTWAIT   Dieses Tooltype wird nicht vom Treiberprogramm son-
                          dern von der WB ausgewertet. Es wird beim Start vom
                          WBStartup Ordner aus bentigt. Der WacomII-Treiber
                          setzt es automatisch.


         Noch einmal sei erwhnt, da die Tooltypes normalerweise nicht von
         Hand verndert werden mssen. Alle Einstellungen knnen auch vom
         Fenster des Commodities aus gemacht werden. Das Programm speichert
         dann ihre Einstellungen automatisch hier ab.




         3.2 Start von der Shell


         Beim Start von der Shell aus werden die Icon Tooltypes nicht ausge-
         wertet.  Man muss hier vielmehr die Parameter in der Kommandozeile
         bergeben. Stimmt ein Parameter mit dem Defaultwert (siehe oben)
         berein, so braucht er nicht mit angegeben zu werden.


         Beipiel fr den Aufruf:

             Wacom LMB_LIMIT=5




         3.3 Maussteuerung mit Hilfe des Grafiktabletts


         Bei aktiviertem Tabletttreiber kann der Mauszeiger zustzlich zur
         normalen Maus mit dem Grafiktablett positioniert werden. Dabei re-
         prsentiert die sensitive Flche des Grafiktabletts den ganzen Bild-
         schirm. Die linke obere Ecke des Tabletts stellt die linke obere Ecke
         des Bildschirms dar. Die rechte untere Ecke stellt die rechte untere
         Ecke des Bildschirms dar. Die Tasten der Eingabegerte sind folgen-
         dermassen belegt:


         Standard Stylus: Der Spitzenschalter entspricht der linken Maustaste,
                          der Seitenschalter verhlt sich genauso wie die
                          rechte Maustaste.

         Pressure Stylus: Dieser Stift kann nur im Andruckmodus verwendet wer-
                          den. Man kann jedoch eine Andruckschwelle fr die
                          Emulation der linken Maustaste angeben. Andruck-
                          stifte haben einen Wertebereich von -30 bis +30.

         Lupe:            Von den 4 Tasten entsprechen die linke und die
                          rechte Taste den Funktionen einer normalen Maus.
                          Die Tasten in der Mitte oben und in der Mitte unten
                          sind unbelegt und knnen in eigenen Applikationen
                          verwendet werden.




         3.4 Das Konfigurationsfenster


         Das Konfigurationsfenster wird geffnet wenn (mindestens) eines der
         folgenden Ereignisse eintritt:

         o Beim Programmstart war das Tooltype CX_POPUP=yes.
         o Das Commodities Exchange Programm sendet einen ffnungsimpuls an
           das Treiberprogramm. (Commodities Exchange ist Teil der Workbench
           Diskette)
         o Der Hotkey wurde gedrckt. (nur wenn Commodity aktiv)
         o Es wurde auf das Appicon doppelgeklickt. (nur wenn Appicon einge-
           schaltet)
         o Im Toolsmen der Workbench wurde der Wacom Eintrag ausgewhlt.
           (nur wenn Appmenu eingeschaltet)
         o Das Programm wurde obwohl bereits aktiv ein zweitesmal gestartet.

         Das Fenster teilt sich in 4 Bereiche auf. Zur Beschreibung der Texte
         werden hier nun die deutschen Texte verwendet, so wie sie sie erhalten
         wenn sie bereits unter WB 2.1 oder hher arbeiten und das deutsche
         Katalogfile installiert haben. Alle Funktionen des Tabletttreibers
         knnen bei geffnetem Fenster auch von der Tastatur aus bedient wer-
         den. Drcken sie dazu jeweils die Taste deren Buchstabe unterstrichen
         ist.




         3.4.1  Info


         Bei erfolgreich aktiviertem Grafiktabletttreiber werden hier der Typ
         und die Romversion des Tabletts ausgegeben.




         3.4.2  Commodity Einstellung


         Es werden hier alle fr das Commodity relevanten Daten eingestellt.

              Hotkey  In diesem Texteingabefeld wird die Tastenkombination
                      gespeichert mit der man das geschlossene Fenster bei
                      aktiviertem Commodity wieder ffnen kann. Gefllt ihnen
                      diese Tastenkombination nicht, so sehen sie bitte in
                      ihrem Workbench Handbuch im Commodities Kapitel nach
                      welche Tastenkombinationen erlaubt sind und geben sie
                      die neue Tastenkombination ein. Sie wird nach Eingabe
                      sofort aktiviert.

              Popup   Gibt an, ob beim Programmstart das Fenster geffnet wer-
                      den soll oder nicht.

              Pri     Prioritt des Commodities. Braucht normalerweise nicht
                      verndert werden.

              Commodity Nur bei aktivem Commodity kann die Maus mit Hilfe des
                      Tabletts positioniert werden. Auch ein ffnen des Fen-
                      sters mit Hilfe des Hotkeys ist nur im aktiven Zustand
                      mglich. Bei jedem Wechsel vom inaktiven in den aktiven
                      Zustand wird das Tablett neu initialisiert.

              AppIcon Ist dieses Gadget mit einem Hckchen versehen, so kann
                      das Fenster auch mit einem dann auf der Workbench darge-
                      stellten Wacom-Appicon durch Doppelklick mit der linken
                      Maustaste geffnet werden. Als Image fr das Appicon
                      wird das Icon von Disk geladen mit dessen Hilfe der
                      Treiber gestartet wurde. Wird kein Icon gefunden wird
                      ein eingebautes Defaulticon verwendet.

              AppMenu Wenn diese Gadget mit einem Hckchen versehen ist wird
                      auf der Workbench im Tools-Men ein Eintrag mit dem Na-
                      men "Wacom II Driver:  Popup" generiert. Wird dieser
                      Eintrag ausgewhlt, wird ebenfalls das Fenster geffnet.




         3.4.3 Tablett Einstellungen


         Hier werden alle Konfigurationseinstellungen getroffen die das Tab-
         lett direkt betreffen.

              Device  Hier steht der Name des Systemgertetreibers ber den
                      der WacomII-Treiber mit dem Tablett kommuniziert. Wenn
                      sie das Grafiktablett an ein MultiIO-Board angeschlossen
                      haben mssen sie hier den Namen des Gertetreiber des
                      MultiIO-Boards eintragen. Haben sie das Tablett am nor-
                      malen seriellen Port des Amigas angeschlossen muss hier
                      serial.device stehen. (Eine nderung wirkt erst bei der
                      nchsten Initialisierung des Tabletts)

              Unit    Der hier voreingestellte Wert von 0 braucht auch nur ge-
                      ndert zu werden, wenn das Grafiktablett an ein MultiIO-
                      Board angeschlossen wird. Es muss dann hier die Nummer
                      des seriellen Ports des MultiIO-Boards eingetragen wer-
                      den. (Eine Anderung wirkt erst bei der nchsten Ini-
                      tialisierung des Tabletts)

              Summer  Gibt an ob der Tablettsummer bei Druck auf eine Taste
                      eines Tabletteinabegerts kurz eingeschaltet werden soll
                      oder nicht. (Eine nderung wirkt erst bei der nchsten
                      Initialisierung des Tabletts)

              Andruckstift verwenden Ist dieses Gadget angewhlt, wird das
                      Tablett beim nchsten Initialisieren in den drucksen-
                      sitiven Modus versetzt. Es muss dann der drucksensitive
                      Stift (Pressure Stylus) verwendet werden.

              LMB emulieren Wenn angewhlt wird ab einem bestimmten Andruck
                      die linke Maustaste emuliert.

              Schwelle fr LMB Andruck der mindestens erreicht werden muss um
                      die linke Maustaste zu emulieren. (Wert zwischen -30
                      und +30)




         3.4.4  Steuerbereich

         Mit diesen 3 Gadgets kann der Treiber entweder beendet oder das Fen-
         ster geschlossen werden oder die Konfiguration gespeichert werden.


              Fenster unsichtbar Mit diesem Gadget kann das Fenster geschlos-
                      sen werden. Ist eine Neuinitialisierung des Tabletts
                      durch vernderte Einstellungen ntig geworden, so wird
                      das Tablett neu konfiguriert. Der Treiber wird durch
                      diese Gadget nicht beendet.

              Speichern Nach Auslsen dieses Gadgets wird die Einstellung so
                      wie sie im Fenster angezeigt wird im Toolarray des Trei-
                      bericons gespeichert. Ist kein Icon vorhanden wird ein
                      Icon erzeugt. Ebenfalls wird eine gegebenfalls notwen-
                      dige Initialisierung des Tabletts durchgefhrt.

              Entfernen Nach einer Sicherheitsabfrage wird der Tabletttreiber
                      komplett beendet.




         4. Allgemeine Hinweise zum Treiber


         o Zum Abscchluss jeder Initialisierung des Tabletts ertnt ein Piep-
           ton. Das ist normal und zeigt eine abgeschlossene Neuinitialisier-
           ung an. (Nur bei Tabletts der SD-Serie)

         o Folgende Gadgetnderungen machen eine Neuinitialisierung des Tab-
           letts ntig:

           - Device
           - Unit
           - Summer
           - Andruckstift verwenden

         o Bis jetzt ist es nicht mglich den Scrollvorgang von Autoscroll
           Screens mit Hilfe des Tabletts durchzufhren. Das wird vielleicht
           in einer der nchsten Versionen mglich sein.

         o Manche Mausbeschleuniger und automatische Fensteraktivierungspro-
           gramme reagieren teilweise etwas "merkwrdig", da sie nicht mit
           einem Inputevent von einem Grafiktablett rechnen. Sollten sie also
           Probleme beim Positionieren der Maus haben schalten sie bitte
           diese Programme aus.

         o Aufgrund von Fertigungstoleranzen knnen Andruckstifte einen Werte-
           bereich von -35 bis zu +35 haben.

         o Sollten sie whrend des Betriebs versehentlich auf den Resetknopf
           des Tabletts drcken, so ist eine Neuinitialisierung notwendig.

         o Es wird empfohlen das Konfigurationsfenster nicht mit dem Tablett
           zu bedienen, da ankommende Daten vom Tablett eine ggfs. stattfin-
           dende Neukonfigurierung des Tabletts stren knnten.

         o Tabletts der UD-Serie werden momentan nur im WacomII Modus betrie-
           ben. Die speziellen Fhigkeiten dieser Tabletts (Multimode, Makro-
           funktionen etc.) werden bis jetzt noch nicht genutzt. Das ist fr
           eine zuknftige Version geplant.

         o Bei Digitalisiertabletts der UD-Serie sind "pressure Stylus" und
           "standard Stylus" in einem Stift vereint. Die neue 16-Tastenlupe
           ist folgendermaen belegt: Taste 2 ist die linke Maustaste. Taste
           4 ist die rechte Maustaste. Die anderen Tasten sind fr eigene
           Applikationen.




         5. Andruckdaten in eigene Programme einbinden


         Sie wollen ein Malprogramm schreiben und mit Hilfe des Grafiktabletts
         die Gre eines Malwerkzeuges bestimmen? Dann lesen sie dieses Ka-
         pitel, denn der Wacomtreiber bietet eine (komfortable) Schnittstel-
         le fr den direkten Datenexport.

         Da das Amiga Betriebssystem drucksensitive Tabletts nur ansatzweise
         untersttzt musste ein anderer Weg gefunden werden (Andruck)daten an-
         deren Programmen zur Verfgung zu stellen. Der Treiber bedient sich
         dazu der Amiga Messageports.

         Da die Maus ja bereits durch den Treiber gesetzt wird brauchen sie
         sich eigentlich nur noch um eventuell vorhandene Andruckdaten km-
         mern, obwohl das Programm weitmehr als nur den Andruck zu Verfg-
         ung stellt.

         Der WacomII-Treiber richtet beim Start einen ffentlichen Messageport
         ein ber den Daten exportiert werden knnen. Im Ordner Develop des
         Treiberpakets befindet sich der C-Sourecode sowie die ausfhrbare
         Version eines Demo-Programms fr den externen Empfang von Tablettda-
         ten. Unter diesen Dateien befindet sich auch "Wacom.h" eine Header-
         datei die sie auch in eigenen Projekten verwenden sollten mit allen
         ntigen Strukturdefinitionen und Defines die zum Programmieren von
         eigenen Tablettapplikationen bentigt werden. Bevor sie jedoch
         "Wacom.h" includen sollten sie "<exec/exec.h>" includen.
         (exec/exec.h ist ein Teil ihres C-Compilerpakets).

         Die Adresse des ffentlichen Messageports knnen sie folgendermas-
         sen erfahren:

           struct MsgPort     *Wacom_data_Port;
           ...
           /* Der Portname ist auch als WACOM_PORT_NAME in Wacom.h defined */
           Wacom_data_Port=FindPort("Wacom DataPort");
          ...


         Nun muss noch ein eigener Messageport und eine WacomMsg installiert
         werden.

           struct MsgPort     *Our_Port;
           struct WacomMSG     WMess;        /* siehe Wacom.h */
           ...
           if(Our_Port=CreateMsgPort())
           {
                   WMess.Mess.mn_Node.ln_Type=NT_MESSAGE;
                   WMess.Mess.mn_Length=sizeof(struct WacomMSG);
                   WMess.Mess.mn_ReplyPort=Our_Port;
           }
           ...


         Jetzt kann die Datenanfrage an den WacomTreiber gerichtet werden:

           if(Wacom_data_Port)
           {
               /* Anfrage senden */
               PutMsg(Wacom_data_Port,(struct Message *)&WMess);

               /* Warten auf Antwort */
               WaitPort(Our_Port);
                    /* besser Wait(1L<<Our_Port->mp_SigBit); */

               if(GetMsg(Our_Port))
               {
                printf("Aktuelle X-Koordinate:%ld"n",
                                WMess.WacomInfo.Tablett_X);
               }
           }
           ...


         Vor dem Programmende darf natrlich nicht vergessen werden alle
         belegten Resourcen freizugeben.

         Die WacomInfo-Struktur die Teil der WacomMSG-Struktur ist enthlt
         nicht nur die aktuellen Koordinaten auf dem Tablett, sondern auch
         den Andruck und alle anderen irgendwie wichtigen Daten. Fr eine
         genaue Dokumentation siehe "Wacom.h".

         In der jetzigen Version ist es nicht mglich von einer Applikation
         aus ber den Messageport Kommandos an den WacomII-Treiber zu senden.
         Das wird vielleicht in einer der nchsten Versionen mglich sein.
         Deshalb sind sowohl in der WacomMSG als auch in der WacomInfo-Struk-
         tur einige Bytes fr zuknftige Erweiterungen reserviert um eine
         Abwrtskompatibilitt zu ermglichen.

