DruckManager
von Patrick Ohly

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung
2. Bedienung
2.1. Starten
2.2. Das Config-File
2.3. Das Fenster von DruckManager
2.4. Menus, Gadgets, Commodity
2.5. Entfernen
3. Features von DruckManager
3.1. Input
3.2. Puffer
3.3. Output
3.4. Drucker-Kommandos


1. Einleitung

DruckManager  ist  ein  Tool,  das die Arbeit mit einem Drucker flexibler und
kontrollierbarer  macht.   Er  arbeitet mit jedem beliebigen Anwenderprogramm
zusammem,  solange  es seine Daten ber das Parallel- und/oder Seriell-Device
ausgibt.   DruckManager  kann Daten, die ein Programm an den Drucker schickt,
zunchst  im  RAM  oder  in einem File puffern.  So wird ein Anwenderprogramm
nicht  durch  den  langsameren  Drucker aufgehalten.  Die Daten knnen jedoch
auch wie bei "CMD" zustzlich noch umgeleitet werden.  Falls Sie feststellen,
da  ein  Programm nicht das ausdruckt, was Sie wollten, knnen Sie den Druck
sofort  abbrechen,  die  gepufferten  Daten lschen und/oder neu eintreffende
Daten  sofort  ins  "Nirwana"  schicken.   Sie knnen die Daten aber auch wie
bisher sofort zum Drucker schicken.

Damit  Sie  jederzeit  einen berblick darber haben, wieviel Daten gepuffert
sind,  bekommen Sie in grafischer Form und exakt ausgeschrieben die Menge der
gepufferten   Daten  sowie  den  Anteil  davon,  der  gerade  gedruckt  wird,
angezeigt.

Eine  weiteres  Feature von DruckManager ist die Mglichkeit, beliebig viele,
frei  einstellbare  Drucker-Kommandos  an  den  Drucker  zu  schicken.  Diese
Drucker-Kommandos  knnen  auch eine Variable enthalten, die von DruckManager
in einem String-Gadget jeweils neu abgefragt wird.

Bei   der   Entwicklung   von   DruckManager   wurde  groer  Wert  auf  die
Benutzerfreundlichkeit  gelegt.   Auerdem  soll  DruckManager  unter  jedem
Betriebssystem    laufen.     DruckManager   bietet   eine   dreidimensionale
Benutzeroberflche  und  die neuen Gadget-Arten von OS 2.0 auch unter 1.3 mit
der  PD-Library "Intuisup" von Thorsten Jrgeleit.  Dabei wird als besonderes
Feature  fr  alle  Texte immer der voreingestellte Zeichensatz verwendet und
die  Gre des Fensters und der Gadgets entsprechend angepat.  Unter 2.0 und
hher   nutzt   DruckManager   Features   dieser   Betriebsystem-Versionen:
DruckManager installiert sich als Commodity und kann damit von "Exchange" aus
ferngesteuert  werden.  Public-Screens werden untersttzt, indem DruckManager
sein   Fenster   immer  auf  dem  obersten  Screen  ffnet,  falls  dies  ein
Public-Screen  ist,  oder  einen  bestimmten  Public-Screen  verwendet.   Die
Asl-Library  wird verwendet, whrend unter 1.3 auf die "ReqTools-Library" von
Nico Francois ausgewichen wird.



2. Bedienung
DruckManager  untersttzt  eigentlich  nur  die  Umleitung der Daten an einen
Drucker,   da  in  den  meisten  Fllen  an  einen  Amiga  nur  ein  Drucker
angeschlossen  ist.   Falls Sie aber doch sowohl an der seriellen als auch an
der  parallelen  Schnittstelle  einen Drucker angeschlossen haben, knnen Sie
DruckManager auch zweimal starten, einmal fr jeden Port.


2.1. Starten
DruckManager  kann  vom CLI oder von der Workbench aus gestartet werden.  Die
Argumente  werden  in  beiden  Fllen  wie  bei  einem  Commodity  angegeben.
Ob  die  Gro-  und  Kleinschreibung  der Schlsselwrter unterschieden wird,
hngt  von  Ihrer  Betriebssystemversion  ab.  Zumindest unter 1.3 mssen die
Schlsselwrter  gro  geschrieben werden, damit sie von DruckManager erkannt
werden,  also  "DEVICE"  und nicht "Device" oder "device".  Wenn DruckManager
zum  ersten  Mal  gestartet  wird,  knnen  (mssen  jedoch  nicht)  folgende
Argumente angegeben werden:

- DEVICE=parallel.device/seriell.device
  Dies ist das zu puffernde Device. Es werden jeweils die Standard-Units mit
  der Nummer 0 verwendet.
  Voreingestellt ist parallel.device.
- CONFIG=filename
  Dabei ist "filename" ein Config-File wie unter 2.2. beschrieben.
  Wird CONFIG nicht angegeben, so sind keine Drucker-Kommandos
  mglich.
- INPUT=BUFFER/NIL/PRINT
  Mit diesem Argument whlen Sie die Einstellung fr die eingehenden
  Druckerdaten (siehe auch 3.1.).
  Voreingestellt ist BUFFER.
- CMD=filename
  "filename" ist eine Datei, in die alle eingehenden Daten kopiert werden
  sollen, unabhngig von der Einstellung bei INPUT (s.a. 3.1.).
- BUFFER=RAM/dirname
  Durch BUFFER wird bestimmt, ob die Daten im RAM gepuffert
  werden sollen oder auf Diskette. "dirname" gibt dabei das Ver-
  zeichnis an, in dem die temporren Files angelegt werden sol-
  len.
  Voreingestellt ist RAM, aber Sie sollten doch besser ein Verzeichnis
  whlen, weil das RAM u.U. sehr schnell aufgebraucht werden knnte.
- PAUSE=YES/NO/JA/NEIN
  Damit knnen Sie das Drucken der Daten im Puffer stoppen, ohne da Daten
  verloren gehen.
  Voreingestellt ist NEIN.
- DELAY=num
  Wenn am Parallel-Port gedruckt wird, berprft DruckManager, ob der
  Drucker Papier hat und Online-geschaltet ist. Wenn dies fr die hiermit
  einstellbaren "num" Sekunden nicht der Fall ist, erscheint der in 3.3. be-
  schriebene Requester. Fr den seriellen Port wird dieses Argument igno-
  riert, da hier der Zustand des Druckers nicht feststellbar ist.
  Voreingestellt sind 30 Sekunden.
- CX_POPUP=YES/NO/JA/NEIN
  Falls CX_POPUP gleich YES/JA ist, wird das Fenster sofort geff-
  net.
  Voreingestellt ist JA.

Folgenden  Argumente  betreffen  die Commodity-Eigenschaften von DruckManager
und werden unter 1.3 ignoriert:

- CX_POPKEY=Tastenbeschreibung
  Diese Tastenkombination wird als PopKey des Commodities ver-
  wendet.
  Voreingestellt ist "control alt p" fr den parallelen Port und
  "control alt s" fr den seriellen.
- CX_PRIORITY=num
  Dies ist die Prioritt des Commodities.
  Voreingestellt ist -5.

Ebenfalls nur unter 2.0 werden folgende Argumente beachtet:
- PUBSCREEN=name
  Auf dem Public-Screen mit dem Namen "name" ffnet DruckManager
  beim ersten Mal sein Fenster. Wenn er nicht vorhanden ist, wird
  er mit den Einstellungen der Workbench geffnet und geschlossen,
  wenn das Fenster geschlossen wird. Sollte dann der Screen noch nicht
  geschlossen werden knnen, weil ein anderes Programm dort ein Fenster 
  geffnet hat, erscheint eine entsprechende Meldung. Es kann dann noch
  einmal versucht werden, den Screen zu schlieen, oder den Screen ge-
  ffnet zu lassen. Der Versuch, den Screen zu schlieen, wird
  bei jedem Fenster-Schlieen und bei Programmende wiederholt.
- USEPUBSCREEN=YES/NO/JA/NEIN
  Mit diesem Argument wird bestimmt, ob das Fenster immer auf dem
  mit "PUBSCREEN=name" bestimmten Public-Screen geffnet werden
  soll. Wird "NO", bzw. "NEIN" angegeben, dann benutzt Print-
  Manager diesen Screen nur beim Programmstart und spter immer
  den obersten Screen.
  Voreingestellt ist NEIN.

Wenn  DruckManager  gestartet  wurde,  nachdem er bereits fr den gewnschten
Port  erfolgreich  installiert  wurde,  kann  mit  "REMOVE" diese Version von
DruckManager entfernt werden.

Falls  dieses  Argument  nicht  angegeben  wird,  versucht  DruckManager, die
gewnschten  Einstellungen zu bernehmen.  nderungen werden nur vorgenommen,
wenn  ein  Argument angegeben wurde, die oben genannten Voreinstellungen sind
somit  hinfllig,  auer bei CX_POPUP, das nicht angegeben werden mu, um das
Fenster zu ffnen.
Das Kopieren in eine Datei kann mit CMD=NO/NEIN ausgeschaltet werden.


2.2. Das Config-File
In  dem  Config-File  werden die Drucker-Kommandos festgelegt.  Das File kann
mit  C-Kommentaren  versehen werden, d.h.  eingeleitet durch "/*" und beendet
durch  "*/".   Die einzelnen Zeilen werden jeweils getrennt untersucht, wobei
eine maximale Zeilenlnge von 1024 Zeichen erlaubt ist.  Zeilen knnen in der
nchsten  Zeile fortgesetzt werden, indem man als letztes Zeichen einer Zeile
einen Schrgstrich ("/") setzt.

Eine  Kommando-Sequenz  hat  einen Namen, der am Anfang der Zeile stehen mu,
durch  einen  Doppelpunkt beendet wird und maximal 31 Zeichen lang sein darf.
Der Doppelpunkt gehrt nicht zum Namen.
Beispiel:  "Seitenlnge einstellen:  ..."

Nach  dem Doppelpunkt folgt eine Reihe von maximal 512 Byte-Werten, die durch
Kommata  getrennt werden.  Leerzeichen und Tabstops werden bersprungen.  Die
Werte  knnen  dezimal,  hexadezimal  (eingeleitet  durch $) oder als Zeichen
(eingerahmt durch Hochkommas ' ) angegeben werden.
Beispiel:  "Seitenlnge einstellen:  27, 'C', $0, .../* EpsonLQ */"

Eine  besondere  Bedeutung  hat  eine  Variable,  die einmal in einer Sequenz
vorkommen  darf.   Diese variable Gre wird von DruckManager vor dem Drucken
abgefragt,  in  das richtige Format gebracht und an der gewnschten Stelle in
der Sequenz eingefgt.  Anhand des Variablennamens in der Zeile unterscheidet
DruckManager die folgenden Typen:

- Byte-Wert: "VB"
  einfacher Byte-Wert von 0-255
- 16 Bit   : "VLH", "VHL"
  Word-Wert, d.h. zwei Byte, von 0-65535
  Bei "VLH" wird zuerst das Low-Byte und dann das High-Byte
  gesendet, bei "VHL" gerade andersherum.
- String   : "VS"
Beispiele: "Seitenlnge einst.  : 27, 'C', 0, VB           /* EpsonLQ */"
           "Druckkopf bewegen   : 27, '$', VLH             /* EpsonLQ */"
           "Text (fett) drucken : 27, 'G', VS, 27, 'H', 10 /* EpsonLQ */"


2.3. Das Fenster von DruckManager
DruckManager  bietet  ein  Fenster, in dem ber verschiedenen Gadgets und das
Menu  die  Funktionen  gewhlt werden knnen.  Dieses Fenster erscheint immer
dann,   wenn   das  Programm  gestartet  wird,  allerdings  nur,  wenn  nicht
"CX_POPUP=no"  angegeben  wurde.  Unter 2.0 kann man das Fenster, wie bei den
anderen  Commodities  auch,  durch  den  Popkey  oder das Programm "Exchange"
ffnen.

Es  kann ein Public-Screen angegeben werden, auf dem DruckManager das Fenster
ffnet.   Dieser  Screen wird geffnet, wenn er noch nicht vorhanden ist.  Ob
bei  jedem  ffnen  des  Fensters der Public-Screen verwendet wird, lt sich
ebenfalls  einstellen.   Wenn  der Public-Screen nicht immer verwendet werden
soll,  wird  spter das Fenster auf dem obersten Screen geffnet, sofern dies
ein  Public-Screen ist.  So kann man z.B.  auf Tastendruck DruckManager immer
auf den Screen bringen, auf dem man gerade arbeitet.

DruckManager verwendet fr alle Texte, auch in den Menus und des Gadgets, den
fr  einen  Screen  voreingestellten  Font.   Die  Gre des Fensters und der
Gadgets  wird entsprechend der Font-Gre angepat.  Dies funktioniert in der
Regel  auch  bei  Proportional-Fonts,  ohne da es zu berschneidungen kommt.
Wenn Sie allerdings einen bezogen auf die Screen-Gre zu groen Font whlen,
kann  DruckManager  sein  Fenster  nicht  mit  diesem  Font  ffnen,  sondern
verwendet  denselben Font in der maximal mglichen Gre, die gerade noch auf
den Screen pat.

Man  kann  das  Fenster auch ausschalten, indem man den Menupunkt "Verbergen"
oder  das  Fensterschliesymbol  anwhlt  oder,  OS  2.0  vorausgesetzt,  das
"Exchange"-Programm   verwendet.    Unter   1.3   mu   man  dann  allerdings
DruckManager noch einmal starten, um wieder ein Fenster zu bekommen.


2.4. Menus, Gadgets, Commodity
Wie   bisher   wohl   schon  deutlich  wurde,  lt  sich  DruckManager  auf
verschiedenen  Wegen  steuern.   Ob  Sie  eher  die  Menus  oder  die Gadgets
bevorzugen, bleibt Ihnen berlassen.  Meist ist die Bedienung intuitiv genug,
und  die Menu-Bezeichnungen entsprechen denen der Gadgets, so da im nchsten
Kapitel  nur  noch  auf  die Features selbst und nicht mehr auf die Bedienung
eingegangen wird.

Erwhnenswert  ist  hier  nur  die  Art,  wie DruckManager sich als Commodity
verhlt:   Im  Programm  Exchange  kann  mit  "Show"  und  "Hide" das Fenster
geffnet, bzw.  geschlossen werden.  Der Popkey ffnet ebenfalls das Fenster.
Mit  "Disable"  wird  DruckManager  auf "Sofort Drucken" gestellt und verhlt
sich damit so, als wre er nicht installiert.  Bei "Enable" schaltet sich das
Puffern  ein.   Mit  "Kill"  schlielich  wird  das Programm aus dem Speicher
entfernt.


2.5. Entfernen
Das Entfernen von DruckManager ist nicht jederzeit mglich:

Falls  DruckManager  einen  eigenen Public-Screen geffnet hat, mu es diesen
auch schlieen.  Das ist jedoch nicht mglich, wenn noch ein anderes Programm
dort ein Fenster geffnet hat.  Wenn dies der Fall ist, bekommen Sie in einem
Requester  die  Mglichkeit,  noch  einmal zu versuchen, den Public-Screen zu
schlieen,  nachdem  sie  dort  alle  Fenster  geschlossen haben, und dann zu
beenden, oder DruckManager noch nicht zu beenden.

Wenn  Sie  DruckManager  beenden  wollen,  solange noch Daten im Puffer sind,
werden  Sie  gewarnt  und  haben  die  Wahl, entweder alle Daten im Puffer zu
lschen und dann zu beenden oder noch nicht zu beenden.

Schlielich kann es noch sein, da ein anderes Programm dieselben Vektoren in
dem  jeweiligen Device gepatcht hat wie DruckManager.  Dann ist das Entfernen
von  DruckManager nicht mglich, ohne einen Absturz zu riskieren.  Sie mssen
zuerst das andere Programm entfernen.



3. Features von DruckManager
Das Konzept von DruckManager sieht fr alle Daten, die ein Anwendungsprogramm
an  den  Drucker  schickt,  drei Stationen vor, wobei Sie an jeder Station in
dieser Datenschlange Einflu auf die Daten und das Verhalten von DruckManager
nehmen  knnen.   Daten fr den Drucker treffen immer in Blcken ein, es lt
sich auf dem Amiga dabei nicht unterscheiden, welche Blcke zusammen gehren.
DruckManager arbeitet daher immer Block-orientiert und nicht "Job"-orientiert
wie  andere, hnliche Programme.  Seien Sie vorsichtig, wenn Sie DruckManager
Daten  lschen  lassen, denn es knnte sein, da ihr Drucker dann im nchsten
Block Daten erhlt, mit denen er nichts anfangen kann, weil ihm der vorherige
Block fehlt.

Da  einige  Programme  ihre  Daten  in  sehr  kleinen  Blcken an den Drucker
schicken   und  der  Verwaltungsaufwand  sehr  gro  werden  wrde,  sammelt
DruckManager solche kleinen Blcke.  Sie werden erst in den Puffer bernommen
und  ausgedruckt,  wenn  gengend  Daten  eingetroffen  sind oder eine gewie
Zeitspanne ohne neue Daten verstrichen ist.  Daher kann sich der Druck-Beginn
leicht verzgern, die Leistung insgesamt nimmt jedoch zu.

3.1. Input
Alle Daten treffen zunchst bei dieser Station ein.  DruckManager bietet hier
vier  Mglichkeiten,  zwischen  denen Sie fast jederzeit hin- und herschalten
knnen:

- Puffern
Bei dieser Option werden die Daten in den internen Puffer bernommen, und das
Anwendungsprogramm  kann  sofort  mit  seiner  Arbeit fortfahren, ohne darauf
warten  zu  mssen,  bis die Daten wirklich ausgedruckt wurden.  So kann z.B.
ein  DTP-Programm  schon  die nchste Seite berechnen, whrend die Seite noch
gedruckt  wird.   Nur  das  Schreiben von Daten wird untersttzt.  Bei dieser
Einstellung  ist  es  daher  nicht  mglich, Daten von dem jeweiligen Port zu
lesen, wie es z.B.  Terminal-Programme am seriellen Port machen.

- Nirwana
Wenn  ein  Programm  Daten  an den Drucker schickt, die nicht (mehr) gedruckt
werden sollen, knnen Sie diese Daten auch sofort ins "Nichts" schicken, ohne
da das Anwendungsprogramm etwas davon merkt.  Fr das Lesen von Daten gelten
dieselben Einschrnkungen wie beim Puffern.

- Sofort Drucken
Falls  Ihr  Programm  schon selbst eine Puffer-Mglichkeit bietet, knnen Sie
den Puffer von DruckManager auch ausschalten.  Die eintreffenden Daten werden
dann  sofort  an  den  Drucker  geschickt,  das  Anwendungsprogramm  mu dann
allerdings  warten,  bis  der  Drucker  alle Daten verarbeitet hat.  Wenn Sie
diese  Option  whlen,  mu  der  Puffer  leer  sein,  bevor  die neuen Daten
ausgedruckt  werden  knnen,  da  die  Reihenfolge der Daten erhalten bleiben
sollte.
Diese  Einstellung  sollten  Sie whlen, wenn Sie etwa ein Modem am seriellen
Port ansprechen wollen, ohne DruckManager zu entfernen.  Die anderen Features
von DruckManager knnen nicht mehr verwendet werden.

Diese drei genannten Mglichkeiten schlieen einander aus.  Parallel zu jeder
dieser  Optionen  knnen  die  Daten jedoch auch noch in ein File geschrieben
werden.   Wenn  Sie  "in File" anwhlen, erscheint zuerst ein File-Requester,
mit  dem  Sie  ein  File  auswhlen  knnen.  Falls das File schon existiert,
knnen Sie in einem Requester auswhlen, ob das File berschrieben, die Daten
angehngt oder abgebrochen werden soll.  Dieses File bleibt geffnet, bis Sie
diese  Option  wieder  deaktivieren.   Solange knnen Sie diese Datei nur mit
Einschrnkungen  verwenden.   Diese Datei wird bei DruckManager meist einfach
"CMD-File"  genannt,  in  Anlehnung  an den Workbench-Befehl CMD, der hnlich
funktioniert.


3.2. Puffer
Wenn  Sie  bei  Input  "Puffer"  angewhlt haben, verwaltet DruckManager eine
Liste  von  Datenblcken.   Neue  Datenblcke werden an das Ende dieser Liste
angehngt,  whrend  beim  Drucken  immer  zuerst  der  Datenblock  am Anfang
ausgedruckt  wird.   Falls  die  Daten aus irgendeinem Grund (Speichermangel,
Kapazitt  der  Festplatte  erschpft,  etc.)  nicht gepuffert werden knnen,
gehen trotzdem keine Daten verloren.  Der Datenblock, der nicht untergebracht
werden konnte, wird erst dann verarbeitet, wenn die Daten wirklich bernommen
werden knne.  Bis dahin mu allerdings das Anwenderprogramm warten.

Fr  die  Art,  wie die Daten zwischengespeichert werden sollen, gibt es zwei
Alternative:

- RAM
Die  RAM-Option  ist schnell, da hier die Daten in einen fr jeden Datenblock
neu belegten Speicherbereich kopiert werden, jedoch kann es bei Computern mit
kleinem  RAM-Ausbau  zu Speichermangel kommen.  Wenn der Speicher knapp wird,
sollten  Sie  besser  auf  das  Puffern  in  Files  umschalten.  Bevor jedoch
Speicher  zu  knapp  wird, um z.B.  den File-Requester noch zu ffnen, werden
Sie von DruckManager auf den Speichermangel hingewiesen.

- Files
Wenn  Sie  diese Option gewhlt haben - oder DruckManager selbst umschaltet -
erscheint  zunchst  ein File-Requester, in dem Sie ein Verzeichnis auswhlen
knnen.   In  diesem Verzeichnis legt DruckManager fr jeden neuen Datenblock
ein neues File an und lscht es, nachdem die Daten gedruckt wurden.  Nachteil
dieser  Methode  sind die geringere Geschwindigkeit, z.B.  bei Disketten, und
die  Files,  die mglicherweise, etwa wegen eines Resets, nicht mehr gelscht
werden konnten.  Diese Files mssen dann von Hand gelscht werden.

Falls  die  Daten  im Puffer nicht mehr ausgedruckt werden sollen, knnen Sie
den Puffer mit "Lschen" auch sofort ohne Ausdrucken lschen.  Dieses Feature
ist besonders in Kombination mit der Input-Einstellung "Nirwana" ntzlich.

Zum  Bereich  Puffer  gehrt  auch  die  grafische  Anzeige der Datenmenge im
Puffer.   Diese  Anzeige  zeigt  in  Form  zweier Balken einmal die Menge der
gesamten  Daten  und  in  einer  anderen  Farbe  die  Menge der davon bereits
gedruckten Daten an.  Wieviel der Vollausschlag ist, steht rechts daneben und
wird immer der Gesamtdatenmenge angepat.

3.3. Output
Wenn  Daten  zwar  zum  Druck  anstehen,  aber  noch nicht ausgedruckt werden
sollen, z.B.  weil der Drucker noch nicht richtig eingestellt ist, knnen Sie
mit  "Pause"  den  Ausdruck  solange  wie  ntig  anhalten.   Dabei  wird der
Datenblock,  der  gerade an den Drucker geschickt wird, noch fertig gedruckt.
Statt  "Pause"  knnen  Sie aber auch "Unterbrechen" verwenden, das den Druck
sofort  abbricht,  zumindest  soweit  dies  mglich  ist,  und  dann  in  den
Pause-Modus  geht.   Daten  gehen  dabei  nicht  verloren,  wenn Sie also den
Pause-Modus  wieder ausschalten, wird genau an der Stelle weiter gedruckt, wo
abgebrochen  wurde.  Sollen die Daten auch spter nicht mehr gedruckt werden,
so  kann  man  mit  dem  Gadget  "Abbrechen + Lschen" gleichzeitig den Druck
abbrechen, den Puffer lschen und auf Pause stellen.

Fehler  beim  Ausdruck  sind schwerer zu behandeln, da das Anwendungsprogramm
nichts  von diesen Schwierigkeiten erfhrt und vielleicht schon neue Daten in
den   Puffer  geschickt  hat.   Fr  den  Fall  eines  Fehlers  zeigt  Ihnen
DruckManager  in  einem  Requester  eine  ausfhrliche Fehlerbeschreibung und
bietet folgende Reaktionsmglichkeiten an:

- Wiederholen
  Der Datenblock wird einfach noch einmal an den Drucker
  geschickt. Das ist z.B. sinnvoll, wenn der Fehler sofort
  behoben werden kann.
- Pause
  Wenn der Fehler nicht sofort behoben werden kann, knnen Sie
  so den Pause-Modus aufrufen.
- Lschen
  Wenn der gesamte Pufferinhalt nicht mehr gebraucht wird, knnen Sie ihn
  und den fehlgeschlagenen Block mit "Lschen" auch sofort lschen.
- Abbrechen
  Mit "Abbrechen" gehen nur die Daten dieses Datenblocks verloren. 
  Alle brigen Blcke werden weiter an den Drucker geschickt, als
  wre kein Fehler aufgetreten.


3.4. Drucker-Kommandos
Die  meisten  Drucker  werden  ber  die sogenannten ESC-Sequenzen gesteuert.
Damit kann man bei vielen Druckern weit mehr Einstellungen vornehmen, als von
der  Workbench vorgesehen sind, z.B.  Whlen einer bestimmten Schriftart, der
Seitenlnge, der Druckgeschwindigkeit etc..  Welche ESC-Sequenzen Ihr Drucker
untersttzt,  finden  Sie  in  Ihren  Drucker-Handbuch.   Hufig enthlt eine
solche Sequenz auch ein variables Argument.

DruckManager  bietet  eine  komfortable  Mglichkeit, solche Sequenzen an den
Drucker  zu  schicken.   Dazu  mssen  Sie zuerst einmal in einem Config-File
festlegen,  welche  Sequenzen  ihr Drucker untersttzt.  Wie das geht, ist in
Kapitel  2.2.   beschrieben.   Wenn  Sie  beim  Starten  von DruckManager ein
solches  Config-File  mit  Sequenz-Definitionen angeben, dann bekommen Sie in
dem  groen  Fenster  von  DruckManager  diese Liste in einem Listview-Gadget
angezeigt.   Hier  knnen  Sie eine bestimmte Sequenz auswhlen.  Falls diese
Sequenz  ein Argument enthlt, knnen Sie dieses in dem String-Gadget daneben
eintragen.   Wie  diese  Eingabe  interpretiert  wird,  hngt von der Art des
Arguments  ab  (siehe  2.2.).   Zahlenwerte  knnen  wie  in  der  Sprache  C
eingegeben  werden:   Hexadezimal mit einem "0x" davor, oktal mit einer 0 als
erste Ziffer, dezimal ist dann alles andere.

Mit  dem  Gadget  "Senden  mit  Datenschlange"  knnen Sie die Sequenz an den
Drucker  schicken.   Dies  geschieht,  indem die Daten als neuer Block an die
Input-Station  geschickt  wird.   Die  Sequenz wird also auch in ein CMD-File
geschrieben und langt erst nach den bisher gepufferten Daten beim Drucker an,
bzw.  wird gar nicht ausgedruckt, wenn bei Input auf Nirwana gestellt wurde.

Da  das  nicht immer erwnscht ist, kann die Sequenz auch so bald wie mglich
direkt  an  den Drucker geschickt werden, indem sie am Anfang der Daten-Liste
eingefgt  wird, ohne in das CMD-File geschrieben zu werden.  Dazu whlen Sie
das Gadget "Sofort Senden".
